Beiträge von sinaline

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    Ihr habt ja Recht ,aber Merve tut mir nur so unglaublich Leid . :sad2:
    Aber man sollte nicht Merve diese Sachen zeigen ,sondern ihrem Vater .
    Er sollte die Verantwortung übernehmen .
    Aber ich weiß leider auch ,wie schwer es ist ,sich gegen seine Eltern durchzusetzten .
    Ich schaffe es selber nur ganz selten .
    Es dauerte Monate ,um sie zu übereten ein anderes Futter zu kaufen und das ist das "Unwichtigste" in meinen Augen gewesen .


    Ich denke Eltern haben generell ganz andere Vorstellungsweisen wie ihre jugendlichen Kinder...das ist doch das schöne am Jugendlich sein...man kann durch die andere Sichtweise der Eltern eine ganz eigene Persönlichkeit entwickeln...sich in bestimmten Bereichen von den Eltern abheben...seine Erfahrung zu machen...und im "gehoberen" Alter feststellen das die Eltern in Einigem Erfahrungen gar nicht Recht hatten und in Anderen Bereichen absolut ... das ist Entwicklung :D ...und das ist auch gut so...

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    Das wirkt bei mir zum Beispiel nicht.
    Maja war eine Zeit lang von mir getrennt, ich im Krankenhaus, Maja in 2 verschiedenen Hundepensionen (lange traurige Geschichte). Die Hund waren in der 2. Hundepension meist alle zusammen in nem großen Auslauf, oft leider unbeaufsichtigt. Was wann wie geschehen ist, weiss ich also nicht.

    Maja machte seitdem fast jeden Hund an. Die Leinenaggro haben wir soweit geklärt (also ich mache klar, is nicht), aber im Freilauf schlägt halt beschnuppern auf einmal in Haareaufstellen, Knurren, Pöbeln und zur Not auch Beißen (ob blutig, weiß ich nicht, bisher konnte ich immer nur an Maja Schrammen finden, am anderen nicht) um. Egal, ob der andere mitmacht oder sich platt auf den Boden legt. Die Ursache kenne ich nicht wirklich, aber ich möchte am Ist-Zustand arbeiten. Je mehr mir Maja vertraut, desto besser hört sie auf mich. Aber wie bei anderen bei der Leinenaggro ist sie bei direkten freien Hundekontakten (wenn es so ein Ausartfall ist) total in ihrem Film. Fährt sehr schnell hoch, die Übergänge sind schnell und fließend.

    Ich denke, dass auch das besser wird, je mehr sich bei uns ändert und tut, sehe es ja an der Leinenaggro, die nicht mehr ist (vl. nur eine verkappte war?).
    Aber was würdet ihr in genau so einem Fall tun, wie von mir beschrieben. Wenn ich eben nicht rechtzeitig vorher eingegriffen habe?
    Hunde trennen, ist klar.
    Aber wie setzte ich mich deutlich durch, mache ihr klar, nur höfliches Verhalten wird toleriert, negatives nicht. Wenn Du ein Problem mit dem anderen Hund hast, dann geh halt wieder weg und komm zu mir, die Du mehr magst?


    Hm...direkt darauf eine plausible Antwort geben kann ich auch nicht...aber ich denke es hat nur indirekt etwas damit zu tun, das sie in einer Hundepension war...also besser gesagt, sie hat sich vielleicht ganz normal mit anderen Hunden gebalgt und merkte, das sie sich durchsetzen kann...ich denke mal es war nicht immer jemand vor Ort, um das zu unterbinden...Jemand der sagt: so nicht, liebe Maja :D

    ...kann es sein das Dein Hund so gerade 2 Jahre oder ein bissel älter ist?...ich habe immer wieder gehört und auch direkt miterlebt wie Hunde in diesem Alter anfangen sich "durchsetzen" zu wollen...und sich keineswegs einfach mal von anderen Hunden unterordnen zu lassen.

    Ich bin mir eigentlich sicher , das meine Hündin ( jetzt gerade 18 Monate alt), die NIE Probleme im Freilauf mit anderen Hunden hatte...das sie irgendwann so mit 2 Jahren anfangen wird sich mal richtig mit einem anderen Hund anzulegen bzw versucht die Oberhand zu gewinnen...warum ich mir sicher bin, kann ich nicht so leicht beschreiben...vielleicht weil man beobachten kann wie sich ihr Verhalten gegenüber anderen Hunden geändert hat, nicht zum negativen aber sie ist auf jeden Fall viel mutiger geworden...sie weiß auf jeden Fall welche Kraft sie besitzt :roll: .
    Irgendwann wird sie fremde Hunde nicht mehr so spielerisch zum Rennen auffordern wie sie es jetzt noch tut...eigentlich ist es eine ganz normale Entwicklung die unsere Hunde durchmachen...aber aus menschlicher Sicht her können wir einige Situationen nicht dulden...

