Wie seid ihr denn auf die Idee mit dem Rückwärtslaufen gekommen? Cool!
Weil das Fehlverhalten ja nur war, das sie ihm auf den Schoß kletterte und das Gesicht Ab schlabbern wollte. Respektlos, aber eben sehr Freundlich. Und der Mann bekommt das nicht hin, Authentisch dem Hund klar zu machen, das er das nicht will. Da fehlt dem eben dieses Mindset für, wovon hier öfter gesprochen wird. Und Positive Bestrafung gibt es viele. Hundetrainer sollten solche Dinge auch in ihrem Repertoire haben. Sowas wie Wasserspritze und Rütteldosen sind eben schon die Kanonen die rausgeholt werden. Und das ist Blödsinn, für so Welpen Quatsch.
Vielleicht lohnt sich für dich, einen Trainer nach Hause zu holen. Du kannst ja am Telefon schon nachfragen, welche Methoden so im Repertoire sind. Wenn da schon nichts dabei ist, was dir zusagt, lässt es mit dem Trainer bleiben.
Es gibt Sensiblere Hunde, da reicht schon eine erhobene Stimme. Andere müssen schon deutlicher spüren, das sie sich grad falsch Verhalten. Bis zum Einsatz einer Wasserflasche gibt es da aber noch ne Menge anderer Methoden, die den eigenen Standpunkt dann auch deutlicher machen.
Manchmal ist es auch Typ Sache was zu einem passt. Bsp. meine Labradorin versteht meine Stimmlage mittlerweile sehr gut. Lässt sich bei jedem Unfug abbrechen von mir, mit nur einem Wort. (Klappte aber auch schon am ersten Tag. Wenn der Hund den Abbruch nicht versteht, war er einfach nicht deutlich genug). Wenn allerdings der Vater meines Kindes (ein Kräftiger großer Mann), zu besuch ist. Der kriegt es weder über die Stimmlage, noch über die Körpersprache hin, das meine Hündin den Ernst nimmt. Damit ich aber auch mal das Zimmer verlassen kann und die 2 alleine klar kommen, darf er eine Positive Bestrafung anwenden. Er hält sie solange an der Vorderpfoten fest und lässt sie Rückwerts gehen, bis sie sich dem deutlich zu entziehen versucht. Das machen die ein paar mal und dann wird es meiner Hündin zu Blöd, weil es ihr unangenehm ist und nicht das was sie eigentlich gerne gehabt hätte. Das Funktioniert für die 2 sehr gut, weil der das auch nicht hinbekommt einem Hund Grenzen zu setzen . Alles andere was er sonst getan hatte, wurde nur als Spielaufforderung verstanden . (Das gemeinsame Kind von uns, kriegt das deutlich besser hin. Da hört die Halbstarke aufs Wort )
Im Idealfall kann dir ein Trainer das Grenzen setzen und deinen Hund abbrechen zeigen, oder weiß wenigstens Lösungen, die für dich passender sind, wie direkt die Wasserspritze. Du darfst nicht vergessen, das du bald einen großen Kräftigen Hund an der Leine führst. Und Rotzfreches Verhalten verwächst sich nicht unbedingt. Meine Halbstarke braucht häufiger von mir mal eine Ansage. Bsp. Leinen Zergeln. Manchmal mag ich das und manchmal hab ich da absolut keinen Bock drauf. Und das muss meine Hündin manchmal auch Körperlich spüren, indem ich sie wegdränge. Nicht sachte, sondern deutlich. Die darf dann auch unterwürfig vor mir ausweichen. Und dann ist auch alles wieder ok zwischen uns.
Auch Welpen sind nicht aus Zucker gemacht. Die vertragen schon auch einen deutlicheren Anschiss, wie nur ein Gequietschtes "aua". Körpersprache macht auch viel aus. Sich über den Hund beugen oder auf den Hund etwas gebeugt zugehen, mit einem gebrummten "Schluss jetzt", kann deutlicher sein. Also schon über die Körpersprache Signalisieren "Mach dich klein. Weich vor mir davon"
Aber ich glaube, das es schwer zu erklären ist, über ein Forum. In Welpenstunden und Junghundkursen wird sowas auch erklärt. Du bist ja nicht die einzige mit so einem Problem mit dem Welpen.
