Beiträge von acidsmile

    Findet ihr es „unfair“ (Jung)hunde nur einmal in der Woche wirklich mit anderen Hunden in den direkten Kontakt treten zu lassen?

    Qualität vor Quantität. Lieber feste Kontakte aufbauen, mit denen du dich zum Spazieren gehen treffen kannst.

    Ich wohn in der Großstadt und ungewollte Hundekontakten in Perfektion zu meiden geht gar nicht. Außer wir würden einen täglichen Spießrutenlauf veranstalten. Mindestens 98% der anderen Hunde Halter Teams sind für uns nichts anderes, als Teams, an denen wir desinteressiert vorbei laufen. Aber 2% haben nette, ruhige, nicht aufdringliche Tut Nixe, mit weniger aufdringlichen Haltern. Die sehen wir auch fast täglich und darum wurde dann stückchenweise mehr Interkation zugelassen. Da ist auch zwischen den Hunden ein Nasenstupser zur Begrüßung erlaubt. Mit denen kann man auch angeleint mal ein wenig zusammen laufen. Oder mit Abstand zueinander stehen, sich Unterhalten und die Hunde sitzen an kurzer Leine nur neben uns und haben gar keinen Kontakt. Diese 2% sind aufgrund der Großstadt immer noch ne Menge Hunde, die meine über die Zeit, damit verknüpft hat "Es gibt gar keine, oder nur wenig und ruhige Interaktion miteinander. Es wird nicht gespielt". Alles immer mit viel Lob, für jedes gezeigte Alternative Verhalten aufgebaut. Jedes zu mir orientieren wurde belohnt. Auch mit konditionierten Wort Signalen dabei. Wenn ich meiner auf Distanz ein "Ruuuuhhiger" sage, dann macht sie eine Pause und nimmt sich mehr zurück. Sag ich ihr "Abmarsch", geht sie auf Abstand von dem anderen Mensch, oder Hund. Sag ich ihr "Kein kontakt" läuft sie an durchhängender Leine ignorant vorbei, selbst bei Bekannten Hunden. Aber dafür brauchts die richtigen Menschen und Hunde, mit denen du öfter Kontakt hast und solche Signale Etablieren kannst. Du musst Wissen, dass der andere Hund ruhiger ist und nicht mit aufdreht.
    Dazu kommt bei deinem noch die Pubertät wo manches mal besser und manchen dann plötzlich wieder überhaupt nicht klappt.
    Mit Fremdhunden, die du und dein Hund gar nicht einschätzen können ist es schwierig. Die Kontakte lohnen sich oft nicht :ka: .

    Zitat von KayaFlat

    Man sollte aber Hunde schon einigermaßen lesen können, um in solche Begenungen zu gehen. Und auch der andere HH sollte seinen Hund lesen können und den Althund auch ggf. abbrechen können, wenn er zu heftig wird.

    Bei uns in der Stadt herrscht vor allem die Mentalität "Die klären das unter sich". Lesen können die wenigsten ihre Hunde. Und viele der Retriever die hier rum laufen, wurden als Welpe auch mal gebissen. Nicht wenige landeten auf dem OP Tisch, als Welpe.
    Meine Lösung im ersten Jahr war überwiegend angeleint lassen.
    Natürlich hat man dann nicht mehr die Möglichkeit Konsequent zu trennen und zu sagen: An der Leine gibt es keine Kontakte!
    Aber dafür war auch mal mit den Stadthunden Sozialisierung Möglich. Ich konnte ruhige Kontaktaufnahme loben und andere Hunde wurden auch als Hunde kennen gelernt, mit denen nicht immer gespielt und rumgerannt wird.
    Zudem war eingreifen über die Leine Möglich, weil ich keinen unkontrollierten Flummi einfangen musste :see_no_evil_monkey: .
    Mittlerweile kennt meine Hündin auch, dass angeleint keine Kontakte stattfinden und schlendert gemütlich an anderen Hunden an der Leine vorbei. Aber im ersten Jahr, fand ich die Leine als oft passende Lösung zum absichern.

