Beiträge von sinaline


    Oh je, jetzt hab ich das mit dem Thread:" Harmonie mit dem Hund" verwechselt...da kann man aber ganz schön durcheinander kommen...Entschuldigung.

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    Zu Bedenken ist aber immer, in welcher Entwicklungsphase ist der Hund, kann er das Verlangte überhaupt schon leisten.

    Wenn Welpen und Junghunde völlig übertrieben "gemassregelt " werden, man den Hunden ansieht, dass sie null Ahnung haben, worum es überhaupt geht, nur noch beschwichtigen und froh sind, heil durch die Situation gekommen zu sein, dann sollte man seine Erziehung allgemein mal überdenken.


    ...richtig, das ist natürlich auch immer eine Vorraussetzung, die man bedenken muß.

    Zitat

    Halt ich für einen der größten Irrtümer innerhalb der Hundeerziehung überhaupt. Diese Idee umso größer/stärker/wilder der Hund umso eher muss ich draufhaun weil ichs anders nicht in den Griff kriege. Die Idee kommt grad dann, wenn´s laut wird durch Bellen oder Knurren...

    Hatten wir hier grade hier bei uns. Aus unerfindlichen Gründen hat meine von gestern auf heute beschlossen, dass die Klingel konsequent zu verbellen ist, uns zwar so nachdrücklich, dass sie nen Iro stehn hatte.

    Was weiß ich, was da tagsüber gewesen sein muss.. Postbote.. Zeugen Jehovas.. ich weiß es nicht.

    Es hat uns 30 Minuten gekostet das wieder abzustellen.
    Mit Timing und positiver Bestärkung.

    Ich kenne leute die werkeln da mit verbieten und schnickschnack wochen- und monatelang dran rum.
    Ne danke.


    ...ich weiß nicht wie manche hier immer wieder ein negativ aufgebautes Signal mit gravierender Gewalt gleichsetzen...Wie um Gottes Willen kommt ihr darauf?

    ICH habe NIE geschrieben, das ich (wie Fräulein Wolle als Beispiel angab), dem Hund "in die Eier haue"...oder wie Du hier schreibst, das angenommen wird...das direkt draufgehauen wird...
    WO BITTE SCHÖN, WIRD HIER BESCHRIEBEN, DAS EIN NEGATIV AUFGEBAUTES SIGNAL SO GEWATSAM SEIN MUß...NIRGENDS

    Wie kommt ihr auf dermaßen absurde Gedanken?...das frage ich mich wirklich... :schockiert:

    Man braucht von Anfang an klare positiv aufgebaute Konditionierung...wenn dann ein GRAVIERENDER Regelübertritt stattfindet braucht man lediglich eine klare Körpersprache, evt. ein Ausperren und dazu noch ein klar definiertes Abbruchsignal...MEHR NICHT.

    Das gilt für das Beispiel : aufgeregtes Anspringen...bei dem ein kurzes Abwehren mit Abbruchsignal folgen kann...und der Hund wird es so gut wie niemals mehr wiederholen...

    ...und gilt auch für das Klingel-Bellproblem...das spätestens nachdem dritten Mal vorbei ist.

    Immer vorrausgesetzt, das Regeln von Anfang an klar deffiniert wurden.
    ...NACHHER kann ich immernoch positiv weiter bestätigen.

    @Fräuleinwolle...Wenn Du schreibst, das auch Dir mal ein Brüllton entweicht, es aber nichts mit Deiner Erziehungsweise zu tun hat, sondern rein aus DEINEM Gefühl raus (genervt sein) "entweicht"...dann wird das Dein Hund(e) aber ganz anders sehen...der versteht den Unterschied zu Deinem Handeln und Denken gar nicht erst...also wird Dein Hund es als "negatives" Abbruchsignal sehen...WO ist dann der Unterschied zu anderen HH, die dies bewußt benutzen?

    Im Übrigen gebrauche ich keinen Schrei-oder Brüllton, um ein negativ aufgebautes Signal einzusetzen...Weder bei einer Leinenagression noch bei einer anderen Situation :ka:

    ...und nebenbei gesagt...ich habe(aber ich hatte welche) bei meinem Hund jedenfalls keine nennenswerte Baustelle...

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    Oft ist es auch die Frage, was man dem Hund in seinem Tun unterstellt...

    Man kann alle Situationen auf unterschiedlichste Art und Weise deuten. Da gibt es die einen, die in allem eine Ressourcenverteidigung oder ein Aufmucken sehen, ein Grenzen testen, ein in Frage stellen, ein die Führung übernehmen.... Aber ist das denn tatsächlich so?
    Kann es nicht auch vielfach einfach so sein, daß der Hund überreizt, gereizt, gestreßt, genervt ist? Hat er vielleicht Schmerzen? vielleicht auch Kopfschmerzen? Verspannungen usw? Ist er überfordert? Hat man Signale übersehen? Usw...

    Ich sehe bei meinem Hund keine Recourssenverteidigung, Grenzen austesten...in Frage stellen und Führung übernehmen (Schmerzen mal ausgenommen)...mein Hund reagiert seinem Instinkt nach und will seine Energie ausleben...ausprobieren (damit meine ich nicht MICH testen), genauso läuft es auch in einem Rudel ab...
    Ja zb. ausprobieren wie stark er ist, aber das eher unbewußt...warum soll ich das dauernd mit positiver Bestärkung "unterstützen" oder umlenken...das Problem dabei ist das er es bei anderen zb nicht weiß...wenn ich ihm aber einen konseqeunten Abbruch aufzeige, weiß er sogar in anderen Situationen, das es ein "Nein" bedeutet...in der Natur läuft es auch nicht anders...bis hierhin und nicht weiter, wird sogar von Hunden untereinander akzeptiert.


    Muß man denn immer gleich das Schlimmste von seinem Hund annehmen? So kommt es mir jedenfalls ganz häufig vor...

    ...nur weil man auch mal ohne positive Bestärkung erzieht, heißt das nochlange nicht, das man die falsche Einstellung hat...im Gegenteil, ich mache das auch DESHALB, WEIL ich mir bewußt bin, das es durchaus natürlich ist, wie mein Hund sich verhält...das Eine hat mit dem anderen nichts zu tun

    Wie heißt es doch so schön beim Ying und Yang Prinzip??? :D
    ...außerdem...die Wahrheit liegt immer in der Mitte.

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    Ich muß mich da mal dranhängen und würde an dieser Stelle gerne mal daran erinnern:

    Verhalten, das keinen Erfolg bringt, stirbt aus. Wenn Ihr also für "gelernte" Dinge nicht mehr bestätigt, "weil Hundi kann das ja", dann wird das Verhalten immer zäher und ungerner gezeigt, bis es ausstirbt. Bringt ja keinen Erfolg, also warum soll Hundi das machen. Und dann müßt Ihr wieder mit Meideverhalten das Ganze durch setzen. Ein bißchen schade für Hundi. Dann hättet Ihr Euch auch können den positiven Aufbau sparen.
    Also ab und an auch für Dinge, die Hundi schon gut kann und besonders gut gezeigt hat, mal ein Leckerli fallen lassen, erhöht und erhält die Motivation.


    ...damit dringst Du aber nicht bei allen Hunden durch...
    Stell Dir vor Du hast einen ungestümen Junghund an der Leine, der auf positive Bestärkung gar nicht reagiert (in solch einer Situation)...nun dieser Hund fängt an Randale bei fremden Hunden an der Leine zu machen...was machst Du dann...ignorieren kannst Du die Sache nicht, weil er sich reinsteigert und sich selbst bestätigt...da kommst Du mit solchen Methoden nicht weit.

    ...oder ein kräftiger Hund der meint im Spiel dauernd seinen Halter energievoll anzuspringen (achtung aus dem Grund heraus um Energie abzureagieren)...solche Hunde werden auch nachdem 100sten ignorieren nicht damit aufhören....

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    Ich arbeite im VPG mit Futter und Beute, im Freizeitbereich je nach Situation mit Futter, Beute, reinem Lob, Ignorieren und wenn Madam ganz übermütig wird, wird´s auch mal schärfer. Aber soweit wie irgendmöglich über positiven Aufbau mit Hilfe von Markerworten u.a.

    Dass sie mal nen Rempler kriegt weil sie total rumspinnt ist selten, kommt aber vor.

    Andre bezeichnen mich aber gern als sehr streng, weil ich eben konsequent an dem, was mir wichtig ist, arbeite. Auch auf jedem Spaziergang und beim Spielen im Garten...


    Ich würde es nicht als streng, sondern als Normal bezeichnen...manche Hunde sind halt ungestümer oder "frecher" als andere...wenn man da nicht eingreifen würde, hätte man sicher ein Problem...

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    Ich finde es auch immer wieder erstaunlich, dass hier das Bestätigen mit Leckerlies oft so schlecht gemacht wird. Ich habe meinen Hund zum Beispiel durch positive Bestärkung in Form von Leckerlies erzogen, aber das heißt doch nicht, dass er ohne diese nicht mehr hört. Als er letztens krank war und keine Belohnungen in Form von Leckerlies bekommen durfte, da war er trotzdem ohne Leine unterwegs und hat auch so gehört. So what?


    ...wie schon öfters betont wurde, kommt es auf den Charakter des Hundes an...wenn die reine positive Bestärkung ausreicht, ist es doch in Ordnung :smile:
    ...nur manche HH merken nicht, wo die Grenze bei ihrem Hund in der reinen positiven Bestärkung liegt und wundern sich, warum er nicht hört, dazu kommt noch eine falsche Konditionierung die sich eventuell eingeschlichen hat und schon hat man den Salat ;)