Auch wenn du immer da bist, lohnt sich von beginn an das allein bleiben zu Üben. Wir sind auch immer daheim. Aber ich fand es irre gut, das wir nach 2 Wochen schon soweit waren, das Einkaufen etc. total Stressfrei mit dem allein bleiben, für den Hund klappte. Arzt Besuche sind auch oft nicht lang, aber manchmal muss man die Termine nehmen, die da sind... . Gibt viele Gründe, das bloß nicht zu vernachlässigen, nur weil man immer Zuhause ist. Wir erhalten uns da einen gewissen Trainings Stand, indem Tiny 1-2 mal am Tag alleine im Wohnzimmer Schlafen kann und die Tür dann auch zu ist, während wir im Kinderzimmer oder der Küche sind.
Meine Hündin kam von Anfang an zu Terminen in der Stadt und im Stadtteil mit. Die 1-2 tage danach waren wir dann vor allem nur ums Haus rum alles in ruhe angucken. Oft nur kleine 5 Minuten Löse Runden. Geübt haben wir nur das, was ich im Alltag oft brauche. Bsp. Sitz ist bei uns oft Bestandteil im Alltäglichen Umgang(An Bordsteinkanten, im Bus, der U-Bahn...). Sowas wie "Platz" dagegen klappt erst jetzt mit 8 Monaten mal gut. Weil wir das nirgends wirklich brauchten. Tricks können Hunde noch ihr leben lang lernen. Welpen müssen nicht schon alle Grundkommandos kennen. Aber wenn du irgendwas im Alltag für dich haben willst, dann darfst du auch jetzt damit schon anfangen. Wie Leinenführigkeit. Ohne dich zu ziehen, die Treppen runter gehen. Halsband/Geschirr anlegen lassen. Sowas kann man auch bei jeder 5 Minuten Löse Runde schon Üben.
Molton Bezüge für Erwachsene mit Inkontinenz Problemen, aus der Apotheke gehen auch gut. Gibt auch kleinere für Baby Betten. Wegen des Sohnes, aus seiner Babyzeit haben wir hier auch 2 und die hab ich auch genutzt für die Couch, während Tiny noch nicht Stubenrein war. Ist echt nützlich sowas zu haben.
Neala , ja. Wir haben die Wiese auf der anderen Straßenseite bei uns, lange komplett gemieden. Die war bei meiner Hündin aus der Welpenzeit noch mit "Hier geht Party" verknüpft. Sind da zwar sehr nette Hunde unterwegs. Aber durch die Erwartungshaltung, hing Tiny irgendwann dann dort nur noch ziehend und fiepend in der Leine. Hundekontakte waren dann erst mal nur noch bei Entspannung an der Leine erlaubt, damit sie gar keine Chance mehr hatte, auf andere drauf zu hüpfen. Also erst mal absitzen lassen und das belohnen. Mit dem anderen Halter kurz geschnackt. Und wenn dann ruhe drin war, durfte sie auf Freigabe auch mal kurz zum Schnüffeln hin und ruhiges Schnüffeln hab ich auch immer belohnt und dann hab ich sie auch schon wieder abgerufen und ruhiges auf der Wiese schnüffeln oder sich bei mir ablegen belohnt. Hab da auch versucht, das Signalwort "Ruhig" zu verknüpfen, wenn ruhiger Kontakt stattgefunden hat. Spielkontakte gab es dann erst mal nur noch im Junghunde Kurs der Hundeschule. Mit gleichaltrigen in der selben Gewichtsklasse konnte sie dann entsprechend Spielerfahrungen sammeln. Mit den gleichaltrigen hat das spielen deutlich besser geklappt. Gestern hat sie sich sogar in der Hundeschule beim spielen mal kurz hingelegt und kleinere auf sich drauf klettern lassen. Da hat sich das viele Üben auch ausgezahlt. Hab sie öfter aus dem Spiel genommen, weil ein junger sehr unsicherer Hund dabei war. Sie kam da super zur ruhe bei mir, während andere um sie rum in Aktion waren. Irgendwann hat sie dann einfach ein Loch gebuddelt und aufs mitspielen verzichtet. Wurde von mir dann auch ausgiebig belohnt.
