Beiträge von acidsmile

    Für Lilly und Momo kaufe ich mittlerweile die extra langen unattraktiven ungefüllten Kaustangen, weil die sich einen Heidenspass daraus machen, sich die gegenseitig zu klauen.

    :flushed_face: Was für unattraktive, ungefüllte, lange Kaustangen bitte? Ich kenne nur, in 5 Sekunden ist es inhaliert, Kauzeug.
    Oder meinst du die 1m langen Rinderhaut Stangen? Die brauchen bei uns auch höchstens dann 30 Minuten, bis die weg sind. Oder die 1m Ochsenziemer? Die brauchen dann vielleicht zwischen 30-60 Minuten, bis die weg sind.
    Also wir sind sehr Interessiert an Unattraktiverem Kauzeug, was auch mal länger halten würde :smiling_face: .

    Ja das habe ich auch so gelesen acidsmile, dass es dient insbesondere die Mutter zurück zu rufen. Ich muss mal rumprobieren und schauen wie man es verbessern kann.

    Vielleicht klappt es ja tatsächlich auch von selber, aber in die richtige Richtung zu trainieren ist sicher nicht falsch.. Macht man ja bei vielen Dingen bei einem Welpen.


    Nur das wie hatte ich mir erhofft das es jemanden sehr ähnlich ging oder es kennt und genau auf die Situation paar Tipps hat.

    Nuja, wenn es mit am Folgetrieb liegt, der von alleine weniger wird. So wie die Umstellung von der Herkunftsfamilie, nun im neuen zuhause ohne Mutti und Geschwister. Was sich ja auch mit der Zeit dann gibt.
    Wäre eben der Tipp, den Welpen mit dem allein bleiben, keine schlimmen Erfahrungen sammeln zu lassen.
    Zum Beispiel durch, hinter dir her Tappern lassen ;) .

    Bei uns gab es durchaus auch mal einen Abbruch, fürs Gejammere. genauso wie es auch Lob fürs allein Brav im Zimmer bleiben gab. Mit Türgitter oder hinter einem Welpen Gitter.
    Aber davor stand immer zuerst die Bedürfnis Befriedigung. Lösen lassen. Satt machen. Dem müden Welpen beim einschlafen helfen...

    Bei so einem hinterher Jaulen oder Bellen, wegen Frust gab es auch bei meiner als Welpe in dem Alter schon einen Abbruch.

    Allerdings hat meine kleine noch bis ca. 16 Wochen hauptsächlich übers Kontakt liegen in den Schlaf gefunden. Und wenn sie übermüdet war, war sie knatschig und hat sich beim "allein bleiben", wenn ich mal in einem anderen Zimmer war auch nicht beruhigen können und hat sich dann reingesteigert.
    Also hab ich sie dann erst in den Schlaf begleitet, das kleine Hundebaby :herzen1: . Und bin dann erst raus aus dem Zimmer.
    Irgendwann fiel es ihr einfach so leichter(ca. ab 14 bis 16 Wochen), auch alleine einzuschlafen und dann erst haben wir angefangen das alleine bleiben zu Üben, wenn sie munterer war.

    Zudem war es für meine Hündin tatsächlich leichter, Bsp. wenn ich mit meinem Sohn was im Kinderzimmer gespielt hab und vor ihr dann die Tür geschlossen wurde.
    Hatte es dann durch die Tür gehört, das die Welpin/Junghündin sich dann, statt weiter rum zu janken, einfach fallen lässt und es sich gemütlich macht und pennt.

    Ich kann mir Vorstellen, das dieses hinterher jammern eben nur den Zweck hat, die Familie zurück zu rufen. Sie sind ja von Geburt an, immer mit anderen Hunden zusammen. Durchgehend mit den Geschwistern und sehr viel mit der Mutter.
    Wenn man das jetzt noch weiter zerdenkt, dann müsste eigentlich jeder Welpe es auch kennen, dass die Mutter verschwindet und die Türen geschlossen werden und dann erst mal eine weile weg ist. Zumindest, wenn der Züchter mit der Mutterhündin zum Lösen noch Gassi gegangen ist.
    Dann sind die Welpen im Idealfall schon daran gewöhnt, das sie mal kurz allein sind, ab dem Moment wo die Tür geschlossen wird.
    Was es den Welpenbesitzern dann später auch alles einfacher macht, wenn es da schon eine Verknüpfung gibt.

    Bei Tiny merkt man den Jagdtrieb und das Interesse. Aber Rassegerecht händelbar.
    Unsere Kaninchen würd ich aber nie unbeaufsichtigt mit Tiny im selben Zimmer hoppeln lassen.
    wenn es Erbsenflocken gibt, hockt Tiny aber in einer reihe, mit denen. Nur das eben zwischen den Tieren noch ein Trenngitter ist :tropf: .
    Einem Junghund gestehe ich dann doch leider immer zu, dass im unbeaufsichtigten Moment mal reingebissen und von gekostet werden kann.
    Mit den Familienhunden meiner Kindheit, hieß es auch immer, "Die sind soo Tierlieb"...
    Aus heutiger Sicht, würd ich behaupten, von wegen. Unser Zwergpudel lief mal mit meiner Ausgebüchsten Natter im Maul lang. Und ich glaub das hatte der nicht getan, weil er mit der Kuscheln wollte. Tatsächlich war die noch am Leben, aber war wohl eher gutes Timing und viel Glück, das wir den gesehen haben, bevor er mit seiner Beute in sein Körbchen verschwand.

    Doch, manchmal durch herumsuchen und schnüffeln... manchmal auch gar nicht und zack, ein Lackerl auf der couch :face_with_rolling_eyes: (da darf er jetzt nur mehr unter Aufsicht drauf..)

    Reinigst du es dann schon mit einem Enzymreiniger?
    Es gibt ja diese These, solang es da nach Pipi riecht, denken sie das gehört so.
    In Tierfachgeschäften gibt es extra Enzymreiniger dafür, welche die Geruchsenzyme spalten und dadurch effektiv alle Gerüche zerstören. Und das Mittel ist wirklich gut.
    Zum Schutz der Couch kann man auch Inkontinenz Laken drüber legen. Die kann man dann bei 90 Grad waschen. Die gibt es ab und zu beim Discounter und ansonsten große in Apotheken und kleinere für Babybetten auch in Drogerien.
    (Auch mein großes Mädchen hat ein Weilchen gebraucht für die 100%ige Stubenreinheit. Sie musste sehr lange Zeit auch Nachts immer noch dringend raus. Da gab es mit den Aufzucht Fertigfutter Sorten Probleme mit der Verträglichkeit, mit sehr viel Output und dadurch eben viel raus Lauferei für uns).
    Manchmal dauerts eben einfach und man muss sehr hinterher sein.

    Weil vor ein paar Einträge das Freilaufen und der Radius davon angesprochen wurden. Wie ist das bei euch mit dem Freilauf, also wo lasst ihr eure Schätze da frei laufen und habt ihr keine Angst, dass sie euch abhauen(Wild)? Bzw sind sie schon so gut erzogen dass sie weder zu Mensch noch Hund dann hinlaufen würden? Würde mich wirklich interessieren wie ihr das hinbekommen habt.

    Wild ist kein Problem.
    Hunde sind mittlerweile kein Problem mehr.
    Menschen sind derzeit unsere Achillesferse.

    Für unbeschwerten Freilauf gehen wir einfach Strecken, die offenbar unbeliebt sind. Vermutlich weil hier fast alles Flach ist und wir steuern den einzigen Weg an, wo es Berg rauf geht. Da treffen wir Stundenlang oft keine Menschenseele.

    Als Tiny noch zu jedem Hund hin ist, hatte sie Hundekontakte nur in einem eingezäunten Gebiet und war ansonsten an der Schlepp. Bis auf den Weg, wo wir Stundenlang weder auf Menschen noch Hunde treffen.

    Und für Wild gibt es neben Unterordnungs Übungen direkt mit Wild in Reichweite(sowas startet man nur mit gut gesicherten Hunden), noch die Ersatz Beschäftigung mit Dummys. Und die Mischung macht es dann.

    Nachdem Tiny vor kurzem, mit ihrem Dummy im Maul zu einem netten jungen Herren abgedampft ist, der ihr bei der Aufgabe zugesehen hatte, ging mir ein Licht auf.
    1. Tiny springt mit etwas im Maul nicht an Leute ran, sondern Kuschelt sich nur mit der Seite und Kopf abgewandt an die Person, die zum Kuscheln ausgewählt wurde ran.
    2. Wenn ich Tiny von der Leine lasse, ohne das sie was im Maul hat und wenn mal ein Mann in meinem Alter an uns vorbei spaziert, kann ich ja Nummern austauschen. Für die Reinigung versteht sich :smirking_face: , oder für einen Spaziergang zusammen :smiling_face_with_sunglasses: .
    ...aber vielleicht sollt ich in Gebieten mit vielen Menschen doch wieder auf die Schleppleine setzen. Statt auf Tiny der "wingwoman" als Dating Helferin :grinning_face_with_smiling_eyes: .

    Das kann aber auch mit einer schlechten Aufzucht zusammen hängen.
    Wenn ein Hund 12 Wochen die Wohnung des Züchters nicht verlässt, wird daraus nur schwer ein toller Begleithund für die Stadt. Aber dafür ist der Hund vielleicht schon das Kämmen und Frisieren gewöhnt. Kann sonst nichts, aber steht toll auf dem Tisch. :ka:

    Vielleicht ist es auch grad eine Spooky Phase?
    Meine kleine wäre mir in ihren dollsten Spooky Phasen glaube ich auch manchmal gerne auf den Arm gehüpft. Aber mit 29kg ist sie dann doch etwas zu schwer. Sonst hätte ich da kein Problem mit gehabt :lol: . Sie muss da auf ihren eigenen 4 Pfoten immer durch.

    Mit einem großen Hund spazieren gehen, angeleint der sie einfach Ignoriert, könnte ihr vielleicht Sicherheit geben.

    Viele Tut nixe, sind es ja wirklich und meist zwar aufdringlich, aber harmlos. Du kannst die wegschicken, oder auch mal ein Sitz Kommando versuchen, wenn die so fiddelig sind.
    Das sie nicht an deinen ran kommen ist aber richtig gut :bindafür: .
    Ich glaube, auf den Arm nehmen generell ist nicht das schlimme, was verstärkend wirkt. beruhigte Grace sich dann?
    Schlimmer könnte vielleicht eher sein, im falschen Moment auf den Hund einzureden. Weil man da nicht genau weiß, wie es beim Hund ankommt und es nur vermuten kann. Vielleicht fühlt der Hund sich dann bestätigt oder verunsichert...
    Aber beim einfach auf den Arm nehmen und dann eben deinen Weg weiter gehen, das kann ich mir nicht als Verstärker für die Angst so vorstellen.
    und selbst wenn, lieber einen Entspannten Hund auf den Arm, als ein Zitterndes Häufchen Elend an der Leine hinter dir her zerrend.

    Ernsthaft: wie geht man denn im Alltag unbefangen und souverän mit seinem Hund um, wenn man da nicht ein Grundvertrauen hat, dass der Hund gewisse Grenzen im Normalfall nicht überschreitet?

    Maulkorb Training und Auslöser kennen.

    Mein Rüde war ein Jagdhund Workaholic, aus dem Tierschutz. Das war vom ersten Tag an klar, das er beißt, wenn man ihn anfassen will. Aber der hatte bei den Probespaziergängen eine sehr subtile Maßregelung auf Distanz von meiner Hündin akzeptiert und darauf hab ich Vertraut, das der Rüde nicht komplett out of order ist.
    War auch so.

    Der war eben Sorte Hund, Mischling aus Jagdhund Rassen, mit WTW und WTP das es ihm schon aus den Ohren raus kam. Der hatte vor nichts Angst und löste Probleme mit Angriff. Ich denke das kam durch seine Jagdhund Gene und kam aus seiner Wildschärfe heraus. Dem Trieb von ihm müssen die Vorbesitzer versucht haben, durch Massive Gewalt zu bändigen und offenbar brachte dem Hund das dann ein Leben in Zwinger Haltung ein. Und so wie der auf Umweltreize reagierte, bekam der nicht mal ab und zu Gnaden Gassi Gänge spendiert.

    Von Tag 1 an, bekam der einfach Maulkorb Training und Decken Training. Das hatte der super angenommen.
    Weil es für mich nicht akzeptabel ist, einen Hund nicht anfassen zu können, hab ich es mit Desensibilisierung versucht und mit der Zeit fing der an, das richtig zu genießen angefasst zu werden.
    Also 1 Jahr lang, täglich Übungen zum anfassen lassen und alles von der Pieke auf. Erst mal mit den Händen. Drüber beugen akzeptieren. Zeckenzange an sich ran lassen. Sich auch mal leicht anheben lassen.
    Sich wieder runter fahren lassen und auf Abstand gehen, wenn es doch mal zu viel war.

    Alle Situationen in denen der bedrängt werden musste, wie Tierarzt oder die Möglichkeit bestand, das er bedrängt werden würde, wie Bus/Zug fahren, bekam der einen Maulkorb drauf.
    Selbst wenn wir in der Pampa unterwegs waren, war der Maulkorb immer in der Tasche Griffbereit dabei.
    Es hätte ja nur mal eine Verletzung sein müssen unterwegs und ohne Maulkorb wäre das dann vermutlich kompliziert geworden.
    Es gibt auch Techniken, wie man einem Hund mit einer Mullbinde einen Maulkorb basteln kann, was auch sehr Interessant ist für Notfälle.


    Ich bin mit einem Rottweiler Schäferhund Mischling aufgewachsen, der gegen Fremde seine Zähne einsetzte. Das wurde mit dem eben über Sicherungs- und Manage- Maßnahmen geregelt.
    Darum fand ich das mit meinem Rüden dann auch gar nicht so außergewöhnlich oder Schlimm.
    Aggressionen sehe ich nicht als Vertrauensbruch.
    Meine Hauptgedanken waren von Anfang an, tatsächlich mehr "Wie krieg ich das Tier gepflegt, wenn ich den nicht anfassen kann" und "wie krieg ich den aus dem Wald, wenn der sich mal verletzt und nicht laufen kann und sich dann Verteidigt wie ein Wolf".
    Das der immer verschmuster wurde, bei der Desensibilisierung war tatsächlich überraschend :smiling_face_with_hearts: .

    Jagdhunde sind schon was tolles :smiling_face_with_hearts: . Ich fand es von Anfang an Klasse, das der Rüde vor nichts Angst hatte. Nicht mal mit seiner Lebenserfahrung. Ein unerschrockener Jagdhund, mit wtp und wtw. Dem brauchte man beim Fuß das anhimmeln nicht beibringen, 100% Aufmerksamkeit und den Willen zur Zusammenarbeit lag dem im Blut.
    Wie die Vorbesitzer das so sehr mit dem verkacken konnten, war schon Strange.

    So einen Typ Hund wie mein Rüde war, wünsch ich mir irgendwann mal, wenn ich Zeit dafür hab dem wtw gerecht zu werden, gleich von Welpe an und nicht erst als verkorksten Senior.