    Den einzigen Tip den ich Dir geben könnte, ist sie dabei an der Schlepp zu lassen und solch ein Verhalten nicht durchgehen zu lassen...so ähnlich wie an der Leine mit der Leinenagression...aber ich bin kein Profi, ich weiß nicht ob es hilft...da muß ich wahrscheinlich auch irgendwann durch :/

    Also ich mach mir schon ein bischen Sorgen um die TS...was ist wenn der Hund größer, stärker wird?...wenn er erwachsen wird und zb. andere Leute , Fahrradfahrer, Jogger jagdt, verbellt oder irgendwie angeht?...an eine Leinenagressivität mag ich da gar nicht denken :sad2: ...ich kann mir schon vorstellen, das wenn der Hund nicht vernünftig und behutsam erzogen wird...das die Eltern fälschlicher weise annehmen, der Hund sei agressiv und weitere Fehler begangen werden...

    Naja...man kann nicht alles paulschalisieren, vielleicht sehe ich das jetzt zu schwarz.

    Aber Fakt ist, der Hund wird sich in Laufe seiner Geschlechtsreife erheblich verändern...ich hoffe, das wird den Eltern bald bewußt werden.

    Ihr wißt ja alle selber welche Macken die Hunde in ihrer Entwicklung bekommen können...hm...hoffentlich geht das gut...

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    Ist man entsetzt? Dann hat man vorher seinen Hund aber nie im Freilauf richtig mit anderen Hunden spielen sehen? Ich meine wie die teilweise miteinander umgehen, da kann man sich nur totlachen über Diskussionen ob Halsband oder Geschirr besser ist. Hunde untereinander sind nicht immer nett untereinander und ich denke, wenn man sich das mal mit offenen Augen anschaut, dann ist man auch nicht entsetzt über das Verhalten seines Hundes ... ich war entsetzt über mein Unvermögen aber nicht über meinen Hund :D.


    Doch... das erste mal, als meine Hündin so richtig losgelegt hatte (natürlich gab es vorweg ein paar "Hinweise" auf dieses" Phänomen") hab ich mich richtig erschrocken...entsetzt über mein eigenes Unvermögen war ich erst später...
    ...und natürlich habe ich meine Hündin schon mal richtig "spielen" sehen...sie balgt regelmäßig in Tornadomanier mit Rottifreundin und Co...meine ist eine Sprinterin, was glaubst Du was für ein tobendes Temperament sie hat ;)...noch hab ich keinen anderen Hund getroffen der schneller und temperamentvoller ist ...dabei ist sie zu Hause eine Schlaftablette...die bewegt sich durch die Wohnung als wenn sie gerade unter "Drogen" steht oder im Greisenalter steckt :roll: ...so eine lahme Krücke zu Hause....

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    Die Stufen kenne ich auch genau so. :gut:
    Nur, beim letzten bin ich glaub ich noch nicht. Wir sind noch dabei uns immer besser kennen zu lernen. Aber unsere Bindung hat sich in so kurzer Zeit so enorm gewandelt. Das hätte ich vorher nie gedacht, dass wir an so einen Punkt und noch viel weiter kommen können.


    Ja... man ist doch erstmal darüber entsetzt das der eigene süße, gut erzogene und sonst so friedliche Hund, so agressiv werden kann...ich glaube man ist dann zum ersten Mal mit dem wirklichen Wesen des Hundes konfrontiert (natürlich gibt es auch andere Situationen bei anderen HH)...
    Man kann es nicht fassen, wie "agressiv" der Hund ist...es passt so schlecht in unser Hundeverständniss.

    Hm...also es ist ja oft so, das viele Hunde zu Hause äußerlich sehr gut hören, also zumindest kommt es einem so vor...
    ...draussen merken Hunde sehr schnell das die Einwirkung vom Halter her gehemmt ist bzw sie merken, das sie sich mehr rausnehmen können...

    Also bei mir war es Beispielsweise so...ich habe mich nicht richtig getraut ihr eine kompetente Ansage zu machen (als sie im Welpen und Junghundalter war hab ich versäumt mich durchzusetzen, wenn sie hibbelig zu anderen Hunden hinwollte) und irgendwann merkte mein Hundi, das sie körperlich stärker ist (natürlich nicht bewußt) und nahm es als eine Selbstverständlichkeit hin, das sie sich aufregen darf und muß...da konnte ich wütend werden wie ich wollte, sie spürte eine gewisse Überlegenheit mir gegenüber...

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    sinaline: kannst du das mit den unterschiedlichen stufen mal genauer erklären? irgenwie kann ich mir grad nicht so richtig vorstellen, wie du das meinst...


    Entschuldige ich hab mich etwas mißverständlich ausgedrückt...

    Ich wollte keine wissenschaftliche Abhandlung über die Bekämpfung der Leinenagression und dessen psyschiche Auswirkungen auf den HH darstellen ;) ...

    ...es stellt einfach den typischen Verlauf eines HH dar, der mit der Situation überfordert sein kann... :D :/ ...sonst hat mein Text in dieser Hinsicht keine Bedeutung

    Ich halte von dem ganzen Spielzeugkrams überhaubt nichts...das einzige was ich mache ist nur Fährten auslegen, sonst gar nichts.
    Hund darf einmal am Tag richtig losstürmen...mal Fährte suchen und wir spielen oft mit dem Tau...ansonsten ruhige Gassigänge...ich verstehe nicht,was man denn sonst noch tun soll...ich seh da keinen Sinn drin.
    ...der Rest des Tages wird gepooft und das war`s.

    :gut: :gut: :gut: ...ich denke dieser Prozess dauert manchmal lange an, bis man erkennt, das es eigentlich ganz einfach ist...es sind unsere menschlichen Empfindungen die uns hemmen, den Hund zu sehen wie er ist
    ...ein Hund ist ein Hund...er hat auch Gefühle aber sie sind weniger problematischer ausgefeilt, als Unsere.

    Das Wichtigste ist Fairness, Konseqeunz und absolut Verläßlich zu sein(egal ob es Lob oder Strafe ist)...DAVON muß man ÜBERZEUGT sein.

    Die Stufen, die man bei der Leinenagressivität erklingen muß sind:

    -Ungläubig, erschrocken
    -Angst und ausweichen der Situation
    -Wut, die man positiv umsetzen muß
    -Gleichgültigkeit (ist mir jetzt auch egal :D )
    -das Wesen des Hundes erkennen.

    Gerade der letzte Punkt hat mich die Leinenagression unheimlich viel gelehrt...auch wenn es sich blöd anhört, gerade dadurch das mein Hund Leinenagressiv ist, kann ich das Wesen eines Hundes viel besser verstehen...ich habe diese Tatsache als ein natürlichen Teil meines Hundes angenommen, den ich aber genauso natürlich von meiner Seite aus unterbinde...es ist ein Nehmen und Geben. :D

    Meine Hündin hat auch mit 6 Monaten versucht mir draussen an der Leine die Arme "abzubeißen".
    ...wenn die lieben Hundis drinnen abdrehen, weiß man was zu tun ist...aber draussen ist das so eine Sache...man kann sie ja nicht wegsperren oder ähnliches.
    ...ich bin draussen immer auf die Leine getreten (ganz kurz am Halsband) und es hat ungefähr 4 Tage gedauert, bis sie realisiert hat, das sie es nicht zu tun hat.
    ...aber egal welche Methode Du draussen anwendest...ich würde Dir dringend raten es viele Tage konseqeunt durchzuziehen.

    Ich kann mir vorstellen, das es für Dich schwierig ist einen entspannten und verantwortungsvollen Umgang mit Deinem Hund zu finden...gerade in diesem Alter und auch noch später ist der liebevolle aber KONSEQEUNTE Umgang das A und O der Erziehung.

    Ich hoffe Deine Eltern werden bald mit Dir zusammen verantwortlich mit der Erziehung umgehen.
    Du kannst Deinen Eltern versichern das es ein ganz normales Verhalten eines quirligen Hundes ist...Hunde kennen kein gut oder böse, das muß Euch immer klar sein...

    Ich weiß nicht wo Du wohnst..aber in größeren Städten gibt es oft Hundeschulen, die für Kinder oder Jugendlichen mit Hunden Kurse anbieten (natürlich mit Eltern)...das fände ich eine gute Idee.
    Ich war zwar auch nur in der Welpenschule...aber ich bin auch erwachsen...als Jugendliche hätte ich das ich nicht alleine geschafft.

    Ihr müßt dran denken, das der Hund auch älter und größer wird und somit geschlechtsreif und ein anderes Verhalten bekommt.
    Da verändert sich so einiges...Dein Hund bleibt nicht im Verhaten so wie er jetzt ist...