Ich Wechsel es, je nach Ort und Situation mit der festgehaltenen Schleppleine und dem Freilauf, oder dem Freilauf mit schleifender Schlepp ab. Beim Dummy Üben reichen 10m Schleppleine auch nicht immer aus. Zudem will ich ja, besonders den Rückruf aus dem Spiel mit anderen Hunden Üben. Wobei das besonders mit den Retriever Bekanntschaften noch nicht so gut gelingt .
Die Sozialisierung hat sich derzeit auch richtig verbessert. Besser gesagt das eigene Körpergefühl. Kleinere Hunde werden nicht mehr nieder gewalzt und drüber gestolpert. Generell findet zuerst ein kennen lernen und heran tasten statt und nicht mehr als erste Idee, "Ich hüpf mal drauf" . Tiny versteht schon immer besser, das Prinzip an anderen Hunden einfach vorbei zu laufen und ganz auf Kontakt zu verzichten. Man merkt der schon deutlich an, das sie kein Labrador ist, der "wirklich" jedem Hund Hallo sagen will. Beim vorbei laufen ist das ganze eher noch recht Stressig für sie. Sie schwankt zwischen hin fiddeln und die Situation mit spielen auflösen oder Bogen laufen und schnell weg.
Im Park hinterm Haus oder im Park auf der anderen Straßenseite. Am liebsten gehen wir aber zum Park ca. 300m entfernt, weil da Freilauf am besten funktioniert.
Wobei ich hier mit Bezeichnung Park, solche kleinen Grünen Oasen am Stadtrand Gebiet meine. 100x100m sind die Wiesen ungefähr. Aber besser wie nichts .
Was wir von all dem "Müll" der Erstausstattung tatsächlich nutzen sind: Halsband/Geschirr (Beides nutzen wir täglich). Leine/Schleppleine(beides wird täglich genutzt). Haltbares Spielzeug(Also keine Stofftiere, sondern Taue und Hartgummi Zeug). 2 Näpfe. Fleece Decken, für die Couch. Damit der Hund bequem liegt und ich die Hunde Haare auf der Couch gehändelt bekomme. Welpengitter (Steht nach wie vor als Schutz, vor unserem Regal mit den Gesellschaftsspielen). Türgitter(Meinem Kind sind die Wichtig. Da er die Türen immer auf haben will, aber nicht immer will, dass der Hund mit ihm in einem Raum ist). Orthopädisches Hundebett. Pfeife (nur weil mein Sohn gerne unsere Ruf Kommandos abnutzt und die Pfeif Kommandos sozusagen "Kindersicher" sind). Welpen und Junior Dummy (Lohnt sich bei einem Apportierhund schon). Leckerlie Beutel, für den Gürtel (Ich mag das, nicht die Taschen voller Leckerlie Krümel zu haben).
Extra: Ich hab eine kleine zusammen Klappbare Kotschaufel . Ich find es einfach Eklig mit der Sammelei. Aber mit dem Ding ist es ok für mich. Ich steh dazu und das Ding ist mir eine große Hilfe. Wer mit dem aufsammeln ein Problem hat, sollte diesen Schaufeln wenigstens ne Chance geben und es damit testen.
Was Blödsinn gewesen ist: Eine XXL-Box(Nach 2 Wochen nutzte meine Hündin diese nur noch als Klo), Näpfe mit Überlauf Gummi Schutz(Mit dem Gummiding spielt meine Hündin noch heute gerne, aber als Überlaufschutz wars Schwachsinnig), Ein XXL-Kissen, welches nicht mal in die Waschmaschine passte(wurde eh zerrupft und war damals für 18€ am Black Friday im Angebot. Als Welpen Kissen ok)
Was vor allem meinem Kind viel Freude macht und für den Hund eigentlich unwichtig ist: Schnüffelteppich, Tunnel, Intelligenzspielzeug(Klappe öffnen etc. um ans Leckerlie zu kommen).
