Beiträge von acidsmile

    Ich würde dir gerne einen kleinen Tipp geben. Hat damals bei meinem Rüden geholfen Vertrauen aufzubauen und Situationen zu entschärfen.

    Die Wahl des Schlaf und Ruheplatzes sollte für den Hund sicher und von dir abgelegen sein. Und der Hund muss auf ein Stimm Kommando sich zuverlässig auf diesen Platz schicken lassen. Weil sollte es mal ein Missverständnis geben und die Situation eskalieren, kannst du dem Hund nicht mit den Händen zu nah kommen.
    Ein Norweger Geschirr ist auch super, aber wenn die Situation gekippt ist kommst du nicht mehr an den Griff ohne weiter Öl ins feuer zu kippen.
    Auf den Platz dagegen schicken, nimmt den Hund aus der Situation und bietet eine Konfrontationsfreie Alternative zum Angriff.
    Muss aber absolut positiv aufgebaut sein und nur mit Leckerlies. Nicht durch Zwang.

    Eine wirklich Individuelle Frage. Meine Hündin war total Ängstlich früher und ich habe 3 Jahre gebraucht, bis ich diese Baustelle so weit im Griff hatte, das sie Alltags tauglich war. Ich sie ohne schlechtes gewissen mal mit in den Zug, die Stadt oder so nehmen konnte, ohne das sie ne Panikattacke bekam.
    Sonstige Erziehung ging bei ihr total Flott! Vielleicht 1-1,5 Jahre oder so. Eigentlich war die außer der Ängstlichkeit von Anfang an Blitzgescheit und total unkompliziert :D .

    Mein Rüde aus dem TS war nach über 3 Jahren Alltags tauglich. Hab ja schon 6 Monate gebraucht bis er sich überall anfassen lies und Leinen Freiheit hatte 1,5 Jahre gedauert, wegen Jagdtrieb... .
    Da war so viel zu tun und muss auch ständig wiederholt werden, weil er alles erst als Senior gelernt hat.

    Aber Lernen tun meine beiden auch mit 11 und 13 Jahren beide noch ganz fleißig. Das brauchen die auch!

    Edith: Unser nächstes Projekt wird bald geboren. Dann müssen die beiden Ollen neue Regeln und Rituale wegen meinem Sohnemann lernen :).

    Meine Hündin hat die ersten angeblich 18 Lebenswochen nur in einem Stall gelebt und absolut nichts kennen gelernt. Hatte auch vor allem Angst und war total überfordert mit der Umwelt.
    Das beste für sie war, sie einfach in meine Wohnung zu setzen und von da an völlig in ruhe zu lassen.
    Angst vor den Näpfen hatte die auch und ansehen durfte ich die auch nicht.
    Aber irgendwann ist die mir einfach plötzlich auf Klo hinterher geschlichen. Ist dann sofort wieder zurück gerannt und pinkelte, als ich sie dann bemerkte :lol: .
    Aber von da an passierte sowas immer häufiger und wir machten von da an jeden Tag 2 Schritte vorwärts und immer einen zurück :).
    Die ersten Jahre hat sie sich nur an mir Orientiert und mit zunehmendem Alter entwickelte sie sich selbst zu einer richtigen Hunde Respekts Persönlichkeit.

    Darum denke ich auch, das der Hund bei ihr in der Wohnung leben sollte. Es macht nichts wenn der Hund dort nur in der Ecke liegt. Der kommt irgendwann aus seinem Schneckenhaus schon heraus.
    Aber ein Ängstlicher Hund braucht ganz dringend eine Bezugsperson, die er genau kennt, an der er sich orientieren kann.

    Wenn ich mir überlege mein super toller knuddeliger Rüde wäre dann ja auch von einigen hier eingeschläfert worden. Hat ja früher gebissen, wenn man ihn anfassen wollte. Wurde zum Glück nur ausgesetzt statt eingeschläfert.
    War trotz hohem Alters (ca. 8 oder 9) vollständig "resozialisierbar".

    Jeder Hund hat eine faire Chance verdient für einen neu Anfang.

    Man könnte ja der kleinen eine ganz gemeine Lehrstunde verpassen. Geht sie von ihrem Napf weg, dann gilt der als Freigegeben für den großen und sie guckt dumm aus der Wäsche und darf nur den leeren Napf vom großen auslecken. :p :lol:
    Aber sowas braucht man eigentlich nicht extra zu inszenieren ;), wenn die nicht bei ihrem Napf bleibt, wird das ja eh irgendwann passieren und sie zahlt Napf-Lehrgeld oder Kauknochen-Lehrgeld... .

    Bin auch absolut für Ressourcen Einteilung und gestritten wird bei mir wegen sowas auch nicht. Aber bei manchen Dingen schadet es nicht, wenn man den weniger erfahrenen Hund ruhig mal auf die Schnauze fallen lässt.
    man kann seinem "Dummerchen" Hundchen ja nicht ständig den Napf, den Knochen oder das Spielzeug hinter her tragen :D .

    Wahrscheinlich ist es wirklich besser das spielen in der Wohnung komplett zu verbieten. Du musst mal überlegen das Hunde zwar ihre Körpersprache untereinander verstehen, aber keine Gedanken lesen können. Wenn also ein Hund sich grad zurückziehen will zum ausruhen, so existiert ja in der Wohnung kaum eine Möglichkeit dazu, da beim Toben in der Wohnung ja das ganze Zimmer plötzlich zum Spielplatz wird. Dadurch fehlen die "offiziellen" Rückzugsplätze.

    Als mein Rüde frisch aus dem TH kam, war er zum beispiel überfordert mit anderen Hunden, weil er nicht wusste wie Hunde miteinander spielen. Damit es nicht zu Missverständnissen kommt zwischen den beiden, musste ich da sehr drauf achten das meine Hündin sich an seinen Ruheplätzen zurück hält am Anfang.
    Weil verstanden haben die sich von Anfang an!
    Aber das gegenseitige Vertrauen! und auch die Eigenheiten des anderen Kennenlernen, hatte Monate gedauert.

    Ich finde als Anfänger kann man noch gar nicht einschätzen wie man wirklich mit seinem Hund dann zusammen lebt. Hab mich damals gegen eine "anspruchsvollere" Rasse entschieden, weil ich sie mir nicht zutraute und merkte im zusammenleben mit meiner Hündin, das eigentlich auch die "anspruchsvollere" Rasse klar gegangen wäre.

    Trotzdem bin ich total froh über diese Erfahrungen mit meiner zwar einfachen aber eben ängstlichen Hündin. Weil ich so ruckzuck ein Trainingsprogramm entwickeln konnte für meinen schwierigeren TS Rüden.

    Wegen dem Rüden bin ich der Meinung ALLE Jagdhund Rassen und auch Mixe gehören nicht in Anfänger Hände. Oder zu Menschen die nicht mit dem Hund aktiv arbeiten wollen.

    Viele Verhaltensstörungen bei meinem Rüden entstanden aus chronischer Unterforderung beim Hund und extremer Überforderung bei den Vorbesitzern.

    Hab ja mit meiner Hündin die ersten 6 ihrer Lebensjahre an einem Stadtrand gewohnt, wo einem alle 10min Hundehalter begegneten. Dort war es gang und gebe, das man immer erst fragt, ob der andere Hund verträglich ist, bevor man dann die Hunde frei gab oder eben Anleinte.

    Aber ohne Absprache von weitem, halte ich Hundekontakt für zu unberechenbar.