Beiträge von Estandia

    Jagdverhalten besteht ja aus mehreren Elementen. Die verschiedenen Rassen unterscheiden sich eben dadurch dass bestimmte Elemente (züchterisch und somit genetisch) überbetont werden. Innerhalb dieser Überbetonung gibts aber nochmal so "Spannweiten". Gute und nicht so gute Jagdhunde der gleichen Rasse (sogar gleicher Wurf). Das ist eben immernoch Natur.

    Die Läufigkeiten verändern Hündinnen oft. Manchmal sehr stark,manchmal nur ein wenig. Kann sein, dass sie nach der nächsten Läufigkeit wieder mehr Richtung "wie vorher" geht. Im Rahmen einer Läufigkeit wird nochmal auf frühe Erfahrungen zurückgegriffen, Altes wieder ins Hirn geholt und neu eruiert. Der Hund entwickelt sich. Neu hinzukommende beängstigende/schmerzhafte Erfahrungen, die der Hund jetzt macht, können bei der nächsten Läufigkeit erneut oder sogar stärker das Verhalten beeinflussen. Wenn medizinisch alles okay ist würde ich trotzdem versuchen ihr hin und wieder gemeinsame Aktivitäten anzubieten. Ist ja auch alles tagesformabhängig,

    Durchfall, Blähungen und auf den rippen klavier spielen können..das kann so einiges sein. Ich leg mich hier nicht fest. Hab mir im Tierheim angewöhnt stress am verhalten zu erkennen und/oder erstmal den bericht aus der medizinischen "abteilung" abzuwarten.

    "Festlegen" tut hier wohl der Kontext! Durchfall ist eine Reaktion des Körpers - ergo Verhalten. Dass man da noch rumrätseln will ob dieser Hund wirklich Stress hat ...

    Und eventuell eine super leichte Schlepp besorgen.

    Ich habe einfach einen Vertrauensvorschuss gegeben. Als die Schlepp quasi nur noch Deko war und ich sie stimmlich lenken konnte, kam sie einfach ab. Nervös war ich auch, aber das hat sich mit den Spaziergängen gegeben.

    Wär auch mein Vorschlag. Superleichte evtl. noch längere Schlepp. Wir hatten mal so relativ dicke aber sauleichte Verpackungsschnur. Am Gürtel befestigt, dann hast du die Hände frei.

    Freilauf getestet haben wir regelmäßig damals auf dem Hundeschulgelände. Es hat sich aber auch früh gezeigt, dass der Hund nicht sonderlich stark nach außen orientiert war und es kein K(r)ampf war seine Aufmerksamkeit zu bekommen. Auch war das WiederAnleinen nicht schlimm, da wir zeitgleich an der Leinenführigkeit gearbeitet haben. Der Unterschied war damit für den Hund nicht so groß ("Leinenzwang vs. Rumrennen"). Freilauf war für uns sehr bald Alltag, hielt sich aber die Waage mit Leinelaufen.

    Ich würde Tatsache ein Signal etablieren, dass den Hund "weiterschickt" wenn fremde Menschen ihn anlabern. Du könntest deinen Standardsatz dafür nehmen. Wenn du sagen musst "bitte sprechen sie den Hund nicht an..." könnte der Hund daraufhin sofort (aufstehen und) weiterlaufen. Ihn durch Sitzen in der unangenehmen Situation zu lassen scheint wirklich kontraproduktiv. Das Weiterlaufen wäre die Belohnung, der Hund darf sich aus der blöden Situation entfernen. Wichtig wäre dann nur wie weit er "vorlaufen" soll =)