Beiträge von Brazzi

    Ja, das kann bei Hündinnen genauso laufen, bzw. es ist ein Zeichen dafür, dass sich zwei Hündinnen sympatisch finden oder sonst wie verbunden fühlen.
    Das ist ein sinnvoller biologischer Prozess:
    Sind alle weiblichen Individuuen einer Gruppe gleichzeitig empfängnisbereit, werden sie auch gleichzeitig trächtig/schwanger und können, sollte eine von ihnen ausfallen (durch Tod, Krankheit, Wegbleiben) für die verwaisten Jungen/Kinder als Amme einspringen.
    Bei Hunden gibt es deswegen auch die Scheinträchtigkeit nicht belegter weiblicher Tiere.

    Wo du schon ein Buch bestellt hast (und wenn du dich für das Thema Kastration generell interessierst )- es gibt da zwei Bücher über Kastration, die sehr empfehlen kann:

    Kastration Chancen und Risiken - eine Entscheidungshilfe
    von Gabriele Niepel

    und
    Kastration und Verhalten beim Hund
    von Sophie Strodtbeck und Udo Gansloßer


    Ich persönlich würde einen gesunden Hund nicht einfach so prophylaktisch kastrieren lassen. Aber vielleicht hat dein TA ja gute Gründe? :smile:

    lilactime:
    Ja, das Gefühl hab ich häufig auch. Ich bin sehr froh selber bei einem zu sein, der Kastrationen "einfach mal so" sehr kritisch gegenübersteht. Ist scheinbar echt selten....

    @TS:
    Warum gehst du denn nicht (wenigstens mal zur Probe) auf Björns Angebot ein, dass er sie mal mit nimmt? Vielleicht zeigt er dir auch ein paar Handlingsgrundlagen und bringt dir bei euren Hund besser einzuschätzen?
    Vielleicht hilft es ja auch, wenn sie jetzt, wo sie noch "formbar" ist in einer gesitteten Hundegruppe mal ein paar Grenzen aufgezeigt kriegt? Das wird natürlich nur gefestigt werden können, wenn ihr auch zu hause zu konsequenten Regeln findet...aber als Unterstützende Maßnahmen wär das vielleicht gar nicht mal so schlecht :smile:

    Ups... sehe garde ich hab deine Hund Marty statt Paul genannt... hab wohl etwas falschen Schlüsse aus deinem Nick gezogen :pfeif: :ops:

    Hast du es mal mit einer Schleppleine probiert? So kannst du ihn schon dann unterbrechen, bevor er grade los will....und ja, das kann man Hunden ansehen. ;)
    Oft ist das Problem (beim Jagdverhalten sehe ich das immer wieder), dass Hunde nicht frühzeitig genug abgebrochen werden bzw. das Verhaltensweisen, die im Vorfeld des eigentlichen Problemverhaltens auftreten, nicht als dazugehörig empfunden werden (beim Jagen beispielsweise das wittern oder erstarren/fixieren). Es ist wichtig, den Hund schon am Anfang seiner Verhaltenskette zu unterbrechen.
    Wie verhält Paul sich denn, wenn er von dir abgerufen wurde und im Platz liegt? Konzentriert er sich auf dich, oder will er schon da immer wieder hin? Wenn letzteres der Fall ist, lass ihn so lange liegen, bis er sich auf dich konzentiert oder entspannt ist. Erst dann gibt es das Freigabekommando.
    Dreht er sofort wieder zu Thy sofort zurück rufen und per Schlepp dran hindern, dass er Thy überhaupt erreicht. Das muss in der Trainingsphase wirklich konsequent durchgehalten werden, und das kann bei "dickköpfigen" Hunden auch mal ein Weilchen dauern. ;)

    Ja, konsequent abrufen, wenn er das Nerven beginnt. Und zwar schon sehr früh, noch bevor es in Zwicken oder ähnliches übergeht. Lass Thy nach einer Spielaufforderung von Marty die Chance zu entscheiden, ob er nun grade mitmachen will oder nicht (das sollte eigentlich ziemlich sofort ersichtlich sein) und ruf ihn dann ab, eventuell mit einem "Nein" vorher, wenn er dieses kennt. Belohne ihn, wenn zu dir kommt die erste Zeit und Lobe überschwenglich. Das ist wichtig, damit er lernt, dass es sich lohnt von seinem Opfer abzulassen.
    Konsequent und sofort erneut abrufen, wenn es wieder anfangt. Bis er es von sich aus lässt.
    Mit Bällen wär ich auch sehr vorsichtig. Vor allem, wenn dein Hund eh schon so aufdreht, wie es sich anhört. Zum einen wegen der schon erwähnten möglichen Ressoucenagression, zum anderen erzieht man sich so schnell einen Junky.

