Beiträge von acidsmile

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    Ich übertreibe gern bei dieser Sache. ;)
    Unser Nachbar ist Jäger. Einer seiner Jagdhunde kam komplett ausfgeschliszt am Bauch mit raushängenden Gedärmen ausm Wald. Helfen konnte man dem armen Tier nur mit Erlösung.
    Meine Süße ist vor ein paar Wochen auch ab in den Wald. Nur ganz kurz, vielleicht 20 Sekunden, zwei Jauler aus der Ferne, und Ashanti kam mit ner riesen Fleischwunde wieder. Sie kuriert sich immernoch aus, und darf noch keine Treppen laufen. Wir wissen nicht ob es ein Wildschwein oder doch nur Stacheldraht war.
    Das war das letzte Mal ohne Schlepp. Wir waren uns zu sicher, aber vom Trainingsstand her, haben wir uns und Ashanti überschätzt.
    Ich übertreibe von daher gern mal. Ashanti hätte es auch wie dem Jagdhund unseres Nachbarn gehen können.

    Seit dem geb ich den Rat: Wenn der Hund jagdliche Ambitionen hat und möglicherweise schon ein paar Mal weg war, wenn auch nur kurz, dann Schleppleine ran und intensives Antijagdtraining und anderweitige Auslastung starten.
    Die Gefahr, dass irgendwas passiert, ist zu groß. Es sind ja nicht nur die aggressiven Wildtiere und die schussbereiten Jäger als Gefahr zu sehen. Der Hund kann ja auch auf ne Autobahn rennen o. Ä. Ein Hund mit jagdlichen Ambitionen ist schlimmsten Falls stundenlang weg und läuft etliche Kilometer.

    Bin ich zu panisch? :schockiert:

    Du hast schon recht. Es kann viel passieren. Mein Rüde hat auch für viele Monate wieder die Schlepp aufgebrumt bekommen, als er beim "Test" plötzlich weg war. Es hat ihm nicht geschadet danach noch paar Monate wieder an der Schlepp zu sein.

    Aber verletzen oder passieren kann ja immer was. Mein Stinker hat sich seine Pfote auch nicht beim Jagen oder Gassi gehen verlezt sondern direkt vor der Haustür. Passsieren kann eben immer was.

    Übertreiben darf mans ja auch nicht, aber du hast recht Luna77. Die Jahreszeiten muss man unbedingt beachten und sich im Kalender jedesmal ein dickes rotes Kreuz machen, wenn die Jagdlust des Hundes steigt.
    Bald fängt die Fasanenbrutzeit auch wieder an, mein Rüde darf dann auch wieder an die Schlepp solang sie dauert :| .

    Gipsy09 versuch das Dummytraining öfter am Waldeingang und dann erst langsam im Waldinneren. Ausserdem Notier dir wirklich die Jagdlust und die Jahreszeiten (das zahlt sich auch für später aus).
    Die Schleppleine kannst ja auch loslassen und hinterherschleifen lassen in den Monaten wo du dir nicht so sicher bist.

    Wie ist es denn eigentlich bei Wildtiergehegen oder tauben in der Stadt? Gibt viele Hunde die dieses Wild nicht als Jagdlich Interessant ansehen, aber es gibt auch Hunde die bei diesem Wild genauso reagieren wie bei Wild in freier Wildbahn.

    Bei meinem Rüden ist bei einer Röntgenuntersuchung Spondylose bei rausgekommen im anfangs Stadium. Konnt ich also ziemlich schnell und früh mit Futterzusätzen anfangen um den verlauf zu verlangsamen.

    Du musst das wirklich genau vom TA untersuchen lassen. Es gibt zuviele Krankheiten die nicht sichtbar sind oder sich ähnlich wie andere Krankheiten äussern.

    Hatte bei meinem Rüden auch nicht an Spondylose gedacht, als ich Röntgenbilder von seiner Hüfte und Rücken hab machen lassen. Er hatte nichtmal schmerzen, er hat nur alle paar Monate ziemlich geknackst in dem Bereich. Durch früherkennung lebt er immernoch beschwerdefrei und sportlich.

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    (Hab mit meiner Hündin auch vorher Mantrailing gemacht und sie wirkte nie unglücklich, aber das kann alles einpacken für sie gegen die Jagd. Werde sie nie vergessen wo sie das erstemal auf einer Schweißfährte war. Das war so als würde sie ab da erst richtig leben!)
    Und da bin ich auch der Meinung, dass diese Rassen bis aus wenige Ausnahmen nicht in Nichtjägerhände gehören! Verstehe auch nicht was man mit so einer Rasse möchte, wenn nicht jagen!

    Ich glaub wenn man das einmal erlebt kommt einem selbst auch nie mehr der Arrogante Gedanke einem Jadhund gerecht werden zu können, wenn man mit ihm nicht Jagd.

    Mach dir nicht zuviele Gedanken, genieß die Zeit :). Ist doch egal das du nicht so der große Hunde Fan bist. Das muss man nicht sein um mit einem Tier glücklich zusammen zu leben. Genau dieser Hund den du hast gefällt dir und genau dieser Hund fühlt sich bei dir richtig wohl. Das ist doch alles was zählt.
    Ich hab seit 17 Jahren eine Katze und ich bin absolut kein Katzen fan und will nach ihr auch keine neue mehr haben. Aber genau diese eine Katze gefällt mir und solang sie lebt bin ich eben Katzenhalterin :D .

