Beiträge von acidsmile

    Nicht jeder Mensch ist in der Lage den Hund, den er sich angeschafft hat zu Führen.
    Im Fall meines Rüdens, den die Vorbesitzer als Senior völligst verkorkst und bissig ausgesetzt hatten, drehte der Hund sich nochmal um mindestens 160 Grad.

    Wen man alles weiter zerdenkt, kommt man leider aufgrund der Menschlichen Abgründe aber irgendwann zu dem Punkt:
    Es hat schon Zeiten gegeben, da wurden Tiere einfach in einen Sack gestopft und ertränkt.
    Einen Hund den ich im stillen Kämmerlein erschlage und Verbuddel, kostet keinen Cent und ist solang man nicht erwischt wird, keine Straftat.

    Geht man zu Streng vor, oder setzt die Strafen zu Hoch an, dann verbessert es die Lage von vielen Hunden die aufgrund schlechter Haltung, sind wie sie sind nicht.

    Es muss einen Staatlichen Notausgang geben. Ansonsten wird es Menschen wie Vanessa B. fast schon geben müssen, die solche Tiere dann anfangen bei sich zu Horten...
    Oder es bleibt so, wie es ist und die werden weiterhin ausgesetzt, wenn Tierheime die nicht freiwillig nehmen.

    Ich möchte weder das eine oder das andere. Meine Frage ist doch lediglich - kann es psychische Krankheiten beim Hund geben oder hat davon jemand mal was gehört oder wurde sowas mal empirisch belegt.

    Mein Rüde aus dem TS dürfte einen Deprivationsschaden gehabt haben. Aber Aggressiv war er, weil er durch seine Menschen geschlagen wurde. Der Grund warum die nicht mit dem klar kamen, da vermute ich die schlechte Mischlings Verpaarung von Reizoffenen Reaktionsschnellen Jagdhunden.

    Dazu wurde der durch die Jahrelange Zwinger Haltung Irre und drehte sich von Sonnenaufgang, bis Sonnenuntergang fiepend im Kreis.

    Als ich den immer besser kennenlernte, hab ich mir auch gedacht "Vermutlich ganz gut, dass der einfach ausgesetzt wurde." Weil ich mir zu gut Vorstellen konnte, dass es an einem Beißvorfall lag. Wer weiß, wie dann im Tierheim mit dem Umgegangen wäre und wie die Vermittlung von dem hätte aussehen müssen. Wäre ein schwerer Beißvorfall von dem Bekannt gewesen, hätte ich ihm vermutlich auch keine Chance gegeben :thinking_face:.Weil der nur ein Fundhund war, gab es für den keinerlei Auflagen, oder Vorgeschichte. Der Hund selbst hatte so gesehen eine reine Weste.
    Schade für diesen Hund, fand ich jedoch immer "Warum die Abgabe erst so spät?"

    Vielleicht wäre ein Staatliches Auffangbecken für schwierige Hunde, gar nicht so verkehrt. Die Tierheime selbst scheinen sowas ja nicht unbedingt leisten zu können. Und viele Menschen kriegen ihren Hund nicht mehr untergebracht, aber mit dem Hund zusammen Leben schaffen sie auch nicht!
    Für meinen Rüden wäre es vielleicht besser gewesen, jemand vom Staat hätte beurteilen dürfen, ob der Hund eingeschläfert wird, oder eine Vermittlung versucht wird.
    Was die Vorbesitzer gemacht hatten, den Hund wer weiß wie viele Jahre wegsperren und Jahrelang nicht mehr raus zu lassen. Das ist kein Leben für einen Hund.

    Einen Hund der nach einem Wesenstest lediglich Auflagen für Leine und Maulkorb bekommt, einfach weiter bei seinem Besitzer zu lassen, sehe ich Grenzwertig. Bei meinem Rüden waren ja allein die Vorbesitzer selbst der Grund, warum der Hund überhaupt Aggressiv gegenüber Menschen wurde. Der selbst war genetisch ein Vorsteher, mit wtp und wtw, der aus sich selbst heraus vermutlich nie auf die Idee gekommen wäre Menschen zu beißen. Bei dem war es Selbstverteidigung.
    Solchen Menschen kann man den Hund dann ja nicht weiter anvertrauen.

    Darum find ich, dass der Staat sich verpflichten müsste, Hunde die als gefährlich eingestuft werden, zu übernehmen!
    Das wäre ein Ausweg für Halter, die mit ihrem Hund überfordert sind.
    Wesenstest bezahlen und fällt der Hund durch, bekommt der Hund das recht auf einen Tierheim Platz.

    Meinetwegen dann auch mit der Option, das jemand vom Vetamt beschließt, dass der Hund so gefährlich ist, dass einschläfern besser wie ein Jahrzehnt Verwahrung in Einzelhaltung im Zwinger ist. :ka:
    Dann liegt die Entscheidung immer noch bei den Haltern, ob sie ihren Hund weiter durchs Leben Manövrieren, oder ins Tierheim geben, wo er vielleicht eingeschläfert wird.

