Bitte erwartet von einem traumatisierten Angsthund keine Höchstleistungen, und damit meine ich Spaziergänge, Kontakte zu Menschen, adäquates Verhalten im Haus. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass es Monate, manchmal Jahre dauert, bis ein zutiefst an der Seele geschädigtes Tier einigermassen integriert werden kann. Unser Zazi, aus einer Tierheim genannten Hundehölle in Ungarn adoptiert, hat wochenlang jeden Versuch, in aus dem Haus zu locken, verweigert.
Wir haben im Wohnzimmer ein Babybettgestell aufgebaut, von dort aus hat er uns beobachtet und irgendwann beschlossen, Vertrauen zu fassen. Der erste Schritt zum Gassigehen waren kurze Aufenthalte im Garten zum Lösen, von da aus kürzeste Strecken am Haus, und nach Monaten, sogar kleine Runden. Habt ihr einen eigenen Garten, oder eine Wiese vor dem Haus?
Was ihr jetzt braucht ist unendliche Geduld und so gut wie keine Erwartungshaltung! Lasst einen Tierarzt in`s Haus kommen, der den Hund checkt, auch nach Herzwürmern, Milben, Flöhen etc.
Ich wünsche euch viel Glück!