Ich möchte weder das eine oder das andere. Meine Frage ist doch lediglich - kann es psychische Krankheiten beim Hund geben oder hat davon jemand mal was gehört oder wurde sowas mal empirisch belegt.
Mein Rüde aus dem TS dürfte einen Deprivationsschaden gehabt haben. Aber Aggressiv war er, weil er durch seine Menschen geschlagen wurde. Der Grund warum die nicht mit dem klar kamen, da vermute ich die schlechte Mischlings Verpaarung von Reizoffenen Reaktionsschnellen Jagdhunden.
Dazu wurde der durch die Jahrelange Zwinger Haltung Irre und drehte sich von Sonnenaufgang, bis Sonnenuntergang fiepend im Kreis.
Als ich den immer besser kennenlernte, hab ich mir auch gedacht "Vermutlich ganz gut, dass der einfach ausgesetzt wurde." Weil ich mir zu gut Vorstellen konnte, dass es an einem Beißvorfall lag. Wer weiß, wie dann im Tierheim mit dem Umgegangen wäre und wie die Vermittlung von dem hätte aussehen müssen. Wäre ein schwerer Beißvorfall von dem Bekannt gewesen, hätte ich ihm vermutlich auch keine Chance gegeben
.Weil der nur ein Fundhund war, gab es für den keinerlei Auflagen, oder Vorgeschichte. Der Hund selbst hatte so gesehen eine reine Weste.
Schade für diesen Hund, fand ich jedoch immer "Warum die Abgabe erst so spät?"
Vielleicht wäre ein Staatliches Auffangbecken für schwierige Hunde, gar nicht so verkehrt. Die Tierheime selbst scheinen sowas ja nicht unbedingt leisten zu können. Und viele Menschen kriegen ihren Hund nicht mehr untergebracht, aber mit dem Hund zusammen Leben schaffen sie auch nicht!
Für meinen Rüden wäre es vielleicht besser gewesen, jemand vom Staat hätte beurteilen dürfen, ob der Hund eingeschläfert wird, oder eine Vermittlung versucht wird.
Was die Vorbesitzer gemacht hatten, den Hund wer weiß wie viele Jahre wegsperren und Jahrelang nicht mehr raus zu lassen. Das ist kein Leben für einen Hund.
Einen Hund der nach einem Wesenstest lediglich Auflagen für Leine und Maulkorb bekommt, einfach weiter bei seinem Besitzer zu lassen, sehe ich Grenzwertig. Bei meinem Rüden waren ja allein die Vorbesitzer selbst der Grund, warum der Hund überhaupt Aggressiv gegenüber Menschen wurde. Der selbst war genetisch ein Vorsteher, mit wtp und wtw, der aus sich selbst heraus vermutlich nie auf die Idee gekommen wäre Menschen zu beißen. Bei dem war es Selbstverteidigung.
Solchen Menschen kann man den Hund dann ja nicht weiter anvertrauen.
Darum find ich, dass der Staat sich verpflichten müsste, Hunde die als gefährlich eingestuft werden, zu übernehmen!
Das wäre ein Ausweg für Halter, die mit ihrem Hund überfordert sind.
Wesenstest bezahlen und fällt der Hund durch, bekommt der Hund das recht auf einen Tierheim Platz.
Meinetwegen dann auch mit der Option, das jemand vom Vetamt beschließt, dass der Hund so gefährlich ist, dass einschläfern besser wie ein Jahrzehnt Verwahrung in Einzelhaltung im Zwinger ist.
Dann liegt die Entscheidung immer noch bei den Haltern, ob sie ihren Hund weiter durchs Leben Manövrieren, oder ins Tierheim geben, wo er vielleicht eingeschläfert wird.
Bei meinem Rüden war im hohen Alter, dann auch einschläfern das richtige, als der anfing Geistig abzubauen.
Hatte rückwirkend da lange dran zu Knabbern, obs nicht doch zu Früh war. Bis ich mal alte Fotos durchging und auf einem zog sich mein Baby grad an einem Möbelstück hoch und der Rüde im Hintergrund zeigte ordentlich Zähne Richtung Baby.
Nicht unbedingt Grenzwertig für einen alternden Hund. Aber der selbe Hund versuchte im ersten Jahr bei mir, auch mal über den Zaun einer Grundschule zu hüpfen, um mit den Zähnen voran an den Kopf eines Kindes zu kommen, weil das Kind mit einem Stock am Zaun lang ratschte.
Das der Zunehmend durch Demenz immer mehr in alte Verhaltensweisen zurück fiel, zu den Körperlichen gebrechen, das war für uns alle dann kein Leben mehr. Unser Tierarzt bei dem wir Monatlich waren, hatte die Vernunftsentscheidung dann auch mit getragen.
Für mich fängt die Problemkette dieses Rüdens vom Moment der Verpaarung an. Bis zu den völlig unfähigen Vorbesitzern, die zu Blöd waren den Hund rechtzeitig abzugeben in Kompetente Hände.