    Ansonsten denke ich das kein Hundehalter wirklich 14 Jahre Hundeleben genau planen kann. Es kann zu Situationen kommen, das man sich vom Hund trennen muss. Das kann jedem passieren (auch wenn es Menschen gibt die das gerne Leugnen). Meistens gibt es aber Alternativen die noch möglich sind.

    Ich will Hunde mit denen ich überall hingehen kann.
    Mein Rüde hat früher gejault, gejammert und gebellt, wenn ich nur kurz stehengeblieben bin. Heute war ich mal wieder Shoppen und er durfte mit und bleib in jeder Umkleidekabine brav sitzen. Er ist ein super Shopping Hund geworden :D .
    Ich will mich mit meinen Hunden in der Öffentlichkeit bewegen ohne das die negativ Auffallen. Auffallen tut ein Hund in manchen Situationen immer, aber es muss ja nicht negativ sein ;) .

    Ich kann mit meinen Hunden Freunde mit Kleinkindern Besuchen. Ich kann mit meinen Hunden im Bus/Zug sitzen. Ich kann mit meinen Hunden Shoppen gehen. Ich kann mit meinen Hunden ins Restaurant gehen.
    Das ist mir sehr wichtig.
    Mit beiden Hunden hab ich sehr lang dafür Trainieren müssen (Jahre). Aber es lohnt sich :).

    Ich hab es mit 17 Jahren geschafft meinem meist Jugendlichen Besuch klarzumachen, das die meine Hündin nicht ansehen dürfen. Das schaffen Ältere Menschen bestimmt auch.
    Vielleicht muss nur deutlich gesagt werden warum das so ist.
    Meine Hündin hat damals losgepinkelt sobald sie angesehen wurde, da war der Grund klar. Bei dem Hund ist es aber das selbe, nur nicht so deutlich. Du musst es aber so Erklären das es Deutlich wird und bei jedem Besuch durchgesetzt wird.
    Auch dieses anschleichen hinter dem Rücken und beschnüffeln macht meine Hündin noch heute. Das darf sie auch. weil ich meinem Besuch das Verhalten erkläre. Meine Hündin tut dabei niemanden was, berührt auch niemanden! und wird einfach weiter Ignoriert.
    Nach dem schnüffeln legt sich meine Hündin meist schlafen oder fordert den Besuch zum Spielen auf :D .

    Meine Hündin lag früher immer neben mir bzw. so das ich zwischen ihr und dem Besuch gewesen bin (sie ist dann um mich rum zum Besuch um zu schnüffeln und schnell wieder hinter mich, wenn der Besuch sie angesehn hat). Wie ist der Schlafplatz des Hundes? Vielleicht wäre ein Platz direkt neben/hinter den Besitzern wenn Besuch kommt ja für den Hund ganz gut.
    Weil du hast ja auch schon geschrieben das er hinter den Besitzern schutz sucht. Vielleicht würde ein Platz direkt bei den Besitzern oder hinter ihnen ja auch schon helfen wenn Besuch da ist.

    Sind Hunde nicht gerade deswegen sogut für die Jagd geeignet, gerade weil sie mit Mensch/Hund so gut zusammenarbeiten bei der Jagd und das über Jahrhunderte gefördert wurde? Oder wieso sonst geben Retriever ihre Beute in die Hand des Menschen ab? Dieses Beispiel kann man denke ich mit so gut wie jeder Jagdhund Rasse ähnlich machen.

    Meine Hunde Jagen aber ziemlich Kontrolliert. Meine Spitz-mix Hündin Jagd ihre Mäuse. Anderes Wild interessiert sie nicht, da müsste sie sich zuweit von ihrer Familie entfernen, liegt also schon stark an den Genen. Kann also einfach weitergehen und sie kommt schnell hinterher ;) .
    Mein Rüde Pointer-(eventuell Drahthaar, Jagdterrier) irgendwas Terrier-mix sieht ab 5m entfernung ja so gut wie nichts mehr :lol: . Aber trotzdem, er ist ne Jagdsau und braucht Alternative beschäftigung, sonst wäre er für mich nicht mehr Ansprechbar draussen. Jagen ist seine Passion. Die Beschäftigung die ich mit ihm mache muss seinen Geruchssinn beanspruchen. Er findet es auch toll, wenn das ganze mit Gehorsam gekoppelt ist, er also beim Fund Bellen soll und sich ins Platz legen soll, wenn ich auf ihn zukomme. Dieses gemeinsame Arbeiten findet er toll.
    Hätte ich den Rüden früher gehabt, wo der Jagdtrieb noch nicht so extrem gewesen ist, dann hätte er sicher auch Spaß an Obedience gehabt und vielleicht darin seine passion gefunden.

    Das ist ja ne super Seite mit den Bumas, hab sie mir direkt abgespeichert. Hab Zuhause 4 Maulkörbe liegen weil meiner eine zu lange Nase hat für seine Kopfgröße. 3 erfüllen ihren Zweck, aber so 100% sitzen tut keiner. Beim Metallmaulkorb von K9 krieg ich nichtmal Leckerlies durch :(. Mein Ledermaulkorb leiert an der Nase schon aus...