Beiträge von Lucanouk

    Zitat

    Die Sprays sind so hochkonzentriert, die wirken auch bei Alkoholikern und Drogenabhängigen.

    Was man letztendlich macht, hängt absolut von der Situation ab und kann man nicht pauschal sagen.

    Und natürlich würde Ulexa reagieren, wenn ich z.B. am Boden liegen würde. Sie würde sich vor mir stellen und Personen verbellen die näher kommen wollen (ob ich das dann erlaube ist ja eine andere Sache).

    Wehrlos ist für mich gefesselt oder bewusstlos zu sein, was der Themenstarter ja nicht war.

    nee, der ts nicht, aber die diskussion geht ja noch weiter. wie die hunde oder auch wir selbst letztendlich reagieren, wissen wir alle nicht. aber ich denke z.b., dass ich, wenn ich wirklich körperlich angegriffen werde, nicht mehr fähig wäre, luca zu kontrollieren. warum? weil er einfach wesenstechnisch nicht ohne ist und bei gefahr recht schnell reagieren kann. er steckt seine reaktionen so lange zurück, so lange ich ihm sagen kann, dass alles cool ist und ich die situation im griff hab. das endet aber für ihn spätestens dann, wenn mir jemand seine faust ins gesicht rammt. die reaktion der hunde hängt meiner meinung nach ganz enorm von ihrem charakter und natürlich auch von ihrer rasse ab. anouk würde wahrscheinlich nen rückwärtsgang einlegen oder vielleicht bellend um mich herum springen - sie hat menschen gegenüber eine dermaßen hohe reizschwelle, dass ich mir einfach nicht vorstellen kann, dass sie jemals einen menschen auch nur mit einer drohgebärde auf abstand halten würde, geschweige denn zu beißen.
    luca hingegen hat ne geringe reizschwelle, wenn es um gefahr geht und ist an sich ein sehr griffiger und verantwortungsbewusster typ. ich hätte sicherlich keine handhabe, ihn zu kontrollieren, wenn ich selbst mit angstgefühlen oder schmerzen zu kämpfen hätte.

    die rückenlinie von bordys hund ist minimal abfallend (eben durch die schäferhundtypische winkelung der hinterhand) - aber nicht aufsehend erregend krumm oder schief. auf dem einen bild steht sie wie ein ausstellungshund, dadurch wird der effekt noch verstärkt.

    aber mit dem karpfenrücken mancher hochzuchthunde, die tatsächlich häufig sehr schlecht in den hinterbeinen bemuskelt sind, hat das gar nix zu tun.
    die hinterhandwinkleung ist in meinen augen vollkommen in ordnung und der hund wirkt gut proportioniert und ist toll bemuskelt - nicht nur an der hinterhand.
    natürlich haben auch leistungsschäfis eine ganz andere winkelung als akita inus, diese wiederum auch andere als windhunde, doggen oder andere rassen. deshalb leidet noch lange nicht die muskulatur, dafür müsste der rücken wirklich krumm sein und die winkelung in den beinen übertrieben vorhanden sein:

    http://blogimages.bloggen.be/hd/447102-8929…e7e632736c.jpeg

    hier sieht man deutlich, dass die muskeln in der hinterhand sehr schlecht ausgebildet sind. der gang wirkt wackelig und ohne halt.

    akiko: die muckis von deinem hund sind wirklich beachtlich und sehr stark ausgebildet. allerdings sieht sie auf dem gezeigten foto hinten etwas überbaut aus. täuscht das oder ist das wirklich so? steht sie hinten einfach nur höher?

    ich würde dir zu einem erwachsenen labrador retriever aus einer vernünftigen showlinie raten und hierbei aber auf ein ruhiges gemüt achten.
    warum der labrador retriever? labbis haben, wenn sie aus ner vernünftigen linie stammen, eine enorm hohe reizschwelle, sind robust, nicht übersensibel, binden sich an die ganze familie, egal, wie groß diese sein mag und besitzen keinen ausgeprägten schutzinstinkt (der dir eventuell arg im weg steht, wenn die eltern die kiddies abholen). der jagdtrieb ist bei den meisten show-labbis eher vernachlässigbar und die meisten von ihnen könne gut damit leben, in der familie mitzulaufen, solange man ihnen regelmäßig die möglichkeit gibt, rassegerecht zu arbeiten (z.b. im dummy-training).
    ihre bringefreude lässt sich im alltag wunderbar unterbringen.
    kreischende kinder sollten für einen gut sozialisierten labbi aus einer guten zuchtstätte im normalfall kein problem darstellen.
    aus diesen gründen sind sie übrigens als führhund äußerst beliebt. hier kann man sich keinen nervösen, unsicheren, jagenden hund mit schutzinstinkten leisten. der führhund einer freundin lebt mit ihr und ihrem kind zusammen. sie kann die beiden sprichwörtlich nicht im auge behalten. die lebenssituation funktioniert nur so gut, weil er eben ein rassetypischer labrador retriever aus ner showlinie ist, der sehr gut sozialisert ist.
    er ist so der typ hund "hey, auch wenn du mir am ohr rumziehst, finde ich dich immernoch großartig. mach das noch mal."
    vielleicht kannst du wirklich mal bei führhundeausbildern nach nem passenden hund erkundigen?
    von nem welpen würde ich aus den genannten gründen wirklich absehen.

    einen leonberger halte ich übrigens für extrem ungeeignet, schon alleine, weil kein hof zur verfügung steht, aber auch wegen des schutzinstinktes. könnte schwierig werden mit dem publikumsverkehr.

    collies sind eher sensibel und daher meiner meinung nach komplett ungeeignet.

    ich würde tunlichst situationen meiden, in denen mein hund in die gelegenheit kommt, einen menschen beißen zu müssen.
    mein mittel wäre immer die deeskalation - wenn es irgendwie möglich ist.

    ariane: ein pfefferspray ist bei angreifern, die keinerlei harte drogen genommen haben, sicherlich sinnvoll und eine gute möglichkeit zur abwehr, kann aber bei druffies unter umständen nicht mehr wirken. die frage ist, wie man vorgeht, wenn so ein typ auf einen losgeht bzw. was der eigene hund dann letztendlich tut. ich denke nämlich, dass ulexa auch in irgendeiner weise reagieren würde, wenn du wehrlos wärst.

    allerdings kann ich meinen hund nicht daran hindern, mich zu verteidigen, wenn ich wirklich angegriffen werde und die situation für ihn ersichtlich nicht mehr unter kontrolle habe.
    wie soll man seinen hund kontrollieren können, wenn man selbst keine kontrolle mehr über die gesamtsituation hat und tätlich angegriffen wird?

    solange ich noch stehe und der mensch mich noch nicht gepackt/geschlagen oder getreten hat, bleiben meine hunde im kommando.
    aber wenn ich mich wehren muss, ist das sofort vorbei und ich kann es nicht ändern.

    ich weiß nicht, wie anouk reagieren würde, sie hätte wahrscheinlich eher angst. aber lucas reaktion ist für mich vollkommen klar. der würde nicht bellen, sondern sofort zulangen und wahrscheinlich nicht ansatzweise verhältnismäßig.

    ich hab ihm das nicht beigebracht, das sind dinge, die er mitbringt.

    zum einbrecherding: ich frag mich immer, wie ich meinen hund innerhalb meiner mitwohnung sichern kann, damit er diesen nicht verletzt. soll ich ihn mit mk und box alleine lassen, damit kein einbrecher angegriffen wird? wie soll ich auf seine reaktion einfluss nehmen?

    genau, flächensuche und mantrailing gleichzeitig zu machen, finde ich auch eher unglücklich gewählt.
    bestimmte sportarten passen nicht zusammen, weil hunde da an sich ähnliche dinge machen müssen, die aber im detail komplett gegensätzlich sind, wie z.b. fläche und trailen.

    ja, es ist beides sucharbeit. aber im detail sind es zwei verschiedene paar schuhe und die suchtechnik in der fläche ist eine komplett andere als die beim trailen. die ganze herangehensweise, sowie auch das ziel ist komplett verschieden.

    und beides gleichzeitig zu machen verwirrt die meisten hunde enorm. in der fläche sollen sie ausschwärmen und jede person anzeigen, der sich im eher unkontaminierten gebiet befindet und beim trailen müssen sie in einem voll kontaminierten gebiet mit vielen menschen eine bestimmte person finden und dabei auch noch spurtreu laufen und sich möglichst wenig an bodenverletzungen orientieren (geht in der city auch nicht).

    der aufbau, sowie die suchart sind völlig verschieden. deshalb gelingt es rettungshundevereinen, die vorrangig fläche machen, oftmals nicht einen vernüftigen trailer aufzubauen (anhetzen und co sind hier eher kontraproduktiv). und andersrum sieht das genauso aus.