Beiträge von LasPatitas

    Positiv heißt nicht nett, sondern dass ich etwas zu dem Verhalten hinzutue.

    Negativ bedeutet, dass ich etwas wegnehme, wenn der Hund ein Verhalten zeigt.

    Bestrafung mindert ein Verhalten oder es wird ganz gelassen.

    Bei Bestärkung wird ein Verhalten darauf hin länger, öfters oder intensiver gezeigt.

    Also gibt es vier Spalten:

    Pos. Bestrafung: ich tue etwas hinzu, damit der Hund das Verhalten lässt.

    Neg. Bestrafung: ich nehme dem Hund etwas weg, damit er das Verhalten lässt.


    Pos. Bestärkung: ich gebe zum Verhalten etwas hinzu, damit der Hund das wieder, öfter, länger, intensiver zeigt

    Neg. Bestärkung: etwas unangenehmes hört auf oder wird weggenommen, wenn der Hund das gewünschte Verhalten zeigt.

    Zitat

    Was ich mich nach wie vor Frage und was ich mir gerne erklären lassen würde von denen die diese Vorgehensweise gerechtfertigt finden ist: Wo ist die Logik, dass man einen Hund der Aggressiv auf Menschen reagiert, mit Aggressionen von Menschenseite kuriert? Gewalt kuriert mit Gewalt?

    Ich meine das nicht ironisch, ich will es wirklich versuchen zu verstehen.

    Der Hintergrund ist, dass durch positive Bestrafung (ich tue etwas zu dem Verhalten des Hundes dazu was dem Hund Schmerz, Angst, Druck o,ä, erzeugt) die Handlung des Hundes nicht mehr gezeigt wird.

    Bestrafung mindert ein Verhalten oder es hört ganz auf. Dabei muss die Bestrafung so hoch angepasst werden, dass das Verhalten sofort gemindert wird oder aufhört, sonst stellt sich Gewöhnung ein und man müsste die pos. Bestrafung immer stärker ausfallen lassen.

    Zitat

    Der Hund zeigt nicht 'nur' aggressives Verhalten, er ist gefaehrlich mit seinem Tun. Er beisst Menschen! Anstelle nach hinten auszuweichen und, wenn es denn nur die Sorge um zu dichtes Aufruecken waere, sich zu verkruemeln, geht er nach vorne.

    In dem Video sieht man NICHT wie der Hund versucht zu beißen!

    Die Ohren sind eher nach hinten gerichtet, das Körpergewicht ist auf den Hinterpfoten, die Rute eher gerade. Der Hund versucht zu verbellen.

    Hast du dich schon mal mit den vier F´s beschäftigt?

    Anscheinend nicht, denn dann wüsstest du, dass ein Hund dem jegliche Möglichkeiten genommen werden (aus seiner Sicht z.B. nach Hinten gehen), nach vorne geht.

    Zitat

    Das meinst Du nicht ernst, oder? Damit dann bei nächster Gelegenheit wieder eine "Hund-beißt-Mensch-Sau" durch´s Dorf hätte getrieben werden können?
    Managementmaßnahmen? Du meinst Maulkorb und Leine zur Sicherung? Die nehmen leider nicht die Aggression und auch ein Hund mit MK, der nach vorne schießt, kann verletzen. Von dem Leid, dass der Halter dieses Hundes hat, weil er ständig mit Anfeindungen leben muss a la "So ein Hund gehört eingeschläfert" müsste man in diesem Zusammenhang dann auch mal sprechen.
    Auch, wenn es für Dich kein Grund ist, "so" einen Hund einzuschläfern, wird das die ein oder andere Behörde anders gesehen haben.
    Davon ab: Wer weiß denn schon, womit und wie dieser Hund schon trainiert wurde? Welche Maßnahmen/ Trainingsmethoden wurden vorher ergriffen? Was hat nicht geholfen? Was hat geholfen? Dies weiß -außer den Betroffenen- wohl keiner.

    LG Kerstin

    Doch, dass meine ich Ernst. Und zu Managmentmaßnahmen gehören nicht nur Leine und Maulkorb, sondern auch einfach ein waches Auge und Abstand halten.

    Es ist ja nun keine Sache die man nicht handeln könnte (wenn man jetzt keine Lust, Zeit, Energie oder was auch immer es für Gründe geben mag um nicht zu trainieren).

