Beiträge von Estandia

    Wenn man denn Schimpfen als Strafe bezeichnen will...Falsches Verhalten kann man nur dann durch positive Verstärkung abstellen, wenn es ein eindeutiges Komplementärverhalten gibt, das man belohnen kann. Fürs Möbel zerkratzen oder Hackenbeißen gibt es das aber nicht. Da muss man dem Hund doch klar machen, dass das unerwünscht ist und da das nicht mit Worten geht, muss es der Tonfall machen.

    Ich behaupte mal, dass es ein Komplementätverhalten für's Möbel zerkratzen oder Hackenbeißen gibt. Muss man halt auch nur trainieren WOLLEN anstatt den Hund anzumotzen (und das nur zu unterbrechen) ...

    Auf den Textilien isses mir mittlerweile wurscht, aber sonst Fusselbürste :D

    Generell ist hier halt fegen an der Tagesordnung. Die blonden Hundehaare sind eher schwer auf unserm hellen Parkett zu sehen, da wird auch auf "Verdacht" gefegt und gesaugt. Der Hund wirft das ganze Jahr über ab, der Aufwand ist immer derselbe. Aber schlimm find ich das jetzt nicht. Also es macht uns jetzt keine "Arbeit". =)

    Alternativ könnte man sie sich an eine Box gewöhnen , und dort Ruhetraining machen ;)
    Dadurch dass sie von äusseren Sichtreizen zum Teil abschirmen und es so höhlenartig ist wird die meist gerne abgenommen.
    Und man kann sie halt zu machen, ist das gleiche wie eine Leine.
    Nuki liebt seine Box,der gammelt da auch so tagsüber viel drin rum, kann mitterweile rein und raus wie er möchte.

    Eine Box ist das gleiche wie eine Leine?

    KANN helfen. Muss man aber SEHR geübt drin sein. Ist halt "Training" über Schreck und Angst. Wenn man unangenehme Dinge nutzt, also strafbasiert arbeitet, sollte man bedenken, dass Strafen eigentlich nur maximal 2 Mal eingesetzt werden dürften, sonst ist der Effekt weg und man macht's nur noch schlimmer. Punktgenaues Bestrafen in Laienhänden - halt ich nix von.

    Bei den Problemen des Hundes deiner Mutter würde ein belohnungsbasiertes, kleinschrittiges Training, mMn, besser sein, vor allem auch ein Verständnis schaffen, dass man nicht einfach auf's Knöpfchen drückt und alles ist fein beim Hund...

    Die Zeit, das alles in Bruchteilen von Sekunden zu erkennen, hat man als Autofahrer nicht.


    Das verstehe ich irgendwie nicht. Sehen tut man schon was vor sich geht. Wir nehmen 83% der Informationen aus der Umwelt über die Augen auf, wir verarbeiten visuelle Reize 60.000 Mal schneller als einen Text und dann sagst du, du hättest nicht die Zeit, die beschriebene Situation zu erkennen? Es geht nicht um eine mögliche Interpretation, sondern einfach nur um eine objektive Beobachtung. Ist da Hektik oder keine. Mehr nicht.

    Mich interessiert eure Wohnsituation, euer direktes Umfeld, eure Wege zu Orten/Flächen wo euer Hund sich lösen kann, frei laufen kann, etc. Wie geht ihr mit Einschränkungen um? Wie kompensiert ihr diese?


    Wir wohnen in einer gut bemessenen 2-Zimmer-Wohnung in Berlin, Außenbezirk zwar, aber halt "typisch Stadt". Direktes Umfeld: große Straße mit Tram, zu Stoßzeiten Stau, größere Kreuzungen etwa 20 Min entfernt. Also eher verkehrslastig. Unser Hinterhof ist dagegen ruhig und grün. Stück die Straße hoch oder runter gibts immer mal grüne Fleckchen, 20 Minuten zu Fuß oder 5 Minuten Tramfahrt/Autofahrt um in den nächsten Wald zu kommen.

    Lösen kann sich der Hund hier überall. Ebenso läuft er frei. Richtig spazieren gehen wir nur im Wald bzw. Feldern und Wiesen. Ich nutze offizielle Auslaufgebiete weit weniger als die "normalen" Leinenzwangwälder, einfach weil die näher liegen. Frei laufen tut mein Hund so oder so. Deswegen sind mir "Einschränkungen" nicht so präsent. Ich weiß, dass es Hundeverbotszonen gibt, wenn ich mal so eine finden sollte, hab ich kein Problem damit, nen Bogen drum zu machen. Ich empfinde sowas auch nicht als Gängelei, es gibt mMn genug Alternativen, mit seinem Hund spazieren zu gehen. Kompensieren müssen wir also nix.

    Wir leben hier seit rund 9 Jahren problem- und stressfrei mit Hund.

    Mir eröffnet es sich einfach nicht (gerade bei einem Hund der super hört), was genau es dem Hund bringt freilaufen zu müssen im ort. Dem Hund ist es doch egal ob da ne leine nun herumbaumelt. Gerade wenn er sowieso neben einem hertrottet.


    Ich verbuch das unter "weil ich's kann". Mit zeigen wie cool ich bin hat das bei mir nichts zu tun. Frag mich eher warum das anderen - die in keinster Weise dadurch belästigt werden - ein Dorn im Auge zu sein scheint.

    Wie viel Fläche habt ihr zur Verfügung? Wie viele Zimmer? Wie viele Personen? Wie viele Tiere?

    2 Zimmer (mit Bad und Küche 4), großer Balkon, knapp 60 m². Wohnen tun wir bald zu zweit mit einem Hund. Nächstes Jahr ist eine 3- oder 4-Zimmerwohnung angedacht, irgendwas um die 90 m². Dann auch evtl. mit zwei Hunden.