Ich versteh vor allem nicht, warum bei einem Hund, der dieses Pensum schaffen soll extra auf fettarmes Futter bestanden worden ist? War das eine Empfehlung des TA? Hunde beziehen ihre Energie eben aus Fett oder Kohlehydraten... warum also fettarm?
Mal davon ab, würde ich das Futter auch nicht weiter füttern... wenn der Hund nicht weniger leisten soll, würde ich zu einem hochwertigen Futter aus der verllinkten Liste tendieren, vielleicht sogar zu einem für Hunde mit erhöhtem Energiebedarf.
Der Shar-Pei ist ein sehr gutes Beispiel wie WELPENKÄUFER die Erscheinung beeinflussen.
Vor Jahren kam in der Zeitschrift "Der HUND" ein Interview mit einer Shar-Pei-Züchterin. Diese Frau züchtete Shar Peis des "alten Schlags". Als Welpen etwas faltig, als erwachsene Hunde fast völlig faltenlos. Von Seiten des Zuchtverbands damals völlig ok.
Sie erzählte in dem Interview, dass sie es immer schwerer hat, Welpenkäufer zu finden. Die Leute kommen, sehen ihre erwachsenen, fast völlig glatten Hunde mit nur minimalster Andeutung von Runzelbildung (Falten konnte man das nicht nennen) - und sind nahezu sofort wieder rückwärts zur Haustüre raus: "nee, sooooo normal und alltäglich und gar nicht besonders hat man sich einen Shar Pei, einen 'Faltenhund' nicht vorgestellt".
In diesem Zusammenhang zitier ich mich mal selber aus einem anderen, alten Thread zu einem ähnlichen Thema:
Zitat
Wenn ich persönlich züchten würde, und mir das Wohl einer Rasse am Herzen läge, würde ich nicht blind versuchen irgendwelchen völlig unsinnigen Rassestandarts hinterherzüchten. Ich würde bewusst versuchen gesundheistschädliche Merkmale zu vermeiden. Allerdings ist ganz klar, wo dabei das Problem liegt: Ich könnte nicht mehr Ausstellen, meine Tiere würden (egal ob gesunder) nicht als Zuchttiere vom Verein zugelassen und meine Zuchtlinie würde zwangsläufig verschwinden. Geld oder der (meines erachtens oft eher zweifelhafte) Ruhm von Ausstellungssiegen gäbs somit auch nicht mehr. [....] Für konsequent hielte ich es, wenn ich merke, dass eine Zucht in die völlig falsche Richtung läuft, auszusteigen. Oder aber auf Ruhm und Geld verzichtend eigene Zuchtziele zu verfolgen. Alles andere tendiert für mich eher in Richtung "Ich züchte um mich selbst zu profilieren" unter dem Deckmäntelchen des "Es ist ja im Sinne der Rasse". Und trotz allem ist vor allem einer Schuld, nämlich der Käufer. Gäbs keine Nachfrage nach kranken "Schönheits"idealen würden Quahlzuchten ohnehin aussterben.
nur eben manches, wie die kommunikation, eben anders.
Wie macht er es denn anders? Was macht er z.B. mehr bzw. zusätzlich? Das würd mich wirklich sehr interessieren. Vielleicht habe ich ja bisher auch nur Bulldoggen kennengelernt (zugegebenermaßen bisher nur vier - drei french bullis und eine olde english), die dieses "anders" auch nicht konnten....mir zumindest ist nur aufgefallen, was sie bezüglich der Kommunikation alles nicht konnten: Nicht wedeln (alle samt kupiert), nicht nicht steif gehen, die Mimik nicht oder nur kaum verändern.
