Soo ich wollte hier mal eine Zusammenfassung von dem Problemverlauf schilder:
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Sie fängt an, an der Leine wie eine Wahnsinnige zu zerren.
Fehlverhalten aufgrund von Frust/Stress weil Hundi nicht nach Hause möchte.
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Ich sage dann ganz laut "AUS", aber das ist ihr recht egal.
Problem:
Stresspegel zu hoch um auf das Abbruchsignal zu reagieren. Abbruchsignal wurde nicht richtig konditioniert.
Das Verhalten wird verstärkt, weil der Hund Aufmerksamkeit bekommt.
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Ich bleibe jetzt einfach mitten auf der Straße stehen und gehe nicht weiter.
Richtiger Ansatz: Fehlverhalten wird bestraft (ignoriert)
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Kiwi springt jetzt immer wieder auf mich hoch und beißt mich immer wieder im Arm oder wo sie sonst so hinkommt.
extinction burst:
Bevor ein Verhalten erlischt tritt es vorher gehäuft oder verstärkt auf!
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"AUS" bringt hier gar nichts.
Das neue Fehlverhalten (beißen) wird verstärkt, weil der Hund Aufmerksamkeit bekommt.
Der Hund lernt: Aha in die Leine beißen bringt nichts, ich muss Frauchen beißen!
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Ich packe sie jetzt und lege sie auf den Rücken, halte den Maul zu und halte sie so lange fest, bis sie sich nicht mehr wehrt. (Dies kann unter Umständen recht brutal werden als sie schon 25 Kilo schwer ist und in diesem Moment absolut wild). Als ich sie aber loslasse, geht alles wieder von vorne los und hält an, bis wir ins Haus gehen.
Hier wurde versucht den Hund mit pos. Bestrafung zu beeindrucken.
Da die Bestrafung für den Hund nicht beeindruckend genug war, macht er mit dem Verhalten weiter (Gewöhnung)
Durch pos. Bestrafung steigt auch der Stresspegel, wodurch der Hund diesen Stress auch wieder durch seine alten Verhaltenmuster (Leine beißen/ Frauchen beißen) auslebt.
Lösungen hier wären:
A) Das Verhalten neg. zu bestrafen
Bei Fehlverhalten die Aufmerksamkeit zu entziehen (nicht ansprechen nicht angucken, nicht anfassen).
Hierbei muss wieder beachtet werden, dass das Verhalten zuerst schlimmer wird, ehe es ganz erlischt.
Wenn das schlimmere Verhalten hier nicht konsequent ignoeriert wird, dann bleibt der Hund auf dem Level hängen.
Um diese Attacken ignorieren zu können, müsste man sich polstern, damit man nicht zuckt o.ä. wenn der Hund los legt.
B) Das Verhalten pos. zu bestrafen
Der Hund muss in dem Fall eine unangenehme Erfahrung in Verbindung mit seinen Verhalten machen.
Die Bestrafung muss für den Hund so heftig ausfallen, dass das Verhalten sofort aufhört oder deutlich besser wird.
Andernfalls gewöhnt sich der Hund an die Bestrafung und sie müsste immer härter ausfallen.
Dadurch, dass das ignorieren nicht konsequent durchgezogen wurde, würde ich zu Bodyblocks raten (wie es schon vorgeschlagen wurde).
Der Hund sollte durch die Blocks nicht zum Erfolg kommen (in den Arm beißen) und verbindet sein Fehlverhalten auch noch mit den unangenehmen Blocks.
Amen 