Vielleicht schreiben wir jetzt aneinander vorbei, ich hatte nämlich die gesamte Hamburger Situation im Auge - es gibt doch Hundefreilaufflächen für alle Hunde und zusätzlich noch einige Gebiete auf denen die Bezirke die Leinenpflicht für Hunde mit Gehorsamsprüfung aufgehoben haben, oder?
Beiträge von Sleipnir
-
-
Zitat
Ja, am Überseering ist ein Hundefreilaufgebiet. Hast du einen Hundeführerschein? Wenn nicht, gilt ausnahmslos Leinenpflicht
Häh...ich dachte auf Hundefreilaufflächen braucht man diese beknackte "Gehorsamsprüfung" nicht...
-
Zitat
Seit wann kann die Menschheit es sich leisten behinderte Menschen mit
'durchzufüttern' ?
Wenn wir uns das mal beantworten, dann kommt man vielleicht auch zu
einem Ansatz zur Beantwortung von Björn's Frage.
Das kann ich dir beantworten...
Behinderte Menschen gab es zu jeder Zeit unserer Entwicklung, nur die Art und Weise, wie mit ihnen umgegangen wurde unterscheidet sich...
Für die Ur- und Frühgeschichte des Menschen lässt sich eine besondere Behandlung behinderter Menschen auf Grund der spärlichen Belege kaum rekonstruieren.
Trotzdem wurde anhand einiger Skelettfunde die Hypothese aufgestellt, dass zumindest untwer bestimmten Vorraussetzungen, in bestimmten Gegenden auch behinderte Menschen die Chance hatten in der jeweiligen Gruppe zu verbleiben.
In der Antike gab es ganz unterschiedliche Verfahrensweisen, während behinderte Menschen im alten Ägypten einen hohen Stellenwert hatten und unter dem besonderen Schutz der Götter standen hatten im Staatswesen des antiken Griechenlands nur die eine Chance auf Überleben, die dem Ideal des gesunden Menschen entsprachen.
Ähnlich gestaltete es sich im römischen Staatswesen, auch hier waren behinderte Menschen Ausgrenzungen bis hin zur Aberkennung der Lebensrechte ausgesetzt.
Ähnlich setzte es sich mit den "teuflisch Bessesenen" bis ins Mittelalter fort, die zu großer Zahl auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurden.
Erste Einrichtungen für geistig behinderte Menschen lassen sich bis ins ausgehende Mittelalter nachweisen und spätestens seit der Industrialisierung und der Entstehung von Hilfsschulen und "Idiotenanstalten" hatte die Behindertenhilfe gesamtgesellschaftlich Einzug gehalten.Quelle: Mattner, Dieter. Behinderte Menschen in der Gesellschaft
-
Zitat
Vielleicht kannst du die Kopfauslastung noch etwas erhöhen und nicht nur auf dem Spaziergang, sondern auch in der Wohnung.
Hin und wieder mache ich das auch, das Problem dabei ist nur, dass Emma dabei so sehr überdreht, dass an einer wirklichen Zusammenarbeit fast nicht mehr zu denken ist.
Meine Hunde sind ja auch beide auf den Clicker konditioniert, denn benutze ich schon fast gar nicht mehr, denn wenn Emma den Clicker in meiner Hand sieht, dann habe ich ein fiependes, sabberndes, vor Aufregung zitterndes Etwas vor mir, die am liebsten einen Salto rückwärts machen würde...
Es ist ja auch gar nicht so, dass sie immer "nervt", teilweise liegt sie ja auch stundenlang dösend auf der Couch, aber sie beobachtet einen...pausenlos...und sobald sie nur die geringste Hoffnung hat, dass es spannend werden könnte springt sie auf und rennt einem vor den Füssen rum, und das kann, wie gesagt schon schon durch eine ruckartige Armbewegung ausgelöst werden.EDIT:
Ich bin auf diese Aufforderungen iherseits noch nie eingegangen, trotzdem versucht sie es seit fast vier Jahren immer noch täglich... -
Hallo!
In den letzten Jahren und Monaten bin ich ja alle großen Probleme, die ich mit Emma hatte (habe) angegangen und würd mal behaupten, dass ich sie ganz gut stabilisiert habe.
Da habe ich mir gedacht, jetzt könnten wir ja mal die Feinheiten bearbeiten...
Problem Nr.1 im Moment (fällt mir wahrscheinlich erst jetzt so deutlich auf, weil keine anderen Probleme mehr vorhanden sind, die meiner Aufmerksamkeit bedürfen...), ich bekomme diesen Hund einfach nicht ausgelastet - egal wie ich es anstelle!!!
Damit ihr euch eine Vorstellung machen könnt, hier unser derzeitiges "Pensum":
morgens: eine gemütliche Runde, 30 Minuten lang, immer derselbe Weg
nachmittags: entweder 1,5 Stunden zügig spazieren gehen, 1,5 Stunden Dummytraining (1-2 mal pro Woche) oder 1,5 Stunden Fahrrad fahren (1-2 mal pro Woche)
abends: nochmal eine halbe Stunde
Am WE und an anderen freien Tagen eher mehr.
Janosch ist mit diesem Pensum vollauf ausgeglichen, aber er läuft pro Spaziergang auch mindestens die doppelte Wegstrecke verglichen mit Emma.
Emma spielt nicht mit anderen Hunden und mit Janosch nur selten, sie bleibt fast immer auf dem Weg und bewegt sich meist in einem Umkreis vo 10-15 Meter zu mir.
Machen wir auf dem Spaziergang UO oder Suchspiele ist sie mit Feuereifer dabei, ansonsten trottet sie recht gelangweilt vor sich hin. Allerdings trügt der Schein, so gelangweilt sie auch ist, alle Muskeln sind angespannt und sie wartet nur auf irgendeine Aktion von mir auf die sie reagieren kann.
Sie klebt beim Spaziergang also wahnsinnig an mir und ich habe ihre volle Aufmerksamkeit.
Das wäre ja alles gar kein Problem, wenn sie dadurch ausgelastet wäre - ist sie aber nicht!
Nach der großen Runde wird 1-2 Stunden gedöst und dann geht das Spielchen los.
Oftmals sitzt sie einfach da und starrt mit hängendem Kopf vor sich hin, nur um im nächsten Moment wie von der Tarantel gestochen aufzuspringen, nur weil ich meinen Arm bewegt habe (die Armbewegung könnte ja eine Spielaufforderung sein...)
Wenn man sie nicht deutlich auf ihren Platz verweist läuft sie jedem in der Wohnung hinterher und insgesamt hat man das Gefühl, als stünde sie die ganze Zeit kurz vor einer Explosion und wartet nur auf einen Auslöser...
Körperlich ist sie unkaputtbar und egal ob wir nun eine Stunde spazieren gehen, im Sommer den ganzen Tag am See verbracht haben und sie stundenlang ihren Dummy aus dem Wasser apportiert hat oder wir eine 30 Kilometer lange Fahrradtour gemacht haben, oben beschriebenes Verhalten zeigt sie immer und ich habe diesen Hund in über 3 Jahren noch nie müde erlebt - vielleicht mal kurzzeitg erschöpft, aber müde, nein...
Und ich muss ganz ehrlich sagen, dass nervt! Es ist ja schön, dass sie so sehr auf mich (bzw. auf Menschen allgemein) fixiert ist, aber ich kann und möchte auch nicht immer den Animateur für sie spielen!
Wie würdet hier da weiter verfahren? -
Tja Sarah, kann sich ja nicht jeder eine EOS schenken lassen...
Keine Ahnung, was hier für persönliche Kleinkriege geführt werden, aber ein bisschen freundlicher könnte man das doch schon rüberbringen, oder? Ronnys Posting ist da jawohl der absolute Kracher! -
Zitat
Wird sicher mal vorkommen,
aber doch wohl unglaublich selten.
Aber warum?
Weil geistige Behinderung bei Hunden im Allgemeinen seltener vorkommt als bei Menschen?
Weil die betroffenen Welpen von den Mutterhündinnen nicht angenommen werden?
Wenn ich mir überlege, wie oft geistige Behinderung in all ihren unterschiedlichen Ausprägungen bei uns Menschen vorkommt, dann kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, dass sie bei Hunden soo wahnsinnig selten ist...
-
@ Boxerschnute:
Das halte ich für ein Gerücht...
Hunde hängen nicht wirklich an ihrem Namen und wenn sie ihren alten Namen nicht mehr hören, sondern nur noch den neuen, dann gewöhnen sie sich meist absolut problemlos um!Ich finde es aber auch relativ schwer mir einen Namen für einen Hund zu überlegen, den ich noch nie gesehen habe, ausserdem weiß ich ja gar nicht, was dir gefällt...
Ich finde Anadyr sehr schön...oder Tarek...auch Fynn oder Janosch sind nette Namen, aber ob das nun zu dem Hund passt und dir gefällt?? -
Das Problem wird sein, dass dem Jüngeren die schwindenden Kräfte des Älteren natürlich nicht entgehen und er im Moment wohl eine Chance wittert in der Rangordnung eine Stufe höher zu klettern.
Wer ist denn im Moment der Ranghöhere von Beiden? Ist es schon klar, dass es der Jüngere ist, oder hat der Ältere noch eine wackelige Vormachtsposition?
Wenn es klar ist, dass der Jüngere in der Rangordnung vor dem Alten steht, dann würde ich ihn auch so behandeln (ihn zuerst begrüssen, ihm zuerst Futter hinstellenn etc.) - das könnte schonmal recht viele Spannungen herausnehmen.
Sich in die Auseinandersetzungen der Hunde einzumischen und den Jüngeren dafür noch zu besrafen halte ich für ziemlich problematisch. Aus der Ferne ist es natürlich nur äusserst schwer einzuschätzen, wann man sich in die Auseinandersetzung zweier Hunde einmischen sollte, aber klar ist, dass der Jüngere immer wieder den Älteren angehen wird, solange die Rangfrage nicht eindeutig geklärt ist!Und das er gegenüber der viermonatigen Junghündin relativ abweisend ist finde ich auch nicht besonders verwunderlich - die meisten erwachsenen Hunde finden Welpen und Junghunde am Anfang relativ nervend....das dürfte sich allerdings mit der Zeit bessern!
-
Zitat
Aber ich gehe davon aus, das Wilma da keinen bleibenden schaden davon getragen hat. Die Prägephase ab der 9. Wo. hat sie ja dann bei uns mit direktem Familienanschluss und auch noch 3 Wo. lang mit unsrer lammfrommen Lotte verbracht.
Das was sie bei euch verbracht hat war die Sozialisierungsphase, die Prägephase war da schon abgeschlossen!
Schau mal hier:
http://www.hovawart-info.de/praegephase.htm#WesenBesonders interessant finde ich diesen Absatz:
Die Zeit von der 4. bis zur 8. Woche ist ganz besonders wichtig. Verhaltensweisen, die in dieser sensiblen Phase wurzeln, können eine derart hohe Unwiderruflichkeit aufweisen, dass sie später nicht nur für den Hund selbst wie angeboren wirken, sondern auch uns als angeboren erscheinen. Verstreicht die Prägephase ungenutzt, treten später schwere Verhaltenstörungen auf. Das ganze Ausmaß der Schädigung kommt dabei oft erst nach der Pubertät zum Vorschein. Beim Kauf im Alter von 8 Wochen ist der Welpe unter Umständen noch unauffällig.