Beiträge von Estandia
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Du beschreibst doch nichts anderes als ich in meinem Text
Nur mit der Floskel, der Hund tue es für den Menschen, nicht für sich selbst ...
Ich bin nicht hier, um jmd von meiner Meinung zu überzeugen oder sonstwas. Wenn du meinst, WTP ist was anderes, dann ist das eben so. Ich sehe es pragmatisch. Den vielzitierten WTP kann ich mindern oder mehren, aufbauen oder löschen, was ich mal bei einem Hund gesehen habe, der über das Natural Dogmanship erzogen wurde. Für mich persönlich gibt es nicht DEN Wtp und schon gar nicht genetisch fixiert. Hunde wollen mit Verhalten Konsequenzen erreichen, wie sie das tun basiert auf demselben Prinzip. -
Ich HOFFE doch
... und suche noch -
ohhhh Lehnitz
... ich würd schon gern ... Erpetal ab Hirschgarten wär ja auch wieder mal dran ... aber ich würd auch mal wieder gern ne komplett neue Strecke ausprobieren. Mal sehen was der Wetterbericht Donnerstag sagt ... -
Wie genau kann man sich "Will to Please" vorstellen? Also wie äußert es sich, wenn der Hund gefallen möchte?
“ (S. 18 – 21) von Jean Donaldson ein, da ich mit ihrer rationalen Art und Sichtweise sehr konform gehe.
Ich werfe dazu mal ein paar Zitate aus dem Buch „ZitatDiese Vorstellung vom „Wunsch zu gefallen“ wurde größtenteils durch die Missdeutung gewisser Verhaltensweisen des Hundes genährt. Wenn wir nach Hause kommen, sind die Hunde sehr aufgeregt, sie fordern von uns Aufmerksamkeit und Streicheleinheiten und lecken uns ab. In ihrem begrüßungsritual sind sie sehr zwanghaft. Häufig folgen sie uns zu Hause wie Schatten und werden unruhig wenn wir fortgehen. Sie sind hoch soziale Wesen und in ihrem Leben mit dem Menschen genetisch nicht ausreichend auf das Ausmaß an Abwesenheit ihrer Familienmitglieder vorbereitet. Auch kommen sie nach den Unmengen an Strafen, die wir ihnen zumessen, bis zu einem gewissen Grad erstaunlich gut wieder auf die Beine. Ich kann schon sehen, wie dies als Ergebenheit interpretiert wird.
(…) Ich weiß, dass auch sie [meine Hunde] mich lieben. Aber sie beten mich nicht an. Ich bin mir gar nicht sicher, ob sie ein Konzept der Anbetung kennen. Ihre Liebe ist für sie auch nicht der Grund, das zu tun, was ich sage. Es hat in der Tat nichts mit irgendeiner Ausbildung zu tun. Um ihr Verhalten unter Kontrolle zu halten, muss ich die Folgen ihres Handels ständig manipulieren.
Für mich ist „Will to please“ die romantische Umschreibung für die Art und Weise wie ein Hund mit Frust umgeht. Es gibt 3 Möglichkeiten, wie ein Hund, der Frust erfährt und darüber in Stress gerät, reagieren kann:
- Er zeigt das gleiche Verhalten, nur vehementer.
Das sind die Hunde, die sofort versuchen das Verhalten, das eben noch belohnt wurde, noch „besser“ zu machen. Sie korrigieren sich binnen Sekunden hin und her und überprüfen in Millisekunden den Ausdruck des Halters, ob dieses oder jenes richtig war. Je nach Rasse/Individuum kann das sehr lustig und charmant anmuten. Im Eifer des Rumprobierens mag der Halter dann auch ein Stressgesicht als Spielegesicht interpretieren. Diese Art ist einfach eine gängige (wenn nicht sogar probateste) Methode Verhalten zu ändern und hilft natürlich im Aufbau, Ausbau und Verfeinerung von Verhaltensweisen. Nichtsdestotrotz ist es Arbeit über Frust. - Der Hund zeigt andere Verhaltensweisen.
