da ich nicht mehr editieren konnte .....
Das gilt auch für die Akzeptanz der Unterschiedlichkeit der einzelnen Rassen. Und der Variabilität innerhalb einer Rasse.
Es gibt nun mal artspezifische Eigenschaften, aber durch entsprechende Zuchtselektion auch rassespezifische Eigenschaften. Da kann man drüber diskutieren wie man will.
Diese rassespezifischen Eigenschaften sind an sich nichts schlechtes. Nur eben bedeutet das, dass nicht jeder Hund für jeden Halter geeignet ist. Und dass man bei der Anschaffung eines Hundes nicht nur nach der Optik gehen darf. Sondern sich im Vorfeld gründlich über die jeweilige Rasse informieren sollte. Aber bitte bei langjährigen Haltern und Kennern der Rasse.
Wie ich schon weiter vorne schrieb - wer sich einen Aussie anschafft, weil dieser ein so toll geschecktes Fell hat, sich dann aber wundert, dass der Aussie den rumtobenden Kindern nachsetzt und in die Waden zwickt 
Stimmt im großen und Ganzen, was Du schreibst. Aber ich denke noch wichtiger ist es, das sich der HH dem Charakter des Hundes anpassen kann...flexibel sein heißt das Stichwort...und das sind viele HH NICHT oder müßen es noch lernen (ich auch :D)...leider geben sich einige von ihnen noch nicht mal die Mühe und doktorn an der Erzeihung nur nach eigenen Vorstellungen rum...so nach dem Motto: was zb.in der Erziehung eines Schäferhundes funktioniert, müßte bei einem Rotti auch klappen.
Klar gibt es Rassen, bei denen fällt es idR nicht so ins Gewicht, wenn es dann mal zu einem Vorfall kommt. Obwohl es auch bei kleinen Hunden - siehe die Geschichte im Elsass, Dackel, 3jähriges Mädchen, Kehlbiss, Kind tot - zu schrecklichen Vorfällen kommen kann. Wenn man sich aber mal ansieht, wofür Dackel ursprünglich gezüchtet wurden .........
Oder die "dummen" Windhunde - die über zig Generationen auf selbständiges Arbeiten gezüchtet wurden - dass die sich nicht so leicht ausbilden lassen wie eine Hunderasse, bei der seit Generationen gezielt auf gute Zusammenarbeit mit dem Menschen selektiert wurde .........
Man kann es drehen und wenden wie man will - Hunde haben nun mal Zähne. Und sie wissen auch wie man sie einsetzt. Das brauchen sie nicht zu lernen - um mal das Thema VPG anzuschneiden.
Eine unserer Bernerinnen hat nie einen Beissarm auch nur gesehen. Reingebissen hätte sie sowieso nie. Aber der Mensch, der eines ihrer Rudelmitglieder bedroht hätte, hätte ganz schnell recht alt ausgesehen, wenn er ihre Warnungen missachtet hätte.
Das Problem ist heutzutage, dass es zwar immer mehr Leute gibt, die Hunde halten. Aber immer weniger Leute, die auch entsprechend "Hundeverstand" haben.
Ja, das trifft auch ungefähr auf das zu, was ich oben schrieb.
Zu bedenken ist auch, das sich viele einen mix als Welpen zulegen, wo man noch gar nicht absehen lässt, wie er sich entwickelt...deshalb ist die Flexibilität besonders wichtig.
Aber natürlich gibt es auch viele Fälle wo es zwischen Hund Und Halter gar nicht funktioniert, was aber meiner Meinung weniger mit der Rassenwahl zu tun hat.
Allein dieses Ganze "jeder Hund muss sich mit jedem anderen Hund verstehen und mit jedem anderen Hund spielen wollen, sonst ist er nicht sozialisiert" zeigt doch, dass Hundeverstand immer weiter abnimmt.
Es gibt aber auch oft den umgekehrten Fall...soll heißen, das sich viele HH aus bequemlichkeit ODER Überforderung jegliche "negative soziale Aktion" ihres Vierbeiners damit entschuldigen, das er zb. keine kleinen Hunde mag...auch keine großen schwarzen Hunde, Rüden oder Hündinunverträglich ist, stürmisch im Charakter ist...dann noch (weil vielleicht Hütehund) keinen Besucher gehen oder kommen lässt ...
Damit wir uns nicht falsch verstehen...im Einzelbereich finde ich schon, das man dem Hund es zustehen MUß...aber ich kenne auch Hunde, die eine gesammelte Summe von negativen Charakterzügen zeigen, wo es nichts mehr damit zu tun hat, das der Hund numal so ist und seine Persönlichkeit geachtet werden sollte...das ist manchmal schwer auseinander zu halten.
Dass sich gewisse Klientel gern Hunde, denen ein "böses" Image anhaftet, zulegen ist bekannt. Dass diese Typen nicht immer wissen, wie man mit Hunden im Allgemeinen und ihrem Hund im Besonderen umgeht, ist auch nichts Neues.
Ganz sicher gibt es gefährliche Rottis, genauso wie es gefährliche Individuen in jeder anderen Rasse gibt.
Nur gibt es Rassen, bei denen fällt ein Vorfall einfach stärker ins Gewicht.
Weil damit Klischees verbunden sind, reisserische Aufmachungen etc.
Und im Endeffekt läuft es darauf hinaus, dass wieder diskutiert wird von wegen "Rasselisten" usw.
Denn dass es auch bei diesem Rottweiler nicht in erster Linie die Rasse war, sondern die wohl eher ungünstigen Haltungsbedingungen, das wird nun mal gern unter den Tisch gekehrt.
So tickt nun mal unsere Medienberichterstattung - "Kampfhund zerfleischt Kleinkind" verkauft sich einfach besser als "Hund beisst Kind tot weil Halter mit der Haltung des Hundes völlig überfordert war".
Es wurde hier mehrfach nachgefragt, ob nun noch mehr rausgekommen ist - anscheinend nicht wirklich. Wird es wohl auch nicht mehr. Die reisserische Schlagzeile ist vorbei. Auf zur nächsten Schlagzeile. Unsere Damen und Herren in der Politik werden wieder etwas diskutieren von wegen "Rottweiler zu den Kat. 1 Hunden", das evlt. auch durchziehen .... und dann ist die Sache wieder aus den Köpfen derjenigen raus, die sich eigentlich mal ernsthaft mit der Thematik befassen sollten.
Muemmel
Klar - die gibt es auch. Und das wird dann idR auch was.
Aber wie viele sind das?
Ich zitiere nochmal aus dem Buch "Die Sache mit dem Hund" von Gebhardt/Haucke:
"Würden nur diejenigen einen Hund halten, die das verantwortlich und mit den Grundkenntnissen der Hundehaltung ausgestattet tun, mit einem Schlag gäbe es - grob geschätzt - zwei Drittel weniger".
Da ist schon was Wahres dran...aber als Anfänger, muß man sich auch die Grundkenntnisse erstmal praktisch erwerben...und das kann dann erstmal wirklich so aussehen, als hätte man sich nie theoretisch damit auseinander gesetzt.