Beiträge von Sleipnir

    Interessanter Aspekt, der von Viviane eingeworfen wurde.
    Natürlicherweise gehören Großherbivoren zu unserer mitteleuropäischen Fauna, hat also grundsätzlich erstmal nichts mit Faunenverfälschung zu tun.
    Zumindest Wildpferd, Auerochse, Wisent und Elch würden heute noch in Deutschland vorkommen, hätte der vMensch sie nicht im Laufe der Zeit ausgerottet.
    Nach Annahme vieler Wissenschaftler, würden diese Tiere auch einen großen Einfluss auch die Vegetation nehmen, möglicherweise wäre Deutschland gar nicht das Land der endlosen Wälder, sondern das Land der halboffenen Weidelandschaften. Einen hochinteressanten Text zu dieser Thematim gibt es unter folgender Adresse:
    http://www.abu-naturschutz.de/_dnload/quaterna.pdf
    Klar ist allerdings auch, dass dieses Szenario in einem Land, dass über 80 Millionen Einwohner verfügt nicht so ohne weiters umsetzbar ist.
    Allerdings gibt es Bestrebungen einiger Länder, die Niederlande übernehmen hier eine Vorreiterrolle, ursprüngliche Haustierrassen unter kontrollierten Bedingungen halbwild in riesigen Gebieten zu halten.
    Aus daraus resultierenden Studien ist zu erkennen, dass Rassen wie Heckrinder, Schottische Hochlandrinder, Galloways oder auch Pferde wie Koniks, Dülmener Wildpferde, Exmoorponies, Sorraiapferde etc. nicht auf den Menschen angewiesen sind, sondern durchaus für sich selbst sorgen können!
    Interessante Projekte gibt es dazu auch im Weserbergland (Mischbeweidung eines Standortes mit Wisenten, Heckrindern und Exmoorponies) sowie in den Lippeauen (Beweidung mit Heckrindern).
    Grundsätzlich möglich ist es also, es kommt aber wie gesagt auf die einzelne Rasse an! Eine HF-Hochleistungsmilchkuh wird diese Art der "Haltung" wohl keinen Winter überstehen!
    @ Sascha:
    Nein, es gibt noch viele andere verwilderte Haustierpopulationen, die auch ohne menschliche Eingriffe zurechtkommen (Obwohl es sich bei den folgenden Beispielen oftmals um wirkliche Faunenverfälschung handelt!):
    Hauskatzen und Hausrene auf den Kerugelen;Dromedare, Wasserbüffel, Pferde, Esel, Hunde in Australien; Esel, Pferde und Schweine in den USA usw.

    Nein, dass "normale" Hier habe ich auch nicht mit Schleppleine etabliert.
    War aber auch nie nötig, man muß sich nur ordentlich "zum Affen" machen, den Hund ranlocken und dafür mit Leckerchen belohnen, wenn das ohne Ablenkung einigermaßen klappt dannn das Kommando einführen und in einem nächsten Schritt die Anforderungen steigern, d.h. unter Ablenkung trainieren, in einem letzten Schritt werden dann die Leckerchen wieder ausgeschlichen, die es im weiteren Trainingsverlauf nur noch sporadisch gibt.
    Bei uns sitzt das "Hier" auch ohne Schlerppleine ziemlich sicher, davon hat mich Janosch am WE erst überzeugt.
    Ich war mit den Hunden mit dem Rad unterwegs. Wir sind einen kurvigen Hügel runtergekommen und Janosch lief etwa 20 Meter vor mir, plötzlich, hinter einer Wegbiegung, steht ein Schäferhund wild kläffend in der Leine, Janosch war vielleicht nooch 7,8 Meter von ihm entfernt, ich habe "Hier" gerufen und er ist ohne Umschweife sofort zu mir gekommen!
    Hatte leider keine Leckerchen dabei, dafür hätte er es sich nämlich wirklich verdient!

    Die Frage ist halt, wie lange das Pony schon allein unterwegs war!
    Die Eltern meiner Ex-Freundin bewirtschaften einen Bio-Landbetrieb und züchten, unter anderem, Welsh-Black Rinder.
    Dort sind mal drei Jungbullen "abhanden" gekommen, die so clever waren, sich über mehrere Monate unentdeckt in den umliegenden Wäldern aufzuhalten.
    Sie haben sich heimlicher verhalten, als das scheueste Reh!
    Damals gab es auch nur die Möglichkeit sie zu schießen, da man 1.) eine gewisse Distanz unterschreiten muß, um die Tiere zu betäuben - war allerdings nicht möglich, da sie ja niemanden in ihre Nähe gelassen haben und 2.) das Fleisch nicht mehr hätte zum menschlichen Verzehr freigegeben werden können, wenn die Tiere betäubt worden wären - OK, das ist für ein Pony jetzt eher nicht so relevant *g*
    Ich glaube aber schon, dass eine "Verwilderung" relativ schnell geht, gerade wenn das Tier auch vorher keinen besonders engen Kontakt zu Menschen hatte!

    Puh, schwieriges Thema.
    Wenn ich das hier richtig sehe, dann geht es ja eigentlich gar nicht mehr um das "küchenfertig" abgepackte Fleisch von Aldi und Co. sondern eher um die Frage konventionelles oder Bio-Fleisch für den Hund!
    Ich oute mich dann mal gleich, meine Hunde bekommen kein Bio-Fleisch.
    Bevor ihr jetzt alle über mich herfallt, lasst mich erstmal erklären *g*
    Rein moralisch-ethisch betrachtet würden meine Hunde auch Bio-Fleisch bekommen, und zwar immer und ausschließlich.
    Aber leider lässt sich die finanzielle Komponente ja nicht wegdiskutieren.
    Ich bin Student, habe nicht die Möglichkeit auf finanzielle Unterstützung meiner Eltern zurückzugreifen, und lebe von BaföG und zwei kleinen Nebenjobs. Ohne eine genaue Summe anzugeben, kann ich sagen, dass sich mein monatliches Einkommen weit unter 1000 Euro beläuft.
    Nun wurde hier schon mehrfach angesprochen, doch weniger Fleisch zu konsumieren, um den höheren Preis zu relativieren. Das mag zwar bei unserem eigenem, beim menschlichen Fleischkonsum funktionieren, nicht jedoch bei unseren Hunden.
    Für die Ernährung meiner beiden Hunde und unserer Katze benötige ich 1,5 Kilo Fleisch, und zwar täglich!
    Eine Bio-Schlachterei oder Ähnliches gibt es nicht in unserer Nähe, und wenn man sich die Preise anschaut, die Online-Versender für Bio-Fleisch verlangen, dann wird einem ganz schwindelig, gerade in Anbetracht der Tatsache, dass man sich doch endlich mal neue Schuhe kaufen müsste, da die alten schon total durchlöchert sind und es nun schon der dritte Monat ist, indem es nicht geklappt hat :wink:
    Versteht mich nicht falsch, ich habe mir meine Situation selbst ausgesucht und lebe trotz massiver finanzieller Einschränkungen eigentlich ein ziemlich zufriedenes Leben, aber so Späße wie Bio-Fleisch für meine Hunde ist da echt nicht drin. Mein ganzer Bekanntenkreis schüttelt jetzt schon mit dem Kopf, wenn sie hören wie viel Geld ich für meine Hunde ausgebe!
    Ich werde also (vorerst) weiterhin dabei bleiben, mein "Hundefleisch" einerseits bei vzh-nohra zu bestellen (dort bekomme ich hochwertiges Muskelfleisch für unter 1,50 Euro/Kilo) und andererseits über eine kleine Landschlachterei in unserer Nachbarschaft zu beziehen, die zwar konventionell arbeiten, allerdings nur Tiere aus der Region schlachten!
    Ein schlechtes Gewissen wird dabei bleiben, keine Frage, aber im Moment sehe ich ehrlich gesagt keine Möglichkeit die Ernährung meiner Tiere auf "Bio" umzustellen!