Beiträge von Estandia

    Hallo,
    Wir sind ganz neu hier :winken:
    Unser Jako 20 Monate und seit ein Paar Wochen unser Nero 4,5 Monate.

    Heute war für mich wie auch für meinen Freund wieder der erste Arbeitstag. Wie jeden morgen ging es erst gassy und dann noch mal zum pieseln in den Garten bevor der letzte das Haus verlässt. Jako hielt es nicht für "nötig" beim Gassy wie auch im Garten sein Geschäft zu verrichten. Da war die "Überraschung" groß als mein Freund zum Mittag heim kommt. Jako hat in den 4h seinen ganzen Platz verkackt und verpisst. Dazu muss ich sagen Jako kennt es alleine zubleiben. Natürlich hatte er eine Phase wo er meinte er müsste neu Einrichten oder Dekorieren aber sowas hat er noch nbie gemacht, selbst Nero hat nicht rein gepieselt obwohl wir das eher erwartet hatten, da wir das alleine bleiben noch üben.

    Wir haben beide seit unserer Kindheit Hundeerfahrung aber das ist uns beide Rätselhaft. Gesund ist er- frisst, trinkt, bewegt sich normal, kein Fieber... :ka:

    Jetzt meine Frage ... War das einfach nur ein Trotzverhalten, weil man anstatt 1h nur 20 min Gassy war (weil normalerweise gehen wir morgens gentrennt mit den Hunden Gassy)? :ka:

    Ich danke euch schon mal und ganz liebe Grüße ♥

    Ich denke da eher an eine Art Stressverhalten, da sich für Jako anscheinend ja doch einiges geändert hat ... und er mal Stress beim Alleinsein hatte. Eventuell ist er in alte Muster zurückgefallen. Woher wisst ihr, dass es Jako und nicht Nero war?

    Ich hatte für diese Situation ein Handtarget trainiert. Der Hund kam zu mir und sollte dann mit der Schnauze meine flache Hand mit der Nase anstupsen, dazu musste er natürlich mit mir mitlaufen. Er befand sich somit ideal neben mir. Ich habs dann ausgeweitet, so dass das eigentliche Signal nur noch darin bestand, dass der Hund neben mir auftauchte und dass das Wegnehmen meiner Hand ihm sagte, hier laufen solange kein anderes Signal kommt. Akustisches Signal hatten wir nicht. Ich hab den Hund mit seinem Namen gerufen, dann hat er die Hand gesehen und wusste was zu tun war.

    Okay, dann hatte ich es doch richtig interpretiert. Hmh. Aber wenn der Hund sich jetzt weiter entfernt als er soll? Muss ich ihn ja doch schon zurückrufen, die Ruhe hätte ich glaube nicht...

    Wenn dir das zu stressig ist, leine den Hund an - so kann er nicht "einüben" sich (immer) weiter zu entfernen, UM dann gerufen zu werden. Wenn ich rufe, weil der HUnd schon zu weit weg ist, und dann belohne, WEIL er ja zurückgekommen ist, belohne ich auch das "zu weite weglaufen". Hunde lernen in Ketten, was so ein bisschen Fluch und Segen zugleich ist: Hund läuft zu weit voraus - Rückruf - Belohnung, Hund läuft wieder zu weit voraus ... rufe ihn wenn er sein Radius OKAY ist, nicht wenn er zu weit läuft und sich "falsch" verhält. Ansonsten Schleppleine dran ...

    Ich am Unkrautzupfen und reden mit den Gartennachbarn - Auftritt DER HUNDEEXPERTE des Ortes. Begleitet von Kleinkind und seinem aggressivem Schäferhund-Senioren bleibt er am Zaun stehen, Hund knurrte bereits, Gartennachbarn verschwanden sofort (unter anderem, weil dieser Hund bereits Menschen angegriffen hat - das ist ortsbekannt und sein aktuelles Verhalten sprach Bände - dabei wollte er offensichtlich nur das Kleinkind beschützen). Der Halter stellte sich also an den Zaun und begann damit, das Spiel meiner Fellnasen zu kommentieren.

    Also allein aufgrunddessen hätte ich da sofort gefragt, ob er bitte weitergehen kann, da ich mich belästigt fühle...

    Wär er nicht gegangen, hätte ich demonstrativ kurzfristig das Feld mit den Hunden geräumt (auch wenn das einem Vertreiben aus meinem Garten gleichkäme). Dass die eigenen Hunde in solchen Situationen mal anders reagieren als erwartet ist dann leider einfach immer nur Bestätigung für die anderen...