Beiträge von LasPatitas

    Freut mich, dass der Fred Zuspruch findet :smile:

    Ich bin am Freitag für zwei Wochen im Urlaub, da ist erstmal Sendepause angesagt, aber vorher gibts noch ein paar Happen.....


    Sein erstes traumatisches Erlebniss hatte unser Hund auf einem Spaziergang im Park (ich denke da war er knapp 4 Monate alt) mit meiner Mutter und mir. Von weitem ist ein unangeleinter dicker Langhaardackelrüde (Lumpi) angerannt gekommen, wo Frauchen (eine alte Oma) meilenweit entfernt war und ihr Hund sowieso nicht auf die gehört hat.
    Da es damals ja noch den sog. "Welpenschutz" gab :roll: , hat meine Mutter sich dabei nichts gedacht, als dieser Hund auf uns zugerast gekommen ist. Der stürtze sich auch sogleich auf unseren Hund und versuchte ihn zu beißen. Meine Mutter hob unseren schnell hoch, trotzdem wurde er von dem Hund im Ohr getackert.

    Soweit, hätte das nicht schlimm sein müssen, wenn nicht zwei Wochen später uns der gleiche Hund in der gleichen Situation begegnet wäre.......meine Mutter, die schon wusste was passieren wird, hob unseren Hund rechtzeitig hoch um ihn zu schützen (weglaufen wäre so schnell nicht möglich gewesen), dafür, dass der andere Rüde nicht an unseren Hund herangekommen ist, biss er meiner Mutter in das Knie, als auch in die Hand mit der sie den Hund am Hochspringen hinderte. Wie sie den Hund losgeworden ist weiß ich nicht, sie hat unseren Hund mit blutenden Knie und Hand bis zur Haustür auf dem Arm geschleppt.

    Seid etwa dem Tag stellte sich eine Agression gegen Rüden jeglicher Größe und Rasse ein. Egal ob diese sich für ihn interessierten oder nicht. Egal ob er oder die angeleint waren oder nicht. Das ging soweit, dass er durch ein geöffnetes Autofenster bei Schrittgeschwindigkeit aus dem PKW sprang, einem Pittbull hinterher rannte und diesen in den Hintern biss. :omg:

    Oder einen Golden Retriever Rüden in einem Freilauf (natürlich mit Maulkorb!) von unten versuchte in den Bauch zu beißen, obwohl der überhaupt kein Interesse zeigte und sich nicht mal zu wehren wagte......mein Hund beruhigte sich erst nach 15. Min, nachdem der Hund außer Sicht war.

    Um die Agression und das Leineziehen in den Griff zu bekommen, benutzen wir einen Kettenwürger mit Zugstop. Nach mehrmaligen benutzen, machte unser Hund uns vor dem Gassi gehen deutlich klar, dass er das Ding nicht mehr umhaben wollte......das beste was der Hund machen konnte! Wir stellten auf ein normales Halsband um, später auf ein Brustgeschirr, denn bei Feindbegegnungen zog er so stark, dass er sich strangulierte und kurzzeitig bewusstlos wurde! (ich muss ja nicht erwähnen, dass der Würger absolut keine Besserung brachte......)

    Im Gegenzug verhielt er sich absolut korrekt gegenüber den Husky-Rüden einer Bekannten den er alle paar Monate sah, der im gleichen Alter und unkastiert war. Auch als diese sich einen zweiten unkastierten Husky Rüden im Alter von einem Jahr dazugenommen hatte (es gab nur einmal einen Ordnungsgong von unserem Dackel, ald der Husky beim anleinen für´s Gassi gehen rückwärts auswich und auf den Dackel gelatscht ist) war alles okay.
    Genauso gegenüber einer 6 Monate alte Franz. Bulldogge (ebenfalls Rüden), den ich einen Tag zur Pflege hatte (als Dackelopa auf seiner Decke lag und der Jungspund gucken gegangen ist, reichte eine Warnung vom Dackel aus und dann ignorierten sich beide Seiten).