Wie weit bist Du mit Deinem Wuffel? Jimmy hat das "right" verstanden..... das "left" fange ich die Tage an
Ich arbeite nur mit Sichtzeichen. Ich kann sie inzwischen um einen Baum schicken, der links von mir steht, und um einen der rechts von mir steht. Beides wird gegen den Uhrzeigersinn umlaufen. Es klappt noch nicht aus wirklich großer Entfernung und ist am Anfang auch immer noch recht zögerlich. Bis ich es geschafft hab, dass sie sie auch im Uhrzeigersinn umrundet wird und ich einige Meter entfernt stehen kann wird mit Sicherheit noch viiiieeel Zeit ins Land gehen.....
nun die vorteile von plattschnäuzigen hunden sind leider nicht mehr gegeben. früher waren das kampfhunde und für die bedeutete eine solche platte nase das sie beim festbeissen in ihre beute besser luft bekommen haben. die ohren und die schwänze wurden meist ganz entfernt, nicht nur kupiert sondern richtig abgeschnitten, damit war das risiko das sich die beute an den losen sachen festbissen, gering. die breite, bemuskelte brust diente dazu, dass beute zu boden gerissen werden konnte, der breite, kurze hals war ebenso eine große hilfe.
Mir ist durchaus bewusst, warum die Nasen, das Fell, die Statur dieser Hunde ursprünglich so gewollt ist. Bleibt die Frage, ob es moralisch überhaupt je legitim war/ist eine Hund für ein so blutrünstiges Vergnügen wie den Tierkampf zu züchten. Wär der Mensch nicht so pervers allein zum Spaß!!! Tiere auf andere Tiere zu hetzen, wäre eine extrem rückgezüchetet Nase etc. gar nicht notwendig gewesen. Und weiterhin stellt sich mir die Frage, warum werden in diesen Rassen krampfhaft solche, inzwischen anscheindend nutzlosen, die Kommunikation einschränkenden Merkmale erhalten? Doch nur, weil Mensch es schön findet.
Zitat
deswegen ist wie gesagt mein hund nicht verkrüppelt noch in irgendeiner weise eingeschränkt.
Verkrüppelt würd ich das - bei einem gesunden Vertreter der entsprechenden Rassen - auch nicht unbedingt nennen. Eingeschränkt ja.
ich finde es bischen..komisch das es menschen gibt die hunde mit einer platten schnauze, ohne schwanz oder mit zuviel fell als fehlgezüchtet oder verkrüppelt bezeichnen.
Aber was hat der Hund denn davon, dass er keinen Schwanz, zu viel Fell und/oder eine platte Nase hat? Nur Einschränkungen, oder fällt dir ein Vorteil ein, den er persönlich daraus zieht? Im Endeffekt provitiert nur der Mensch davon - nämlich damit aufzufallen. Und für mich sind massiv einschränkende Merkmale, die keinen anderen Sinn (mehr) haben als "hübsch" zu sein, eine Fehlzucht. Aber da mag ja jeder seine eigen Meinung zu haben.
Zitat
und immer ist der plattnasige hund schuld.
Der plattnasige Hund an sich ist sicher nicht schuld. Der kann nichts dafür, dass er so gezüchtet wurde. Und natürlich ist auch der Halter eines solchen Hundes "nicht Schuld" an der Problematik, die sich bei Zusammentreffen der verschiedenen Rassen ergeben. Aber er muss mit Problemen rechnen und diese akzeptieren. Denn genauso wenig ist der Hundehalter "schuld", dessen Hund - eventuell magels Erfahrungen in der Sozialisaion - auf einen plattnasigen komisch reagiert.
Vergleiche es vielleicht mit auffälligen Tatoos: Wenn ich mir eins zulege, weil es mir so gefällt, muss ich auch mit allen Konsequenzen leben, die das mit sich bringt, und mich nicht wundern, dass z.B. eventuell eine Job nicht bekomme, weil mein potenzieller Arbeitgeber nicht möchte, dass ich sein Unternehmen so repräsentiere. Das ist definitiv mein Problem - nicht das des Arbeitgebers.
aber gerade die feinkommunizierenden hunde haben mit solchen typen eher probleme.
