Beiträge von Brazzi

    Ganz ehrlich?
    Wenn ich sowas lesen muss, rollen sich mir die Fußnägel hoch. Da haben Leute einen jungen, energiegeladenen Hund, scheinen ihm bis nicht mal ein Mindestmaß an Anstand beigebracht zu haben, und lassen ihn wiederholt! frei lauf und Leute anspringen? Du wirst wohl nicht die einzige sein, bei der er diese Verhalten zeigt.
    Ich vermute hinter diesem Austicken vor allem zu wenig Führung, Auslastung, Stress und Überforderung des Hundes, aber das ist letztlich nebensächlich.
    Es ist auch wurscht, ob die Besitzer einsichtig sind... so ein Verhalten geht gar nicht. Nicht nur wegen dir oder den anderen belästigeten Leuten, sondern auch, weil sich Leute, die Hunde nicht mögen, und das Ganze vielleicht soagr nur zufällig sehen wieder mal bestätigt sehen: "Aha - wieder einer von den doofen Hundehaltern! Haben ihre Viecher einfach nicht im Griff!"
    Solche HH sind schuld, dass die Gesammtheit der HH mit immer mehr Schikanen und Anfeindungen zu rechnen hat. :/
    Und stell dir vor, die hätten jetzt keinen Labbijunghund, sondern z.B. einen triebigen Schäfi oder einen Belgier? Da wär's mit Sicherheit nicht nur die Jacke, die da in Fetzen hängt... die Konsequenzen für Hund und Halter kann man sich dann ja ausmalen.... :verzweifelt:

    Red mit deinen Nachbarn, dass der Hund unebdingt gesichert werden muss (ruhig auch darüber, was sie für ein schlechtes Licht auf Hundehalter im allgemeinen wefen, vielleicht bringt sie das zum nachdenken, wenn sie je genrell einsichtig sind), und empfiel ihen den Besuch einer guten Hundeschule, wo nicht nur am Hund rumerzogen wird, sondern wo Menschen lernen vernünftig auf ihr Tier einzugehen.

    Ich hoffe, so wie ich das jetzt zusammen zitiere, ist das einigermaßen verständlich... :lol:

    Zitat


    Quelle: http://www.polar-chat.de/topic_75271_436.html

    Lese ich das richtig? Man soll also einen (der Beschreibung meiner Ansicht nach) völlig überdrehten, schlecht sozialisierten, nach hündischen und menschlichen Maßstäben...gelinde gessagt .... unhöflichen Hund also einfach mal machen lassen? Bzw. das von mir bemängelte Verhalten passiert nur, weil ich ihn abrufe? :???:
    Ist ersteres der Fall, bin ich sicher, dass sich das "Problem" dann irgendwann ganz schnell "ausproblemt" hat, wenn der "stellungsfähige" Hund dann an den falschen Gegenüber gerät.... klingt mir sehr nach "...die regeln das schon unter sich...." :verzweifelt:
    Der Sinn von letzterem erschließt sich mir einfach nicht...

    Zitat

    Ich verstehe schon, was sie mit "sie korrigiert etc." meint, habe aber auch so meine Problemchen damit, nicht mit der Antwort, die folgte, aber mit der Umsetzung, weil der andere HH doch einfach erwartet, dass ich solch Verhalten nicht dulde (es sei denn, er weiß es genauso, wie Frau Ertel).


    Mal davon ab, dass ich immer noch anzweifel, dass das so funktioniert, ist das genau der Punkt. Solch ein Verhalten geht in unserer Gesellschaft einfach nicht.


    Zitat

    Was mich noch mehr irritiert, ist die Sache mit ihrem Canelo. Ein stellungsstarker N2 oder N3 attakiert einen srellungsstarken NVH???? Wie passt das alles zusammen? Nur weil sich der N um den anderen N kümmert, der dann erst später hinzu kam? Hätte doch passen müssen laut Rudelstellung? Für mich persönlich gibt es die bisher gültige Erklärung: es kam ein Hund dazu, der bekannt war, plötzlich "geschützt" werden sollte oder, oder, oder...


    Wie gesagt - ich habe immer noch Problem mit den Begrifflichkeiten (auch so ein Thema: warum kann man die 7 Positionen nicht irgendwie "normaler" benennen und nicht so fürchterlich abstrakt und dann auch noch in Abkürzungen, wenn man doch sonst auch keinen Anspruch hat wissenschaftlich zu erscheinen?) von daher kann ich dir auf die Frage, was da passiert ist mit Canelo auch keine rudelstellungstheoriewürdige Antwort geben, zumal ich die Situation nur von der (dürftigen) Beschreibung her kenne, und keinen der Hunde selber beobachten und meine Schlüsse aus der Kommunikation zwischen den beiden ziehen konnte.
    Wenn ich es jetzt, so wie es beschreiben ist, drauflos interpretieren soll, würde ich schlicht und einfach von Ressourcenverteidigung (der andere, bekannte Hund) oder von Mobbing ("Boah, ich kenn dich nicht, und unsicher bist du auch noch! Toll - das perfekte Opfer um Frust und Anspannung abzulassen!!") sprechen, zumal der Agressor ja ohnehin nicht wie der höflichste und souveränste Hund erscheint.
    Klingt natürlich jetzt ein wenig platt, so ganz ohne Ns, NVHs und MBHs... ;) ....und ist wie gesagt nur eine Vermutung basierend auf ein paar ungenauen Beschreibungen.

    Zitat

    Ich habe da mittlerweile den Eindruck, dass "stellungsstark" und "stellungsfähig" als genereller Freibrief für unhöfliches hündisches Verhalten dienen sollen.


    Das ist ja generell einer meiner größten Ängste.
    Die Halter von Hunden, die verhaltensauffällig sind, bekommen so einen Freibrief nichts gegen diese Probleme zu tun.
    Erstens tun sie ja was (nämlich nach dem Rudelstellungsprinzip "handeln") und zweitens "...kann man da ja nichts machen. Hasso ist halt ein stellungsstarker Hund, und ihn jetzt zurückzufrufen würde es nur noch schlimmer machen..." :muede:
    Schade nur, dass das Oma Hilde mit ihrem gelöcherten Dackel bestimmt nicht so sehen wird und Hasso bei einer Anzeige die Konsequenzen ertragen muss....

    Zitat

    Und wenn ich dann noch von "Akademie"-Projekten lese, wird mir definitiv schlecht. Akademie ist ein ungeschützter Begriff, der aber eine gewisse akademische (wissenschaftliche) Seriosität suggeriert - was hier nicht ansatzweise gegeben ist. Da scheinen aber ganz klare Marketinginteressen dahinter zu stehen, ermutigt durch den Zulauf von Leuten aus dem Forumstestlauf.

    Ja, mir wird da auch schlecht. Aber um so wichtiger ist, dass diese Disskussionen hier statt finden. Denn so kann sich ein mündiger Interessierter durch ein wenig Recherche wenigsten auch ein Bild von der anderen Seite machen...

    Zitat

    Nun ja. Es hätte möglicherweise interessante Ansätze gegeben, die man auch gut hätte testen und weiterverfolgen können, wenn daran wirklich Interesse bestanden hätte. Daran sind aber die Proponenten der "angeborenen Rudelstellung" scheinbar nicht interessiert, tun sogar alles, um sich zunehmend abzuschotten.


    Das ist ja der Punkt, der mich persönlich restlos an der Kompetenz hat zweifeln lassen. Wer nichts zu verbergen hat, schottet sich nicht aber, und entfernt auch nicht in der Kritik stehende Videos. Der nimmt sachlich Stellung und verteigt seinen Standpunkt plausibel.

