Beiträge von Brazzi

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    Wenn Deine Hündin das nur in der Läufigkeit macht, hat es meiner Meinung nach weniger mit Dominanz als mit ihrem augenblicklichen hormonellen Zustand zu tun.

    So würde ich das auch beurteilen.
    Manche Hunde zeigen dieses Verhalten übrigens auch auch als Übersprungshandlung.
    Skadi hat das schon als Welpe gemacht, wenn sie etwas aufgedreht war. Dann wurde ihr Lieblingsteddy berammelt. :roll:

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    ...Ganz ehrlich ich hab als Kiddy auch mal die reste aus dem Bierglas gesüffelt ( wie wohl fast jedes Kind)

    Nein, hab ich nicht :mocken: .... bei mir warens die Gläser vom Eierlikör, die ich auslecken durfte :D

    Ich glaube, dass Hunde in der Natur auch vergorenen Früchte fressen würden.
    Daher finde ich ab und an mal eine Pfütze Bier auch überhaupt nicht tragisch. Das wir unseren Hunden das Zeug nicht täglich und Becherweise einflößen, versteht sich ja wohl von selbst.

    Was ich wirklich witzig finde, das Hunden anscheinend der Hang zum Alkohol, bzw. ob sie ihn genrell mögen oder nicht, angebohren ist. Unsere ersten Hündin hat z.B. Bier und auch lieblichen Wein geliebt (hat im Flaschenkeller die leeren Flaschen umgestoßren, um an die Reste zu kommen :roll: ) aber unsere Zweithündin damals hast bei dem kleinsten Hauch von Alkoholischem sofort angewiedert den Kopf zuseite genommen :lol:
    Skadi macht das genauso.... mit der Ausnahme von Weizen - sie liebt Hefegeschmack :D

    Sorry für's OT


    Wegen der Schokoleckerlie:
    Wie schon oben geschrieben könnte es natürlich sein, dass dein Hund erst recht Heißhunger auf Schokolade bekommt, wenn du ihm Schokolecker anbietest. Allerdings dürfte man dann auch keine Fleischwurst als Lerckerli verwenden.... du mustt halt generell gut drauf achten, dass nirgendwo Schoko rumliegt.
    Wenn du die Leckerlie sparsam verwendets wird dein Hund sicher auch von dem Zucker und dem Fett nicht gleich umkommen.... ist letztendlich wahrscheinlich eine Überzeugungssache....:ka:

    Byron: Ich habe generell nichts gegen den Einsatz von Strafen.
    Ich bin selbst kein Wattebäuschchenwerfer.
    Es muß dann aber maßvoll und punktgenau erfolgen. Aber leider beobachte ich immer wieder, wie schon vorher angemerkt, dass genau das nicht passiert. Die meisten Leute betrafen nach meiner Beobachtung zu spät, zu nachtragend, oder an der Sitaution gemessen zu heftig.
    Speziell in dem eingangs erwähnten Zusammenhang finde ich eine Strafe schlichtweg nicht angebracht, weil auch schon so das Vertrauensverhältnis zwischen Mensch und Hund nicht besonders gut ist.
    Und ich bleibe dabei: Warum unbedingt eine Strafe anwenden, wenn es auch ohne geht?

    Jacky Russel: Auch in dem Beispiel mit der Pfote würde ich dem Hund lieber Vertrauen in meine Person vermitteln, und ihn langsam an die Pfotenpflege gewöhnen, als in auch noch in seiner Ansicht zu bestätigen, dass es Stress gibt, wenn ich seine Pfote in die Hand nehme.
    Hunde kurren in den seltensten Fällen aus Dreistheit - meist sind sie unsicher oder ängstlich. Dann allerdings würde ich ebenfalls nicht das Knurren in dieser Situation unterbinden (was eventuell gefährlich für mich sein kann) sondern an Unterordnung im Alltag arbeiten um die Rangfolge zu klären und dem Hund zuvermitteln, dass er keine Führungsrolle zu übernehmen braucht - und das mit vorgelebter Souveränität, klaren Regeln und Ritualen, und nicht mit extrem häufiger Maßregelung - denn bei einem solchen Fall liegt der Hund meist ganz wo anders und vor allem viel tiefer vergraben ;)
    Aber jeder wie er mag - solange der Hund nicht leidet.

    Ist schon klar, dass Hunde untereinander nicht tauschen, und ich lehne es auch nicht völlig ab, wenn der Hund in diesem Fall eine sofortige, kurze und vor allem klare Ansage bekommt.
    Das wäre in der Tat das, was dem hündischen Verhalten entsprechen würde.
    Es gibt aber für mich drei Gründe die dagegen sprechen:

    1. Wenn ich die Strafe nicht sofort und refelxartig einsetzte, so wie es Hunde unter einander tun (und Hunde sind in diesem Fall verdammt schnell), kann ich mehr verderben, als ich positives erreichen kann. Strafen müssen extrem präziese eingesetzt werden, um ihre Wirkung nicht zu verfehlen. Leider können das (nach meiner Erfahrung) die wenigsten Hundebesitzer.

    2. Wenn die Beziehung zwischen mir und dem Hund nicht wirklich stimmt (sprich nicht vollkommmen geklährt ist, wer nun das Rudel anführt), kann das Ignorieren des Drohens und anschließendes Wegnehmen im Zweifel ziemlich böse für mich enden.

    3. Warum sollte ich Gewalt anwenden, wenn ich eine gewaltfreie Alternative haben?
    Ich bin schließlich keine Hund, und nur, weil es sinnvoll ist die Körpersprache von Hunden zu verstehen und sich am Verhalten von Hunden zu orientieren, heist das noch lange nicht, dass ich sie in jedweder Hinsicht immitieren müssen.
    Oder reitest du bei deinem Hund hinten auf, um deine Dominanz zu zeigen?

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    ich meinte das aber im zusammenhang mit:
    wenn der hund mich anknurrt, weil ich ihm den knochen wegnehmen will.

    Der Zusammenhang "Knochenwegnehmen" war hier aber nicht gefragt, daher konnten wir nicht wissen, dass du dich darauf beziehst. ;)
    Und auch in diesem Zusammenhang würde ich eher dazu raten dem Hund Sicherheit zu vermitteln und ihm zu zeigen, dass er nicht zu knurren braucht (Tauschen üben etc.). Wobei ich gestehen muß, dass ich früher in einer solchen Situation Skadi auch schonmal reflexartig eine gewaffelt habe - da bin ich allerdings nicht stolz drauf und würde es heute nicht unbedingt wieder tun.


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    also was wollt ihr schon wieder von mir???

    Ich will gar nichts von dir, ich will nur meine Meinung zu deiner Meinung kund tun.... dazu - zum Meinungsäußern und Erfahrungsaustausch - sind Foren nämlich da.