    Beim aktuellen Hunde Kongress, ist das Thema auch ein wenig dabei beim Beitrag: Mutmachtraining - so wird dein Hund selbstsicher und mutig


    Spielen als Übersprung, wird da auch Thematisiert.

    Meine Strategie wars, Möglichst diese kurzen Stopp & Go Treffen zu meiden dafür aber immer mal mit einem oder zwei anderen Hunden gerne für mindestens eine halbe Stunde, lieber länger Offline laufen zu lassen.
    Irgendwann ist die Dynamik einfach weniger und das Hirn sitzt wieder etwas stabiler zwischen den Ohren. Das hat meiner glaube ich am meisten geholfen. Weil sie dann zu einem ruhigen Umgang mit den anderen Hunden in der Lage war und sich anfing wohl zu fühlen. Und die Hunde dann auch einfach mal nebenher auf der Wiese geschnüffelt, oder im Sommer sanft Maulrangelnd auf der Wiese lagen.
    Diese Stopp & Go treffs dagegen, wo man sich zufällig trifft, die Hunde hüpfen Blöd herum. Sobald sie ruhiger werden, geht der andere Halter mit seinem Hund wieder, waren für meine dagegen eher Contra Produktiv.
    Wenn man solche Treffen öfter hat, lernt der Hund halt wenn es blöd läuft, dass er mit jedem Fremdhund herum hüpfen MUSS. Dann bekommt der Hund eine Erwartungshaltung und jeder Hund der am Horizont auftaucht kann schon Stress auslösen...
    Und wirkliches Spielen ist dieses Herumgehüpfe am Anfang ja auch nicht.
    Vermutlich siehst du auch den Unterschied, zu den Hunden die du kennst, mit denen ihr dann länger unterwegs seit.
    Du kannst im Wald auch andere Menschen fragen, ob sie Lust haben eine Weile zusammen Spazieren zu gehen. Dann geht auch viel Dynamik der Hunde aufeinander weg, wenn ihr gemeinsam unterwegs seit.

    Als die Fiddelei bei meiner noch zu extrem war, hatte sie tatsächlich teils kaum Hundekontakte. Weils andere Hunde mitunter enorm getriggert hat und wenn man nicht weiß, ob die Sauber Grenzen ziehen können, kann so ein Nerv Retriever auch schnell gebissen werden.
    Wir hatten dann im Junghundekurs auch immer etwas Spielzeit bei, wo gleich große und ähnlich Dynamische Junghunde dann in ein eingezäuntes Gebiet konnten.
    Was generell meist richtig gut klappte, waren gleich Schwere andere Junghunde. Gleichalte und gleich schwere Junghunde kamen mit meiner immer super zurecht.

    Meine ist vor kurzem 2 geworden und stell dir vor, ich kann plötzlich Offline!!! mit ihr durch den Stadtpark auf den Hundewiesen laufen. Das heißt um die 50 Hunde sieht man da im Schnitt.
    Das war selbst vor nem halben Jahr so nicht mal vorstellbar. Da war ich Happy, wenn sie an lockerer Schleppleine mit viiiiiieeeel Abstand zu den Freilauf Wiesen mit mir Brav dadurch konnte.

    Meine kleine hat wohl den Höhepunkt ihrer Scheinschwangerschaft/Scheinmutterschaft erreicht. Extremer Außenfokus, Impulsiv, Schleppt mir ständig Zeug an(Hab heute bestimmt schon 30 Schuh Babys zurück in den Flur gestellt :face_with_rolling_eyes:), Impulsiv und hatte ich Impulsiv schon erwähnt?
    Die ist draußen wieder non stopp alles am abscannen, kriegt dabei aber kaum relevantes mit. Mehr so ein "Hui, da kam ein Geräusch her. Da hat sich was Bewegt. Aus der Ecke riecht es gut und in die Ecke muss ich auch noch laufen". Für ihre Verhältnisse total Unruhig und 0 Fokussiert.
    Aber trotzdem ist es diesmal schon besser, wie das letzte mal. Ich muss zwar auch immer alles mit abscannen. Aber ganz so Kopflos irrt sie nicht umher und kann an passenden Stellen auch ohne Leine laufen. Hüpft immerhin dieses mal nicht allem was Atmet in den Arm xD . Hab aber aktuell immer unterschiedliche Leckerchen dabei und setz dann öfter auf Besondere Leckerlies. Vor allem Abruf mit dieser hohen Erregungslage Üben wir grad wieder viel. Klappt 'eigentlich' ganz gut.
    Den größten Fauxpas hatte sie sich geleistet, als ein Fremder Hund neben uns im Gebüsch auftauchte und dann Pfiff der Besitzer so enorm viel. Mit dem Ergebnis, dass auf seinen Pfiff dann auch ein Blonder Labi mit aus dem Gebüsch, auf seiner Seite hüpfte |) .

