Beiträge von Sleipnir

    Ich verstehe was du meinst Patrick, aber die Bevölkerung vieler so genannter Drittweltländer kann doch nun wirklich nichts dafür, dass 1.) die eigene Regierung korrupt ist und nur an die eigenen Vorteile denkt und das 2.) die Industrienationen alles in ihrer Macht stehende tun um Schwellen- und Drittweltländer von den Möglichkeiten, die durch die Globalisierung geben sind auszuschließen, in dem Waren künstlich zurückgehalten werden, mit Extrazöllen belegt werden etc. und von daher bleiben meine moralischen Bedenken... ;)

    Der Sinn der Frage...ja, was ist der eigentlich... :???:
    Klar darf jeder sein Geld für die Dinge ausgeben, die ihm wichtig sind und ihm am Herzen liegen, und ob das jetzt das Tuning des Autos ist oder die Hüft-OP des Hundes geht mich ja erstmal nichts an.
    Mein Ansinnen war es auch nicht, im Angesicht des schwerkranken Hundes das benötigte Geld doch lieber an eine Hilfsorganisation zu schicken. Ich frage mich vielmehr, ist es moralisch nicht höchst problematisch hier einen Hund für mehrere Tausend Euro zu operieren, wenn vielen Millionen Menschen auf der ganzen Welt selbst die grundlegenste medizinische Versorgung verwehrt bleibt und jeden Tag Kinder an einer einfachen Grippe krepieren. Erstmal ist diese Frage auch eher theoretischer Natur, ich möchte von euch gar nicht die Antwort haben, dass ihr soviel Geld nicht für euern eigenen Hund ausgebt, wahrscheinlich würde ich es selbst nämlich auch machen, aber moralische Bedenken hätte ich trotzdem...ihr nicht?

    Wenn man sich mal so umschaut, dann unterscheidet die Veterinärmedizin ja heute kaum noch etwas von der Humanmedinzin. Hunden werden künstliche Hüftgelenke eingesetzt, Krebs kann behandelt werden etc. Grundsätzlich ja eine positive Entwicklung für Hundehalter.
    Allerdings, wenn ich dann immer so lese, was das alles kostet, dann wird mir ganz schwummerig.
    Bleiben wir mal bei den künstlichen Hüftgelenken, müssen diese auf beiden Seiten eingesetzt werden, dann landet man schnell bei 3000-4000 Euro. Vor einigen Jahrzehnten wäre der Hund noch einfach eingeschläfert worden...
    Glücklicherweise stand ich noch nie vor einer ähnlichen Endscheidung, aber ich denk mir manchmal, dass es soviel Elend und Armut auf der Welt gibt, wie können Hundehalter da guten Gewissens "nur" für einen Hund soviel Geld ausgeben. Wisst ihr was ich meine?
    Klar hat man zu seinem Hund eine emotionale Bindung aufgebaut und klar ist mir der eigene Hund näher als das verhungernde Kind in den Slums der Dritten Welt - aber ist das wirkllich alles "richtig" so? Haben wir in den westlichen Industrienationen die Verhältnismäßigkeit in der Hundehaltung nicht schon längst ad absurdum geführt? Was meint ihr?

    Sag mal, kann es sein, dass dein Hund beim Züchter nie gelernt hat sich draussen zu lösen und sich schon dort ausschliesslich in der Wohnung gelöst hat (Welpenzimmer etc.)?
    Das würde eure Schwierigkeiten zumindest erklären!

    Mal unabhängig von der Hundehaarallergie...warum ist noch niemand auf die Idee gekommen zwei Hunde zu empfehlen... :D
    OK, Hunde sind hochsoziale Rudeltiere und eine Einzelhaltung im Freien ist mit Sicherheit indiskutabel, aber zwei Hunde...
    Brauchen Hunde (abgesehen von den Geschöpfen, denen vom Mensch die Unterwolle komplett weggezüchtet wurde) wirklich einen zentralgeheizten Platz auf der Couch? Ich denke nein und finde eine Aussenhaltung , wenn bestimmte Vorraussetzungen erfüllt sind, nicht schlechter als eine Haltung komplett in der Wohnung.

    Ja, Hunde erkennen eindeutig das Alter anderer Hunde -meine Hunde lassen sich von jedem älteren Dackel in Schach halten und haben selber fast Schäferhundgröße... ;)
    Richtig ist auch, dass die soziale Stellung bei Hunden größtenteils an das Alter gekoppelt ist, allerdings nicht ausschliesslich. Souverenität und Selbstsicherheit sind mindestens genauso wichtig. Den Rang nur am Alter festzumachen ist also eigentlich etwas kurzgedacht!

    Also bei einigen von euch scheint die Hundehaltung ja einer Vollzeitbeschäftigung nahe zu kommen... ;)
    Unter der Woche bin ich mit den Hunden ungefähr zweieinhalb Stunden am Tag unterwegs (und gehe damit schon länger als jeder Hundehalter, den ich in meinem persönlichen Umfeld kenne!!!) aufgeteilt in drei Runden:
    morgens zwischen 8 und 10 eine halbe Stunde, nachmittags zwischen 14 und 16 Uhr eineinhalb Stunden und abends zwischen 21 und 23 Uhr nochmal ne halbe Stunde.
    Am WE ist dann zwischen 2 und 6,7 Stunden alles drin, da packen wir die Hunde dann auch oft ins Auto und machen Wanderungen, nehmen die Hunde auf Fahrradtouren mit oder verbringen unsere Tage an hundefreundlichen Seen.