    Gassi gehen war zu einem Spießrutenlauf geworden, Dank der vielen Hundebesitzer die ihre Hunde frei laufen ließen und nicht zurückrufen konnten.....dadurch war eine körperlich Auslastung kaum möglich (ein Angebot an Hundesport für unverträgliche Hunde gab es nicht).

    Fahrrad fahren ohne Leine wäre eine Option gewesen, denn dort interessierten ihn andere Hunde kaum, aber wenn man ihm zu langsam fuhr biss er einen in den Vorderreifen.........

    In der Hundepension, wo er wärend Urlaube untergebracht war, war er zusammen mit einem unkastierten Rüden in einem Zwinger, wo sie gemeinsam und freidlich seinen Hundkorb zerlegten.......

    Die Agression richtete sich also ausschließlich auf unbekannte Rüden jeglicher Größe und Rasse, im geschlechtsreifen Alter in unserer Gegenwart.

    Da die später eingeschaltete Hundetrainerin sich um Probleme im Haus gekümmert hat (oh ja, ga gabs noch ganz schlimme Dinge, die uns wichtiger waren als das Rüdenproblem), hatten wir das Problem bis zu seinem Hundelebenende (obwohl eine Behebung zur Lebensqualität beider Seiten und zur Auslastung des Hundes erheblich beigteragen hätte.....aus meiner heutigen Sicht).


    P.S. Lumpi lebte noch lange.......und auch wenn es zum Glück keine weiteren Zusammenstöße gegeben hat (der Hund lief nur noch an der Leine und wir gingen denen aus dem Weg), so quälte uns dieser Hund jeden Tag........sobald dieser Hund an unseren Häuserblock auf der anderen Straßenseite vorbeiging, fing er an zu bellen und unser Hund antwortete mit wütenden Gebell zurück.

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    Ich dachte ich schaffe wöchentlich eine Stunde (wir gehen gegen 9 das letzte mal am Vormittag raus und dann erst wieder gegen 16 Uhr - ideale Zeit um etwas zu erledigen in der Stadt etc.) aber scheinbar sind die Schritte zu groß.

    Das scheint das Problem zu sein.

    Was kann ich noch machen??? Jede Stunde ein paar Minuten allein lassen?

    Betätige doch bitte die Suche, sort sind detailierte Vorgehensweisen beschrieben ;) [/quote]

    Du erwartest zuviel von deinem Hund. Bis zur Geburt würde ich weiter üben, aber für die Zeit danach einen Sitter als Notlösung suchen.

    Ich würde mir auch nicht in der Schwangerschaft/mit Baby ein anderes (Hunde)Baby in´s Haus holen.........was machst du, wenn der Hund jetzt langsam in die Pupertät kommt? :???:

    .....was man falsch machen kann. Jedenfalls bei unserem letzten Familienhund in Sachen Anschaffung und Erziehung.

    Damit es anderen nicht so ergeht, besonders den Hunden, die absolut nichts für die Unfähigkeit der Menschen können.....und einige vielleicht interessiert sind warum manche meiner Ansichten so sind......wollte ich mal den Lebenslauf unseres alten Familienhundes aufschreiben.

    Vorab: der Hund wurde 14 Jahre alt, wir haben ihn bis zu seinem Lebensende behalten.
    Vor 6 Jahren musste er aufgrund von epileptischen Anfällen (die durch einen Hundeangriff ausgelöst wurden), die nicht mehr medikamentös zu behandlen waren, eingeschläfert werden. Wir haben nur einmal überlegt den Hund einschläfern zu lassen, haben das aber nicht gemacht. Manche mögen entsetzt sein, was mit dem Hund gemacht wurde. Damals (vor über 20 Jahren) waren diese "Methoden" noch üblich, sowie sie leider immer noch oft benutzt werden....(natürlich nicht mehr von mir, noch irgendjemand anderes aus der Familie).

    Damals war ich knapp 6 Jahre, meine Schwester 13 Jahre alt. Unsere alte Dackelhündin mussten wir aufgrund von Altergebrechen einschläfern lassen.

    Meine Eltern waren sich sicher das es wieder ein Dackel sein sollte (vorher hatten wir eine Langhaardackelhündin, davor einen Langhaardackelrüden). Diesmal ein Rauhaardackel und zur Freude meines Vaters ein Rüde. Wir haben uns an den Dackelclub gewandt, um einen Züchter in der Nähe zu suchen.