    Bei meinem Rüden war im hohen Alter, dann auch einschläfern das richtige, als der anfing Geistig abzubauen.
    Hatte rückwirkend da lange dran zu Knabbern, obs nicht doch zu Früh war. Bis ich mal alte Fotos durchging und auf einem zog sich mein Baby grad an einem Möbelstück hoch und der Rüde im Hintergrund zeigte ordentlich Zähne Richtung Baby.
    Nicht unbedingt Grenzwertig für einen alternden Hund. Aber der selbe Hund versuchte im ersten Jahr bei mir, auch mal über den Zaun einer Grundschule zu hüpfen, um mit den Zähnen voran an den Kopf eines Kindes zu kommen, weil das Kind mit einem Stock am Zaun lang ratschte.
    Das der Zunehmend durch Demenz immer mehr in alte Verhaltensweisen zurück fiel, zu den Körperlichen gebrechen, das war für uns alle dann kein Leben mehr. Unser Tierarzt bei dem wir Monatlich waren, hatte die Vernunftsentscheidung dann auch mit getragen.


    Für mich fängt die Problemkette dieses Rüdens vom Moment der Verpaarung an. Bis zu den völlig unfähigen Vorbesitzern, die zu Blöd waren den Hund rechtzeitig abzugeben in Kompetente Hände.

    Wenn du dir beim Agility Set diese Pylonen und Stangen besorgst, kannst du auch in der Wohnung kleine Aufgaben machen. Bsp. Wenn du eine Stange nur in einen Pylon steckst, dann liegt die Stange schief und der Hund muss dann seine Beine koordiniert kriegen.
    Eventuell findest du Anleitungen dazu, wenn du nach Physio Übungen mal schaust. Sollte für deinen 15 Jährigen Hund ja nicht verkehrt sein, wenn du statt lange Runden zu gehen, Zuhause Übungen machst um den Hund Beweglich zu halten.
    :thinking_face:
    Körperbewusstsein, Muskelaufbau und Co - der Weg zum gesunden (Sport-)Hund
    Da sollten viele Ideen für Übungen, für Zuhause bei sein, um den Hund Fit zu halten.

    Schnüffelteppiche, Snackbälle für Hunde, Kong Wobbler, Eis Kong vorbereiten, Teebeutel suche, Leckerchen in der Wohnung verstecken... .
    Vielleicht von der täglichen Futterration immer etwas abzwacken und es den Hund mit so einfachen Beschäftigungen dann erschnüffeln lassen.
    15 Minuten Nasenarbeit sind für Hunde schon anstrengend.

    Das ist genau der Punkt! Wie man ihn führt.

    Mein Ersthund ist leider auch total distanzlos und würde im Freilauf jeden mit Bodycheck "begrüßen". Also ist er eben an der Leine und wird auf der abgewandten Seite vorbei geführt.

    So mach ich es mit Tiny ja auch. Deswegen gilt die in meinem Wohngebiet oft als ganz armer Hund. Darf nie Hallo sagen. Darf in den Mini Parks nie/selten mal mit anderen Hunden Freilaufen. Manche Tuscheln wohl sogar, die wäre unverträglich, weil die ja nie zu anderen Hunden darf.
    Der Arme Hund in seinem passenden Habitat.

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    Im Wald, mit Platz und Dreck :smiling_face_with_hearts: .

    Hey...ist das bei euch eigentlich auch der Fall, dass Hündchen alleine mit euch 1a an der Leine läuft, wenn aber die ganze Familie dabei ist, eher nicht mehr?

    Und was haltet ihr von Flexi Leinen? Stimmt dass, dass der Hund dadurch nur lernt an der Leine zu ziehen da ständig ein Leinenzug da ist?

    Ich komme selbst mit Flexi Leinen weniger zurecht, wie mit jeder x Beliebigen anderen Leine. Hab für die Löse Runden immer eine dünne Biothane 5m Schlepp dabei.
    Die Leinenführigkeit ist immer 1a, egal in welcher Situation und wer dabei ist.
    Ich Kommunizier viel mit Tiny. Stopp, Weiter, Kein Kontakt, Seite, geh Pipi machen... . Oder mit Handzeichen, wenn ich grad nicht mit ihr Sprechen kann.
    Diese kleinen Stadtwiesen bei uns sind aber auch nicht mit Los Sprinten verknüpft. Die erste Wiese wo ein Hund einfach loslaufen kann, ist 2km entfernt. Ich Persönlich werfe auch keine Beute Gegenstände für Tiny auf diese eklig vollgekackten Wiesen. Darum findet auch Spielen nur direkt bei mir statt. Wir Zergeln hier nur, weil der Boden ist Lava :tropf: .
    Darum hat Tiny sowas vermutlich auch nie gelernt, dass rausgehen Automatisch immer Frei rennen bedeutet :ka: .
    Wegen der Hunde und Menschen Dichte hier, muss Tiny auch ohne Leine im nahen Radius bei mir bleiben. Gibt auch viele ausgelegte Giftköder in der Stadt. Frei Schnauze durch die Gegend Schnüffeln, Funktioniert deswegen sowieso nicht.

