Beiträge von Estandia

    Das mit dem knurren und zubeißen betrifft auch die Situation wenn man ihm etwas aus dem Maul nehmen möchte, was er nicht darf.

    Offensichtlich seid ihr dem Hund zu übergriffig und er wehrt sich eben.

    Man fängt an dem Hund kleinschrittig beizubringen, dass eine Annäherung, Anfassen an bestimmten Körperstellen, Fixieren, Kopf berühren, Maul berühren, reinfassen etc. pp. alles ohne Zwang passiert und mit guten Dingen verbunden ist. Da euer Hund schon schlechte Erfahrungen gemacht hat gilt es die grundsätzliche Emotion (Angst) zum Guten zu verändern.

    Ja, es gibt aber auch die Tierschutzhunde, die in Wohnungen totunglücklich sind.

    Natürlich gibt es die :D

    Hab ich selbst genug kennengelernt, denen man keinen Gefallen getan hat mit der Wohnungshaltung.

    Mir ging's nur drum zu sagen, dass das mit TS-Hunden oft ein zweischneidiges Schwert ist. Man kann es vorher nicht wissen, wie die neue Situationen annehmen, selbst wenn sie aus einer Umwelt kommen, die der zukünftigen gleicht.
    Straßenhunde werden oft sporadisch oder sogar regelmäßig gefüttert, die Hunde zeigen zu diesen Zeitpunkten starkes Bindungsverhalten und wenn sie dann wirklich einen neuen Halter bekommen, zeigt sich das mitunter noch extremer. Da ist dann der Halter erstmal wichtiger als das "draussen sein wollen" und zack haben sich die Tierchen an die häusliche Bequemlichkeit gewöhnt xD

    Auch ein Hund, der bisher nur draußen gelebt hat (Stichwort Straßenhund), kann unter der permanenten Außenhaltung leiden. Bei (Grund)bedürfnissen gilt "Was er nicht kennt, kann er auch nicht vermissen" nun mal nicht. Wenn das Bedürfnis nach Sozialkontakten bei einem Individuum hoch ausgeprägt ist (und das trifft auf sehr viele Hunde zu), dann tut man ihm mit der hier beschriebenen Haltung keinen Gefallen.


    Das war bei meinem Hund so. Als Straßenhund kannte er weder Haus noch Wohnung (und schon gar nicht das Leben mit Menschen). Das hat drei Tage gedauert und der benahm sich als hätte er nie draussen gelebt. Auch das allein lassen auf einem umzäunten Grundstück (wir waren im Haus) war total furchtbar für ihn, er brauchte Nähe und Zuwendung und Ansprache. Statt eines Nebenher-Lebens soll es ja ein Miteinander sein. :smile:

    Jetzt mal abgesehen von der unglücklichen Rasse Wahl, bei uns war es auch so dass die Vorbesitzerin mit dem Hund zu uns kam, einfach weil sie wissen wollte wie es dort aussieht wo er eventuell hin kommt. Sie war so begeistert dass sie ihn gleich da gelassen hat, erstmal zwei Tage zur Probe.

    Wobei ich das ein bisschen übergriffig finde. Klar ist alles schön, man will ja den Hund loswerden. Rausholen aus der Umgebeung, wo der Hund bis dahin gelebt hat ... neee... Manche Leute können in dieser Situation dann auch nicht mehr rational entscheiden, wo es eigentlich am nötigsten wäre.

    Nix gegen dich!

    Das Opi-Tierchen ratzt bei uns mit im Bett während wir TV gucken und frühstücken :herzen1:

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