Beiträge von Lucanouk

    um einige mal weiter zum nachdenken anzuregen:

    was ist, wenn das leben meiner uroma gegen das leben eines fremden kindes stünde?

    was ist, wenn das leben eines chronisch kranken freundes gegen das leben einer fremden jungen vitalen frau stünde?

    was ist, wenn der mir bekannte mensch im auto den brand verursacht hätte?

    wen sollte ich dann retten?

    wenn die entscheidung, ob mein verhalten richtig oder falsch war, davon abhängt, ob es die familienangehörigen des anderen menschen verstehen: wie erkläre ich ihnen meine entscheidung in den vorliegenden fällen?

    wer von euch würde aktzeptieren wollen, dass euer kind zugunsten einer alten frau gestorben ist?

    wer von euch würde verstehen wollen, dass ein chronisch kranker auf kosten eurer partnerin, mit der ihr kinder haben wolltet, gerettet wurde?

    und wer würde aktzeptieren wollen, dass jemand den mörder eures angehörigen gerettet hat?

    Zitat

    @ Lucanouk: Nein, dann bist du kein Mörder, du hast ja einen Menschen gerettet und keiner wird es dir übel nehmen, wenn du deine Mutter einem Fremden vorziehst

    o.k., aber in beiden fällen ist ein mensch gestorben, weil ich ihm nicht zuerst geholfen hab.

    ist für mich wirklich unverständlich.

    das ergebnis ist auch hier das gleiche.

    ein leben wird gerettet, das andere erlischt.

    und auch hier wird die familie des fremden menschens wird traurig sein.

    nur, weil die familie des fremden menschens meine entscheidung mehr verstehen könnte, darf ich mich gegen die rettung ihres familienmitglieds entscheiden und für die rettung meines familienmitglieds?

    für den menschen in der notlage ist es genau das gleiche.

    Zitat

    Aber es ist nicht Ok, in der von mir fiktiv gestellten situaton, das Leben eines Tieres über das eines menschen zu stellen. Es ist nicht nur Ehtisch und Moralisch verwerflich, sondern auch der Gesetzgeber hat es eindeutig definiert.

    warum ist es ethisch und moralisch verwerflich? ich stelle das leben des tieres doch nicht das über das des menschens. darüber denke ich in diesem moment gar nicht nach. ich rette zuerst das, was mir am nächsten steht.

    zum thema gesetz: ja, der gesetzgeber hat so einiges eindeutig definiert:

    - rasselisten

    - einbrecher dürfen dich verklagen, wenn sie in deiner wohnung von
    deinem hund gebissen wurden oder in deinem garten über ne harke
    gestolpert sind

    - tierversuche sind ebenfalls gesetzlich legitimiert (obwohl es alternativen
    gibt)

    - massentierhaltung ebenfalls

    da frag ich mich doch ernsthaft, wie die gesetzgebung bitte mit ethik zusammenpasst.

    Zitat

    Jein. Bei mir im Kopf läuft da ein ganz eigenes Programm. Erwachsene Menschen können sich selbst helfen. Ein erwachsener Mensch weiß wie er ein Auto aufkriegt oder nen Fensterkurbler bedient und kann ruhig auch was dafür leisten dass er überlebt.

    bio, wenn der erwachsene mann bewusstlos oder im schock kann er sich auch nicht helfen.

    Zitat

    Menschen-Tiere-Sachwerte

    das die feuerwehr so handelt versteh ich ja auch irgendwie. jeder muss seine prioritäten setzen. und die feuerwehr ist nun einmal in allererster linie für die menschen da. doch warum sollte diese maxime für jeden gelten?

    Zitat

    Soso, das würdest Du also tun.
    Danach sitzt Du dann im Knast und Dein Hund kommt ins Tierheim.
    Ich finde allein den Gedanken schon verachtenswert.

    warum findest du es verachtenswert, sein tier zu retten?

    Zitat

    hallo lachen

    hast du schonmal deinem hund eine zecke entfernt und sie getötet ?
    oder auch eine schnacke oder eine nachts im bett um dich summende
    mücke ?...... das sind auch lebewesen. zwinkern

    ich schnipp die zecken übrigens meistens einfach weg ;)

    es geht ja auch grundsätzlich um die frage, ob ein mensch mehr wert ist als ein tier...

    ich finde es grotesk, sich als mensch anzumaßen, dass man mehr wert ist, als ein tier.

    Zitat

    Ich finde die Situation zwar arg grotesk aber ich würde zuerst meinem Hund helfen denn er würde für mich das selbe tun. Und dann gucken was ich für den Menschen tun kann, Autos entflammen ja auch nicht in der Regel von einer Sekunde zur nächsten lichterloh. Sollte es sich bei dem Menschen um ein Kind halten würde ich vermutlich anders handeln, ich mag Kinder lieber als adulten Homo Sapiens.


    und genau sieht man, dass nicht wertigkeit, sondern eigentlich die beziehung entscheidend ist.

    Zitat

    Jetzt kommen wir der Sache näher...
    Es gibt also Menschen und Tiere.
    Ich denke genau an diesem Punkt scheiden sich die Geister, aus meiner Sicht ist der Mensch auch nur ein Tier... ich sehe da den großen Unterschied nicht.
    Im Prinzip will ich dasselbe wie jedes Tier, fressen, schlafen, fortpflanzen.

    danke, tucker :gut:


    Zitat

    Fiktiv: du stehst vor der Wahl, 2 brennede Autos. In dem einen ein fremder Mensch, in dem anderen, dein Hund.

    Würdest du tatsächlich deinen Hund zuerst retten und den Menschen elendig verbrennen lassen?

    hier die gegenfrage:

    würdest du tatsächlich erst den menschen retten und deinen hund elendig verbrenne lassen?

    ich denke, dass ich in diesem moment versuchen würde beide zu retten, wahrscheinlich zuerst das, was mir anvertraut wurde, also mein hund.

    ein alltagsbeispiel: ein kind rennt auf die straße, man hat seinen hund dabei, der noch ausreichend erzogen ist.

    würdet ihr einfach losstürzen und das kind retten oder erst euren hund sichern (z.b. festbinden)?

    wie man bisher sehen kann, gibt es kein einziges sachliches objektives argument, was die höhere wertigkeit des menschen begründen könnte.

    ich denke, es ist so: das, was uns am nächsten steht ist uns ganz persönlich, ganz objektiv am meisten wert. es bedeutet uns mehr als, es twas, was uns nicht so nahe steht.

    doch global und allgemein betrachtet ist es nicht weniger oder mehr wert als alles andere.

    Zitat

    grundsätzlich würde ich sagen, für mich ist ein menschenleben mehr wert als ein tierleben.

    warum soll es grundsätzlich so sein?