Für die Sozialisierung hab ich mit der Großstadt wohl schon Glück. Wir sind zwar täglich ca. 1std. Unterwegs, um überhaupt aus dem Stadt Bereich raus und wieder rein zu kommen. Aber dafür gibt es überall sehr Unterschiedliche Treffpunkte. Vom Weg her macht es für uns keinen Unterschied, ob wir mit Öffis 30 Minuten Richtung Norden, Osten oder Süden Unterwegs sind zum Stadtrand. Aber die Hundemenschen Unterscheiden sich je nach Ort riesig. Im Norden haben wir eine große Hundewiese, wo große Gruppen von Hunden zusammen rennen und völlige Narrenfreiheit haben. Wo wir super auf Distanz, angeleint Üben können, Fremde rennende Hunde zu Ignorieren.
Im Osten haben wir Strecken, wo wir Stundenlang laufen können ohne jemanden zu begegnen.
Und im Süden haben wir weit vom Stadtzentrum entfernt eine eingezäunte Hundwiese, wo kaum was Los ist und wenn man dort jemanden mit Hund trifft, die sich auch sehr lange miteinander Beschäftigen können und dürfen. Die Wiese hat Tiny auch am meisten bezüglich der Sozialisierung gebracht. Wir haben da schon unheimlich viele gute Kontakte gehabt, mit Hunden aller Größen, Formen und Farben.
Ich kann Tiny viel besser Korrigieren, wenn klar ist, dass wir länger an einem Ort bleiben und auch der andere mit seinem Hund länger dort bleiben möchte. Und Tiny kann mit Korrekturen ja auch ganz gut umgehen und versucht sich dann immer mehr anzupassen.
Eher schwierig finde ich die Bekanntschaften in unserem direkten Wohnumfeld. Die Wiesenflächen haben eine Größe von ca. 100mx100/200m und wenn jemand nur eine Löse Runde macht, ist das ableinen für ein stop and go Spiel eher Blödsinn. Dann rennen die 5 Minuten und müssen dann schon wieder an die Leine, weil die Zeit fehlt oder es kommt grad jemand anderes mit angeleinten Hund.
Entsprechend ist die Erwartungshaltung der Hunde Bekanntschaften hoch, wenn sie sich sehen. Das ganze Frustriert mehr, als es nutzt.
(Bin total Froh das Tiny mittlerweile nur noch die üblichen 3x zum Lösen raus muss und nicht mehr alle paar Stunden. Die treffen mit ihren Hunde Bekanntschaften bleiben so ganz gut überschaubar).
Beiträge von acidsmile
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Okay, dann machen wir es so. Ich hatte Bedenken, dass ihre Unsicherheit größer wird, wenn wir allem aus dem Weg gehen, aber ich denke, dass sie das wirklich erstmal so braucht.
Keine Sorge. Sie wird größer, wenn du versucht so zu tun, als würdest du es Ignorieren.
Ihr werdet ja auch nicht ewig Bögen laufen und anderen Ausweichen. Es ist eher so, das es irgendwann bei Emma "click" macht und sie merkt, "Das Frauchen lässt mich nicht in die offenen Reißzähne laufen. Die weiß was sie tut." Und über dieses Vertrauen heraus, wird euer Abstand irgendwann wieder kleiner. Bzw. sie wird anfangen sich aktiv hinter dir einzuordnen und bei dir aktiv Schutz suchen. Und den wirst du ihr geben und zwar immer. Und aus diesem Vertrauen zu dir heraus, wird sie lernen wieder entspannter mit der Welt umzugehen.
Du merkst auch gut am Fressverhalten, ob alles noch ok ist oder nicht. wenn sie bei 10m noch Fressen kann, dann hat sie auch noch den Kopf frei um Positives aus der Situation lernen zu können.
