Zitat
Bianca, ich denke schon, dass viele HH den alternativen Weg des Kommandoaufbaus ohne aversiven Reiz scheuen, da der weg "länger" ist.... und für den HH "anstrengender".
Zumal man ja schnell ein Ergebnis haben will und einen möglichst "unauffälligen" Hund.
Birgit
Nein, nein, das glaube ich ganz und gar nicht...meiner Meinung ist es in erster Linie fehlende Erfahrung (wenn man sie auf bestimmte "ernste" Situationen bezieht und nicht alleine auf eine Grundausbildung).
Ich habe mein" nein" anfangs immer nur positiv rüber gebracht, also durch Umlenkung "unterstrichen" und niemals direkt Grenzen angewendet (Grenze ist immer erst einmal negativ).
Die Umlenkungen wurden auch mal variiert...bis die erste Situation auftaucht in denen der Hund viel ausprobiert um seinen Ziel näherzukommen...das ist die Zeit an dem man zum ersten Mal eine Grenze (also negativ) einsetzt...das passiert innerhalb von Sekunden und als Hundeanfänger mittels mangelnder Erfahrung schnell falsch aufgebaut wird (also zu aversiv)
...was glaubst Du hab ich mir Gedanken(auch im Nachhinein) über die Vorgehensweise gemacht...bestimmt nicht, weil ich zu faul war...ich finde die Unterstellung Dieser einfach nicht gerecht...Nur weil man noch nicht soviel Erfahrung mit der Erziehung hat, heißt es noch lange nicht, das man sich keine Gedanken macht...man muß nur mal erst Erfahrung sammeln...sowohl mit Umlenkung als auch mit Grenzen setzen.
Am Beginn der Leinenagression hatte ich eine Trainerin, die mir das Clickern nahegebracht hat...aber auch nach der dritten Stunde war mir diese Methode immer noch" fremd"...heute würde ich diese Methode besser anwenden, da ich schon etwas mehr Erfahrung mit dem Hund habe, als vor einem Jahr.
Und jetzt nachdem ich die Leinenagression mittels eines negativen reizes(nein negativ aufgebaut über das hineinlaufen) "im Griff" habe ...bin ich gerade dabei die Situation (und das negativ aufgebaute Signal)...NACH einer ruhigen Begegnung (und entspannten Hund) dieses positiv zu stärken...hab ich aber in einem anderen Thread von mir beschrieben.
...wenn ich zu bequem dazu wäre, würde ich es bei dem negativen Signal belassen und gut wäre.
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Insgesamt ist es für mich eine Erziehung über positiv (Umlenken) und negativ (Grenzen setzen)...wobei ich die negative Grenze im Nachhinein immer noch positiv bestärken kann...es fehlt nur oft die Erfahrung und weniger der Wille.