Beiträge von Estandia

    Ja die 2 Sachen haben eine entscheidende Rolle gespielt :D Durch sein damaliges Alter hab ich schon gewusst, dass Bokey nicht größer als 40 cm werden wird. An Gewicht hat er (leider) einiges zugelegt, Tragen und Hochheben kann ich ihn trotzdem noch. Wenn das regelmäßig notwendig werden wollte, dann ist das eben so. Ansonsten ist mein Anspruch immer mit Fahrstuhl zu wohnen und nicht höher als 4. Etage.

    Die Aussage: wenn man nach 3 Sekunden schimpft, bringt es nichts mehr, finde ich z.B. Blödsinn. All unsere Hunde haben z.B. sowas wie ein schlechtes Gewissen gezeigt und wenn man ne Stunde später geschimpft hat, haben sie es begriffen. Warum hält man Hunde für doof?

    "Sowas wie"??? Es ist Beschwichtigung aus Angst, weil der Hund keinen Plan hat warum sein Mensch rummeckert. Zu sagen, der HUnd hätte es begriffen, auch eine Stunde später noch - sorry, da halte ich dich für doof!

    Und deine Aussage halte ich für falsch - sogar für fatal.

    Find ich auch. Sowas öffnet Tür und Tor für unreflektiertes Meckern und Bestrafen und hilft dem Hund überhaupt nicht weiter.

    Bei uns war es so ein ganzheitliches Ding. Die Kontrollsachen hab ich unterbunden, verhindert, gemanagt. Die ganzen guten Sachen dagegen belohnt bzw. überbelohnt. Bokey ist jetzt kein genrell aufgeregter Hund und war auch leicht zu führen. Man musste ihm nur sagen was er zu tun hatte und nach 2, 3 mal war alles in Butter. Rückruf, Fuß laufen, liegen bleiben kam da oft praktisch zum Einsatz. Wenn er anfing Hunde zu kontrollieren hab ich angeleint oder ihm den Zugang zu anderen Hunden abgeschnitten. Rumliegen im Auslaufgebiet und Hunde überwachen hab ich durch Abrufen und strategisch schlechtes Ablegen unterbunden.
    Als erstes durch die Tür gehen - wurde (am Anfang) peinlichst drauf geachtet. Nicht weil es besonders schlimm war, sondern weil sich einfach viele Chancen zu diesem Training boten. Ich hab immer zuerst selbst aus der Tür geguckt und den entspannt wartenden Hund dann nachgerufen.
    Dass Menschen weder zu kontrollieren noch zu maßregeln waren hat er einfach dadurch gelernt, dass er kleinschrittig an die menschlichen Bewegungen rangeführt wurde, die er sonst versucht hat zu kontrollieren. Rumlaufen (langsam und schnell), rumhüpfen, rumalbern mit anderen, sowas. Was für ihn schwer einzuschätzen war und der Drang da einzugreifen hoch war.
    All diese Sachen haben ineinandergegriffen. Der große Pluspunkt war auch, dass der Hund daheim total ruhig und desinteressiert an allem war. Rein ins Körbchen und Ruhe war.

    Die Einschätzung als Kontrollhund kommt übrigens davon, dass Mia unseren Besuch (auch in einem anderen Thread angesprochen) angefangen hat zu verbellen und zu beknurren, und zwar mit drauf zu gehen, statt zurück zu weichen, wie sie das Anfangs tat (wir hatten bisher zwar nur zwei Mal "richtig" Besuch plus Handwerker, etc). Dann eben das ständige Hinterherlaufen und das vor der Badtür fiepen/ jaulen. Und noch viele Kleinigkeiten, die aber gar nicht auffallen, weil wir eben nicht wissen, was "normal" ist. Zum Beispiel haben wir neulich gelesen, der Hund soll nicht zuerst aus der Tür, weil er dann denkt, er muss die Umwelt abwickeln und uns umsorgen/beschützen und nicht wir als Herrchen und "Rudelanführer".
    Hmmmm.......bin gespannt auf andere Meinungen oder Bestärkungen dieser Einschätzung und Rat.

    Diese und andere Maßnahmen werden auch gern als "Rangreduktionsmaßnahmen" bei "zu dominanten" Hunden bezeichnet. Fall nur nicht auf diese Schiene herein :klugscheisser:

    In Sachen Kontrollfreak helfen aber diese Dinge, dass der Hund lernt sich zurückzunehmen, lernt zu warten, zu entspannen, lernt seinen Menschen zu vertrauen, dass hinter der Tür, hinter der Ecke nichts aufregendes passiert. Da mach dir vllt einfach mel eine Liste in welchen Situationen sich Mia aufregt und wo auch du gerne hättest, dass sie ruhiger wäre bzw. ruhig im Körbchen warten sollte. Bei der Körbchen-Sache würde ich generell die Belohnung weglassen und den Hund einfach nur hinbringen und dalassen. Bring sie zurück zum Körbchen wenn sie aufgestanden ist. Ohne Hektik. Führ sie hin, leg ich was zum Kauen ins Körbchen sobald sie eeeeetwas ruhiger geworden ist. Da gilt es einfach den längeren Atem zu haben ohne genervt zu reagieren.

    Wie ist es unterwegs? Läuft sie viel vor und checkt uneinsehbare Bereiche ab?

    Wann habt ihr euch entschieden euren ersten Hund anzuschaffen? Damit meine ich nicht das Alter, viel mehr welche Gedanken ihr euch gemacht habt und wann der Entscheid gefallen ist?
    Mein erster Hund ist Juni 2007 eingezogen, der Entscheid ist irgendwann 2006 gefallen. Hundehaltung mit Vermieter abgeklärt, Suche begonnen.

    Ich habe mir viele Gedanken zu dem Thema "Arbeiten+Hund" gemacht und würde mir in diesem Fall im Voraus (also vor der Adoption) jemanden oder 2 tierliebende Leute suchen, die sich am Tag um den Hund kummern könnten, denn ihn 8-9 Stunden alleine zu lassen geht gar nicht. Leider hat niemand in meiner Familie die Möglichkeit ihn den Tag durch zu nehmen, da alle ebenfalls arbeiten und den Hund mitzunehmen ist voraussichtlich nicht möglich. Jedoch wäre in diesem Fall das Geld kein Problem...
    Ein (großes) Netzwerk an Leuten zu haben die mal aushelfen ist gut - aber ich würde mir keinen Hund mehr holen, wenn der nicht mit zur Arbeit kann. Ich bin da auch "vorgeschädigt" und sehr emotional, ich hole mir kein Tier, das sozial so abhängig von mir ist, um es dann 5 Tage die Woche zwischen 8 - 10 Stunden allein zu lassen. Es kommen ja eben auch noch die Zeit hinzu, die man eben auch ohne Hund mal was machen will. Einkaufen, Kino, Arzttermine ... Das KANN auch alles mit einem guten Sitter funktionieren, aber permanent abhängig von Dritten zu sein, find ich immer etwas schwierig. Das musst du abwägen, ob du wirklich so flexibel arbeiten kannst, dass sich lange Alleinbleiben in Grenzen hält.

    Ich bin früher (bevor ich zuhause ausgezogen bin) regelmässig mit unserem Nachbarshund spazieren gegangen und habe mit ihn oft Nasenarbeit gemacht und Gehorsamkeit, um ihn auch während dem Spaziergang geistig auszulasten. Das würde ich dann auch gerne mit meinem Hund tun und eine Hundeschule besuchen.
    Such dir eine HuSchu/Trainer wo du dich wirklich gut aufgehoben fühlst und vor allem der Hund GUT behandelt wird. Steck da ruhig etwas Zeit in die Suche, adäquates, gewaltfreies Training ist wirklich das A und O.

    15 Jahre sind eine lange Zeit und man weiss nie was kommt.
    Da hast du recht. Aber es ist die BESTE Zeit MIT Hund und glaub mir, die Zeit vergeht schneller als einem lieb ist.

    Wie vereinbart ihr euren Wunsch zu reisen und trotzdem einen Hund zu haben?
    Ich habe alle Reisen vor dem Hund erledigt.

    Ist es ratsam einen einen Hund aus dem Ausland zu adoptieren als Ersthund?
    Da kannst du Glück oder Pech haben. Ich habe einen Straßenhund aus Ungarn adoptiert. 2,5 Jahre war er damals. Eine meiner 2 besten Entscheidungen in meinem bisherigen Leben :herzen1: Die Orga drumherum und die Entscheidung selbst FÜR diesen Hund waren aber nicht einfach. Das hat gedauert, bis ich mir sicher war. Ich habe die Entscheidung nie bereut.