    Zitat


    Für mich persönlich machen diese Fragen (in Anbetracht dessen, dass der User einen stellungsstarken Hund hat), wenig Sinn b.z.w. verwirren mich noch mehr.
    Wenn ich dann die Antworten dazu lese, ist es wiederrum einleuchtend. Wäre vielleicht auch eine Erklärung für "Brazzi's" Hundebeobachtungen....

    Was Seite 436 ;)

    Da ich die spezielle Hündin, um die es geht nicht kenne, und vor allem nicht gesehen habe, kann ich mir über die Richtigkeit der Interpretion im speziellen Zusammenhang leider keine Meinung bilden, und würde mir eine sloche auch nicht erlauben.
    Trotzdem stoße ich auch hier auf Aussagen, die ich für höchst bedenklich halte:

    Zitat


    Frage:
    - sie "korrigiert" Hunde die abgerufen werden, "lauert" diesen auf und springt ihnen dann in den Weg und bellt/knurrt dabei, manchmal schnappt sie (ohne zu verletzen) in den Halsbereich des Hundes (die ankommenden Hunde reagieren meist entweder genervt, oder unterwürfig...

    Antwort:
    Ja das ist immer das Problem, wenn die Menschen nicht ihre stellungsfähigen Hunde selbständig die Dinge organisieren lassen. Wieso rufst Du mit Kommandos Hunde zurück. Bedeutet immer Du hast eine Korrektur an dem Hund durchgeführt und Dein Hund quittiert das dann. Würde er identisch machen, wenn der MBH einen Hund durch Fixierung zurückholt. Das ist die Aufgabe eines N2s die Korrekturen im Nachrang befehlsmäßig vom MBH auszuführen.


    Quelle: http://www.polar-chat.de/topic_75271_436.html

    Lese ich das richtig? Man soll also einen (der Beschreibung meiner Ansicht nach) völlig überdrehten, schlecht sozialisierten, nach hündischen und menschlichen Maßstäben...gelinde gessagt .... unhöflichen Hund also einfach mal machen lassen? Bzw. das von mir bemängelte Verhalten passiert nur, weil ich ihn abrufe? :???:
    Ist ersteres der Fall, bin ich sicher, dass sich das "Problem" dann irgendwann ganz schnell "ausproblemt" hat, wenn der "stellungsfähige" Hund dann an den falschen Gegenüber gerät.... klingt mir sehr nach "...die regeln das schon unter sich...." :verzweifelt:
    Der Sinn von letzterem erschließt sich mir einfach nicht...

    Der eigentliche Hammer kam aber dann:

    Zitat

    Ich habe da keine Lösung, die mußt Du selber Dir suchen. Also stellungsfähige Hunde bringt man total durcheinander, wenn der Mensch ständig zwischen Kommandoführung und Stellungsführung hin und her zwitscht.


    Das finde ich schon ein starkes Stück. Da hat man eine Methode, die man seit zig Jahren praktiziert, und die ja überall und auf jeden Hund anzuwenden ist, und dann wird ein Hilfesuchender mit so einem Satz abgespeist? :no:

    Zitat

    Frage:
    - sie will bei Fremdhundebegegnung IMMER hin und ich muss sie IMMER zurückhalten. Bringe ich sie früh genug hinter mich (und ins "Rückwärtsdenken"), dann kann ich das besser handeln und sie bleibt ruhiger (dann ist es aber von mir "erzwungen").
    Antwort:

    Da mußt Du einfach noch mehr als MBH ihr deutlich machen, keine Freigabe von Dir heiß´t stehenbleiben und nur beobachten. Ich denke Du läufst zu schnell an den Außenereignissen vorbei. Der Hund hat gar keine Zeit Fremdhunde durch ruhiges Stehenbleiben zu beobachten. Also Du bleibst stehen, bringst den Hund nach hinten und beobachtest einfach den Fremdhund, bis für Dich klar ist, ich kann weitergehen. Dann drehst Du Dich kurz zu Deinem Hund schaust ihn an und gehst dann mit ihm hinter Dir weiter.


    Quelle: http://www.polar-chat.de/topic_75271_436.html

    Mal davon ab, dass Ruhe in solchen Situationen natürlich wirklich wichtig ist - ich möchte nicht immer stehen bleiben und erst minuten lang einen Hund beobachten, auf den ich treffe. Denn ich bin mir schon nach dem ersten Blick im klaren: Ich kann weiter gehen.
    Nur was machen, wenn das mein aufgedrehter Jundhund nicht mitbekommt?
    Einiges was empfohlen wird, kann man vielleicht irgendwo in der Pampa mit einem "echten" Arbeitsrudel, aber bestimmt nicht mitten in der Zivilisation mit ständig wechselnden Bedingungen anwenden.
    Einiges halte ich schlicht weg für falsch.

    Wie ich es drehe und wende: Ich stoße immer wieder auf Wiedersprüche, unschlüssige Aussagen, Aussagen, die allen bisher gewonnenen kynologischen und verhaltensbiologischen Erkenntnissen wiedersprechen (z.B. Hunde spielen nicht (und das, was wir dafür halten sind Verhaltensstörungen).... erinnert mich unangenehm an HW :/ ), und meine Frage, was mir das für meinen Alltag bringt, wieso ich dieses fragwürdige Wissen brauche, wenn es andere, bestehende und abgesicherte Erkenntnisse auch tun, ist auch noch nicht geklährt...

    Ich gebe zu:
    Ich habe dieses Model von der angeborenen Rudelstellung schlicht und einfach nicht richtig durchblickt. Vielleicht reicht dazu meine Auffassungsgabe schlicht nicht, vielleicht liegt es daran, dass es keiner richtig erklären kann - ist letztendlich auch wurscht.
    Denn das Resultat wird folgendes sein: Obwohl es sehr vielen ähnlich geht, diese aber auf dem tollen, neuen Hype fliegen, wird es unreflektiert auf ihren Hund angewendet. Mit allen daraus resultierenden negativen, stressigen und eventuell gefährlichen Konsequenzen für den Hund....

    Zitat

    Selbst in einem gewachsenen "Rudel" gibt es immer wieder Änderungen, die zwar nicht den Grundcharakter ändern, aber doch das zusammenleben. Wenn ich da meine Hunde in eine Position packe und auf diese bestehen würde, würde ich hier mehr Konflikte schaffen.
    Agiere ich aber im Vorfeld und lasse meine Hunde je nach Tagesform selbst entscheiden, dann ändert sich auch täglich diese Position.

    Zum einen das, zum anderen haben wir hier, in unserer Gesellschaft, normlerweise eben keine "festen" Rudel.
    Mehrhundhalter mit mehr als 2 Hunden sind immer noch die Ausnahme, und auch diese treffen immer wieder sporadisch oder regelmäßig auf fremde Hunde, und haben meist mit diesen auch Kontakt. So haben wir immer wieder verschiedene "Rudelkonstellationen" (ich weiß es sind keine, aber nach der Theorie der "Rudelstellung" und wie sie "erprobt" wird, ist das ja wurscht, schließlich soll es auf unseren Alltag mit den Hunden angewandt werden, um diesen leichter zu machen...).
    Das hieße: Bei einer vererbten, unveränderlichen Rudelstellung dürfte sich das Verhalten und die Aufgabe des Hundes egal in welcher Kontellation nicht verändern, und somit sehr, sehr häufig Probleme geben.
    Ich gebe zu, die gibt es auch, allerdings ist der Grund dafür, meines Wissens und meiner Erfahrung nach, in den allermeisten Fällen ein unsachgemäßes Handeln der Menschen, (durch unzureichende Sozialisation) mangelnde Kommunikationsfähigkeit der Hunde, einem Aufeinandertreffen zweier sehr statusbewusster Hunde, oder allem zusammen.
    Ferner zweifle ich an, dass ein Hund immer die gleiche Funktion in einer Hundegruppe übernimmt.