Wenn sie aber auf dem Boden kauert und auch nichts mehr frisst, dann hat sie Stress und lernt einfach gar nichts. Außer das du mit ihr Wege gehst, nicht genug ausweichst und sie sich ständig auf den Boden kauern muss. Die Steigerung davon ist dann das Flight, von den 4F's. Dann wars das mit Leinenfreiheit, weil die dir auf und davon läuft, wenn nur ein Hund am Horizont auftaucht. Über Flucht vergrößert der Hund dann eben von selbst seinen Abstand. -
Kann ich was machen, damit sich Emma nicht immer hinlegte oder auf den Rücken dreht, wenn uns Hunde entgegen kommen? Ich möchte ja gerne zügig dran vorbei und das wird schwierig, wenn sie liegt. Sie ist dann auch nicht wirklich ansprechbar und ich kann eigentlich nur mit Gewalt ziehen.
Bei meiner Unsicheren Erst Hündin, war das hinter mir laufen auch wichtig für sie. Dazu alle Hunde Konsequent abblocken, wenn sie hinter mir war.
Du kannst auch darüber nachdenken, sie auf den Arm zu nehmen und erst mal ein Stück wegzutragen, wenn sie sich hinlegt und nicht mehr aufstehen will. Und dann mit mehr Abstand nochmal mit eurem Alternativ Verhalten wieder weiter laufen. Sie hat ja gute Gründe für ihre Angst.
Das einfach weiter ziehen, würde ich nur machen, wenn du selber Selbstsicher bist und die Entscheidung getroffen hast zügig einen Weg zu gehen, ohne anzuhalten. (Das ist schwierig zu erklären und macht nur Sinn, wenn du weißt das dir dein Hund Folgen wird).
Die Körperhaltung und die Blickrichtung muss dann auch alles dazu passen, um zu Signalisieren das alles ok ist. Ablenken braucht man dann auch nicht, weil das die Situation nur unnötig aufbauscht. Und wenn du als Halter die Situation als ok einschätzt, braucht es auch kein Ablenken.
Das kommt aber vermutlich irgendwann mal Automatisch bei euch, wenn Emma eine stärkere Bindung und Vertrauen zu dir hat.
Vertrauensaufbau lässt sich mit unsicheren Hunden auch übers Bögen laufen aufbauen. Ähnlich, wie bei Pöblern sozusagen. Viele Hunde haben einfach keinen Bock Frontal auf einen Fremden Hund zuzulaufen. Für die ist das völlig Absurd, das wir Menschen sowas von ihnen Erwarten und mit Pech hält ein Hund seinen Menschen dann auch für inkompetent. Und einem Inkompetenten Menschen Vertraut man in den Situationen nicht. Dann klärt der Hund eben selbst, durch Fideln, Unterwerfen, weglaufen oder Pöbeln.
Schon früher mit Emma an den Rand zu gehen und den möglichst größten Abstand aufzubauen, kann helfen Vertrauen aufzubauen, dass Emma merkt, du lässt sie nicht Frontal in Fremde Hunde reinlaufen, sondern DU kümmerst dich mit darum auszuweichen. Und DU kümmerst dich darum, dass ihr Konflikten aus dem Weg geht.
Du wohnst aber wirklich schwierig, von den anderen Hundehaltern her
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Ich mag auch jammern
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Lässt heute eine Frau ihren Intakten Rüden, fröhlich zu uns hin latschen. Ich sag der noch, "Meine ist in der Standhitze". Sagt die "Ja, wenn es die Hündin stört, würde sie sich schon wehren. Der gefällt das doch. Was mach ich denn fürn Stress". Hab der dann erst mal erklärt, "Dass an meine Hündin niemand ran darf, wenn die angeleint ist und sollte es zu nem Deckakt kommen, wird's richtig teuer für sie."
Irgendwann hat sie ihren Hund dann mal an die Leine bekommen. Wir gehen also weiter. Kurze Zeit später ruft es auch schon hinter uns her. Herr Casanova Hund, hat sich aus dem Halsband gewunden
. Beim zweiten mal bekam der Rüde von mir dann ein ordentliches Feedback und die Frau sicherte ihren Hund dann endlich gescheit.
Ansonsten war meine kleine heute an der Schlepp schön Ansprechbar und nur einmal sprang sie auf und wollte doch zu einem anderen Hund. Hat aber auf den ersten Abruf sofort reagiert und drehte wieder zu mir um.
Hoffe das es so bleibt und noch einen Tick besser wird, wenn die Läufigkeit dann endlich vorbei ist. -
Ich Tendiere derzeit mit 4 Jahren Altersunterschied. Meine letzte Haustier Truppe, war gemeinsam Alt. Da wird man dann zum Stammkunden beim Krematorium
. Das mag ich nicht nochmal haben.
Ich mochte es bei meinen 2 Hunden früher sehr, dass meine Erst Hündin keine Aufmerksamkeit und Anleitung mehr von mir brauchte draußen und ich ganz beim neuen sein konnte. Der war aus dem TS und brauchte das auch.
Mit den Katzen und Hühnern solltest du, wenn dann von einer Pflegestelle einen Hund holen, der dort schon Katzen und Hühner kennt und das Verhalten einschätzbar ist.
Ansonsten lieber einen Welpen, der direkt bei dir mit allem Aufwächst.
Meine Hündin früher war ein Spitz-Labi Mix. Bei deinen Anforderungen fällt mir da Spontan ein Großspitz ein. Meine Hündin hatte lediglich Jagdtrieb auf Mäuse. Meine hatte Labi-Fell, also kann ich zur Spitz Fell pflege nichts sagen. Aber hab gehört, das Spitz Fell lässt sich gut Bürsten und die Pflege soll nicht übertrieben aufwendig sein
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Wachtrieb war natürlich vorhanden, in Form von Melden. Aber das war echt ok. Sie hat nur gebellt, wenn Fremde durch den Hausflur gingen, nie bei denen wo sie wusste, die gehören auch zum Haus. Also Hirnlos rum gekläfft hat die nie.
Und sie war ein Allround Hund. Hat an allem Spaß gehabt, was ich mit ihr machen wollte. Wir haben Bällchen Apportiert und Frisbee gespielt und etwas Obedience und sie hätte Riesen Spaß an Agility gehabt, nur zu ihrem Pech war das absolut nicht meins. Darum haben wir Frisbee gespielt und damit getrickst.
Also Spitze sind Spitze
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Die Lügen. Die haben keine FCI Papiere. Frag die mal danach, die Wissen meist nicht mal was das ist.
Die werden schon Angemeldet und damit gezüchtet. Aber alle nur in Dissidenz Vereinen.
Es gibt auch den DRC.ev Soltau. Das klingt dann wie "DRC", ist aber ein Dissidenz Verein und damit werden salopp gesagt, dann eben Menschen übern Tisch gezogen.
Wenn du dir mal anschaust bei den Dissidenz Vereinen, welche Aufnahme Bedingungen die haben, dann stellst du auch schnell fest, dass der angemeldete Hund keine Ahnentafel braucht. Der fängt dann eben mit seiner eigenen Linie an.
Oder aber, es werden sich Ahnen ausgedacht. Derjenige der den Hund anmeldet bekommt ausfüll Zettel und trägt sich dann da irgendwas ein.
Zack Ahnentafel fertig. Zack kosten die Welpen bis zu 2000€.
Sogar mehr, sind ja schließlich Silber und Champagner und Charcoal.
Ich hab aufgehört mit den Leuten zu Diskutieren und hab alle Labi Gruppen verlassen. Außer eine Englische, weil ich da die Videos so schön finde, wenn die durch die Flüsse und über die weiten Wiesen, mit ihren Hunden Arbeiten. Und die deckeln das auch etwas mehr, bezüglich der Bezeichnung Reinrassig. Die nennen ihre Silbernen zum Beispiel Waimador und so.