    Wobei ich sie auch prinzipiell als Ventil keine schlechte Variante finde. Ist mir lieber als abschnappen, zerstören, bellen etc.

    So empfinde ich die auch. Ist mir deutlich lieber, der Hund baut Stress durch Zoomies ab, wie durch andere Ventile.
    Und der Alltag lässt sich find ich auch leichter anpassen, wenn der Hund nur Zoomies zeigt. Dann merkt man sich halt, was am Tag, oder in der Woche alles so los war und versucht es zu verbessern für den Hund.
    Ich kann mir aber Vorstellen als Hundetrainer bekommt man da einen anderen Blick drauf. Wenn man Kunden kennen lernt, wo Zoomies die Regel und nicht die Ausnahme sind. Wenn dann die täglichen Zoomies als Lebensfreude angesehen werden, bekommen sie vielleicht einen bittereren Beigeschmack.
    Hier im Forum gibt es ja auch öfter solche Berichte und oft wird das gar nicht als Alarm Signal verstanden, wenn der Hund täglich mehrfach mit Zoomies durchdreht :denker: .

    Anders sehe ich es aber durchaus, bei Wasser verrückten Hunden. Oder Junghunden mit Sand unter den Pfoten. Da hab ich mit Tiny dann doch lieber auf Gewöhnung gesetzt, statt Sandstrände zu meiden :winking_face_with_tongue: .
    Und das Windhunde, wenn sie Frei rennen können, auch zu Zoomies neigen, kann ich auch verstehen.
    Viele können im Alltag ja auch selten Offline.
    Wenn sich die Option täglich für die Hunde bietet, ist es vermutlich, ähnlich wie mit Wassre verrückten Hunden. Irgendwann gehts auch offline ohne Zoomies.

    Aber sieh es mal Positiv. Sie hat die Erfahrung gemacht. Ich laufe los und es gibt keinen Erfolg dafür.

    Falsch. Das Laufen ist Hetzen und somit hat sie einen Erfolg gehabt! Das ist bereits eine Jagdsequenz. Und die sind selbstbestätigend.

    Möglich. Dennoch ist sie einfach ins leere gelaufen und nicht direkt mit Tunnelblick und einem Tier vor der Nase. Bei Retrievern ist das eigentlich ziemlich gut zu Trainieren. Es wird auch beim Dummy Training Wert darauf gelegt, dass wenn sie einspringen, dann dafür gesorgt werden soll, dass sie wenigsten Erfolglos bleiben. Die haben genug Verstand, um sich das zu merken, dass sie mit so Alleingängen nicht zur Beute kommen.
    :ka: Gibt Rassen, da wäre das jetzt eine größere Baustelle.

    PS: vielleicht kommt das Sitz von unserem Dummytraining, wo sie auch sitzen muss, wenn der Dummy fliegt? :ka:

    Möglich. Und sobald ihr dann wieder recht locker los seit, wars dann die Auflösung und sie ging mal eben Selbstständig in die Suche :see_no_evil_monkey: .
    Finde nach solchen Situationen auch die Leine als Lösung immer ganz gut. Alternativ, den Hund längere Zeit im Fuß um sich halten. Bis die Wildtiere den Status einer Markierung bekommen und mit der verstrichenen Zeit dann auch immer unwichtiger werden. Der Hund sichtbar immer ruhiger wird und aus seinem Hoch raus gekommen ist.
    Aber sieh es mal Positiv. Sie hat die Erfahrung gemacht. Ich laufe los und es gibt keinen Erfolg dafür.

