Beiträge von Estandia

    Ich habe das "Nein" nicht positiv aufgebaut sondern durch negative Bestrafung (dazu stehe ich) und wenn man meint Nein heisst nicht Nein, dann kommt entsprechend die Korrektur.
    Ich lauf allerdings auch nicht Nein, nein, nein rufend Gassi. Nein, wird hier nur angewahnt, wenn ich mir sicher bin, dass die Korrektur auch was bringt und sie richtig gesetzt ist :ka: .


    Negative Bestrafung heisst, dass gute Dinge enden (wenn der Hund nicht hört) ... so schlimm ist das jetzt nicht. Gibt's eben kein Leckerli wenn der Hund auf Nein nicht hört :ka:

    Meinst du vielleicht "postive Strafe" wenn der Hund nicht hört?

    Alles was ich nicht vorhersehen kann/wo ich den Hund nicht einfach herausnehmen kann, ist keine "Schuld" des Hundes. Ich würde da überhaupt nicht über weitere Korrekturmöglichkeiten nachdenken.

    Da muss dann eben wieder "vorher" angefangen werden zu trainieren oder man meidet entsprechende Situationen komplett (wenn man kann).

    Hast du nicht ein Beispiel für eine Situation, "wo alles nichts mehr hilft"?

    Grundsätzlich ist es nicht nötig körperlich irgendwas durchsetzen zu müssen beim Hund. Schon gar nicht bei einem Aussie, der da rassebedingt auch schnell mal gegenhält. Hundeerziehung sollte kein K(r)ampf sein. Nehm bitte Abstand von Schnauzgriff und co und lass dir nichts einreden von wegen "die Hundemutter macht das auch so".

    Welches Wort ihr letztendlich verwendet ist ganz euch überlassen. Wichtig ist nur, dass der Hund lernt, was welches Wort genau bedeutet. Das müsst ihr ihm beibringen. Hunde kommen nicht mit einer Liste an Signalen auf die Welt, die sofort funktionieren.

    Ich habe für meinen Hund z. B. nur das Signal "Aus" was das "ausgeben/abgeben" von Dingen bedeutet. Er gibt also ein Spielzeug genauso aus wie einen Kauknochen.

    Das ängstlich-aggressive Verhalten könnte von dem Kortisolanstieg kommen, der Hund hat offenbar einiges durchgemacht/macht noch eniges durch. Parasitenbefall, Immunschwäche, Herz, Tod des Artgenossen, Futter, Schilddrüse, (chronische) Schmerzen... vielleicht kommen mehrere Sache zusammen. Ich würde ihn beim TA nochmal auf den Kopf stellen lassen. Vielleicht kann man noch was am Futter drehen, tryptophanreicher füttern, damit ein bisschen mehr Serotonin in den Hund gespült wird.

    Mögliche Symptome einer Leishmaniose sind Fieber, Gewichtsveränderungen, Nasenprobleme, Ohrenveränderungen, Bauchbeschwerden, Haarprobleme, Hautveränderungen, Krallenveränderungen ...

    Hat sich denn der Hund sonstwie noch verändert? Hat er vielleicht noch anderweitige Schmerzen oder hat sich was am Verhalten geändert?

    Wir haben ja schon versucht ihn zum Spielen oder Suchen zu animieren, aber er guckt uns dann einfacfh nur an, legt sich hin und interessiert sich nicht dafür was wir machen. Weder drinnen noch draussen

    Hunde mit derart Geschichte kennen das häufig nicht. Sie haben es schlichtweg nicht gelernt und keine Erfahrungen damit. Du hast da praktisch ein unbeschriebenes Blatt. Such dir ein paar Ideen, woran der Hund (UND du) Spaß haben könnte und nimm dir Zeit, ihn da ran zu führen. Bei uns hat es gut ein halbes Jahr gedauert, bis unser Hund überhaupt Spielzeug als das erkannt was es ist :D Hilfreich vor allem sind Sozialspiele, die helfen euch beiden, euch besser kennenzulernen und die Bindung stärken sie auch :dafuer:

    Vielleicht magst du ja was dazu lesen: