Zitat
Ich denke, am Anfang sind viele erstmal geschockt, wie Fiffi denn so reagieren kann. :|
Viele schämen sich auch, wissen gar nicht was sie machen sollen, denken das hört von alleine auf usw. (eher ein Menschenproblem).
Ja das ist ein typischer Fall und so war es auch bei mir...unbewußt hab ich einen erheblichen "Respekt" vor ihrer Stärke empfunden, was ja ursprünglich dem anderen Hund "zukommen" sollte..
Als vor ein paar Wochen die "Tierschutztante" zur Nachkontrolle kam (mein Hund ist von einer Tierschutzorga)...fragte sie unter anderem auch, ob es Probleme mit dem Hund gäbe...
Ich erzählte ihr, das meine Hündin leinenagressiv wäre, ich aber auf dem besten Weg (meiner Meinung nach) sei, dies unter Kontrolle zu bekommen und ich vorhatte im Juni eine "Tierpsychologin" zu kontaktieren...
Sie fragte mich, warum ich mich nicht bei der Orga gemeldet hätte, denn dazu hätten sie immer genügend Adressen parat (und zeigte grinsend auf sich)...es sei ein typisches Problem...
Sie meinte, da sie ja schon mal da wäre, könnte sie sich die Sache mal ansehen.
Ich erklärte ihr noch wie ich das Verhalten meiner Hündin sehen würde...und ab ging es nach draussen.
Da meine Hündin auch sehr teritorial ist und gerade vor der Haustür gerne versucht den Macker rauszukehren, konnte die liebe TS Frau direkt gut das Beispiel meiner Kontrolle beobachten...sie hat gar nichts gesagt, sondern nur beobachtet...wir gingen etwas über eine halbe Stunde und konnten in der Zeit 3 fremde Hunde begegnen.
Zum Schluss des Spaziergangs hat sie mich angehalten und hat mir erklärt, das ich es tatzächlich schon gut unter Kontrolle habe.
Sie hat natürlich bemerkt, das mein Hund sehr zappelig (nicht ziehend) an der Leine ist und erklärte mir ich solle sie die ganze Zeit (ausser an den Lösestellen und außerhalb der Stadtrute, wo sie gegenüber fremden Hunden viel gelassener reagiert) an der kurzen Leine halten (so circa 10 bis 20 cm)...das gäbe mir das Gefühl den Hund unter Kontrolle zu haben und DAS wäre jetzt besonders wichtig, DAS GEFÜHL ICH führe den Hund und der Hund bemerkt, er kann nicht von einer Ecke zur anderen zappeln sondern MUß sich FÜHREN LASSEN...
Wenn dann ein fremder Hund kommt muß ich sie dann nicht erst kurz nehmen (was den Hund dann wieder "aufdreht") sondern Befehl ihr "bei Fuß" was dem Hund signalisiert, das er noch dichter ( und auch geschützter) neben mir geht...
Sie meinte noch das ich anfangen sollte den fremden Hund zu ignorieren, da das Befehl " laß es" schon sitzt...den Hund nebenbei beobachten und wenn ich merke sie ist so aufgeregt, das sie eine Bürste bekommt...nur dann diesen Befehl aussprechen ...denn das wichtige wäre diese Begegnungen almählich (das kann aber noch ewig dauern) ihrer "Wichtigkeit" zu nehmen...denn sonst kommt es wie Du... Las Patitas auch schon geschrieben hast...wieder zur einer Gewöhnung, in diesem fall fremder Hund = Aufregung, und dann kann ( muß aber nicht) es wieder von vorne beginnen...
Naja insgesamt habe ich das Gefühl des Führens jetzt gut drauf und weiß, das ich sie im Extremfall unter Kontrolle habe.
Ich gehe jetzt wieder viel öfter meine alten Gassigänge und das ohne Angst...da iat zwar noch manchmal eine gewisser "Stich in der Magengegend, wenn ich urplötzlich einen fremden Hund uns entgegenkommen sehe...aber mir fällt urplötzlich ein, das ich sie doch unter Kontrolle habe und der "Stich" ist wie weggeblasen"
Aber mir ist bewußt, das es durch unvorhergesehene Situationen immer wieder einen Rückfall geben kann, aber ich habe keine Angst oder zu viel Respekt vor dem Ausraster meiner Hündin und das ist mir am allerwichtigsten...