    Ich versuche es mal am Beispiel meiner Hündin Skadi zu verdeutlichen:
    Sie hat ja nun das Glück, mit zwei anderen Hunden im gleichen Haus (aber nicht Haushalt) zu wohnen. Bei diesen dreien habe ich in der Tat das Gefühl, dass sie sich (zusammen mit uns Haltern) als eine Art "Rudel" empfinden.
    Seit neuestem gehört zu dieser relativ festen Gruppe noch einer meiner Gassihunde.
    Die vier sind sehr sozial mit einander, treten Fremdhunden als Verband gegenüber, und ja, innerhalb dieses "Rudels" hat jeder eine eigene "Stellung", die sich grundsätzlich auch wenig verändert.
    Skadi ist hier diejenige, die (in dem Rahmen, in dem ich sie lasse) regelt, Verantwortung übernimmt, die Gruppe verteidigt und gegebenfalls auch schlichtet. Insgesammt tritt sie sehr sicher und selbstbewusst auf. Ganz eindeutig diejenige, die die Führung übernimmt, wenn ich nicht selber regele.
    Die drei anderen orientieren sich stark an ihrem Verhalten und ordnen sich z.B. ihren Maßregelungen unter.

    Gehe ich mit Skadi in einer anderen Gruppe (zu dem auch der Gassihund gehört), in deren Konstellation wir auch sehr häufig unterwegs sind, verändert sie ihr Verhalten total.
    Hier übernimmt sie eine untergeordnete, völlig zurückgenommene Position. Sie nimmt sich nichts heraus, lässt andere Hunde neue Situationen klären (ist allerdings schnell zur Stelle, wenn es Stunk gibt, um ins gleiche Horn, wie die Gruppe zu stoßen), verteidigt keinen und neigt im Gegenteil eher zu albern Verhalten.
    Auch schlichtet sie nicht, sondern ergreift bei Unstimmigkeiten in der Gruppe für eine Seite Partei - im Normalfall immer für den Agressor (olle Mobberin :roll: ).
    Sie ist also eher ein Mitläufer, als ein souveräner Führer.

    Bin ich mit ihr alleine unterwegs ist sie hingegen souverän, meist sehr freundlich und oft sogar ein wenig unterwürfig fremden Hunden gegenüber.

    Klar - ihre grundlegenden Charaktereigenschaftenn bleiben immer die gleichen (eher ruhig, grundsätzlich unaufdringlich, aber mit einem Hang zum einmischen (Kontrolle bzw. zumindest Beeinflussung von Situationen), kommunikativ, sensibel), jedoch besetzt sie, bei verschiedenen Hundezusammenstellungen, andere Positionen, Stellungen, Rollen oder wie auch immer man das nennen will.

    Bei meinem Gassihund ist es übrigens genau umgekehrt. Im häuslichen "Rudel" ist er ein Kontrolletti, der die anderen gerne auch mal zurecht weist, in Skadis "Rudel" hält er sich brav im Hintergrund, und spielt sogar die letzte Geige.
    Beide Hunde wirken im übrigen mit ihren jeweiligen so unterschiedlichen Positionen nicht unglücklich. Beide sind aktiv und fröhlich.

    Jetzt frag ich mich:
    Wie passt das mit angeborener (und unverrückbarer) Rudelstellung zusammen? Wieso verhält sich mein Hund in der einen Konstellation so, und in der anderen anders?
    Mir ist schon klar, dass das an den verschiedenen Charakteren liegt (und ich streite auch nicht ab, dass dieser Chrakter sich schon sehr früh zeigt, dass er durch die Lage in der Gebärmutter, den Geburtszeitpunkt beeinflusst wird - wohl aber, dass man ihn - und dann anscheinend auch noch 100%ig - anhand der ersten Schlafposition feste machen kann), die da aufeinander treffen, und ob ein Hund eher statusbewusst ist oder nicht. Ich vermute, letzteres wird in der Rudelstellungstheorie als "stellungsstark" bezeichnet?
    Nebenbei ist auch die Erkenntnis, dass es Hunde gibt, die eben souveräner und statusbewusster sind als andere, ein völlig alter Hut.
    Wie ich es auch dreh und wende, die Dinge, die mir an dieser ganzen Geschichte plausibel erscheinen, sind alt hergebracht und nichts weiter als altes neu verpackt - und das noch nicht einmal besonder schön.