Durch den Autismus meines Sohnes ist das oft schwierig. Er kann sich nicht Vorstellen, das Dinge die er Lustig findet, für andere(Hunde oder Menschen) total Blöd sein können. Darum muss ich immer dabei sein und aufpassen. Bei unserer Labradorin ist das alles zum Glück nicht so schwer. Aber wenn ich keine Hunde Erfahrung gehabt hätte, wäre das Thema Hundehaltung hier komplett vor die Wand gefahren, glaub ich. Tiny liebt Kinder und hört bei Kindern aufs Wort. Erst gestern hat sie meinem Sohn geholfen, ein anderes Kind kennen zu lernen. Die kleine hat Tiny Kommandos gegeben und mein Sohn kam dann dazu und hat ihr noch einiges Erklärt und ihr gezeigt, wie Pfote geben bei Tiny funktioniert und dann haben die Kinder zusammen gespielt . Da mein Sohn dauerhaft im Homeschooling ist und ich ihn 24/7 Betreue, sind wir zu dritt auch immer zusammen. Darum müssen Kind und Hund auch eine gute Bindung zueinander haben. Tiny soll später mal ein Führgeschirr bekommen, das sich mein Kind an ihr festhalten kann. Bei mir läuft er meist an der Hand, oder hält sich irgendwo an meiner Kleidung fest. Darum Üben wir auch schon, das mein Sohn sie an der Leine hält und nicht an ihr rumzieht und die 2 sich aneinander beim gehen anpassen und miteinander Kommunizieren lernen. An Bordsteinkanten Üben wir das absitzen und bis zum auflöse Kommando stoisch sitzen zu bleiben. Das macht sie richtig gut. Das die 2 mal zusammen Unterwegs sind und zusammen Straßen überqueren können, liegt aber noch ein paar Jährchen in der Zukunft. Kind und Hund sind ja noch mitten in der Kindheit. Vom aufwachsen mit Hund profitiert mein Kind sehr. Vor Tiny hab ich ihn mit Mühe und Not höchstens an 3 tagen in der Woche mal zum verlassen der Wohnung überredet bekommen. Mit Fremden sprechen war für ihn das schlimmste auf der Welt. Hat NIE mit Kindern gespielt. Jetzt mit diesem netten blonden Labrador, gehen wir 3-4 x am Tag raus und das gerne. Und plötzlich spielt der Junge mit fremden Kindern auf dem Spielplatz.
Was jedoch schwieriger ist, ist besonders der Umgang mit Fremden Hunden. Mein Kind kann das nicht realisieren, das andere Hunde nicht so sind wie unsere Tiny. Das er mit anderen Hunden deswegen nicht so Umgehen darf, wie mit unserer. Auch nicht Frontal auf fremden Hunde zulaufen darf, mit Geräuschen. Und auch nicht vor Fremden Hunden weglaufen. Und wenn doch, dann bitte zu mir laufen und nicht aus der Reichweite der Erwachsenen rennen etc. ... Man könnte von meinem Sohn auch ein Lehr Video drehen "Wie darf man sich auf keinen Fall in Gegenwart Fremder Hunde verhalten". Hab auch schon anderen Hundehaltern kurz zugerufen, das mein Kind Autist ist und nicht auf sich selbst aufpassen kann und darum gebeten, den Hund anzuleinen und einen Bogen um mein Kind zu gehen. Die Geräusche und Bewegungen sind bei meinem Kind auch Impulsiv und gar nicht so bewusst oder absichtlich . Bisher hat es mit den Absprachen, dann aber auch immer geklappt. Die meisten Stadthunde, die auf den Wiesen neben den Spielplätzen ausgeführt werden, haben aber zum Glück auch keine Probleme damit, wenn ein Kind um sie rum rennt und Geräusche macht. (Gefährlicher wie fremde Hunde sind bei uns in der Stadt tatsächlich Fahrradfahrer. Die beim vorbei fahren an uns auch nie abbremsen. Das ist für Menschen mit anderer Wahrnehmung und Impulsiven Bewegungen und Richtungswechseln wirklich gefährlich. Hundehalter sind in unserer Stadt Rücksichtsvoller mit ihren Mitmenschen)