Das kann ich von meiner Hündin nur bestätigen. Sie selbst komuniziert selbst sehr diffenziert und reagiert selbst sehr senibel auf Signale ihrer Gegenüber. Ich merke immer wieder, dass sie sich zu Hunden mit einer klar differenzierten Körpersprache und vor allem Mimik (vor allem Hunde nordischen Typs, Schäferhunde) generell angezogen fühlt. Hunde, die in ihrer Mimik und Körpersprache stark eingeschränkt (oder von mir aus auch "anders" sind) versunsichern sie ziemlich stark und sie meidet Kontakt mit ihnen. Offensivere Hundetypen gehen auf die vermeindliche Povokation von steifem Gang, starrem Blick und gerunzelter Nase und Stirn vermutlich nicht so zurückgenommen ein....
Hier übrigens noch ein wunderschönes Beispiel, warum ich persönlich Hunde "mit Bart" nicht so mag (ich habe wirklich lange darüber nach gedacht, bis ich dahinter gekommen bin, was mich wirklich stört):
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Ich sehe Skadis Blick und erkenne ihn als die - wenn auch sehr sanfte - Drohung, die er nunmal ist. Beim Schnauzer erkenne ich gar nichts.... nicht die Augen, nicht den Fang, nicht die Stirn, nicht den Nasenrücken. Ich - als Mensch - habe wirklich Schwierigkeiten diesen Hund zu lesen. Ein Hund mag das vielleicht tatsächlich können, aber ich habe immer wieder Probleme damit. Bonnie (der Schauzer) kommuniziert natürlich ähnlich wie Skadi, aber die Haarpracht ermöglicht das einwandfreie Lesen nicht mehr. Das persönlich ist für mich schon ein Ausschlussgrund für Bartträger. Ist mir persönlich schlicht zu anstrengend. Nicht das das jetzt falsch verstanden wird, ich bin weit davon entfernt einen Schnauzer deswegen als "fehlgezüchtet" zu betiteln, aber es gibt nunmal Schwierigkeiten in der Kummunikation verschiedener Rassen, die nicht weg zu diskutieren sind. Ich persönlich finde es eben angenehmer, wenn ich die Stimmung eines Hundes ganz klar erkennen kann, wie auf den folgenden Bildern - alles mehr oder minder "dringende" Abruchsignale aus einer Spiel/Rangelsituationen heraus:
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Und es damit abzutun, das wäre der eigene Fehler, man müsse seinen Hund eben mit allen Rassen sozialisieren, ist - entschuldigung - fern jedes Menschenverstandes und der Realität. Sicher, und das ist absolut meine Meinung: Im Zuge des Erlangens von Umweltsicherheit und sozialen Fähigkeiten sollten nach Möglichkeit auch "fremdartige" Hunderassen abgedeckt werden....woher soll ich die kurznasigen Molosserrassen zum Sozialisieren aber nehmen, wenn es im Umkreis zu der entsprechenden Zeit leider keine gibt (oder diese sich nicht zur Verfügung stellen)? Wer sich einen solchen Hund halten will - bitte, grundsätzlich spricht nichts dagegen. Ich persönlich finde nur, dass man als Halter eines solch eingeschänkten (oder von mir aus "anderen") Hundes sich dieser Tatsache bewusst sein, und sie nicht als "Problem der anderen" hinstellen sollte. Ich stelle allerdings einfach genrell in Frage, ob man solche, heutzutage nur noch auf (fragwürdige?) Esthetik (welche eben auch noch die hier diskutierten Probleme mit sich bringen) hingezogene Hunde überhaupt noch züchten muss....
Zitat
Aber, mal ganz ketzerisch, welche HH lassen es heute noch so weit kommen? Wird nicht schon der Versuch einer Kommunikation unter den Hunden unterbunden? Haben viele Hunde nicht mittlerweile verlernt, sauber zu kommunizieren?
Das sind Dinge, die meines Erachtens, noch erschwerend hinzu kommen. Jede Form von aggressiver Kommunkation wird (zumindest hier) meist im Keim erstickt... wen wundert es, dass die Hund ihrereseits nicht mehr lernen vernünftig zu kommunizieren bzw. das Drohen, welches ja verboten ist, bis auf rudimentäre Ansätze einstellen und sofort lospoltern?
Wir machen auch alle möglichen Jagd- und Beutespiele. Wie schon geschrieben, sehe ich keinerlei Problematik darin - solange die Hund/Halter-Beziehung grundsätzlich stimmt.