    Aber ok, ich habe also einen "stellungschwachen" (also nicht unbedingt statusbewussten) Hund - soweit meine Erkenntnis... aber was hilft mir das für den Umgang mit Hundebegegnungen und dem dort statt findenden, innerartlichen Verhalten? Nix. Denn diese Begenungen passieren nach wie vor völlig zufällig.
    Was ziehe sonst aus dieser Einsicht?
    Soll ich mir jetzt einen "stellungsstarken" Hund dazu holen, obwohl alle Hundebegenungen von der Seite meiner Hündin aus völlig problemlos laufen?
    Doch halt: warum laufen sie wohl problemlos?
    Möglicherweise, weil ICH selber die Aufgabe eines "stellungsstarken" Hundes übernehme....?
    Brauch man also vielleicht gar keinen passenden Zweithund um die Rudelstellung des Ersthundes zuverbessern, sondern muss schlicht an sich selbst, seinen Fähigkeiten den Hund einzuschätzen, seinem Verhalten und seiner Ausstrahlung arbeiten? :denken:
    Das wiederum würde die ganze Theorie für die Praxis völlig überflüssig machen...

    Neben der Tatsache, dass sich meines Erachtens kein (nicht schon bekannter) Nutzen aus der ganzen Sache ziehen lässt, gibt es eben Dinge, die ich so gar nicht nachvollziehen kann.
    Das sind auch eigentlich gar nicht die Grundlagen der Theorie, sondern (neben der Tatsache, dass es viele Leute geben wird, die sich nicht so stark mit dem Thema auseinandersetzen wie wir es hier grade tun, die das Thema nicht gänzlich verstehen und bei den falschen Schlüssen, die dann zwangsläufig gezogen werden, ihrem Hund nur schaden können) folgendes:
    Der pauschalisierende (7 Positionen ohne Übergänge), unfachliche (Hunde falsch lesen, umherschubsen, sie nicht aus ihnen augenscheinlich unangenehemen Situationen nehmen), mystifizierende ("alter Mann", der Jahre Erfahrunge hat, mit vielen Rudeln gearbeitet hat etc.) und vor allem extrem herzlose Umgang mit diesem Thema.
    Es wird sich allerorts aufgeregt über hunderttausende willkürlich getötete Straßenhunde, aber das aussortieren von gesunden Welpen, gleich nach der Geburt, ist ok?
    Entschudigung - ich könnte ja verstehen (nicht unbedingt gutheißen), dass man eventuell kranke oder schwache Welpen tötet - aber welche, die nur an der falschen Stelle liegen? :irre:
    Sorry, das geht in meinen Augen ein wenig in Richtung der Willkür und Lebensverachtung, die wir Deutschen ja noch von früher kennen sollten....auch wenn es hier "nur" um Hunde geht. :/

    Kürbis bzw. Kürbiskerne und deren Öl (auf Qualität achten!) entwässen auch. Ist vielliecht besser, als Unmengen Reis zu verfüttern (sind nicht garde hochwertige Kohlehydrahte, die aber recht viel Energie leifern, und so leicht dick machen)...allerdings kann ich dir nichts zur Dosierung sagen.

    Zitat

    Aber "Spontandünnschiss" kann ich mir auch vorstellen, wie nen Reizdarm beim Menschen, warum soll es dann nicht auch beim Hund geben?

    Gibt es definitiv. Ich kenne gleich 3 Hunde, die bei Aufregung (das kann auch positiver Stress, wie das Treffen eines beliebten Spielpartners, sein) zu spontanem Durchfall neigen.