Beiträge von Sleipnir

    Kann mich da Christine nur anschliessen.
    Du schreibst ja desöfteren über diese Angstphasen, dass hört sich auch Alles sehr schlüssig an, allerdings habe ich vorher, auch in entsprechender Fachliteratur, nie davon gehört.
    Wenn es eine Auswirkung dieser Angstphase wäre, müßte man das nicht in seinem Verhalten insgesamt merken, und nicht nur an einem isolierten Auslöser?
    Nach der Bahnfahrt waren wir nämlich in der Kasseler Innenstadt, da war Janosch dann wieder "wie immer", im größten Trubel absolut gelassen!
    Und irgendwie fällt es mir auch schwer zu glauben, obwohl es eine schöne Vorstellung ist :wink: , dass sich dieses Verhalten von ganz alleine wieder ändern soll?!
    Also, bitte noch ein bisschen mehr Input :wink:

    Hallo!
    Bei Janosch hat sich scheinbar über Nacht eine Problematik entwickelt, die mir einige Sorgen bereitet, und die ich mir absolut nicht erklären kann!
    Janosch ist jetzt 16 Monate alt und seit dem er seit seiner 9. Lebenswoche bei uns ist, habe ich ihn schrittweise daran gewöhnt mit mir in der Straßenbahn mitzufahren. Das war auch nie ein Problem, ich hatte zwar das Gefühl, dass er nie wirklich gerne mit der Straßenbahn gefahren ist, allerdings eher aus Langeweile. Er hat sich immer relativ unauffällig verhalten und konnte sich selbst in einer vollbesetzten Straßenbahn soweit entspannen, dass er regelmäßig eingeschlafen ist!
    Auch im weiteren alltäglichen Leben zeichnet er sich eher durch Nervenfestigkeit aus.
    Dichtgedrängte Menschenmassen, Hektik, laute Geräusche sind eigentlich nie ein Problem für ihn gewesen.
    Da ich ihn ja auch teilweise mit zur Uni nehme, ist er innerhalb des Semesters bestimmt 2-3 Mal in der Woche mit der Straßenbahn gefahren, in den Semeseterferien allerdings teilweise monatelang nicht.
    Das zur Vorgeschichte!
    Das eigentliche Problem fiel mir gestern auf.
    Ich saß mit ihm in einer Straßenbahn (in letzter Zeit sind wir recht selten gefahren!) und er war von Anfang an sehr hektisch, hat ständig um sich geschaut und war alles andere als entspannt.
    Wir saßen ziemlich nah an der Tür, und jedesmal wenn die Tür aufging, Fahrgäste ein- und ausstiegen, zog er den Kopf ein.
    Der "Super-GAU" ereignete sich, als der Fahrer kurz aus seiner Kabine ausstieg und seine Fahrertür zuknallen ließ (ein Geräusch, dass Janosch schon X-Mal gehört hat und bisher nie drauf reagiert hat!). Janosch sprang wie von der Tarantel gestochen in die Leine und wollte nur noch flüchten :shock:
    Er hat sich zwar nach einigen Sekungen wieder beruhigt, war aber die restliche Bahnfahrt über hoch gestresst und hat nur drauf gewartet, dass wir endlich aussteigen.
    Im Nachhinein habe ich mir natürlich das Hirn zermartert welchen Auslöser dieses Verhalten wohl hatte. Und genau das ist das Problem, es will mir einfach nichts einfallen!
    Er ist in letzter Zeit ausschliesslich mit mir Straßenbahn gefahren, und wie gesagt, bis gestern war er vollkommen unproblematisch, ich fühle mich ein bisschen wie vor den Kopf geschlagen, und kann das Alles noch nicht ganz einordnen.
    Um mir dieses Verhalten nochmal in Ruhe und vor Allem besser vorbereitet anzuschauen, bin ich mit ihm heute Morgen extra nochmal eine Station mit der Straßenbahn gefahren und habe folgende Beobachtungen gemacht:
    An der Straßenbahnhaltestelle ist er noch absolut locker, kommt dann die Straßenbahn um die Ecke beginnt der Streß für ihn, er wird zunehmend hektischer, und seine Rute, die normalerweise immer über den Rücken geschwungen ist wird relativ tief getragen, ohne sie einzuklemmen.
    Er steigt relativ unproblematisch mit ein und sobald man einen Platz gefunden hat, setzt er sich blitzschnell und ziemlich hektisch hin (liegt mit Sicherheit darin begründet, dass ich ihm von Anfang an beigebracht habe, sich in der Bahn zu setzen oder zu legen, und nicht herumzulaufen oder im Weg zu stehen!).
    Er macht insgesamt einen sehr unsicheren Eindruck, zittert teilweise und jeder zusteigende Fahrgast wird kritisch beäugt.
    Irgendwelche Fluchtversuche gab es heute nicht, allerdings sind wir heute ja auch nur eine Station gefahren, die Bahn war ziemlich leer und laute, knallende Geräusche gab es auch nicht!
    Sobald ich Anstalten mache auszusteigen, zieht er zur Tür, und bleibt dann fiepend, aber wieder mit hocherhobener Rute, vor der Tür stehen.
    Er ist zwar sehr gestresst, nimmt aber in jeder Situation noch Leckerchen an, darauf könnte man ja evtl. aufbauen!
    Frage ist jetzt, wie weiter verfahren?
    Wie schätzt ihr die Situation insgesamt ein?
    Wie sollte mein weiterer Trainingsaufbau aussehen, um ihm das Bahnfahren wieder "schmackhaft" zu machen?
    Die Bedingungen sind eigentlich ganz gut.
    Ich habe im Moment relativ viel Zeit, bin nicht darauf angewiesen Janosch längere Strecken in derr Bahn zu transportieren und habe eine Straßenbahnhaltestelle direkt vor der Tür, die in Stoßzeiten viermal in der Stunde angefahren wird!
    Puh...ist ja jetzt doch etwas länger geworden, ich hoffe ihr habt ein paar Anregungen für mich, denn im Moment bin ich noch etwas perplex, Janosch ist wirklich der letzte Hund, von dem ich so etwas erwartet hätte!

    @ Corydoras:
    Ich weiß :wink: , leider ist dort ja nicht allzu viel los (war aber auch schon seit einiger Zeit nicht mehr gucken!), bisher kannte ich die Threads schon fast auswendig!
    Mal was anderes:
    Du hattest ja schon mehrfach erwähnt, dass du denkst, dass in Tibor auch Dobermann steckt - ich kann den Dobermann nicht erkennen! Gibt es denn irgendwelche Anzeichen, die charakterlich auf einen Dobermann schließen lassen? Denn rein vom Äußeren würde ich ihn (laienhaft!) als reinrassigen Ca de Bestiar identifizieren. Trotz FCI-Anerkennung ist diese Rasse ja glücklicherweise noch nicht ganz so "durchgezüchtet", wie Labrador, Schäferhund und Co. und damit einhergehend natürlich auch die Variabilität innerhalb der Rasse deutlich größer und es gibt (um mal zwei Extreme zu nennen) zwar einerseits Hunde die ziemlich massig sind und den molossoiden Einschlag nicht verleugnen können, andererseits aber auch Hunde, und da gehören wohl Tibor, aber auch Emma dazu, die eher hager, "windschnittig" und hochbeinig sind.
    Ich habe lange Zeit auch gedacht, dass Emma ein Mischling zwischen Ca de Bestiar und X ist, sogar Podenco habe ich vermutet, aber vor einiger Zeit war ich auf der Homepage einer niederländischen Züchterin, und die dortigen Zuchthündinnen sahen einfach aus, als wären sie Emmas Zwillingsschwestern, die Charakterbeschreibungen passen auch überein, also für mich ist Emma ein Ca de Bestiar, klar 100% weiß ich das natürlich auch nicht, aber sollte sich ihn ihrer Ahnenreihe noch irgendein mallorquinischer Podenco-Schäferhund-wasweißichwas-Mischling verbergen, dann ist mir das 1. herzlich egal und 2. hat er dann weder großen Einfluß auf ihr Aussehen, noch auf ihren Charakter genommen.
    Hast du eigentlich schonmal ein Foto von Emma gesehen?
    Emma ist jezt 3,5 Jahre alt und ist übrigens auch erst mit der Zeit etwas muskulöser und kompakter geworden, so bis zu ihrem 2. Geburtstag war sie wahnsinnig mager und wirkte noch hochbeiniger und schlanker - glaub mir, dass kommt noch, Tibor wird mal ein wunderschöner Ca de Bestiar Rüde! (ist er ja eigentlich jetzt schon!)
    Tja eigentlich sollte ja hier jetzt ein Foto sein, leider funktioniert Imageshack gerade gar nicht, probiere es später, oder morgen Früh nochmal!