    Wir wurden auch bei einer Züchterin fündig, die zwei Welpen hatte. Beides Rüden, einer war schon reserviert, der andere noch abzugeben.

    Damals waren die Knöpfe gerade mal eine Hand groß. Als mein vater unseren Hund zum ersten Mal auf der Hand hatte, wedelte er mit dem Schwänzchen...........was wir zu dem Zeitpunkt noch nicht wussten: der Vater unseres Hundes wurde nach Westdeutschland gegeben, weil er den Mann der züchterin gebissen hatte......... Die Mutter haben wir nicht gesehen, nur die Tanten, mit der Begründung: die mag Fremde nicht so, wenn sie Welpen hat...........Jahre später habe ich in den Papieren endeckt, dass beide Elterntiere Halbgeschwister waren (Mutter gleiches Tier, anderer Vater).........beide Elterntiere und die Vorfahren sind aus jagdlicher Linie mit Abzeichnungen gekommen, vollkommen unpassend für eine Familie mit Kindern mitten in Berlin.........eigentlich waren es drei Welpen, wovon eines eine Todgeburt war.........unser Hund war sehr klein, sein Bruder hat immer auf ihm draufgelegen und der Hund hat deswegen Aufbauspritzen bekommen.........mit 8 Wochen dürften wir unseren Hund mitnehmen, sollten neben Hundefutter auch noch Babybrei füttern.


    Für heute ist erstmal Schluss mit erzählen, ich schreibe einen anderen Tag weiter.........aber ihr merkt hoffentlich, dass der Fred nicht lustig wird und eine Warnung in Sachen Anschaffung und Erziehung sein soll.

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    Ihn absitzen zu lassen würde so lange gehen, bis mir die Tür geöffnet wird. Dann wäre er da, um alle freudestrahlend zu begrüßen und mal zu gucken, wie die fremde Wohnung so aussieht ;)

    Dafür gibts ja Leine und Halsband. Ich würde ihn einfach ans Geländer festbinden. Eine halbe Treppe tiefer auch, damit er dich sieht, aber die Leute nicht den Hund gleich sehen.

    Aber langsam vermute ich, dass die Rangordnung nicht ganz klar ist und er denken könnte, dass er machen kann was er will. Daran werd ich was ändern müssen.

    Du musst lediglich Regeln aufstellen und diese konsequent durchziehen, das hat nichts mit Randordnung zu tun, sondern mit Erziehung. Ein Hund der Regeln kennt und einzuhalten gelernt hat, der hat viel mehr Freiheiten, Vorteile und weniger Stress als ein unerzogener Hund.

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    Ja das mein ich- allerdings rutscht Rusty auf dieser Decke so dermaßen, selbst wenn er liegt, dass es nicht bequem sein KANN - und für die lange Autofahrt in den Urlaub will ich was Gescheites...

    Ume ine Haftung von der Schondecke zum Autoboden herzustellen, würde ich Klettverschluss an die Schondecke machen (hat meine neue Faltbos schon drangehabt und ist praktisch). Als Einlage habe ich in meinen Hänger das Vet Bed http://www.hund-unterwegs.de/vetbed

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    Das nervt nicht nur mich, sondern natürlich auch alle Anderen

    Wer ist denn noch in dem Auto?


    Hast du es mal mit einem Kauknochen probiert?

    Ob Auto oder Wohnung, das Alleine bleiben wird genau gleich aufgebaut, immer in kleinen Schritten, wo der Hund noch ruhig ist. Jeder Schritt zu viel kann alles wieder kaputt machen, also dürftest du ihn erstmal gar nicht mehr alleine lassen, bis er 5 Min. aushält die du brauchst um die Medis abzuliefern.
    Das müsstest du separat üben.
    Für den Job würde ich ihn einfach mit raus nehmen und zb eine Treppe tiefer absitzen lassen, wenn du die Medis abgibst, sofern er das vom Ausbildungssatdn und vom Gemüt her kann (nicht das der im hausflur rumturnt und radau macht und womöglich noch Hausbewohner belästigt).