Der Hund beginnt also auf Deibel komm raus dem Halter irgendein Verhalten entgegen zu werfen. Irgendwas wird schon richtig sein. Irgendwas wird schon eine Konsequenz haben. Das sind meistens dann auch die Hunde, über die man sagt „Ja er möchte es schon richtig machen, steht sich aber dabei selbst im Weg.“ - Der Hund verfällt ins aggressive Verhalten.
Ich spiel mit dem Hund Ball, ich werfe nicht sofort, es dauert dem Hund zu lang, er bekommt Frust, springt an mir hoch, hackt mir in die Hand.Ich nehme den Ball an mich, weil ein Fremdhund plötzlich dazukommt, Hund hackt den fremden Hund, da er „Schuld“ an der Entfernung des Balls ist.... etc. pp.
Zur Sache mit dem Lob:
ZitatAlles anzeigenIch suche immer noch den Hund, der seinem Besitzer gefallen will. Wo ist denn der Hund, der überhaupt am inneren Zustand seines Besitzers interessiert ist? Der Hund interessiert sich höchstens dafür, wie sich der Ausdruck dieses Zustands auf Ereignisse auswirkt, die für ihn selbst von Bedeutung sind. Obwohl bei einigen Hunden das Lob bei völliger Abwesenheit jeglicher anderer Motivation als Bestärker funktioniert, ist dessen Wirkung begrenzt und lässt das Gen des „Wunsches zu gefallen“ in höchst zweifelhaftem Licht erscheinen.
(…), dass das Lob als ein Signal für Sicherheit dient – ein Anzeichen dafür, dass die Wahrscheinlichkeit aversiven Handelns extrem niedrig ist.
(…) Die Hauptmotivation, so sagt man, ist das Lob. Die Hauptmotivation besteht eigentlich aus dem Vermeiden aversiver Mittel,
(…) so lernt der Hund, wenn er für eine Reaktion gelobt wird, dass er eine Korrektur vermieden hat; und damit bekommt das Lob für ihn einen Sinn und eine Bedeutung. Auch sind hohe und abgehackte Stimmen, wie sie häufig zum Loben des Hundes eingesetzt werden, möglicherweise an sich schon reizvoll.
(…) Das Lob kann im täglichen Leben des Hundes eine gewisse Bedeutung als „Sekundärbestärker“ erlangen.
(…) Hunde lernen durch das unmittelbare Erbenis ihrer Taten und die Assoziation von Ereignissen, die zeitnah geschehen.
(…) Bei der Ausbildung eines Tieres besteht die erste Aufgabe darin, herauszufinden, wodurch es motiviert werden kann. Keine Motivation, keine Ausbildung. Alle Tiere sind durch Futter, Wasser, Sex und die Vermeidung aversiver Mittel motiviert. Viele Tiere können über Spiel, Aufmerksamkeit, die Gelegenheit zu gemeinsamem Tun oder das Erlangen der Kontrolle über stark begehrte Ressourcen motiviert werden. Alle Tiere lassen sich über Signale, die mit diesen primären Bestärkern verknüpft sind, unter der Voraussetzung motivieren, dass der Zusammenhand zwischen Signal und Primärbestärker deutlich genug ist. An diesem Punkt tritt meist das Lob auf den Plan, als eine Art ungenaues Signal, das dem Tier bedeutet, die Chancen für ein primäres Ereignis haben sich verbessert. Entschließen Sie sich dazu, keine positive Bestärkung einzusetzen, landen Sie wie alle anderen auch beim Einsatz aversiver Mittel und verkünden, Ihr tue es für Sie. Eine pathetische Aussage.
All das bedeutet aber nicht, Lob sei nicht gut oder nicht wichtig.(…) Schlechte Dinge geschehen Hunden nicht, wenn der Mensch gute Laune hat.
