Beiträge von Sleipnir

    finnrotti: Warum ist das dem Hund gegenüber denn unfair? So flexibel sollten unsere Hunde aber doch sein. Wenn man das auf weitere Bereiche bezieht...wie will man das denn durchziehen? Manchmal müssen meine Hunde vor Wegbiegungen warten, manchmal lass ich sie einfach durchlaufen. Manchmal dürfen meine Hunde aufs Sofa, manchmal möchte ich es aber einfach nicht. Manchmal dürfen sie andere Hunde begrüssen, manchmal nicht...und so könnte ich das noch ewig weiterführen...ist doch alles genau das Gleiche!

    Ich hab nun gar kein Problem damit, dass meine Hunde zuerst durch die Tür gehen und teilweise drängeln sie dabei auch...haben wir deshalb ein Rangordnungsproblem...ich denke nicht... ;)

    Eigentlich gibt es ja nur zwei Gründe, warum man als Halter vor dem Hund durch die Tür gehen sollte:

    1. Zur Festigung und Bestärkung der Rangordnung: Halte ich persönlich für ziemlich überholt. Ich denke nicht, dass es eine souveräne Führung ausmacht auf "Biegen und Brechen" zuerst durch die Tür zu gehen. Meine Hunde sehen das übrigens genauso! Bei uns hat Emma ohne Zweifel "die Hosen an" und steht im Rang deutlich über Janosch - trotzdem interessiert es sie nicht die Bohne, wenn er sich an der Tür durchdrängelt. Sie macht dann einen Schritt zur Seite und lässt ihn vorbei...hoffentlich bricht jetzt nicht das Weltbild der Rudelordnungstheoretiker zusammen... :D Ranordnung zeigt sich bei meinen Hunden bei Dingen wie Ressourcenkontrolle oder der Individualdistanz, aber doch nicht beim Laufen durch Türen...

    2. Auf Grund praktischer und/oder sicherheitsrelevanter Aspekte: Das kann ich schon eher nachvollziehen, aber auch nicht so ganz...jedenfalls kann ich es nicht so ganz auf meine persönliche Situation beziehen. Direkt vorm Haus haben wir keine Straße, sondern eine Wiese, von daher ist es vollkommen unproblematisch die Hunde direkt rausstürmen zu lassen. Aber das heisst doch nicht, dass ich in anderen Situationen (wenn ich irgendwo zu Besuch bin) meine Hunde nicht durch Kommandos zum Warten bringen könnte. Da lasse ich sie dann eben nicht einfach so laufen... Genauso mit dem Argument, dass man so die Möglichkeit hätte einen schlammverschmierten Hund erst sauber zu machen. Also wenn ich mit so richtig eingesauten HUnden nach hause komme, dann schliesse ich die Wohnungstür auf, sage den Hunden "Warte" und die beiden bleiben doch wahrhaftig stehen, ich kann bei geöffneter Wohnungstür reingehen, Handtücher holen und die Hunde sauber machen! Einige Postings hörten sich hier so an, als müsste ein Hund IMMER hinten laufen bzw. IMMER warten nur weil es MANCHMAL praktisch ist. Und das sehe ich halt anders. Meine Hunde können MEISTENS vorlaufen und wenn doch eine Situation eintritt in der es praktisch wäre, dass sie hinter mir sind bzw. warten dann geb ich halt das entsprechende Kommando...warum sie deswegen IMMER warten sollen erschließt sich mir nicht ganz...

    Darf ein Vermieter die Haltung einer Wohnungskatze verbieten? Bei Hunden weiß ich ja, dass der Vermieter entscheiden kann wie er lustig ist, aber wie sieht es mit Katzen aus? Kann es sein, dass der Vermieter deren Haltung nicht so ohne weiteres verbieten kann? Ich mein ich hab mal sowas gelesen... :???:
    Das weiß doch bestimmt einer von euch... :D

    unforgettable:

    Sehr eindrücklich, da erscheint einem Deutschland ja fast schon als das gelobte Land der Hundebesitzer!
    Bist du mit Jette schon in Kanada oder wann gehts los?
    Kanada ist ja eigentlich ein traumhaftes Land, aber als Hundehalter möchte ich dort wirklich nicht leben, unter diesen Umständen könnte ich mir persönlich dort keine Hundehaltung vorstellen... :/

    Die Meinungen gehen hier ja schon etwas auseinander.

    Ich persönlich halte Deutschland eigentlich auch für recht hundefreundlich.

    So ist es, und das ist für mich eine absolute Grundvorraussetzung um "glücklich" in einem Land mit Hund zu leben, in Deutschland gessellschaftlich absolut akzeptiert einen Hund als weiteres "Familienmitglied" aufzunehmen und in der Wohnung zu halten. Zwar sinkt die Akzeptanz der Gesellschaft bei steigender Hundeanzahl, aber grundsätzlich wird man hier eher nicht für verrückt gehalten, weil man einen Hund hält. Das ist z.B. in islamisch geprägten Ländern ganz anders. Wobei ich leztens aus erster Hand erfahren habe, dass derzeit Hunde in Bagdad ganz groß in Mode kommen, aber das ist ein anderes Thema...

    Weiterhin habe ich in Deutschland die Möglichkeit meinen Hund fast auf humanmedizinischem Niveau behandeln zu lassen und kann aus einem schier unerschöpflichen Angebot des Futter- und Zubehörmarktes auswählen.

    Allerdings scheint es wichtige Aspekte der Mensch-Hund-Lebensqualität zu geben, die sich je nach kommunaler Gesetzgebung ganz unterschiedlich darstellen. In diesem Punkt kann ich natürlich nur meine persönliche Lebenssituation als Grundlage heranziehen. Ich lebe in Nordhessen, in einer ländlich geprägten Großgemeinde am Rande von Kassel. Leinenzwang gibt es hier nirgendwo, weder im Wald, noch im bebauten Siedlungsgebiet. Wenn ich es also drauf anlegen würde, dann dürfte ich meine Hunde selbst an der Haupteinkaufsstraße ohne Leine laufen lassen. Ebenfalls gibt es hier keinen gesetzlichverordneten Leinenzwang in der Brut- und Setzzeit. Gerade dieser fehlende Leinenzwang ist für mich (in meiner persönlichen Situation) der größte Pluspunkt. Weiterhin ist es mir möglich meine Hunde umsonst und ohne Maulkorb in öffentliochen Verkehrsmitteln zu befördern, ich kann sie in jedes Geschäft mitnehmen, indem keine Nahrungsmittel verkauft werden und selbst an der Uni in den Seminaren werden unauffällige Hunde anstandslos akzeptiert. Eine größere Selbstbestimmung hinsichtlich der Hundehaltung kann ich mir kaum vorstellen.

    Allerdings gibt es für mich in Deutschland auch zwei gewichtige Nachteile. Da wäre als erstes die unsägliche Besteuerung der Hundehaltung zu nennen. Hier schiele ich schon neidvoll auf unsere Nachbarländer, die diese witzlose Steuer teilweise schon vor vielen Jahren ersatzlos gestrichen haben. Weiterhin erscheint es mir in Deutschland recht schwierig zu sein mit Hund eine Mietwohnung zu finden, insbesondere wenn der Hund über eine relative Größe verfügt und noch schwieriger, wenn es mehr als ein Hund ist.

    Zusammenfassend überwiegen für mich persönlich in Deutschland allerdings schon ganz klar die Vorteile, ich denke, dass Deutschland eines der hundefreundlichsten Länder auf der Erde ist und über eine starke Hundelobby verfügt - allerdings finde ich eure, teilweise gegenläufigen Meinungen durchaus interessant. Würde ich mit meinen Hunden im Ruhrgebiet oder in einer deutschen Großstadt wohnen, dann hätte sich dieses Posting wahrscheinlich auch ganz anders angehört... ;)

    Ich würde auch eher zu der Aussage der zweiten Trainerin tendieren. Ich kenn das selber, einer meiner Hunde hat absolut kein Problem beim Fusslaufen an meinem Bein zu kleben, der andere hält lieber etwas Abstand.
    Allerdings weiß ich nicht, ob du damit durch die Prüfung kommst, ich benötige das Fusslaufen "nur" für den Alltag und da kommt es mir auf Zentimeter nun wirklich nicht an!

    Zitat

    Hier aber auch

    Ehrlich...nee, glaub ich nicht... :D
    Ich meinte eigentlich Länder, wie z.B. Finnland oder Schweden in denen überall Leinenzwang gilt, also nicht nur im städtischen Bereich, sondern auch in allen Wäldern, auf allen Feldern, wirklich überall und das gibt es in Deutschland nun nicht, nichtmal auf der Ebene einzelner Bundesländer!