    Meinst du, du musst bei sowas überhaupt ablenken? Wenn sie eh so super toll sitzt?
    Weil je nach Verfressenheit, werden manche Hunde durch Futter ja nochmal aufgedrehter. Und ob das dann überhaupt als Ablenkung und zum runter fahren taugt? :denker:
    Bei manchen Hunden kann sowas ja super klappen. Bei anderen halt nicht. Darum die Frage: Wird Lima durch Futtersuche überhaupt ruhig?

    Wenn Hunde nach vorn gehen könnten, weil Menschen irgendwas unbedarftes tun, sollte der schon gesichert sein.
    Solang Hunde keine MK Pflicht haben, kann man ja fröhlich in der Pampa dann mit seinem Hund Gassi gehen, ohne das 24/7 ein MK drauf ist. Aber in der Öffentlichkeit ist Schutz wichtig.

    Wir mussten heute 10 Minuten auf die Straßenbahn warten. In den 10 Minuten hatte mein Hund 2 schwierigere Kinder Begegnungen. Das erste Kind, hatte ein Kinder Aufnahme Mikrophone dabei und Sprach dann die ganze Zeit in Richtung meines Hundes "Hallo, Hallo, Hallo...". Das Spielzeug wiederholte in einem irre quietsche Sound das gesagte.
    Meine Hündin hat der Sound schon ganz schön hoch gepusht. Mein Tut nix ist an Kinder gewöhnt und blieb trotzdem sitzen, auch wenn sie das Spielzeug Geräusch leicht kirre gemacht hatte.
    Dann kam ein weiteres Kind angerannt und blieb auf weniger wie Armreichweite vor meiner Hündin stehen und streichele schon mit einer Hand über die Lefzen, während die Eltern grad noch am "NICHT EINFACH AN DEN HUND RAN GEHEN!" sagen waren :lol: .
    Danach hab ich meine Hündin dann doch lieber unterm Sitz abgelegt :tropf: .
    Schön das sie so Brav ist, aber ich will ja auch das es so bleibt.

    Wenn man sich unter Menschen bewegt, muss man leider damit Rechnen, das Menschen den Hund bedrängen.
    Ich hab auch schon in einem Zug eine Situation, mit einem Betrunkenen gehabt.
    Meine Hündin kennt es, an der Schnauze fixiert und weggedreht zu werden. Hab sie dann einfach an mein Bein ran gedrückt, mit dem Kopf, damit sie nicht mehr auf die Ansprache und dem locken, von dem Betrunkenen reagierte. Der verlor dann auch schnell das Interesse und ging wieder.
    Sowas kann einem immer mal passieren, dass jemand nicht ganz Herr seiner Sinne und sich Frontal auf den Hund zu bewegt :ka: .
    Finde das schon wichtig, dass die dann nicht gleich wegen solcher Ausnahme Zustände, vom Hund ins Krankenhaus befördert werden.

    Und alleine vor Supermärkten würd ich meine nicht anbinden. Sie würde nichts tun, aber wäre vermutlich ruck zuck geklaut.
    Vor Bäckereien, oder der Post, mit Glas Fenstern, wo ich sie die ganze Zeit sehe und damit einem Schritt selber draußen bin, da binde ich meine öfter an. Die ist da richtig Cool und Ignoriert einfach alle, wenn ich nicht dabei bin.
    Geht jemand einfach an sie ran, was durchaus schon versucht wurde, bekommen die Personen ne Ansage von mir :smiling_face_with_horns: .
    Ich will ja dass meine auch weiterhin so Brav bleibt. Darum braucht die sich nicht von jedem antatschen zu lassen. Sie ist kein Plüschtier.
    Auch wenn das viele bei hellen Hunden offenbar annehmen.