(…) Welches Interesse Ihr Hund auch immer in Ihrer Laune haben mag, es basiert auf dem, was es für ihn bedeutet. Und das ist selbstverständlich in Ordnung.
Bei einigen Hunden funktioniert das Lob als primärer Bestärker. Sie mögen es ausreichend stark, um dafür zu arbeiten. Ein schwaches Fundament ist Lob allerdings bei jenen Hunden, bei denen es als primärer Bestärker nicht funktioniert. Viele Hunde finden Loben irgendwie gut, werden dafür aber nicht wirklich arbeiten. Und das ist gut so. Es gibt einen Unterschied zwischen dem Ausdruck von Zuneigung gegenüber dem Hund und dem sich verlassen auf Lob als Hauptmittel der Motivation bei der Ausbildung oder Verhaltensänderung eines Tieres. Um es anders auszudrücken: Verwechseln Sie den Ausdruck von Bindung nicht mit Training und Verhaltensänderung. Bei Letzterem sind gewöhnlich schwerere Geschütze aufzufahren. Viele Hundebesitzer zeigen sich enttäuscht, wenn sie die Notwendigkeit schwererer Geschütze, wie Futter, Zugang zu Spaß und Spiel sowie andere für die Konditionierung ihres Tieres verwendete primäre Bestärker entdecken. Sie haben nämlich das Gefühl, ihr ganz besonderer Hund sei ein reiner Opportunist, weil er „nur hört, wenn er will“, „es nur dann tut, wenn er will“, kurz, gar nicht oder kaum gefallen will.Wäre es mit dem Lob und der Aufmerksamkeit so eine leichte Sache, hätten wir Hundehalter wohl nur noch einen minimalen Prozentsatz an Problemen, wie wir sie heute ständig lesen und hören. Ich habe Hundehalter in meinem Umfeld, mit typischen „Will to please“-Rassen übrigens, die ihre Hunde in schnellster Zeit VERzogen statt ERzogen haben. Ich erlebe täglich die ad absurdum-Führung der Redensart „Nicht gemeckert ist gut genug gelobt“, denn negative Aufmerksamkeit ist für viele Hunde ein deutlich besserer Verstärker als das nette Wort. Womit wir wieder beim Lob wären, das Verhalten verändern soll …
Schlussendlich gibt es für mich keinen „Will to please“ und sehe es als das was es ist. Das Überspielen von momentaner Ungewissheit mit diversen Verhaltensweisen. Für mich macht es keinen Unterschied, ob meinem Hund WTP nachgesagt wird oder nicht – ich gebe meinem Hund immer eine klare Anleitung was ich von ihm möchte und weiß um seine mannigfaltigen Verstärker, extrinsisch wie intrinsisch – ich wäre ja dumm all diese Alternativen aufgrund dessen nicht zu nutzen.
- Er zeigt das gleiche Verhalten, nur vehementer.
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Als markantes Zeichen würde ich permanente, ernste Streitigkeiten (hochschaukeln über Zeit) sehen, die sich auch nach einigen Wochen noch nicht gelegt/gebessert haben.
Ansonsten ist Individualdistanz ne Sache, die von der Tagesform des Hundes und seiner momentanen Umwelt abhängig ist. Mal so, mal so. Kann sein, dass die Hunde daheim in der Nähe der Liegeplätze nie zusammenliegen wollen, draussen aber durchaus mal kuscheln. Ich würd nur drauf achten, dass die Hunde genug Alternativen haben und nicht gezwungenermaßen kleine Streitigkeiten ausfechten müssen.
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Das tut mir so leid! Steffi hatte es mir heut Nachmittag grad noch erzählt und dass sie sich Sorgen gemacht hatte ...
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Natürlich
Abkaufen und "ach da kämen aber niedliche Welpen bei raus" hatte ich tatsächlich schon öfter 
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Ohhh es war so schön und Steffi hat sich sooo wacker geschlagen
