Beiträge von Estandia

    Wir haben in unserer Gassigruppe mehrere Kastraten als auch mehrere intakte Rüden, zwischen fünf Monaten und 10 Jahren. Manchmal sticht irgendwen von den Intakten der Hafer und er belästigt einen Kastraten - in der Regel aber erst nach einer Stunde oder so - vorher nichts, aber dann manchmal auch so schlimm, dass angeleint werden muss.

    Stress addiert sich über Zeit. Da würde ich Aufreiten als "logische Schlussfolgerung" sehen ...

    Also, da gibt es kein Muster - es kommt auch echt selten vor, vielleicht an einem von acht gemeinsamen Runden. Und vor allem, nicht alle Intakten wollen gleichzeitig zum gleichen Kastraten. Die "Opfer" sind auch unterschiedlich. Unser kleiner Winston wurde auch schon von den älteren belästigt und ist nicht kastriert ...

    Individuelle Tagesformen und individuelle Hunde eben ...

    Was wir auch haben, sind zwei männliche Kastraten die sind so verliebt ineinander, dass sie quasi ständig umeinander rumhampeln und sich abwechselnd besteigen wollen ... die reagieren auf nix von außen, sind ganz in ihr Treiben versunken. Gott sei Dank treffen die beiden nur selten aufeinander, denn die zwei sind echt ne Nummer für sich ... Aber beide machen das laut Halter bei sonst keinem Hund ... sehr seltsam.

    Vielleicht ist genau das das Problem ...


    Würde ja auch mega gern Resident Evil Biohazard spielen, ich hab das ganze Let's Play bei Youtube gesehen, aber das allein spielen - da würde ich mir in die Hose machen xD

    Wir haben's auch gestreamt und auch wenn man nur zuschaut kommt da schon eine ungemütliche Atmo auf. Selbst spielen mit Kopfhörern ist nochmal ne andere Nummer :ugly:

    Hallo =)

    Wenn das mit dem Radio funktioniert kannst du ihr das AlleineBleiben damit natürlich erleichtern. An den anderen Sachen würde ich kleinstschrittig arbeiten. Als Laune würde ich das nicht "abtun", der Hund hat Stress in diesen Situationen. Sie reagiert auf bestimmte Auslöser - wenn man das schleifen lässt, kann es passieren, dass sie auch das Einschalten des Radios mit AlleinLassen verbindet. Du kannst die Auslöser ändern, indem du die Verknüpfung löschst (Stichwort klassische Konditionierung). Den Schlüssel zu nehmen heisst dann nicht mehr, dass du auch wirklich weggehst. Ohne Panik, ohne Ärger, ohne Zwang und sehr kleinschritttig würde ich dem Hund vermitteln, dass alles nicht so schlimm ist und du IMMER wiederkommst. Es gibt auch die Möglichkeit Signale (Sichtzeichen) einzuführen, die dem Hund sagen, okay ich bin allein ABER Frauchen kommt wieder - WEIL ich das Sichtzeichen sehe.

    Der TON des Clickers ist ein sekundärer Verstärker - GENAU WIE ein verbales "Fein" VOR der Gabe eines Leckerchens (des primären Verstärkers). Der Clicker ist allgemein gesagt einfach nur "punktgenauer" und "neutraler", da keine Stimme/Stimmung mitschwingt.

    Ich find den Clicker toll - UNS hat das Training damit Riesenspaß gemacht. 2 Verhalten zum Einüben damit der Hund weiß worum es geht, 2 weitere aus Spaß geclickert. Das ging so schnell und ist ewig lange her, glaub vor 7 Jahren hab ich das letzte Mal nen Clicker angefasst.

    Meiner Ansicht nach gibt es KEINEN Grund, den Hund immer um die gleiche Zeit zu füttern. Im Gegenteil, ich persönlich finde das nicht gut, denn für mich erschliesst sich die Notwendigkeit nicht. Im Gegenteil, mein Rüde hat, als ich noch immer um Punkt 19 Uhr gefüttert hab, dann um dreiviertel sieben schon Theater gemacht, weil er unbedingt das Futter wollte. Das hat mich genervt und von da an gabs Futter dann, wann ich Zeit und Muse hatte und das Essen fertig war.

    Gibt Hunde, denen gibt eine gleiche Fütterungszeit SICHERHEIT durch Routinen im Tag, andere Hunde BRAUCHEN Futter um immer die gleiche Zeit aufgrund von Stoffwechselauffälligkeiten. Hunde sind Gewohnheitstiere. Klar haben die auch ein Zeitgefühl. Muss man halt selber wissen, ob man das Theater dann auch noch mit Füttern belohnt xD

    Ansonsten, mein Hund hat für mich offensichtlich IMMER HUNGER. Ich könnte dabei nicht zwischen "Appetit" und "wirklichem Hungern" unterscheiden. Der bekommt Futter, wenn der seinen Tag beginnt und wenn wir ihn beenden - WANN das ist, ist verschieden.

    Eine Abwesenheit von Strafen gibt es in Sachen Hundeerziehung nicht. Man muss nicht darüber reden, um sie zu meinen - sie sind immerwährender Bestandteil des Lebens.

    Zudem finde ich generell, wenn über Hundeerziehung gesprochen wird, basieren Diskussionen oft auf Zwang und Überredung. Diskussionen, die überzeugen sollen, aus denen man logische Schlüsse für sich und sein Verhalten ziehen kann - die eben ohne Übertreibung u.a. auskommen - sind recht selten. Es ist wie mit dem Geschmack, ÜBER diesen kann man streiten und diskutieren - was aber GUTER und was SCHLECHTER Geschmack ist - ist individuell und kann keinen Konsens erreichen. Wie eben die Frage nach der Hundeerziehung, es gibt Menschen, die handeln mehr nach "Bauchgefühl", andere mehr nach "Verstand" - keines davon ist per se falsch.

    Wenn er Angst vor DIR hat, fütter ihn nicht aus der Hand - jedenfalls nicht jetzt, wo ihn alles einfach (noch) stresst. Ansonsten kann ich dir nur raten kurze, gleiche Strecken zum Spazierengehen - LANGSAM und schrittweise an alles gewöhnen. Je weniger Stress, desto mehr wird er sich trauen und positive Erfahrungen auf Neue Dinge übertragen. Das kann am Anfang aber sehr lange dauern.

    Wir haben eine übersichtliche Anzahl an Auslaufgebieten jeder Größe und Art. Wir gehen überall gern hin. Schlechte Erfahrungen - Nein. Nötig haben wir Auslaufgebiete nicht wirklich, zum Spazieren gehen haben wir genug Alternativen. Aber hin und wieder ist das eine tolle Abwechslung für unseren Senior.