    Zitat

    b) lebenslang Leinen/MK-Zwang, weil der Hund nicht kontrollierbar ist, keine Besuche mehr, bei Kindern immerzu 150%ig aufpassen, Freunde, Soziales Leben fällt weg, selber Angst vor dem Hund, Schadensforderungen etc. oder c)


    So ausarten muss das ja nicht......

    Leinen- und Maulkorbzwang ist z.B. für Listenhunde in Berlin Pflicht. Find ich nicht schön, aber bei richtiger Gewöhnung ist ein Maulkorb eine ganz normale Sache, genauso wie das Tragen eines Halsbandes.

    Auslauf kann ich dem Hund einfach an einer langen Leine bei übersichtlichen menschenleeren Flächen geben oder einen auf einem umfriedeten Grundstück.

    Ob Kinder oder Erwachsener, natürlich muss aufgepasst und gesichert werden (einfach in Gegenden laufen, wo es nicht so belebt ist, wo man die Übersicht hat und wo man ausweichen kann).

    Soziales Leben kann ich auch haben, dazu muss ich nicht zu Hause Besuch haben (wo hier jetzt auch die Frage aufkommt: vielleicht lässt der Hund ja bekannte Personen in´s Haus)?

    Welche Angst vor dem Hund? (kommt wieder eine Frage auf: hat diese Frau Angst vor ihrem eigenen Hund?)

    Wenn man spätestens nach dem ersten Biss den Hund draußen keinen Maulkorb tragen lässt, hab ich für jegliche weitere Vorfälle und deren finanzielle Folgen keinerlei Verständniss mehr.

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    Es gibt halt nunmal Hunde, die das an der Leine nicht mögen. Und es gibt Hundehalter, die das nicht wollen. So wie ich. Ich wohne in einer Großstadt und will, wenn ich nicht gerade gezielt auf eine Hundewiese gehe, mich einfach normal mit meinem Hund fortbewegen können. Wo kämen wir denn dann hin, wenn ich zu jedem Hund erstmal hingehen würde, weil "die sich ja beschnuppern müssen".
    Mein Hund muss gar nichts. Und diese Mentalität geht mir inzwischen echt auf die Nerven. Auch wenn es immer so propagiert wird, ist es nicht natürlich, dass jeder wildfremde andere Hund auf der Straße beschnuppert wird. Daher erwarte ich das auch von meinem Hund nicht. Sie muss sich nicht vom jedem Hund beschnüffeln lassen, wenn sie das nicht möchte.

    Ich blocke daher auch jeden ab, der unangeleint auf uns zustürmt. Ist mir egal, was die Leute dann sagen. Ich verstehe nicht, dass es so schwer ist zu aktzeptieren, dass man seinen Hund nicht zu angeleinten Hunden hinlaufen lässt. Alleine aus Respekt dem anderen Hundehalter gegenüber. Wo ist das Problem, den Hund einfach ranzurufen? Ist mir schleierhaft.

    ;) :gut:

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    Ebenso dieses Hinlegen und Hund anstarren, wird ja auch immer als agressives Verhalten gewertet.
    Ich kenne aber viele Hunde die das machen und die sind alle nicht agressiv. Das ist einfach eine Eigenart um mit der Aufregung klarzukommen das da ein potentieller Spielpartner kommt.

    Alle Hunde die ich kennen mögen das nicht.

    Irgendwie waren Hundespaziergänge vor 10-15 Jahren viel entspannter...

    Da gabs auch weit weniger Hunde und auch weniger Hunde die aus dem Ausland gekommen sind (und außerdem wurden "Problemhunde" auch schneller eingeschläfert).

    Zitat


    Bei uns kommt meist das Problem, das mich andere HH nerven und mir sagen ich soll mich nicht einmischen, da die Hunde nur spielen und mein Hund muss lernen sich zu wehren. :???:

    Naja, wenn sich der Hund wehren muss, ist es kein Spiel mehr.

    Im Spiel werden die Rollen getauscht, der Jäger ist auch mal der Gejagte, der Große macht sich klein, der vorher imponiert hat macht auch eine Spielaufforderung.

    Und Halter die solche Sprüche klopfen wie: die machen das unter sich aus. Der muss das so lernen. Das machen Hunde so untereinander. die haben meistens unerzogene, rüpelhafte Hunde, die sie selber nicht einschätzen und kontrollieren können.

    Einfach mal den anderen Hund kurz festhalten, wenn der andere Hund keine Lust mehr hat war es kein Spiel mehr.