Beiträge von LasPatitas

    Zitat

    Eigentlich isses ja schon traurig (und bei manchen auch noch aktuell) genug - aber bei dem Absatzt musste ich lachen, als das Kopfkino losging...

    Man kommt mit der Zeit auf Ideen, wie man Sachen ohne große Konflikte lösen kann. =)

    Einmal hatte er eine dicke Zecke in seinem Rauschebart, die meine Mutter entdeckte als sie auf der Couch saß, Schokolade aß (es waren kleine Schokostückchen die in Folie eingepackt waren) und der Hund bettelnd vor ihr auf dem Boden saß.
    Sie hielt ihm eine leere Folie hin, der Hund dachte da kommt jetzt was zu futtern und in dem Moment packte meine Mutter die Zecke (mit ein paar Haaren) mit den Finger uns riss sie raus. Der Hund war viel zu sehr beschäftigt das nicht vorhandene Stück Schokolade zu suchen, dass er nichts mitbekommen hatte..... :p

    Wenn es Max schlecht ging (z.B. mit der Rippenfellentzündung) dann drohte er aus der Distanz heraus mit knurren.
    Aber allen Beisvorfälle gingen nur schwache Körpersignale aus: harter Blick und steifer Körper.

    Es wurde nicht mehr geknurrt oder Zähne gezeigt, durch das Trauma mit der Tätonr. und/oder das Hunde auch Signale überspringen können (man erinnert sich nur an die vier F´s, wo ein Hund angreift, wenn die anderen Möglichkeiten wie Flucht, Einfrieren oder Übersprungshandlung nichts bringen oder beim Vorherigen Versuch nichts gebracht haben).

    Desweiteren verschlimmerten sich die Angriffe in Laufe der Jahre: sobald er steif und sein Blick hart wurde, konnte man auch nicht ohne weitere Reaktion des Hundes aus der Situation raus, denn er ging trotz Rückzugs nach vorne und biss dann auch mehrmals zu (entweder man wurde gebissen oder man sprang schnell auf einen Tisch oder auf die Couch).

    Der erste Biss innerhalb der Familie galt meinem Vater. Das war kurz nach der Tätowiergeschichte.

    Mein Vater hob Max hoch (warum weiß ich nicht) und dieser biss ohne knurren meinem Vater in die Oberlippe. Zwei blutige Zahnabdrücke waren das Ergebniss.

    Wenige Wochen später, hatte lag Max mit einem Schweineohr in seinem Korb.

    Damals war man noch der Meinung, "der Hund hätte nicht zu knurren", "man dürfte ihm alles ohne Wiederstand zu erfahren wegnehmen" und "Kinder dürften auch an den Korb und am Hund rumfummeln". Er müsse sich alles gefallen lassen!

    Sobald man am Korb vorbei ging, fing Max an zu knurren, darauf hin haben meine Eltern ihn aus dem Korb gelockt und ihm heimlich das Schweineohr weggenommen (nach der Sache mit meinen Dad, hat sich niemand mehr an den Hund ran getraut sobald dieser geknurrt hat).
    Leider hat Max das gar nicht mitbekommen und war der Meinung, er hätte es immer noch als er zurück in seinen Korb ging. Dummerweise bin ich auf die Idee gekommen den Hund in seinem Korb mit Streicheln zu belästigen, woraufhin Max ohne verbale Lautäußerungen vorschoss und mir die Lippe durchtackerte. Mein Vater war außer sich und verdrosch (den armen Hund!) mit einem Latschen.

    Ab dem Tag an wurde er mit Knabbereien in einem Zimmer eingesperrt und niemand hat ihn belästigt, wenn er fertig war kratzte er an der Tür und man konnte ihn raus lassen.

    An seinem Feuchtfutter hatte er kaum Interesse, da hätte man den Kopf in den Napf stecken können wärend der daneben stand.

    Damals war man noch der Meinung "der Hund müsse da durch" und "er muss sich alles gefallen lassen".

    Bei Max haben hatten wir einen Floh entdeckt und mein Vater wollte ihn mit Antiflohmittel einsprühen, das gab es damals in einer Gasdruckflasche. Max fand das gar nicht lustig und knurrte meinen Vater an, dieser besprühte weiter den Hund, bis dieser nach vorne schoss, die Dose packte und zerbiss.......

    SpotOn raufmachen oder Zecken ziehen waren danach ein Akt, weil der Hund mit Maulkorb ausstaffiert werden und min. eine Person ihn festhalten musste. Er rastete dann vollkommen aus und ließ sich schwer fixieren (beim Tierarzt wurde er von zwei Helferinnen festgehalten und hat es trotz eng sitzenden Nylonmaulkorb geschafft den Tierarzt in den Finger zu beißen).