    Ui, das ist ja echte keine schöne Situation, in der du steckst.
    Natürlich geht es nicht, dass euer Hund nach Menschen schnappt, und natürlich war es verantwortungslos sich darauf zu verlassen, dass sie da eben nicht tut - ABER: Ich kann nachvoll ziehen, dass man schlimmsten Fall nicht sehen will oder gar kann. Ich merke grade selber wieder das alles angelesene, theoretische Wisse nichts ist, was eine Erfahrung ersetzen kann. Vieles wird erst dadurch deutlich...man im Endeffekt froh sein, wenn diese Erfahrungen so harmlos verlaufen, wie selbst hier noch.
    Ein Fehler wäre es nun eben nicht die richtigen Schlüsse zu ziehen. Du sagts selbst das nun ein Maulkorb (natürlich ein ordentlicher z.B. aus Draht, in dem hecheln, trinken und auch Kommunikation noch klappen) in Anwesenheit von Fremden angebracht ist. Sehr gut. Eventuell würde ich den Maulkorb sogar immer drauf packen, wenn sie nicht im Haus ist Eben so würde ich den Hund nicht mehr ungesichert herum laufen lassen... wozu gibt es Schleppleinen? ;)
    Das sind aber alles nur Management und Sofortmaßnahmen um die Umwelt und letztendlich auch euch zu schützen.
    Danach muss am Verhalten gearbeitet werden... und das ist der weit aus größere Aufwand. Ich schätze nämlich, dass es nicht nur die Führung in den Situationen ist, sie fehlt, sondern, dass etwas mit der gesammten Lebenssituation im argen liegt, wenn ein Hund so deutlich seine Kompetenzen überschreitet.
    Ich bin kein Freund von "Dominanz"-Gerede, aber hier könnte ich mir schon vorstellen, dass sich euer Hund in der Rolle des Verantwortlichen sieht. Das muss nicht heißen, dass sie diese Rolle unbedingt will, sonder dass sie sich, durch nicht in ihren Augen nichtsouevänes Verhalten euerer seits, in diese Rolle gezwängt sieht. Besonders Schutzhundrassen übernehmen diesen Part recht bereitwillig, wenn sie meinen, es sei nötig. Ich vermute, dass sie es euch (eventuell besonders deiner Mutter, wenn solche Vorfälle gehäuft bei ihr auftreten) schlicht und einfach nicht zutraut eure "Angelegenheiten" selber zu regeln, und daher die Initiative übernimmt.
    Hat sie bei euch im Haus klare Regeln und hält sie sich dran?
    Hat sie einen von euch schonmal angeknurrt?
    Ich würde die Situation zu hause mal von einem kompetenten Trainer beurteilen lassen. Oft liegt dort nämlich der Hund begraben....

    Du nimmst das mit so viel Größe, so gefasst auf - ich ziehe meinen Hut vor dir.
    Ich habe auch schon zwei Hunde verloren, aber ich hätte kurz danach sicher nicht solch wohlgewählten und dennoch tief berührende Worte gefunden, wie du....

    Zitat

    Hab ich das nun richtig verstanden,das ich uncool bin weil
    Hund A aus dem ITS kommt und Hund B ein ups Welpe :(

    Tröste dich... mein Hund A kommt vom "Vermehrer" (ok, auch Ups-Wurf, aber das zählt ja quasi dazu :roll: ) und mein Hund B noch nicht mal aus dem ITS sondern ist ein Secondhand-Hund von PRIVAT :gott: !
    Wie uncool muss ich erst sein? :roll: