Beiträge von woodyfan

    Wie geht es dem Hund eigentlich, habe ich das überlesen? Das würde mir Bauchschmerzen machen...

    Fahre doch noch mal raus auf den Hof, schau dir den Hund an und versuche, mit dem Hofbesitzer zu sprechen. Natürlich war seine Reaktion völlig überzogen, viele Hunde reißen Geflügel, wenn sie die Gelegenheit dazu haben. Er hätte sich eigentlich selber eins überziehen müssen, nicht dem Hund! Das spricht für wenig Sachverstand von hündischem Verhalten.

    Kann man mit dem Mann reden, oder blockt er alles ab?

    Ich bin auch ein Galgofan und Stammgast bei "Galgos in Not" und "Windhundhilfe"... wunderschöne Hunde, sehr eigenständig, im Haus ruhig, aber eben auch jagdtriebig, zum Teil sehr extrem. Ich könnte aber damit leben, weil auch Woody selten Fall abgeleint werden kann.

    Er wird ausgelastet durch Suchspiele, Fährten, Sprints im Garten ( der dafür sehr nützlich ist ), Auslauf am Rheinufer. Insofern wäre der Jagdtrieb für mich kein Ausschlußkriterium. Deine zwei Hunde und der Neuankömmling sollten aber ausreichend Zeit zum vorherigen Beschnuppern und Kennenlernen haben.

    Ein regelmässiger Tagesablauf hilft, auch ein Zweithund kann Ängste nehmen. Wir arbeiten viel mit Belohnung und positiver Verstärkung, keine Überforderung am Anfang. Geduld ist angesagt, lasst die Hündin in Ruhe ankommen. Vielleicht schilderst du die Ängste und Probleme etwas detaillierter, die ihr jetzt habt?

    Ich vermute, dass Du beim OA nichts erreichen wirst. Es ist nichts passiert, weder Hund noch Mensch wurden verletzt. Natürlich ist es suboptimal, wenn ein Halter seinen Hund nicht jederzeit unter Kontrolle hat, aber ich würde auch mich nicht davon frei sprechen, dass mir unter ungünstigen Umständen so etwas auch passieren könnte...

    Auf meiner Morgenrunde treffe ich, wenn ich Pech habe, auf eine Frau mit Berner Sennenhund. Diese Hündin kann Woody nicht ausstehen, bellt, knurrt und zieht bedrohlich an der Leine, wenn sie ihn nur von weitem sieht. Natürlich gehen wir uns möglichst aus dem Weg, aber bei der vorletzten Begenung hat die Hündin sich auch losgerissen und stürmte auf uns zu. Zum Glück war ich mit dem Fahrrad unterwegs, und habe Woody und mich gut schützen können, bis die Besitzerin nach einer gefühlten Ewigkeit bei uns ankam und die Hündin anleinte. So etwas passiert leider, und man kann froh sein, wenn es glimpflich ausgeht. Ich würde deswegen nicht gleich die Ämter einschalten, es sei denn, es wiederholt sich oder es kommt zu Verletzungen.

    Das Problem kenne ich nur zu gut... Woody hat in der näheren Nachbarschaft zwei Erzfeinde und reagiert genau wie Dein Rüde. Der eine lebt um die Ecke, und Woody ist angespannt, winselt, schnüffelt, hat eine Bürste, bis wir an dem Haus vorbei sind. Ich halte ihn an der kurzen Leine, so das sein Aktionradius eingeschränkt ist und er sich auf mich konzentrieren muß. Schönfüttern hat nichts gebracht, von Methoden wie Wasserspritzen o. Ä. halte ich nichts, das steigert seinen Stresslevel nur.

    Meine Hundetrainerin meint dazu, dass es eben Hunde gibt, wo die "Chemie" nicht stimmt, das wäre kaum abzutrainieren. Ich sehe es inzwischen ähnlich und achte darauf, den Widersachern möglichst aus dem Weg zu gehen.

    Es gab nicht nur die Fotos, sondern auch eine Beschreibung. Da ich hundeerfahren bin, war mir aber schon beim Anblick der Fotos sehr klar, was auf uns zukommt...

    Sich nur durch Mitgefühl zu einer Übernahme eines solchen Hundes verleiten zu lassen könnte zu einem echten Drama ausarten. DAS steht natürlich nur zwischen den Zeilen, und jede Orga sollte fairerweise ganz klar sagen, welche Störungen und gesundheitlichen Einschränkungen ein solch traumatisierter und verwahrloster Hund mitbringen kann.

    Hier das Ergebnis unseres TA-Besuches, welches mich nicht wirklich zufriedenstellt...

    Woody wurde gründlich untersucht, Gelenkbeweglichkeit, die Wirbelsäule abgetastet. Der TA fand eine Verspannung an der Wirbelsäule und vermutet eine Entzündung, da die Gelenke gut beweglich und unauffällig sind. Er gab unter größtem Protest von Woody eine Cortisoninjektion, außerdem 9 Tabl. Carprodyl F, 100 mg, 1 täglich. Sollten die Beschwerden nicht in 10 Tagen deutlich besser werden, soll geröngt werden. Ich vermute, dass lässt Woody nur unter Vollnarkose zu... der ganze TA-Besuch war ein Alptaum. Je älter der Hund wird, umso ängstlicher zeigt er sich und lässt sich kaum noch untersuchen. Er humpelt übrigens morgens immer noch.

    Ich werde nächste Woche eine Tierheilpraktikerin anrufen, die ins Haus kommt.

    Ich bekenne, dass ich auf Fotos unseres Zazi "hereingefallen" bin, die mich zum Weinen gebracht haben und dafür sorgten, dass der Kerl seit 2 Jahren bei uns lebt! Ein mageres Häufchen Elend in einem ung. TH, mehr tot als lebendig, aber mit unglaublich wachen Augen. Ist es moralisch verwerflich, solche Fotos zu veröffentlichen? Ich akzeptiere die Meinung derjenigen, die sich dagegen aussprechen. Niemand sollte aus Mitleid einen Hund aufnehmen, ohne wirklich Raum und Zeit für diese Aufgabe zu haben. Wenn es aber passt, warum kein Tier auswählen, dass akut in Not ist und dringend Hilfe braucht?