Beiträge von woodyfan

    Aus eigener Erfahrung würde ich euch empfehlen, einen Tierschutzhund zu adoptieren, den ihr im Vorfeld in seiner Pflegestelle besuchen und kennen lernen könnt.

    Hunde, die in Auslandssheltern sitzen, sind immer Überraschungseier. Keiner weiß, ob und wie stark sie traumatisiert sind, ein Hund, der als ruhig beschrieben wird, kann völlig verängstigt und depriviert sein. Für solche Hunde braucht es erfahrene Menschen, einen ruhigen und strukturierten Tagesablauf und viel Geduld! Das muß man einfach vorher wissen, damit die Erwartungshaltung an den Hund nicht unrealistisch hoch ist.

    Nach zwei Direktimporten, die ich natürlich niemals missen möchte, habe ich vor 2 Jahren eine Hündin aus einer Pflegestelle adoptiert. Natürlich gab es auch mit ihr kleinere Baustellen, die aber für mich gut handelbar waren.

    Warum Kinder und eine Katze generell ein Ausschlußkriterium sein sollen kann ich nicht nachvollziehen. Ich habe selber viele VK und NK durchgeführt, mir war immer wichtig, dass Hund und Familie möglichst kompatibel sind. Das ist bei Direktimporten im Vorfeld aber sehr schwer einzuschätzen. Ich würde euch empfehlen, ohne Stress und Zeitdruck weiter zu suchen, oder tatsächlich auf einen seriösen Züchter zuzugehen.

    Mittlerweile ist unser Labrador Mix so groß, dass er auf den Hinterbeinen stehend auf die Anrichte und auch auf Tische und sonst wo hoch kommt und sich da Essensreste klaut und sonstiges, klaut, wenn man mal kurz den Raum verlässt.

    Das ist bei uns ein Mal passiert. Wir kamen gerade aus dem Urlaub wieder, lange Fahrt,alle müde, unterwegs Pizza gekauft. Plötzlich war Pizza weg und Hund frass sie auf dem Boden. Das Donnerwetter war so groß, dass hat sie in den 14 Jahren nicht wieder versucht. Anrichten waren danach tabu.

    Der Hund hat doch gar nichts falsch gemacht! Wenn die Pizza für ihn in erreichbarer Nähe war, natürlich schnappt er sich die. Das Donnerwetter gebührt in diesem Fall eigentlich nicht dem Hund.

    Mach dir keine Sorgen, deinem Hund ist seine Fellfrisur piepegal! Auch dann, wenn er wie ein Chi aussieht.... :winken:

    Hinter jedem gut erzogenen Hund steht meistens ein "gut erzogener" Besitzer! Wenn es einem Hundebesitzer völlig egal ist, ob sein Hund in einem Mehrfamilienhaus stundenlang am Stück bellt, oder es ihn nicht interessiert, wenn sein nicht angeleinter Hund rückrufsesistent und übergriffig ist, dann liegen die Defizite eindeutig nicht beim Hund.

    Insofern ist Kritik über "nicht erzogene Hunde" eigentlich immer Kritik am Besitzer und dessen Sozialverhalten, was die Sache nicht einfacher macht.

    Zum zweiten Mal eine Vermehrung erlaubt?? Nein, das ist keine gute Sache. Im Auslandstierschutz leben unzählige Hunde auf der Straße und in Sheltern, es grenzt an Zynismus, solche Hunde mit nach Deutschland zu nehmen, um dann Welpen zu produzieren und zu verkaufen. Finde ich persönlich unethisch.

    Wenn meine Lili, Dackelmix, nachts kurz bellt, wenn sie ungewöhnliche Geräusche um`s Haus herum hört, finde ich das ok. Möglicherweise würden potentielle Einbrecher sich dadurch abschrecken lassen, dafür würde ich aber auch nicht die Hand in`s Feuer legen.

    Ich finde es sehr befremdlich, wenn Zivilisten Hunde als lebende Alarmanlage oder Waffe auf vier Beinen benutzen. Über die möglichen Folgen möchte ich gar nicht nachdenken, sowohl für den Hund als auch für arglose Mitbürger, die auf einen Hund treffen, der nicht zwischen Freund oder Feind unterscheiden kann.

    Vor einigen Jahren wurde bei mir zuhause eingebrochen, wir waren im Kino, unser sehr friedlicher Woody allein zu Hause. Gegen Mitternacht, wir waren auf dem Weg nach Hause kurz vor unserer Garage, bemerkten wir unseren Hund, der auf der Strasse herum lief...Einbrecher hatten ihn an die Luft gesetzt, während sie unser Haus durchsuchten. Ich war heilfroh, dass er nicht verletzt oder getötet wurde, was evtl. hätte geschehen können, wenn er sich den Einbrechern gegenüber aggressiv verhalten hätte.

    Wie soll er denn die Familie beschützen? Und warum?