Mit den Deutschen brauchst da aber nicht drüber Reden. Die sind alle reinrassig und haben alle Papiere. Ach ja und Arbeitslinien sind die meist auch immer, weil sie Schlank sind
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Bei Tiny hab ich auch Körpersprachlich, mit Druck abgebrochen und sie auf Abstand gebracht, als sie jünger war und noch mit in die Leine springen und Fiddeln auf jede Situation reagiert hat.
Aber so einen stärkeren Abbruch hats auch schon lange nicht mehr gebraucht
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Wenn wir an Zäunen langgehen und da kommt plötzlich ein Hund unterm Busch heraus geschossen und Pöbelt uns an, erschrecken Tiny und ich meist im Tandem. Wenn dann das Herz wieder im richtigen Takt schlägt, gebe ich Tiny das Signal auf meine andere Seite zu wechseln. Ich warte, bis sie von selbst dann wechselt. Sie guckt meist nur noch eine Weile zu dem pöbelnden Hund hinterm Zaun, schnuppert vielleicht mal in dessen Richtung, aber ich glaub sie denkt nur "Huch, was ist denn mit dir los?". Dann trottet sie auf meine andere Seite und weiß auch, wenn sie dann aufmerksam zu mir hin sieht und mit mir davon schlendert, gibt es auch Leckerchen.
Ihr Hilft es sehr, eine Aufgabe zu bekommen.
Als würde ihr eine Last von den Schultern fallen, dass es nicht zu ihren Aufgaben gehört, sich um jeden dahergelaufenen Fremdhund kümmern zu müssen. Vermenschlicht gedacht, geht bei ihr dann ungefähr im Kopf ab: "Yeah, ich darf auf die andere Seite und da gibt es gleich nen Keks
".
Ab da geht ihr jeder andere Hund dann am aller wertesten vorbei
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Die kleine Entwickelt sich schon ganz gut
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Wir haben auch jemanden mit einem Hund, der den gar nicht Führen kann. Ich sag da gar nichts mehr zu. Wir nehmen uns unsere Sachen und gehen SOFORT auf Abstand. Und wenn wir dann halt nen Umweg gehen müssen, egal. Hauptsache mein Hund und mein Kind werden nicht von dem gebissen.
Üblicherweise drehen wir sofort ab, sobald wir den auf unseren Weg einbiegen sehen.
Kein Stress und keine Gefährdung
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Beim Frenchie kanns aber wirklich ein Röcheln sein und einfach normales Atmen. Wir kennen auch einen, der so schlimm klingt.
Läuft auch Röchel-knurrend an einem vorbei, ist aber tatsächlich ein ganz netter Hund. Als ich den kennen lernte, haben mir das mehrere Hundehalter so zugesichert. Sonst hätte ich das auch fürn richtiges Knurren gehalten.
Aber im Zweifelsfall ist es besser, einem Fremdhund aus dem Weg zu gehen. -
Anne_Boleyn dem eigenen Hund Kontakt zu Fremden generell zu verbieten ist oft nicht nur Vorteilhaft für den eigenen Hund
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Es kommt immer mit auf die Wohngegend an, ob man da passende Menschen hat oder nicht. Bin so oft umgezogen. Jeder Wohnort war von den Hundehaltern her immer anders. Darum kann ich hier auch diejenigen verstehen, wo einfach alles total Cool laufen gelassen werden kann. Es gibt Wohnorte die eine Art Hunde Bullerbü sind.
Und es gibt Orte da machst du um jeden den du siehst am besten gleich einen großen Bogen. Lächeln, Winken und schnell weiter gehen.
Ich denke Gleichgesinnte wirst du am ehesten in Hunde Sport Vereinen kennen lernen können. Menschen die, sagen wir mit ihrem Hund, Dogdance in einer Gruppe machen, haben mit Sicherheit eine ganz andere Mentalität, wie jemand der seinen Hund nieder ring oder schlägt. -
So Menschen leer. Ein Traum, da wünsch ich uns auch grad hin
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