Beiträge von Sleipnir

    Ich war noch nie in Dänemark - weder mit Hund noch ohne Hund - aber Dänemark scheint ja das Hundeparadies schlechthin zu sein...was ist denn dort so toll, so anders als in Deutschland? Und hat Dänemark nicht den flächendeckenden Leinenzwang der anderen skandinavischen Länder übernommen?

    Angeregt durch einen anderen Thread hab ich mich heute mal etwas über die gesetzlichen Bestimmungen der Hundehaltung anderer Länder informiert und es ist echt krass in wievielen Ländern es einen allgemeinen, flächendeckenden Leinenzwang gibt... :schockiert:

    Andererseits: Listenhunde, Hundeverbotsschilder, Wesenteste, Maulkorbzwang der DB...soweit her ist es mit der deutschen Hundefreundlichkeit dann auch wieder nicht, oder?

    Was meint ihr - lohnt es sich Hund zu sein in Deutschland? Welche Erfahrungen habt ihr in anderen Ländern gemacht, was war besser im Vergleich zu Deutschland, was schlechter?

    Deutschland - das Land der Hunde oder eher der Hundefeinde?

    Bei ihr ist das etwas speziell...es ist davon abhängig, ob der andere Hund angeleint ist oder nicht, es hat weniger damit zu tun ob sie an der Leine ist...Emma ist ja nicht blöde und sie weiß ganz genau, dass ein angeleinter Hund nur einen geringen Radius hat und sie startet dann Scheinattacken genau soweit, dass der andere Hund sie nicht erreichen kann

    Nein...ausradiert ist es nicht. Gerade bei großen Hunden, die sie selbst auch fixieren oder ihrerseits kläffen braucht sie immer noch einen gewissen "Wohlfühlabstand" - allerdings beträgt dieser Abstand nicht mehr 10 bis 15 Meter, sondern nur noch 2 bis 3 Meter.

    Zitat

    Mal interessehalber, was hat d u gemacht, mit deiner Hündin?

    Das was man in diesem Forum bei derartigen Problemen für gewöhnlich rät:
    Ich hab herausgefunden, wieviel Abstand Emma zu anderen Hunden braucht um noch ruhig zu bleiben und hab anfänglich versucht in diesem Radius Bögen zu laufen. Hat sie sich dabei ruhig verhalten, dann hab ich sie bestärkt...durchaus auch mal mit nem Ball... ;) In winzigkleinen Schritten wurden die Bögen dann immer flacher und wir haben uns langsam an die anderen Hunde "herangetastet"...das wars eigentlich schon...

    staffy: Das ist ja durchaus plausibel, was du da schreibst, aber trotzdem finde ich diese Ballmethode einfach ka... :zensur: , einfach weil man 1.) das Problem gar nicht bearbeitet, sondern nur umgeht und man sich 2.) durch das Umgehen des einen Problems evtl. ungewollt ein zweites Problem (Stichwort "Balljunkie") einhandelt. staffy, du hast doch hier mal nen echt guten Beitrag zum Problemkreis der Leinenaggression eingestellt, da war von Bällen oder sonstwelchen Ablenkungsmanövern doch auch nichts zu lesen und dieser Beitrag war doch auch für ein breites Publikum bestimmt, da hast du doch auch all die Dinge vorrausgesetzt, die du Boohs Halterin jetzt nicht zutraust... ;)

    @bungee:Nee...ich glaub, du hast mich nicht richtig verstanden...ich finde einfach diese "Ballmethode" von Grund auf sehr fragwürdig - egal ob das nun für die Halterin nur der Einstieg war oder nicht. Gründe sind die hier:

    Zitat

    Ich hab ja nun selbst eine Hündin mit einer mittelschweren Leinenaggression zuhause und auch Emma verfügt über einen stark ausgeprägten Beutetrieb. Es wäre auch für mich ein leichtes gewesen, bei jeder riskanten Begegnung einen Ball aus der Tasche zu ziehen und Emma abzulenken…ich hätte sie wahrscheinlich zentimeternah an anderen Hunden vorbeiführen können und sie hätte sabbernderweise nur auf den Ball gestiert…aber hätte ich damit ein Alternativverhalten etabliert? Ich glaube nicht. Ein Hund mit starkem Beutetrieb ist doch gar nicht mehr empfänglich für andere Außenreize, wenn der Jagdmodus erst mal angeworfen ist – das ist es doch auch, was die Entstehung so genannter „Balljunkies“ so einfach macht, oder warum es fast unmöglich ist einen hetzenden Hund abzurufen! Also…wo soll der Trainingserfolg bei dieser Methode liegen – mir leuchtet das nicht ein.

    Vorsorglich möchte ich mal vorausschicken, dass ich weder Rütters Qualifikation anzweifle noch ihn irgendwie unsympathisch finde…eigentlich mag ich seine direkte, pragmatische Art sogar recht gern, aber trotzdem finde ich die Methode, die bei „Booh“ angewandt wurde recht fragwürdig.

    Eckpunkt des Ganzen war jawohl, dass „Booh“ immer dann abgelenkt werden sollte, wenn sie eine Person oder einen anderen Hund fixiert hat. Nun frag ich mich allerdings, welchen Trainingserfolg Rütter damit bezweckt hat? Meiner Meinung nach gibt es da nämlich keinen, denn der Hund hatte ja gar keine Möglichkeit sich mit dem aggressionsauslösenden Reiz auseinander zu setzen, sondern wurde schlicht und einfach von einem noch stärkeren Reiz abgelenkt.

    Ich hab ja nun selbst eine Hündin mit einer mittelschweren Leinenaggression zuhause und auch Emma verfügt über einen stark ausgeprägten Beutetrieb. Es wäre auch für mich ein leichtes gewesen, bei jeder riskanten Begegnung einen Ball aus der Tasche zu ziehen und Emma abzulenken…ich hätte sie wahrscheinlich zentimeternah an anderen Hunden vorbeiführen können und sie hätte sabbernderweise nur auf den Ball gestiert…aber hätte ich damit ein Alternativverhalten etabliert? Ich glaube nicht. Ein Hund mit starkem Beutetrieb ist doch gar nicht mehr empfänglich für andere Außenreize, wenn der Jagdmodus erst mal angeworfen ist – das ist es doch auch, was die Entstehung so genannter „Balljunkies“ so einfach macht, oder warum es fast unmöglich ist einen hetzenden Hund abzurufen! Also…wo soll der Trainingserfolg bei dieser Methode liegen – mir leuchtet das nicht ein.

    Weiterhin heißt es dann immer, dass die Zeit dieser Sendekonzepte ja viel zu kurz sei um ein Trainingskonzept differenziert darzustellen. Das ist sicher richtig, aber zwanzig Minuten hätten doch auch ausgereicht um ansatzweise zu zeigen, wie man mit einem Hund Bögen läuft, wie man sich schrittweise anderen Hunden und Menschen annähert und wie man einen Hund evtl. mit einem Ball bestätigen kann, wenn er in der Situation ein angepasstes Verhalten gezeigt hat und nicht, wie man einen Hund mit einem Ball ablenkt!

    Wie wird denn das gestern auf Otto-Normal-Hundehalter gewirkt haben, der einen ähnlichen Leinenrambo zuhause hat? Der denkt sich jetzt, ich lenk meinen Hund mit nem Ball ab und irgendwann löst sich das Problem in Wohlgefallen auf, denn Rütter hat zwar gesagt, dass die Besitzerin jetzt nicht die nächsten 10 Jahre mit einem Ball durch die Fußgängerzone laufen muss, aber davon, dass evtl. noch andere Aspekte wichtig für ein erfolversprechendes Training wären, davon wurde nichts gesagt…

    Na...ich bin ja schon sehr gespannt wie hier der Versuch Rütters kommentiert werden wird, die Aggressivität der Bulldogge mit nem Tennisball umzuleiten bzw. den Hund abzulenken... :D
    Bin mal gespannt, wie sich der Fall noch entwickelt, aber bisher halte ich für meinen Teil da noch nicht viel von...