Beiträge von Estandia

    Ich hab in die Suche nach einer HuSchu relativ viel Zeit investiert BEVOR der Hund überhaupt da war. Gefragt habe ich Niemanden, ich kannte damals keine anderen HH und schon gar nicht irgendwelche Foren...
    Zur HuSchu bin ich weil ich Ersthundehalterin war, dann noch ein Hund ausm Tierschutz und ich hatte Null Ahnung. "Erstmal selbst ausprobieren" kam für mich nicht in frage.
    Ich lag 100% richtig mit der HuSchu/Trainerin, weil ich von mir aus wusste was ich für mich und diesen Hund wollte. Wir waren lange da, haben einige Kurse durchgezogen, verschiedene Sportarten probiert, haben dort den Hundeführerschein abgelegt und hatten über Jahre viel Spaß mit vielen netten Bekanntschaften.

    Ich würde immer eine HuSchu empfehlen, aber dann auch eine, womit ich selbst konform gehe bzw. dem Fragenden erkläre, was für mich damals wichtig war.

    aber Sachen wie „die Zähne einsetzen um Spielzeug von dir zu klauen“ würde ich keine Sekunde tolerieren...das hat nix mit nicht können oder überfordert sein wie oben beschrieben zu tun...das ist schlichtweg etwas, was sofort gerügt gehört...sonst hast du demnächst seine Zähne in der Hand

    Anstatt zu rügen sollte man lehren, wie der Hund sowas am besten löst - ohne Ärger.
    Einfach mal eine gute, verständliche Basis legen, dann muss man auch nicht mehr korrigieren und rumdoktern.

    Seit seiner Kastration ist er auch draußen mittlerweile sehr unsicher geworden und hat das bellen angefangen (etwas was er sonst nie gemacht hat).


    Das macht Sinn, insofern natürlich das Testosteron fehlt was ja die Balance zwischen "Angst" und "Kampf" herstellt. Der Hund ist nun generell ängstlicher, da das Gegengewicht fehlt. Ressourcenaggression/Kontrolle ist ebenso ein angst-basiertes Verhalten was eine Kastration natürlich verschlimmern kann bzw. erst wirklich "sichtbar" macht.

    Meine Angst ist halt, wenn ichs zu weit runter dreh dass der Neid wieder kommt bzw. sie wirklich böse wird. Dazumal's wo ich sie bekommen hab, hat sie auch nach mir geschnappt und so... Würde jetzt halt 50g weglassen und 30 karotte, etc drauf tun oder so... Ist mein erster Hund und ich hab mit ihr echt schon einen langen "leidensweg" hinter mir. Als sie zu mir kam, kannte sie absolut gar nix, eben Zuchtfabrik... ich musste mit ihr die ersten 3 Monate nachts mit ner taschenlampe raus gehen weil sie sich so gefurchten hat sie hat auch heut noch schiss wenn wind geht und sowas.
    Lg


    Zuchtfabriken sind einfach Höllenlöcher :( : ... wahrscheinlich wird der Hund sein Leben lang daran zu knabbern haben. Da ist (extreme) Ressourcenverteidigung nichts ungewöhnliches, da gibt es aber gute Bücher zum Üben...

    Vielleicht kannst du die reduzierte Portion über 3 - 4 Mal füttern besser verteilen. Das ist zwar weniger, der Hund bekommt aber öfter was. Unserem hat das geholfen.

    Das mit dem hochziehen finde ich persönlich auch nicht besonders schön, aber nur wenn ich daran denke, das er wirklich einmal einen Giftköder aufnimmt, sorry aber dann lieber so etwas machen!

    Ich gehe ja immer vorausschauend nur klappt das leider nicht immer.

    Wie erkennst du dass er einen Giftköder aufnimmt und du nun besser so handelst? Es kann in allem etwas Schädliches stecken, leider.

    Wenn der Begriff "Ressourcenzuteilung" so allgemein und umfassend definiert ist wie in dem verlinkten Text, dann mache ich das in der Tat mittels Ressourcenzuteilung. Wie denn sonst?
    Entscheidet bei Euch der Hund, wann es Futter gibt, wann gespielt wird, wer auf dem Sofa sitzen darf, welche Besucher im Haus willkommen sind, welche Fremdhunde sich nähern dürfen und welche angegriffen werden müssen.... etc?


    Oh, mein Hund entscheidet sehr viel :D Gerade das hier "wann gespielt wird, welche Besucher im Haus willkommen sind, welche Fremdhunde sich nähern dürfen und welche angegriffen werden müssen" kann er sehr gut selbst entscheiden. Wie ich darauf reagiere ist ne andere Frage.
    Natürlich teile ich auch zu, aber das nenne ich dann nicht Rangordnung. Wir leben hier in einem sozialen Gefüge, hier geht es ums "fragen", nicht ums "sollen/müssen". Der Hund fragt mich, ob ich mit ihm spielen möchte, und das sehr nett. Wir pflegen hier einen außerordentlichen liebevollen Umgang miteinander, über Ressourcen denk ich nicht (mehr) nach, ebenso verschwende ich keine Sekunde irgendwelche Gedanken an das Wort Status oder Ordnung oder Position. Und wir leben seit über 11 Jahren völlig problemlos miteinander =)