Der Verein meinte nur, dass sie sich ein paar Tage eingewöhnen muss, dass diese Hunde aber sehr schnell an alles gewöhnen und unheimlich dankbar sind. Bis jetzt merke ich nichts davon. Sie könnte, denke ich, gut auf mich verzichten, mag nicht kuscheln, mag nicht gestreichelt werden und zum Klickern hat sie auch keine Lust, egal wie oft ich es versuche. Spielen will sie auch nur manchmal mit einem bestimmten Stofftier, aber auch lieber für sich als mit mir.
Sie ist einfach schwierig und ich habe das Gefühl, dass ich überfordert bin.
Diese Aussagen des Vereins würde ich als grob fahrlässig bezeichnen. Schade, dass du sie nicht hinterfragt hast; eigentlich leuchtet es ein, dass Strassenhunde oft Monate, manchmal Jahre brauchen, bis sie sich an das neue Leben im Haus gewöhnen.
Die Mär vom " dankbaren Auslandshund" stirbt offensichtlich auch nicht aus! Wofür soll der Hund dir dankbar sein? Für ihn ist alles neu, unbekannt und angstbesetzt. Er weiss nicht, was von ihm erwartet wird, und steckt voller Unsicherheit.
Lass ihn doch erst einmal ankommen, bevor du mit Klickern oder ähnlichen Trainingsmethoden beginnst. Biete ihm Ruhe und Sicherheit, begrenze seinen Raum, und beobachte ihn! Mein zweiter Auslandshund kannte auch das Leben im Haus nicht, er sass in einem ung. Zwinger. Nachdem er einige Male in`s Haus gepullert hat habe ich ihn regelmässig auf die Terrasse und in den Garten gebracht, nachdem er sich dort das erste Mal gelöst hatte war der Knoten geplatzt!
Wenn du nicht die notwendige Zeit, das Verständnis und die Geduld für diesen Hund aufbringen kannst wird es problematisch. dann suche ein neues Zuhause für ihn, falls das überhaupt möglich ist. Solche Hunde sind natürlich schwer zu vermitteln...
aber vllt findet sich jemand, dessen Herz er erobert!