Beiträge von Estandia

    Wir hatten das Problem auch. Bei meinem Hund lag das daran, dass er kein "Gefühl" für seine Hinterhand hatte. Er hatte keinen Plan, dass die Bewegungen seines Hinterteils irgendwie wichtig wären :ugly:

    Wir haben ein paar Übungen mit Gegendruck gemacht, damit der Hund lernt aktiv seine Hinterhand auszurichten. Das dann unter Signal, nur noch ordentliche Ausführungen belohnt, fertig.

    Okay.Was ist denn Blocken?
    Für mich ist es ein verbieten, ein Stopp, was ich anderen setzte. Egal ob Mensch oder Tier.

    Je nachde, wie massiv mir der Gegenüber in seiner "Aufregung" ist, muss ich blocken.

    Meine braven, erzogenen Hunde, blocke ich, wenn überhaupt in Gefahrensituatioenen.

    Was ist denn für dich "Blocken"?
    Was ist für die Forengemeinde "Blocken"?
    Jeder hierzu gelieferte Video Ausschnitt war bisher "rüpelhaftes Verhalten" dem Hund gegenüber.

    Bei uns wäre das ein "Fuß in den Weg stellen". Wenn mein Hund also rechts dircht neben mir läuft und ich meinen rechten Fuß nach rechts drehe bleibt mein Hund stehen, meidet, geht rückwärts oder dreht ggf. in eine andere Richtung ab. Mittlerweile blocke ich den durch simples Stehenbleiben, er bleibt dann ebenso hinter mir stehen und das können dann auch gut mal 10 meter sein, je nachdem was der hinter mir da grad getrieben hat. Das ist nicht explizit gewünscht von mir. Mein Hund ist so. Dem ist Distanzwahrung sehr wichtig, der ist auch nicht aufdringlich, kommt nur auf Einladung und fragt nach, ob er kommen darf wenn er rumalbern oder schmusen will.

    Blocken ist Körpersprache. Ich hindere damit, dass mein Gegenüber weitermacht, mit der Aktion, die er im Sinn hat zu tun.Ich blocke meine Laufenten, wenn sie abends in Richtugn Teich abbiegen wollen und nicht in den sicheren Stall.

    Das ist eine Einschränkung, die ihr Leben verlängert, weil der Fuchs nicht in den Stall kommt.
    Mittlerweile kennen meine Enten die Regel. gebe ich den rechten Arm gehen sie nach links, ich kann auch nur den Körper drehen. Sie haben gelernt auf meine Körpersprache zu hören.

    Würde ich die jeden Abend blocken müssen, hät ich in meinen Augen was falsch gemacht und würde mich wie King Kong fühlen, unbeholfen und roh...
    Und so kommt mir das manchmal vor, wenn Hundehalter BLOCKEN.

    Blocken ist wie jedes visuelle Signal Körpersprache. Der Hund entscheidet eben, ab welcher Intensität er etwas als so aversiv empfindet dass er daraufhin sein Verhalten ändert.

    Meine (Trainings)Methode isses nun nicht. Ich hab nen sensiblen Hund, bei dem funktioniert Blocken wunderbar, der empfindet das aber zu schnell als Bedrohung und so will ich mit meinem Hund nicht umgehen.

    Blocken gehört in die negative Verstärkung. Man arbeitet eben über Einschränkung. Gibt Hunde, die das sofort kapieren (und sich nachhaltig davon eingeschüchtert fühlen), gibt welche, die machen ne Verhaltenskette draus... Dass Blocken so "beliebt" ist liegt mMn daran, dass es oft schnell funktioniert. Der Hund hört sofort mit dem auf was er eben grad gemacht hat. Nicht weil er will, sondern muss, WIR haben ja eingegriffen. Später zeigt sich dann, ob er das Blocken wirklich mit dem richtigen unerwünschten Verhalten verknüpft hat...

    Blocken per se find ich nicht "grausam". Die Extreme davon ja. Ständiges Blocken, ohne dass der Hund lernt, was von ihm verlangt wird und er in Stress gerät und man dann noch eskalieren muss, weil der Hund überhaupt keinen Plan mehr hat.