Was ich mich bei der Methode frage: wie soll das z.B. bei einem tauben Hund gehen?
Beiträge von LasPatitas
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Wie kommt man dazu, einen Hund zu ärgern, von dem doch eh bekannt ist, daß er "so gerne beißt"? 8O
Naja, das war so ziemlich am Anfang noch, als er erst zweimal gebissen hat. Und aus Fehlern lernt man

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Nicht nur wir wurden von Max gebissen, sondern auch Besucher:
Entweder wenn er erst als letztes begrüßt wurde (da hing er z.B. meiner Oma im Arm oder meinem Opa im Schuh) oder wenn er sich dem Besuch genähert und auf den Rücken gelegt hat und die ihn dann streicheln wollten.
Desweiteren gab es noch drei Zwischenfälle mit Besuchern aus unterschiedlichen Gründen, wo leider keiner von uns anwesend war (mein Onkel wurde in die Hand gebissen, weil er den Hund irgendein Kommando gegeben hat. Mein Cousin wurde in die Hand gebissen, Max hat selber am Ohr geblutet, was da passiert ist haben wir nie rausfinden können. Eine Freundin wurde gebissen, weil sie dem Hund irgendwie weh getan hat).
Verschärft wurde alles noch, dass der Hund ein riesen Theater gemacht hat, wenn mein Vater nach Hause gekommen ist. Dabei hat er Scheinattacken gestartet und ist keifend hinter meinem Vater hinterher oder hat hinter der Couch aus gedroht. Zu einem Beißvorfall ist es dabei nie gekommen.
In den Jahren hat er mich dreimal gebissen (das erste Mal wegen der Korbgeschichte, das zweite Mal als ich ihn geärgert hab, das dritte mal als ich mich mit meiner Schwester geprügelt hab).
Meinen Vater zweimal: einmal in die Oberlippe beim hochnehmen, das zweite Mal als mein Vater Max mehrmals wieder ableinen und den Gassigang abbrechen musste wegen Nasenbluten. Beim dritten Anleinen biss er ihm ein Stück aus dem Finger, dieser musste zusammen geflickt werden.
Meine Schwester einmal: Der Hund lag vor der geschlossenen Tür, sie wollte diese öffnen, sprach den Hund vorher an, daraufhin hat er sie in den Zeh gebissen (und dabei den Fussnagel rausgerissen
)Meine Mutter mehrmals. Einmal beim Essen, der Hund lag unterm Tisch, sie ist mit dem Fuss gegen ihn gekommen, daraufhin hat er sie ins Bein gebissen, als sie mit dem Stuhl umgefallen ist mehrmals in den Arm.
Den Tierarzt trotz Maulkorb einmal.
Die Pflegerin in der Hundpension, weil sie gedankenverloren nach einem Futterbrocken neben seinem Napf greifen wollte um ihn wieder in den Napf zu tun, wobei der Hund am Napf gefressen hat......
Die Frau die ihn das zweite Mal tätowiert hat.
Und zuletzt sogar die Hundepsychologin.
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So bin wieder da :)
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kendel oder wie sich das schreibt.
Kennel?

Ich benutze auch das Vetbed.
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Wurde da schon mal nen Trainer drauf angesetzt vor Ort? Wär ja mal gespannt auf eine Lösung.
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Einfach rausgehen und Tür hinter dem Monster zu machen

Sara hatte diese Phasen mit zwei Jahren noch, das ist bei 28 kg nicht so lustig..... vor allem, wenn 28 kg auf die Idee kommen in´s Badezimmer zu rasen, gegen eine Wand zu springen, dann in´s Waschbecken und wieder rausrennen möchte. So schnell wie ich dir Tür zu gemacht hab, konnte der Hund gar nicht sein.

Die zweite Aktion war gegen meinen Cousin, der dann in einer Ecke vom Flur fast heulend stand (ich war gerade mit meinen alten Dackel Opa Gassi, als Sara ihren Ausraster bekommen hat), ich hab Sara gepackt und in´s Wohnzimmer gesperrt.
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Achso okay, schriftlich kommt das immer anders rüber

Ich würde aber eher auf Suchspiele als auf (Werf)-Apportierspiele setzten. Bzw den Dummie verstecken, suchen und bringen lassen.
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Viele erzählen ja doch sehr verklärt, wie gut es früher geklappt hat mit den Hunden, als man noch alles machen durfte, womit die Hunde viiiel besser gefolgt haben, als das Verhältnis noch viel natürlicher war...Die Hündin davor wurde relativ nebenbei erzogen, konnte kaum Signale/Kommandos, ist immer ohne Leine gelaufen, Max hat viel mehr Aufmerksamkeit bekommen.....ich glaube das ist aber kein relatives Problem, dass die Hunde heute viell. mehr Aufmerksamkeit bekommen, sondern ob der Hund damit klar kommt oder nicht. Da denke ich immer an den Satz: Prinzipiell darf jeder Hund auf die Couch, kommt nur drauf an, wie er denn reagiert.
Früher gab es auch weniger Hunde. Bei meinen Eltern in der Straße haben 4 gewohnt, heute wohnen dort 4 Hunde in einem Block!
Dadurch gibt es viel mehr Probleme und Vorfälle zwischen Hund - Hund und Hund - Mensch......nicht nur wegen der Enge, sondern auch einfach statistisch gesehen.
Das lässt die Leute natürlich aufhorchen wenn es zu Zwischenfällen kommt. Ich kenne eigentlich kaum Hunde-Leute, die nicht irgendwie nen Beissvorfall mit oder selber erlebt haben (ich meine jetzt aber nicht solche extremen Fälle die bei Max). Man hat damals aber kein so großes Aufsehen drum gemacht.
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Umso mehr ich mitlese, umso mehr frage ich mich, was hätte man in der heutigen Zeit mit Max gemacht? Hätte man ihm wieder Vertrauen einflößen können?
Wie würde man den Hund heutzutage therapieren? Mit viel Geduld und Liebe?Die Maßnahmen die wir damals ergriffen haben, haben kaum etwas mit Verhaltenstherapie zu tun gehabt, eher nur Managment (außer wo die Hundetrainerin bei uns war...der Part kommt ja noch).
Der Bericht soll ein Beispiel geben, wie man es nicht machen sollte. Da es bei manchen dafür aber schon zu spät ist, liste ich am Ende alle Punkte noch mal auf und mache dazu Vorschläge. Eure möchte ich dann auch gerne sehen

Bis in zwei Wochen
