Beiträge von Sleipnir

    Irgendwie komme ich von diesem Thread nicht los, obwohl es mich ja eigentlich gar nichts angeht wie andere Leute ihre Beziehungen führen!
    Allerdings, ich bin ja nun auch ein Mann, aber dass was man hier in diesem Thread und in dem Thread auf den Andrea noch hingewiesen hat lesen kann, lässt mich doch sehr an einigen meiner Geschlechtsgenossen zweifeln.
    Je mehr ich davon lese, desto mehr habe ich das Gefühl, es geht hier nicht um erwachsene Männer, sondern um pubertierende Jünglinge!
    Auch wenn man noch nie einen Hund hatte, sollte man nach eingehender Information als halbwegs intelligenter Mensch doch ungefähr abschätzen können was da auf einen zukommt und wie sehr sich das Leben verändert!
    Wenn man ein Kind in die Welt setzt weiß man doch auch (oder sollte man zumindest wissen), dass sich das Leben komplett ändert!
    Wie kann man als Mann eifersüchtig auf einen Hund sein?
    Wie kann es sein, dass Männers liebstes Spielzeug, das Auto, ein toter Gegenstand, der für mich dazu da ist mich von A nach B zu bringen und nicht mehr, wichtiger ist als ein Hund?
    Sowas will mir einfach nicht in den Kopf!
    Und ja, vielleicht ist das wirklich ein Unterschied zwischen Mann und Frau, aber wenn meine Freundin mir so ein Ultimatum stellen würde, oder sich eine Situation anbahnt wie in Andreas Fall - der würde ich einen Vogel zeigen, aber mehr nicht!
    Ich weiß nicht, ob das hier der richtige Ort ist um so etwas zu diskutieren, aber wie kann man sich auf so etwas einlassen?
    Und da geht es ja wirklich nicht mehr darum, ob der Hund oder der Partner wichtiger ist (das lässt sich sowieso nicht miteinander vergleichen!), aber eine Partnerschaft, die soll mein Leben doch bereichern und mich nicht einschränken!
    Das Kompromisse zu einer Partnerschaft dazugehören ist klar, aber solche Machtspielchen lassen für mich nicht auf eine gleichberechtigte Partnerschaft schliessen!
    Was kommt als nächstes? Ist er dann vielleicht eifersüchtig auf die Freundinnen, auf die Kinder, oder passen ihm andere Hobbies vielleicht nicht?
    Ich verstehs echt nicht...

    @ AndreaB:
    Darf ich fragen, warum du dich gegen den Hund und für den Mann entschieden hast?
    Ich war noch nie in so einer Situation, kann von daher auch nicht sagen, wie ich reagieren würde, allerdings kann ich mir absolut nicht vorstellen nach so einer Entscheidung mit meinem Partner/ meiner Partnerin jemals wieder eine unbeschwerte Beziehung zu führen, die Vorwürfe würden wohl immer schwehlen!

    Einen Rat kann dir hier wohl keiner geben, keiner von uns weiß wie stark deine Gefühle für deinen Partner sind, keiner kennt die genauen Rahmenbedingungen usw.
    Aber ich kann aus meiner eigenen Erfahrung schreiben, und das werde ich auch tun...
    Bevor ich mit Meike zusammen kam, habe ich eine siebenjährige Beziehung mit einer ganz tollen Frau geführt.
    Es war die erste große Liebe und von den sieben Jahren haben wir vier Jahre zusammengelebt.
    Einen Hund brachte ich damals schon in die Beziehung mit.
    Sie mochte diesen Hund schon, keine Frage. Sie hat mich auch nie vor die Entscheidung gestellt "ich oder der Hund", nein, soweit ging es dann doch nicht, aber man merkte immer wieder, dass sie sich von dem Hund eingeschränkt fühlte, dass er ihr zuviel Dreck in die Wohnung brachte und das sie nicht witrklich hinter der ganzen Sache stand. Mir zuliebe hat sie "mitgezogen", aber eigentlich wäre ihr ein Leben ohne Hund lieber gewesen.
    Daraus ergab sich natürlich auch, dass alle Arbeit komplett an mir hängen blieb. Rausgehen oder gar Spazieren mit dem Hund ist sie nur im allergrößten Notfall etc.
    Nach sieben Jahren haben wir uns getrennt. Nicht wegen dem Hund, aber schon wegen absolut unterschiedlicher Lebenseinstellungen.
    Ich habe dann nach einiger Zeit Meike kennengelernt...
    Sie ist sehr naturverbunden, absolut tierlieb und hatte, nachdem wir schon ein knappes Jahr zusammenwaren auch nichts gegen einen Zweithund einzuwenden (das wäre mit meiner Exfreundin undenkbar gewesen ;) ).
    Und glaub mir, es macht einen Riesenunterschied einen Partner / eine Partnerin zu haben, die die eigenen Hobbies und Leidenschaften zumindest annähernd teilt.
    Meike engagiert sich in der Hundeerziehung, geht gerne und freiwillig mit den Hunden spazieren und ich bekomme immer mehr das GEfühl, dass es nicht mehr meine Hunde, sondern unsere Hunde sind - und das ist ein unglaublich schönes Gefühl!
    Ich möchte dir damit nicht sagen, trenn dich von deinem Partner, und zwar sofort.
    Aber geh einfach mal ganz tief in dich, und überlege dir, ob du wirklich dauerhaft mit einem Partner deine Zeit verbringen möchtest, dessen Lebensentwurf zumindest in Sachen Tierhaltung ein ganz anderer ist als deiner und ich weiß, nach sieben Jahren kann man sich so etwas immer nur sehr schwer vorstellen, aber es gibt "da draussen" noch so viele Menschen, mit denen du evtl. viel besser zusammenpassen würdest...
    Mit meiner Exfreundin verbindet mich (wir sind jetzt 3 Jahre getrennt) übrigens immer noch eine tiefe Verbundenheit und enge Freundschaft. Sie lebt heute mit einem neuen Partner und einer Katze :D mitten in der Stadt und ist mit ihrem Leben mit Sicherheit auch zufriedener als sie es bei mir jemals war. Manchmal wird einem halt erst nach vielen Jahren klar, dass man doch nicht so gut zusammenpasst, wie man anfänglich dachte...

    Das ich dann hier zwei Hunde habe, die sich miteinander vergnügen :D , finde ich nun nicht wirklich schlimm, wäre ja auch nur zweimal im Jahr für 4-5 Tage.
    Das Janosch dadurch auf den Gedanken kommen könnte, er wäre der "King" kann ich mir bei diesem Hund eigentlich nicht vorstellen, und ein bisschen mehr Selbstbewußtsein und Durchsetzungskraft bei Rüdenbegegnungen könnte ihm auch nicht schaden, unsere derzeitige Problematik hinsichtlich solcher Begegnungen habe ich in diesem Thread hier geschildert:
    https://www.dogforum.de/ftopic30311.html ;)
    Und er deckt ja nun wirklich nicht permanent, sondern zweimal im Jahr für einen kurzen Zeitraum.
    Ja, evtl. könnten sich daraus schon Probleme ergeben, dass will ich gar nicht in Abrede stellen, aber trotzdem erscheint das für mich eher vertretbar als eine Kastration.
    Das einzige, was mir wirklich Kopfzerbrechen bereitet, ist die Frage, ob dadurch das Risiko auftretender Scheinschwangerschaften bei der Hündin nicht vielleicht doch ansteigt :???:
    Denn wenn ich mir vorstelle, dass Emma dann ständig scheinschwanger wird und aus diesem Grund evtl. nachträglich noch kastriert werden muß, dann war die ganze Aktion für den Ar...
    Gibt es noch irgendwelche Aspekte, die ich bedenken sollte?
    Liebe Grüße,
    Björn

    Zitat

    Wie soll ich das denn trainieren??Bin öfters mal kurz raus geganegen und wenn sie gebellt hat bin ich ruckartig wieder rein und dann hab ich geschimpft


    Und genau damit hast du ihm beigebracht, dass es sich lohnt Theater zu machen um Aufmerksamkeit zu erlangen, klar, es war keine positive Aufmerksamkeit, aber immer noch besser, als allein zu sein.
    Der umgekehrte weg wäre der bessere gewesen:
    zu warten bis der Hund zwischen seinen Bell- und Jaulattacken kurz ruhig ist, dann rein gehen und den Hund ruhig (ohne ihn aufzuputschen!!!) loben!
    Das alles in klitzekleine Einzelschritte zerlegt und dein Hund sollte in einigen Wochen zumindest mal eine Stunde allein sein können!
    Denk dran, das das Training des Alleinseins ein teilweise relativ langer Prozess ist und mit vier Monaten kannst du ihn eh noch nicht stundenlang allein lassen!

    Zitat

    Ebenso wird er natürlich Interesse an Emma haben und sie auch Decken.
    Das Risiko einer Scheinträchtigkeit ist somit noch höher


    Genau über diesen Punkt habe ich mir ja auch schon meine Gedanken gemacht!
    Aber warum soll das Scheinschwangerschaftsrisiko ansteigen, nur weil Emma gedeckt wird? Billchen Erklärungen mit den leer bleibenden Zuchthündinnen fand ich schon recht einleuchtend!