Beiträge von Estandia

    Wärt ihr einfach vorbeigegangen oder hättet ihrs auch so gemacht? Ich denk die ganze Zeit, ich hätte ihr eine Trainingsmöglichkeit geklaut (also das nähere Vorbeigehen in dem Fall) und sie würde denken, dass wir denken, ihr Hund sei ein Monster :ops: Ist aber gar nicht so gemeint gewesen.
    Ich mahc mir schon wieder nen Kopf :roll: Schlimm.

    A: Trifft die SICHER noch mehr Hunde am Tag ...
    B: Sie HATTE doch ihre Trainingsmöglichkeit (sie hat doch geclickert...)
    C: Kennst du den Hund und kannst sagen, dass das "nahe Vorbeilaufen" gut gegangen wäre? Im Zweifelsfall reagiert der Hund (du sagst selbst, dass der Weg zu eng war) und DANN ist es eine Trainingssituation, wo der Hund einen Fehler macht - ich persönlich hätte es nicht riskieren wollen, gerade vor dem Hintergrund, dass ich locker die Straßenseite wechseln konnte ...
    D: Sollte es mir doch egal, wer was von mir und meinem Hund denkt - ich persönlich geh den Weg des geringsten Widerstands und wenn das Straßenseite wechseln heisst, dann ist das eben so ...

    Also ja, ich hätte die Straßenseite auch gewechselt, einfach aus Bequemlichkeitgründen (und Rücksicht), ungeachtet des Blickes von der Frau.

    Als ich das erste mal auf dem Tempelhofer Feld war, sind mir die Ausläufe als erfreulich groß aufgefallen. :gut:
    Sie haben auch immer mindestens zwei Ausgänge und ich hab bis jetzt nur einmal einen aufdringlichen Goldie getroffen, der sich aber blocken hat lassen und dann war gut.
    Es gibt allerdings halt keinen Schatten und kein Wasser - wenn's sehr warm ist, werde ich da wohl nicht hingehen. =)

    Ja, auch meine Meinung. Den Goldie kenn ich (sehr wahrscheinlich) auch... Also es gibt EINEN Golden, der weithin bekannt ist, weil er IMMER da ist :D

    Ich nutz die Ausläufe gern zum Trainieren oder zum flüchtigen Kontakte-Knüpfen. Manchmal dreh ich auch nur 1, 2 Runden drinnen herum und lauf dann durch den Park zum nächsten Auslauf. Das kann dann schonmal gut 2 Stunden dauern. Für einen reizempfänglichen Hund ist der Park mit Vorsicht zu genießen, es gibt dort wirklich ALLES, was sich bewegt und Lärm machen kann :ugly: Es ist IMMER (mehr oder minder) windig, weil es nur wenig Bauten und Bäume gibt. Ich geh meistens eh nur auf die Wiesen, wo wir keinem in die Quere kommen und spiele oder chille da mit dem Hund.

    Kontrolliert heisst, dass man ausschließlich selbst die Ressourcen zuteilt. Wer was wann wie lang .... UND dass man dem Hund beibringt sich selbst an den begehrten Ressourcen kontrolliert zu verhalten. Bei der Vermutung, dass Mensch das Erwünschte dabei hat, im Angesicht der Ressourcen, im Spiel selbst, auch ebenso beim Wegpacken.

    Der völlige Entzug von Ressourcen ist Deprivation derselben, so lernt sich kein Hund kontrollieren, die Gier auf die entsprechenden Gegenstände steigt nur noch mehr.

    wo kauft man einen Hund?

    Ich kaufe im Tierschutz oder beim Züchter.

    Mich interessieren dabei natürlich auch Eure ethischen Grundsätze und Überlegungen. Ist es zum Beispiel in Ordnung, einen Hund vom Züchter zu holen,

    Ja. Denn einen gesunden Hund nach bestem Wissen und Gewissen auszusuchen und ihn entsprechend seiner rassetypischen Anlagen zu fördern, zu fordern und zu beschäftigen ist für mich definitiv auch Tierschutz.

    wenn so viele Hunde bereits 'überzählig' sind

    Die Entscheidung einen Hund vom Züchter zu nehmen muss ich vor diesem Argument nicht rechtfertigen. Es ist persönlicher Geschmack und somit erstmal unantastbar. Ob es letztendlich die richtige Entscheidung war, hier statt dort zu kaufen, muss auch hier wieder jeder für sich selbst ausmachen.

    und die Rassehundezucht, wie sie die FCI betreibt, ebenfalls nicht unproblematisch ist? Ich spreche da auf enge Linienzucht, geschlossene Zuchtbücher, Übertypisierung bis hin zur Qualzucht an.

    Übertreibung von Merkmalen ist auch nicht meins. Ich bin da pragmatisch veranlagt und unterstütze dies nicht. Dafür haben wir ja eine genügend große Auswahl an Rassen, die es mir einfach macht, mich anders zu entscheiden.

    Ist es andererseits besser, ins Tierheim zu gehen und sich den nächstbesten - oder nächstärmsten - Hund auszusuchen, sich das Krönchen des 'Erretters' aufzusetzen und dann auf höheren Leistungssport, Ausstellungen, Zucht oder gar Alltagstauglichkeit zu verzichten?

    Was auch so ein Phänomen ist. Profilierung über die "Rettung der Ärmsten". Ich mag Menschen nicht, die ungefragt betonen WIE SCHLIMM es ihr Hund hatte, welche furchtbare Vergangenheit, wie geschunden der Hund in der Tötung aussah etc. pp. Auch ich habe einen Hund, der kacke aussah, aber ich gehe damit nicht hausieren. Ich erzähle auch nicht, dass mein TS-Hund besonders "dankbar" war. Ich fühle mich auch nicht besser oder mehr Wert, weil ich einen Hund aus dem Auslandstierschutz habe. Er wird seinem Naturell entsprechend behandelt und erzogen, genau wie ein Rassehundwelpe es nicht anders erfahren würde.

    Ich kann zum Beispiel verstehen, wenn ein bewusst und fachkundig gezogener 'Mischlingswurf' aus zwei sorgfältig ausgewählten und gesundheitlich geprüften Rassehunden gezogen wird.


    Wobei ich mich nach dem Sinn frage... Geno- wie phänotypisch gibt es so eine große Streuung, dass ich keine verbindlichen Aussagen zu den Welpen machen kann. Genetisch fixiertes Verhalten ist nicht eindeutig bestimmbar - und selbst rassereine Welpen zeigen nicht alle zu 100% die gleichen Anlagen - und bei Mischlingen ist es überhaupt nicht vorhersagbar welches Verhalten der Eltern wie stark durchschlägt. Welpen sind alle niedlich, doch auf Verhaltensprognosen gäbe ich da keinen Pfifferling.

    Rassen verändern sich zwangsläufig. Rassehunde machen einen verschwindend geringen Anteil an der Hundepopulation weltweit aus. Und es ist ein relativ neues Phänomen, dass wir ("Wohlstandshundehalter die Hunde ohne wirtschaftlichen Nutzen halten") uns über Rassen profilieren und uns damit Status zurechnen.