Beiträge von Sleipnir

    Ich habe keine EOS - eine vernünftige Spiegelreflexkamera, ja...das wäre schon was, lässt sich vom BaföG aber so schlecht bezahlen und Fernseher hab ich auch nen ziemlich ollen...ne, aber mal ehrlich, du hast schon recht mit dem was du schreibst, absolut!

    Ich weiß auch ganz genau, warum ich Hunde habe, ich weiß auch warum ich zwei Hunde habe. Hunde sind für mich Gefährten um einen Anreiz zu haben mich in der Natur aufzuhalten, um einen Anreiz zu haben mich jeden Tag, egal bei welchem Wetter, mindestens zweieinhalb Stunden zu bewegen, ich habe Hunde, weil sie mich seit dem Kleinkindalter faszinieren und ich kaum etwas spannenderes kenne, als mehreren Hunden bei der gemeinsamen Kommunikation zuzuschauen, ich habe Hunde, weil sie für mich eine tägliche Fluchtmöglichkeit vor den Problemen des Alltags sind und ich habe Hunde, weil ich Hunde einfach toll finde - aber deswegen darf man das doch trotzdem kritisch reflektieren, oder?

    Relevanz für mein Studium - jein...aber wenn man eine Diplomarbeit über die Mensch-Hund-Beziehung schreibt und sich tagein, tagaus mit diesem Thema befasst, dann sieht man einige Dinge doch in einem anderen Licht und hinterfragt Aspekte, die man vorher gar nicht bedacht hat. Insofern hat diese Frage schon etwas mit meinem Studium zu tun, aber ich habe nicht vor eure Antworten in meiner Diplomarbeit zu verarbeiten... :D

    Gut, dann haben wir verschiedene Auffassungen von einem Zwinger. Weitläufige Bekannte von mir haben einen Reiterhof, der Hund lebt komplett draußen, hat immer Action und bewegt sich entweder frei auf dem gesamten Gelände oder im 2000 qm großen fest eingezäunten Garten, wenn das Zwingerhaltung ist, dann finde ich Zwingerhaltung super!

    Klar, denke ich auch, dass "Zwingerhaltung" erst dann wirklich hundegerecht ist, wenn man mehr als einen Hund hält und wenn diese Hunde trotzdem jeden Tag mehrstündigen Kontakt zu ihren Bezugspersonen haben, geistig gefordert und körperlich ausgelastet werrden, dann würde ich eine Außenhaltung einer reinen Wohnungshaltung (d.h. Wohnung ohne eigenen Garten, Hund sieht die Außenwelt nur auf Spaziergängen) immer vorziehen. Ideal fänd ich aber eigentlich eine kombinierte Aussen- und Innenhaltung z.B. Hunde sind tagsüber draußen und ab frühen Abend und über Nacht im Haus.

    Keine Ahnung, warum jetzt das Wort Zwinger gebraucht wird, aber fragt doch mal sarah1982 wie sie Tyson beschreiben würde, wahrscheinlich als Familienhund... :D
    Ich weiß halt einfach nicht, warum ein Hund zum "Glücklichsein" eine zentralgeheizte Wohnung braucht. Und jetzt mal ganz ehrlich, die meiste Zeit des Tages werdet ihr euch doch auch nicht mit euern Hunden beschäftigen, sondern sie werden irgendwo rumliegen, dösen und auf die nächste Aktion warten und warum kann diese Wartezeit nicht draußen stattfinden, zusätzlich sind sie draussen viel mehr Reizen ausgesetzt und wenn es nur die Amsel auf der Wiese ist...