    Oder man machte es auf die schlaue Art: ich kletterte unbemerkt mit dem Fläschen bewaffnet auf das Sideboard im Flur, Pfiff einmal, der Dackel ist an mir vorbei gerannt gekommen, bemerkte mich aber nicht. In dem Moment habe ich ihn die Flüssigkeit von vorne nach hinten über den Rücken gekippt.

    Manipilationen jeglicher Art, auch wenn diese nicht schmerzhaft waren (z.B. Herz abhören beim Tierarzt), konnte man nur noch mit Maulkorb durchführen. Mir tat Max jedes Mal schrecklich Leid, er muss wahnsinnige Angst gehabt haben. Beim Tierarzt hatte er auch vor Stress/Angst bei einer Behandlung seine Analdrüsen ausgeleert :dead2:

    Leider hatte unser Hund das Pech immer irgendetwas zu haben: eine Biene hat ihm in den Hoden gestochen und der Stachel steckte drin........
    Er hatte eine Wurzel im Rachen, weil er beim Buddeln diese rausgerissen hatte (er musste mehrmal für die Narkose nachgespritzt werden, weil er jedesmal beim Anblick des verhassten Tierarztes sich hochgerappelt hatte, sogar als er vollkommen schlaff war knurrte er noch).........
    Er hatte eine Rippenfellentzündung, wo er nicht mehr die Treppen runter laufen konnte, man ihm aber auch nicht tragen dürfte oder einen Maulkorb anlegen konnte, weil man nicht näher als 1 1/2 Meter an ihn rangekommen ist (er lag mit dem Rücken in einer Ecke und knurrte). Er ist dann Gott sei Dank in eine ausgeliehene Babytragetasche reingekrochen, mit der meine Eltern ihn dann zum Tierarzt tragen konnten........
    Er ist beim Gassi gehen abgehauen und ist mit aufgeschlitzer Pfote nach Hause gekommen (wahrscheinlich ist er in eine offene Flasche gelaufen, er hatte so viel Blut verloren, dass er sich ohne Maulkorb und Kommentar von meinem Vater einen festen Druckverband anlegen ließ der die Blutung bis zum Tierarzt gestoppt hat), am nächsten morgen ging es dem Hund schon wieder so gut, dass er unter einem Regal heraus meinen Vater zur Begrüßung angeknurrt hat.....

    Ich weiß nicht mehr wer die erneute Tätowierung gemacht hat (ich denke jemand vom Verband/Club), es war auf jeden Fall eine Frau die mit dem ganzen Zeug zu uns nach Hause gekommen ist. Damals war Max älter als 6 Monate und hatte seinen Zahnwechsel schon hinter sich....

    Hund wurde auf den Esstisch gesetz, mein Vater hat ihn festgehalten, alle haben zu geguckt, Ohr wurde mit Tusche eingerieben, Ohr in Zange gelegt und zugedrückt. Der Hund schrie auf, drehte sich um (mein Vater wusste ja gar nicht so genau was auf den Hund da zu kommt und hat ihn nicht stark festgehalten) und biss der Frau in die Hand. Die Frau wurde von uns erstmal med. versorgt (der Hund hatte richtig zugebissen, dass blutige Zahnabdrücke zu sehen waren) und tat uns schon etwas Leid, aber im allgemeinen dachten wir aus Sicht des Hundes: wie es im Wald reinschallt, so schallt es auch wieder raus!

    Das dort der Anfang gemacht wurde, dass man den Hund nur noch mit Maulkorb und zwei Leuten behandeln konnte (auch wenn es nur eine Zecke zum rausziehen war) und der Hund teilweise sehr misstrauisch und empfindlich wurde, hat noch keiner geahnt.

    Zitat

    Ha! Jetzt weiß ich, wofür die grünen Pfoten sind :lol:

    Ah ich jetzt auch :D


    So, nun gehts weiter, dann ist aber erstmal für zwei Wochen Sendepause, der Urlaub ruft ;)

    Max wurde ja von einer "Züchterin" mit Papieren und allem drum und dran gekauft. Damals war es noch üblich die Tiere durch eine Tätowierung im Ohr (bei manchen Tieren am Bauch) zu kennzeichnen. Genau das gleich wurde mit dem kleinen Krümel gemacht, bevor wir ihn zu uns geholt haben. Wie auch immer das passieren kann, leider war die TätoNr. in seinem Ohr nicht korrekt und die "Züchterin"/der Verband bestand darauf, dass der Hund im anderen Ohr die korrekte Nummer tätowiert bekommt.

    Für alle die nicht wissen, wie so etwas gemacht wurde/wird (hier bei Kaninchen):

    "Es werden Deckscheine erstellt, nach denen der Tätowiermeister des Vereins die jeweiligen Nummern für beide Kaninchenohren in der Tätowierzange zusammenstellt. Das Ohr des jungen Tieres wird dann mit Tusche eingerieben und die Zahlen mit einer Tätowierzange in den gefäßarmen Teil der Kaninchenohren gedrückt, dabei entstehen sehr feine Löcher. Danach wird nochmals Tätowiertusche aufgetragen und in das Ohr eingerieben. Die Tusche, die in das Gewebe der Ohren gedrungen ist, wächst hier ein und bleibt dann, wie eine Tätowierung beim Menschen, sichtbar in der Haut erhalten."

    So sieht eine Tätowierzange aus:

    http://kmtshop.de/images/19101.jpg


    Und so sehen die Nummern- und Buchstabenplättchen aus, die da reinkommen:

    http://www.schulzebremer.com/images/product…mages/436_0.jpg

    Zitat

    Hallo,
    das ging ja schnell.

    Also zu der Box: Ich habe in anderen Foren gelesen, dass manche Halter ihre Hunde nachts in so einer Box schlafen lassen. Das ist dann die "Höhle" oder "Nest" und wird nicht beschmutzt.

    Leider stimmt diese Aussage nicht immer. Und das wird auch nur bei Hunden gemacht, die in der Nacht noch nicht durchhalten können und nicht irgendwohin eine Pfütze oder ein Häufchen setzten (Welpen und Erwachsene Hunde welche die Stubenreinheit erst noch lernen müssen).

    Diese Methode wäre bei dir gar keine Lösung, denn der Grund warum dein Hund rein macht, ist damit weder gefunden noch behoben.......(das wär genauso wie denn du einer Frau Beruhigungtabletten verschreibst, weil sie so nervös ist, du die Ursache, vielleicht ein gewalttätiger Ehemann aber nicht behebst). Im schlimmsten Fall fängt dein Hund an in die Box zu machen........

    Es gibt ja nur zwei Möglichkeiten bzw eine Kombination aus beidem: dein Hund hat nicht verstanden, dass er nur draußen machen soll und/oder er hat Stress.

    Egal was es ist, du wirst mit Strafe nicht weiterkommen.

    Ich würde geregelte Futterzeiten einführen, geregelte Gassizeiten. Zusammen Gassi gehen, nicht nur in den Garten schicken (da kannst du am besten Kontrollieren ob er gemacht hat). Im Haus unter Aufsicht halten und bei kleinen Anzeichen raus gehen. Eben wie bei einem Welpen, aber die Zeitabstände würde ich nicht so gering halten. Unter der Suche findest du x- Anleitungen zum Thema Stubenreinheit.

    Außerdem würde ich den ganzen Umgang mit den Hund beleuchten und gucken, ob der einfach zu viel Stress hat, nicht ausgelastet ist usw.

    Zitat

    Ist vielleicht ne blöde Frage, aber euer Dackel hatte also aufgrund der Eltern schon einen 'aggressiven' Charakter, was durch Lumpi provoziert wurde?

    Es gibt keine blöden Fragen, nur blöde Antworten ;)

    Die Problemliste bei dem Hund ist noch nicht zu Ende, das ist er der "harmlose" Anfang.

    Ich denke die Hundeprobleme hatten damit nicht sooo viel zu tun mit seinem gen. Hintergrund, eher die Probleme die sich später in der Wohnung gezeigt haben (darauf werde ich noch ganz ausführlich kommen).

    Aber das er draußen so Rüdenunveträglich war, damit sind wir in einer Spirale gelandet die aus Rüdenunveträglichkeit --> kaum körperliche und geistige Auslastung --> Probleme in der Wohnung wurden noch schlimmer bestand.

    Bei dem Hund wurden eigentlich alle Punkte falsch gemacht, die man falsch machen kann:

    - Herkunft und Eignung (wie sind die Eltern, wie ist die Aufzucht, passt die Rasse?)

    - fehlende körperliche und geistige Auslastung (durch die extreme Rüdenunverträglichkeit sehr eingeschränkt, geistige Auslastung war damals noch nicht so weit verbreitet)

    - falsche Handhabung in Erziehung, Sozialisation, Auslastung (dazu komm ich noch ;) )

    Das Buch finde ich sehr gut, es eklärt auch Vor- und Nachteile von Methoden:

    Ohne Bilder etwas trocken.........ich hab gerade nur die drei hier........

    Bei der "Züchterin":

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    Max vier-sechs (?) Monate alt:

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    Max um die zwei Jahre alt:

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