    Toller Thread!
    Emma:
    Eine Frau in den Dreißigern, sehr schlank, sehr muskulös, eher hagerer Typ, mit kantigem Gesicht, und kurzen schwarzen Haaren.
    Sie hat sich in die Abgeschiedenheit des ländlichen Lebens zurückgezogen. Stadtleben- Nein danke!!!
    Diese vielen Menschen, ständiger Gestank, Lärm von allen Seiten, nee, dass braucht sie wirklich nicht.
    Ihre Leidenschaft - nein, es ist keine Leidenschaft es ist schon mehr, sie ist fanatisch - ist der Sport.
    20 Km joggen vor dem Frühstück, warum nicht?
    Fahrrad fahren bis zur totalen Erschöpfung, den Körper beherrschen, die eigenen Grenzen verschieben, dass ist es wofür sie lebt!
    Es fällt ihr sehr schwer, sich zu entspannen, in eine Decke gekuschelt ein gutes Buch lesen, am Wochenende lange ausschlafen - alles verschenkte Zeit!
    Freunde hat sie wenige, sehr wenige.
    Auf viele, insbesondere auf Männer, wirkt sie sehr anziehend, doch Nähe zuzulassen, insbesondere zu fremden Menschen, fällt ihr ausgesprochen schwer, und wenn es gelingt, dann nur bei sehr einfühlsamen, sehr zurückhaltenden und leisen Menschen.
    Aufdringliche, laute und sehr von sich eingenommene Menschen sind ihr ein Graus!
    In einer Beziehung lebt sie schon, doch sind ihr persönliche Freiheiten und eine gewisse Distanz auch hier sehr wichtig!
    Insgesamt erscheint sie manchmal sehr depressiv, zurückgezogen in ihrer eigenen Welt zu leben, warum? Keiner weiß es - sie spricht nicht darüber!
    Janosch:
    Er wird nun langsam 25 Jahre alt und wehrt sich mit Händen und Füßen dagegen zuhause auszuziehen! Warum sollte er auch! Bei Mama ist doch Alles so schön einfach, man braucht keine Verantwortung übernehmen, und die lästigen Dinge des Alltags werden Einem abgenommen.
    Er beschäftigt sich lieber mit den "wirklich" wichtigen Dingen im Leben - nämlich Spass haben, Mädels anbaggern und mit Freunden rumalbern. Verantwortung übernehmen, Ehrgeiz entwickeln, für eine Familie da sein, nee, dass können andere machen.
    Lieber ewiger Student sein, morgens lange ausschlafen, mal in der Uni vorbeigucken, aber nicht zu lange, dass macht doch alles sooo müde, lieber schnell wieder auf die heimische Couch und sich von Mama verwöhnen lassen.
    Er hat einen riesengroßen Bekanntenkreis, aber ist ja auch klar, wenn man ständig unterwegs ist und jeden, aber auch wirklich jeden, der einem über den Weg läuft erstmal anquatscht!
    Doch muß man der Ehrlichkeit halber sagen, dass er von vielen Menschen eher belächelt und nicht ernstgenommen wird. Ein symphatischer Typ ist er, keine Frage, Feinde hat er eigentlich keine, dumm ist er auch nicht, aber naiv und tollpatschig, so etwas gibt es wohl kein zweites Mal!
    Egal wie schlecht die Erfahrungen sind, die er mit einem Menschen macht, egal wie sehr er ausgenommen und verletzt wird, er glaubt immer noch an das Gute im Menschen und kann sich einfach beim besten Willen nicht vorstellen, dass es auch dunkle Seiten des Lebens gibt!
    Naja, und ansonsten, wird er wohl auch weiterhin ein glückliches Leben führen, aber erwachsen werden - NIEMALS!!!

    ...dass (erwachsene) Hunde überschüssiges Ca nicht ausscheiden können wäre mir auch neu, allerdings gibt es bei uns auch nur 2-3 Mal in der Woche RFK (meist Hühnerklein, Putenhälse oder Rippen). In der Anfangszeit hatte ich mir den täglichen CA-Bedarf ausgerechnet, dass auf die Woche hochgerechnet, und bin zu dem Ergebnis gerkommen, dass 2-3 Mal in der Woche RFK diesen Bedarf absolut abdeckt, eher noch übersteigt!

    @ Dakota:
    Ich bin mir sicher, dass du dich ausgiebig mit der Rohernährung auseinandergesetzt hast, und das was du so schreibst hat ja auch "Hand und Fuß", aber manchmal finde ich deine Sichtweise schon ein wenig eingeschränkt

    Zitat

    Nein, fang das gar nicht erst an, Trofu und Knochen kann zu verstopfung führen.Du musst jetzt anfangen zu trennen, morgens roh und dann bis 14 Uhr nichts mehr.Auch würde ich umsteigen auf Käse oder Trockenfleisch als Leckerlie und dann nur abends Trofu geben.


    Du schreibst selber, es kann zu Verstopfungen führen, warum soll man es dann nicht erstmal ausprobieren, Knochenfütterung kann auch zu Verstopfungen führen, deswegen würde doch kaum ein "Barfer" grundsätzlich davon abraten!
    Ich kann ja nur von meinen beiden Hunden sprechen, aber bei uns gibt es als "Trainingsleckerchen" auch das normale TroFu über den Tag verteilt, und bisher haben sie das bestens vertragen!