Beiträge von Sleipnir

    Ja...wie versuche ich denn mal meine Frage möglichst kurz und prägnant zu beschreiben... :???:

    Vielleicht so:

    "Ist es moralisch unbedenklich ein Tier nur seiner Selbst willen ein ganzes Leben lang durchzufüttern (inkl. Futter, medizinische Versorgung etc.) und wenn ja, gibt es eine Grenze bis zu der die damit verbundenen Ausgaben gesellschaftlich akzeptiert werden und welche Motive sind es, die Hundehalter dazu veranlassen, bis an die Grenzen ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit zu gehen um ihren Tieren zu helfen."

    Zitat

    Sleipnir wie weit würdest du gehen um deinen hund zu helfen?

    Das weiß ich nicht genau...ich denke, dass kann man erst sagen, wenn man mal (hoffentlich nicht) vor dieser Situation steht...

    Aber ich möchte ja auch keinem Hund medizinische Hilfe verwehren...doch trotzdem finde ich das Niveau auf dem sich das heute abspielt einfach etwas befremdlich und das wollte ich hier eigentlich diskutieren...wie hat es sara so schön beschrieben...um das eigene Verhalten zu reflektieren...scheint allerdings nicht möglich zu sein, da die ersten User ja jetzt schon persönlich werden...schade!

    @ Niani:

    Ich denke, ich habe bei den OPs angesetzt, weil sie die potenziell teuersten Investitionen sind. Aber wie schon geschrieben finde ich auch 10 Leinen und Trockenfutter mit Perlhunfleisch für 50 Euro den Sack übertrieben, ich hätte ebenso gut da ansetzen können.
    Wo man eine Grenze ziehen soll...schwierig, ist ja immer eine sehr individuelle Entscheidung.
    Ich persönlich ziehe die Grenze dort, wo deutlich mehr für den Hund investiert wird als er wirklich benötigt. Ein Hund benötigt gutes Futter, aber muss es denn Perlhuhn oder Antilope sein, ein Hund benötigt eine Leine und ein Halsband (Geschirr), aber müssen es denn gleich 5 sein, ein Hund benötigt einen Lagerplatz, aber muss es denn eine Kudde für über 100 Euro sein...
    Und um hier wieder den Bogen zu den OPs zu schlagen: In wie weit werden sie benötigt?
    Ein Wolf mit schwerer HD wäre irgendwann eingegangen, mit einem Hof-, Bauern- oder Schäferhund am Anfang des 20. Jahrhunderts wäre kurzer Prozess gemacht worden, wenn er nicht mehr laufen kann, da er dann praktisch wertlos war und heute...heute wird alles getan um den Hund möglichst lang am Leben zu erhalten.
    Ich frage mich da allerdings, in wie weit entspringt das wirklich altruistischen Motiven (um dem Hund zu helfen) und in wie weit nur der Bedürfnisbefriedigung des Halters und ob die Möglichkeiten der Veterinärmedizin nicht einfach nur ein Auswuchs unserer übertriebenen (???) Fürsorge für unsere Haustiere sind.

    geena: Deswegen hab ich es zur Diskussion gestellt! Wo sind meine Wissenslücken, was habe ich unkorrekt dargestellt?

    Na, jetzt geht es ja richtig rund... :D
    Wo versuche ich denn Menschen zu manipulieren?
    Was ist denn an meinem Posting unehrlich? Weil ich eine andere Meinung vertrete als du? Ich dachte wir sind hier in einem Diskussionsforum...
    Du findest meinen Diskussionsstil anmaßend...na, und mich bestürzt halt die "Kurzsichtigkeit" einiger Hundehalter...so, und warum versuche ich nun zu manipulieren und du nicht?

    @ mimi:

    Genau! Auch ich musste bei dieser Passage etwas schmunzeln... ;)
    Es sind gleich mehrere Dinge, die ich mir nicht erklären kann:
    1.) Wenn ein Hund sich auf einem potenziellen "Schlangenlagerplatz" erstmal mehrfach dreht würde jede Schlang schon zur Selbstverteidigung zupacken - wie mimi schon sagt, lebensgefährlich.
    2.) Wölfe haben sich in den holarktischen Lebensräumen entwickelt und sind erst Stück für Stück in den Süden vorgestoßen - warum soll sich so ein Verhalten in sehr schlangenarmen Gebieten entwickelt haben?
    3.) Warum zeigen das gleiche Verhalten auch Wölfe aus der Arktis z.B. von Ellesmere Island - dort gibt es nicht eine einzige Schlangenart.
    4.) Halte ich die Theorie, dass sich Hunde vor dem Schlafen mehrmals drehen, um die Wirbelsäule auf die stundenlange gekrümmte Haltung vorzubereiten für viel plausibler - diese Theorie hat uns Frau v. Reinhardt natürlich unterschlagen, würde ja auch nicht in ihr Konzept passen... :D

    Wenn ein Text schon am Anfang inhaltlich so fragwürdig ist, dann möchte ich erst gar nicht wissen, wieviele Theorien sie sich noch zurecht gestrickt hat...

    Aber Terry, all die anderen "unmoralischen" Dinge interessieren mich im Moment höchstens sekundär, denn (zum dritten Mal!) die Frage ist nicht, "darf ich mehrere Tausend Euro für einen Pelzmantel, eine Kamera, ein Sofa etc. ausgeben" sondern" darf man mehrere Tausend Euro für eine Hunde-OP ausgeben" und die Berechtigung dazu kann doch nicht sein, dass das i.O. ist, weil andere Menschen vergleichbar viel Geld für andere Hobbies ausgeben, oder? Das steht doch in keinem inhaltlichen Zusammenhang!

    Und erklär mir doch mal bitte, warum sich meine beiden Zitate in deinem letzten Posting wiedersprechen bzw. nicht zusammenpassen? Ich verstehs nämlich nicht!

    Zitat

    Gleichzeitig wird hier suggeriert das den HH Alles andere egal ist. Find ich schon ein wenig "frech".

    Mit Sicherheit nicht allen, aber wenn man sich nur in diesem (natürlich nicht repräsentativen) Thread die Häufigkeitsverteilung der Antworten anschaut, dann erweckt es sehr wohl den Eindruck, als käme erst der Hund, dann ganz, ganz lange gar nichts und dann...ja dann ist es doch die Schuld der anderen...überflieg doch nochmal die Antworten...

    Etwas unpassend finde ich die ständigen Vergleiche mit Autos, Pelzmänteln, großen Villen oder anderen Luxusgegenständen.
    Natürlich machen gesamtgesellschaftlich gesehen die Kosten der Hundehaltung wahrscheinlich nur einen Bruchteil aus - aber Leute, wir sind hier in einem Hundeforum und die Frage hier ist ja nicht die kritische Beleuchtung der Anschaffung einer 5000 Euro teuren Profikamera, sondern die Überlegung inwieweit Hundehaltung moralisch vertretbar ist.
    Verständlich, dass die Meinungen da sehr weit auseinandergehen und das der Eine die Anschaffung einer fünften Leine für völlig überflüssig hält, der Andere von der Notwenigkeit der 25. Leine allerdings vollkommen überzeugt ist. Verständlich auch, dass die meisten User schreiben, dass sie jedes Geld der Welt für die Gesundheit ihres Hundes ausgeben würden. Allerdings bestürzt es mich schon, dass die Überlegungen zur Moralität als Hundehalter damit beendet sind. Moral scheint sich bei den meisten wohl nur auf ihren direkten Lebensbereich zu beziehen und für den ganzen großen Rest kann ich ja eh nichts, sind sowieso andere Schuld etc.
    Und ich habs ja nun schon mehrfach geschrieben, es ging mir nicht um eine praktische Umsetzung dahingehend den schwerkranken Hund einzuschläfern und das gesparte Geld einer Spendenorganisation zu schicken! Meine Frage sollte nur zum Nachdenken anregen...
    Und es kann mir doch keiner hier erzählen, dass es nicht paradox ist, dass neben Millionen hungernden Menschen auf dieser Welt in einigen Ländern Barfportionen für die vierbeinigen Freunde exakt abgemessen werden, man möglichst exquisiete Fleischsorten für Fifi bestellt und bereit ist 50 Euro für 15 Kilo TroFu zu bezahlen - und bitte kommt jetzt nicht wieder mit dem "Todschlagargument" dass man seinen Hund ja wohl nicht mit billigem Discounterfutter ernähren soll, dass ist nicht die Frage, denn es gibt nicht nur schwarz und weiß!

    Für all die Halter eines intakten Hundepäarchens:
    Wir haben unseren Rüden sterilisieren lassen und es klappt ausgezeichnet!
    Vielleicht ist das ja auch eine Alternative für euch. Keiner der Hunde muss eine Kastration über sich ergehen lassen und ungewollte Welpen sind trotzdem zu 100% ausgeschlossen.
    Allerdings ist es nicht ganz einfach einen TA zu finden, der diesen Eingriff durchführt!