    Ich merke, ich schweife immer weiter vom eigentlichen Thema ab, aber warum halten wir uns dafür Haustiere? Warum reicht uns das Zusammenleben mit unserer eigenen Art nicht?
    Es gibt ja die verschiedensten wissenschaftlichen Theorien zur Mensch-Tier-Beziehung (Biophilie etc.) und scheinbar scheint unsere Zuneigung zu anderen Arten wirklich evolutionär bedingt zu sein, ansonsten hätte es wohl auch nicht schon in der Antike "nutzlose" Haustiere gegeben, aber ist es nicht einfach krass (mir fällt leider gerade kein anderes Wort ein, aber es passt eigentlich ganz gut...), dass wir (Haus-)Tieren "nur" aus emotionaler Verbundenheit ein Leben wie einer "Made im Speck" ermöglichen, dass Leute sich für ihre Haustiere verschulden etc.

    Für euch (uns) scheint das ja recht normal zu sein, sonst würden meine Fragen ja hier nicht auf so ein Unverständnis stoßen, aber fragt doch mal "Nicht-Tierhalter" :D

    souma: Das war ein Beispiel, um meine Fragestellung zu untermalen, nicht mehr und nicht weniger. Es ging mir nicht darum, dass Arm-Reich-Gefälle der Welt genauer zu beleuchten, sondern nur darum, die Mensch-Hund-Beziehung kritisch zu beleuchten.
    Scheinbar haben einige andere User das Beispiel genauso verstanden, wie ich es verstanden haben wollte...

    Gewöhn dich einfach dran... :D
    Dir bleibt eh nichts anderes übrig!
    Wir haben im Schlafzimmer einen dunkelblauen Teppich und in der restlichen Wohnung helles Laminat - tja, leider haben wir auch einen schwarzen und einen beige-brauen Hund...den Rest könnt ihr euch wohl selber denken ;)

    Henrike, du hast mit deinem, zugegebenermaßen recht zugespitztem Posting nicht ganz unrecht.
    Und ja, ich finde es genauso übertrieben, wenn einzelne Hunde eine so große Leinen- und Halsbandkollektion besitzen, dass man damit ein ganzes Rudel ausstatten könnte, ich finde es übertrieben 50 oder 60 Euro für einen Sack Hundefutter zu bezahlen und ich finde aus auch übertrieben, 40 Euro für eine Einzelstunde bei einem Hundetrainer auszugeben, nur weil der Hund nicht ordentlich an der Leine läuft.
    Meine Hunde haben ein Halsband und eine Leine, sie liegen auf alten Decken (oder der Couch... :D ) und spielen mit zusammengeknoteten Socken, das Fleisch für die Hunde beziehe ich zum großen Teil umsonst von einem befreundeten Jäger (der es sonst in die Tonne werfen würde) und wenn ich mal nen Sack TroFu kaufe, dann ist es Markus-Mühle.
    Das nur zur Erklärung - und von mir aus können wir das auch mitdiskutieren!
    Aber trotz allem frage ich mich trotzdem ganz oft, ob es nicht wirklich etwas dekadent ist einen Hund (bei mir sind es ja sogar zwei) sein Leben lang "durchzufüttern" ohne einen praktischen Nutzwert aus der Hundehaltung zu ziehen. Das Hunde für uns alle eine große emotionale Bedeutung haben steht natürlich außer Frage, mit "tatsächlichem Nutzwert" meinte ich den Hund als Wachhund, Herdengebrauchshund oder Helfer bei der Jagd.
    Und im Endeffekt würde es dann natürlich auf die Schlussfolgerung hinauslaufen gar keinen Hund zu halten, wenn man ihn nicht "wirklich" braucht...hach, ich weiß auch nicht...keine Sorge, ich spiele nicht mit dem Gedanken Emma und Janosch abzugeben, sind alles rein theoretische Fragen... :D

    souma: Super Beispiel! Genau so etwas meine ich, finde ich genauso befremdlich wier die Tatsache, dass in diversen Tiervermittlungsssendungen landwirtschaftliche Nutztiere vermittelt werden. Ganz ehrlich, da frage ich mich manchmal, warum werden die nicht "in die Pfanne gehauen"...
    Und warum soll es politisch inkorrekt sein, wenn ich mich frage, ob ein Tier wirklich eine medizinische Versorgung auf humanmedizinischem Niveau braucht... :???: