Beiträge von Estandia

    er ist extrem aufgeregt und kann zum Beispiel wenn jemand an der Tür ist und ich ihn auf seinen Platz verweisen will kein Leckerli mehr annehmen - was bei ihm sonst nie der Fall ist, er ist sehr verfressen :ugly: also Stresslevel höchste Stufe leider


    Lass das Leckerli weg. Bring den Hund - vielleicht mittels einer kurzen Hausleine an seinen Platz und binde ihn wenn nötig an. Wichtig ist, dass dann aber niemand Fremdes reinkommt und ihn an seinem Platz womöglich noch streichelt/anfassen will.
    Die Aufregung ist nicht schön für den Hund - auch wenn es Terriertypisch ist. Zudem kommt die Unsicherheit hinzu, die ebenso ein ungutes Gefühl ist - der Hund meldet ja weil ER was KOMISCH findet, da geht was Uneinschätzbares vor sich. Es addieren sich also (mindestens) zwei unangenehme Gefühle - das Rausführen des Hundes aus der Situation fungiert dann als "negative Verstärker" - etwas blödes wird weniger. Andererseits kann der Hund nicht mehr kontrollieren was nun vor sich geht, die Unsicherheit bleibt also zum Teil bestehen. Dieser Mix aus Unsicherheit, Aufregung, blöden Gefühlen lässt kein Leckerli zu - zudem ist es wahrscheinlich dass das Leckerli an sich eher als Strafe vom Hund empfunden wird, da die "blöden Gefühle" auf die vermeintliche Belohnung abstrahlen.

    Am besten wäre es vielleicht ein "Geh auf deinen Platz"-Signal einzuführen und abzufragen bevor es an der Tür klingelt (TRaining Training Training :D ). Also nicht erst den Hund IN die Situation reinzulassen. Das Klingelgeräusch wäre am Ende dann das Hörzeichen für den Hund auf seinen Platz zu gehen.

    @Lendril :gut:

    Das vordergründige Problem ist glaube häufig, dass man Aussagen (in allen Bereichen) missversteht - aus verschiedenen Gründen. Es gibt Sätze, die beschreiben Sachverhalte/Tatsachen - die gleichen Sätze können aber auch beleidigend sein. Gibt Sätze, die bewerten etwas ganz trocken, die eine Person sieht darin einen moralischen Vorwurf, eine andere Person nimmt das Urteil wertfrei hin. Objektivität und Subjektivität sind immer zwei Paar Schuhe, vor allem sind sie aber auch je nach Person verschieden.

    Wie plant ihr unvorhersehbare Kosten durch den Tierarzt ein? Habt ihr einen festen Betrag, den ihr jeden Monat zur Seite legt? Oder eine Versicherung für bestimmte Bereiche (OP z.B.)

    Also, wie macht ihr das?

    LG

    Wir haben einen (vollen) Sparstrumpf. Der deckt auch (vorerst) ungeplante größere Summen ab. Als TA-Strumpf war der nicht geplant, da sind einfach Ersparnisse drin. Und die gehören wenn nötig in erster Linie dem Hund. Eine OP- oder Krankenversicherung haben wir nicht bzw. auch noch nie gehabt. Es gab nie Grund dazu.

    Okay... aber dennoch möchte ich keine Fehler machen, die ich später bereue... versteht ihr...
    Wenn Andi zB ein Spielzeug hat oder einen kauknochen möchte er ihn partout nicht abgeben... und das ist zum Beispiel etwas, was irgendwann, natürlich nicht von jetzt auf gleich, funktionieren müsste ...
    Wäre da zB dankbar für tips wie ich mich da am besten verhalte...
    Wenn ich mich falsch verhalte, bestätige ich ihn ja nur

    Nein, tust du nicht unbedingt. Zum Thema Ressourcenverteidung gibt es gute Literatur. Etwas behalten zu wollen ist völlig normales Hundeverhalten - er macht damit auch nicht auf Chef und Machtausübung ist das schon gar nicht. Du kannst daran wunderbar arbeiten, gerade wenn der Hund noch nicht die Erfahrung gemacht hat, dass ihm unter Zwang und Gewalt alles weggenommen wird. Man unterdrückt nicht, man kooperiert. Dazu muss der Hund nur ein paar Regeln lernen, die immer gelten. Wenn der Hund problematisch mit Ressourcen sein sollte, betreibt man am einfachsten erstmal Management - heisst Spielzeug nicht herum liegen lassen, den Hund mal eben ablenken, Zeug wegräumen, Futter nicht im Beisein von anderen Hunden geben etc. pp.

    Natürlich wirst du Fehler machen, aus denen kann man aber super lernen. Wichtig ist, dass du nicht "auf Besserung hoffst" sondern dich wenn nötig hinsetzt und Fragen stellst, was man verändern muss, damit der Hund sich ändern kann.

    Hunde leben in keiner Rangordnung, schon gar nicht mit dem artfremden Sozialpartner Mensch.
    Gibt dem Hund Ruhe und Zeit seine neue Welt kennenzulernen. Gute Bindungen entstehen v.a. durch Einschätzbarkeit, Schutz, Sicherheit, Routinen, einer angepassten mentalen und körperlichen Beschäftigung für den Hund sowie (salopp ausgedrückt) der größtmöglichen Abwesenheit von Angst und Stress :smile:

    Eine wichtiger Hinweis wäre vielleicht Hunde lernen sehr schlecht Dinge NICHT zu tun - dafür aber besser Dinge anstelle dessen zu tun :smile:
    Bellen zu unterdrücken, zu verbieten, zu verleiden HILFT dem Hund nicht. Bei sowas packt man immer an mehreren Ecken an, gerade bei einem Hund, der auf viele Stressauslöser reagiert.

    Hunde, die NEU irgndwo hinkommen, nehmen sich im Verhalten oft seeeehr zurück. Sie erscheinen ruhig und lieb und entspannt. Wenn sie erstmal nach und nach erfahren wie die Dinge laufen, kommt der wirkliche Charakter/Verhaltensweisen zum Vorschein. Bei meinem Hund war es so, dass ich nach etwa 4 Monaten SICHER wusste, WIE er wirklich drauf ist.

    Klingt einfach nach einem Hund, der einen "Kulturschock" durchmacht. Wenn sie vorher noch nie in irgendeiner Art und Weise in geschlossenenen Räumen gelebt hat, kann das eben stressen. Außerdem könnte hinzukommen, dass sie nicht alleine bleiben kann und du ihre einzige Bezugsperson bist - die auch noch gestresst ist - und sie dringend nach Halt und Hilfe sucht und sie dich permanent versucht zu verstehen.

    Wie sieht denn euer Alltag aus? Hast du vor mit ihr etwas zu machen, Training, Sport, Tricksen etc. pp. Hast du dich über Problematiken von Auslands- und Straßenhunden informiert?