    Nach all den Horrorszenarien, die ich hier gelesen habe, sehe ich die Möglichkeit Max wieder abgeben zu müssen, weil wir es nicht schaffen sehr realistisch vor mir.


    Hunde aus dem Tierschutz sind fast nie Anfänger Hunde.
    Jedoch ist es für viele Halter auch Möglich, sich einen Welpen vom Züchter zu holen und diesen dann zu versauen.
    Manchmal hat man auch "Pech" und bekommt als Erst Hund einen Hund mit schwierigem Charakter. Weder bei einem Welpen, noch bei einem Hund aus dem TS bist du da auf der 100% sicheren Seite.
    Ein Hund bedeutet nun mal Arbeit für die nächsten 14 Jahre. Erziehung bedeutet mit jedem Hund die ersten Jahre immer, Ärmel hochkrempeln und Fleißarbeit.
    Sowas wie einen "Anfängerhund" gibt es nicht unbedingt. Hunde Haltung bedeutet immer Arbeit und ständiges dazu Lernen.
    Bisher hab ich mit jedem Hund der mir anvertraut war, ein bisschen anders umgehen müssen und dazu lernen müssen.

    Einen Hund wo ein "Anfänger" nichts dazu lernen muss, sowas existiert nicht. Da ist der Hund, der jetzt bei dir hockt einfach genauso gut, wie jeder andere. Schlag dir den Gedanken aus dem Kopf, dass du es mit einem anderen deutlich 'einfacher' hättest.
    Jeder Hund hat seine Spezial Effekts, oder Rassebedingten Eigenheiten.

    Es ist keine Entscheidung ob der Hund für dich ne Nummer zu hoch ist, oder nicht. So wie du ihn beschreibst ist der einfach noch unerzogen, wie so ziemlich jeder Hund aus dem TS, oder Welpe vom Züchter auch.
    Sondern es ist deine Entscheidung ob du bereit bist, dazu zu lernen.

    Oft braucht es auch mehrere Trainer, bis man den richtigen gefunden hat mit dem es dann für einen selbst und den Hund passt. Sollte es mit dem bestellten Trainer nicht so Matchen, lohnt es sich durchaus auch anderen eine Chance zu geben. Es gibt immer viele unterschiedliche Trainingsansätze.

    Ich denke bzw. nehme es auch so wahr, dass eine einzelne Hundebegegnung im Wald, wo sonst nie jemand ist, genauso schwierig ist wie wenn man auf normalen Straße mehrere trifft. Auf eine andere Weise schwierig, aber es ist eben sehr ungewöhnlich.

    Bei uns greift da auch ganz Stark das Ortsbezogene Lernen. Aber mittlerweile wird es durch mehr Reife ausgeglichener. Ich erwarte ja auch eigentlich überall das selbe Verhalten. Der einzelne Hund im Wald, ist anders wie die 50 im Stadtpark. Aber allmählich wird meine kleine in allen Situationen zuverlässiger.

    Erst vor ein paar Tagen ist eine mit drei Hunden sofort umgedreht, als sie uns im Wald gesehen hat, hat schnell zu uns aufgeschlossen und mit ihren Hunden hinter uns geübt, während ich genervt war und einen unentspannten Spaziergang hatte.

    Ich glaube du musst da an dir selbst Arbeiten. Dir fehlt der Blick des Todes :smiling_face_with_horns: . Augenbrauen runter ziehen, dann rumdrehen und die Person mit dem Blick Fixieren. Kurz einatmen, still halten und sobald Blickkontakt hergestellt ist genervt ausatmen :face_with_steam_from_nose: . Noch ein wenig mit dem Blick Fixieren, damit die Botschaft ankommt und zack hast du den Weg wieder für dich allein :lol: .

    Stimmt, das Verhalten wird oft gar nicht als das erkannt, was es ist.

    Wir hatten da auch mal ein unschönes Erlebnis, mit Ersthunde Haltern auf einer eingezäunten Hundewiese. Hab die Hunde Trennen können, bevor was passiert. Tiny war viel größer und hielt auf dem Rücken liegend, die andere, mit ihren Pfoten auf Abstand. Als wir gegangen sind und andere Personen auf die Hundewiese gingen, hörten wir dann noch öfter Kampfgeräusche von der Wiese hinter uns.
    Die hielten ihre Hündin für total sozial und muss ja an den anderen Hunden liegen, oder der Pubertät :face_with_rolling_eyes: .
    Hatte sich abgelegt, Tiny Fixiert und sprang dann Kampflustig auf, als Tiny in ihre Reichweite kam. :face_with_rolling_eyes: Liegt an der Pubertät :face_with_rolling_eyes: :doh: .