Beiträge von Sleipnir

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    Mir wäre es in jedem Fall recht, wenn es nur mangelnder Gehorsam ist und kein Jagdtrieb

    Ich denke das eine bedingt das andere! Er probiert seinen Jagdtrieb aus und da er noch nicht zuverlässig hört hat er auch Erfolg damit!
    Im Moment habe ich auch das Gefühl, dass er in so einer Art "Probierphase" ist...hat er allerdings erstmal Gefallen daran gefunden ist es ungemein schwieriger ihn davon wieder abzubringen!
    Ich würde da also sofort ganz konsequent gegensteuern!

    Alle Hunde, die ich kenne machen Unterschiede zwischen verschiedenen Tierarten! Bestes Beispiel meine beiden Gassihunde - Foxhounds - absolut jagdtriebig:
    Haus- und Nutztiere hinterm Zaun, sowie Reiter werden absolut ignoriert, Feldhasen können 10 Meter vor ihnen aufspringen und es wird höchstens ein bisschen interessiert geschnüffelt, aber sobald ein Reh am Horizont auftaucht sind sie nicht mehr zu halten...

    Danke Chrisette! Ich hab als Hundehalter noch nie Probleme mit Fahrradfahrern gehabt...als Fahrradfahrer mit Hundehalter aber ständig! Am liebsten sind mir die Leute, die auf dem markierten Fahrradweg laufen, obwohl direkt daneben der Fußweg langläuft und wie oft schon Hunde direkt vor mir noch schnell die Seite gewechselt haben, so das ich kräftig in die Eisen gehen musste, oder wie oft Hunde zumindest ein Stück hinter mir hergerannt sind kann ich schon gar nicht mehr zählen! Natürlich gibt es auch genügend Hundehalter, die ihren Hund rechtzeitig ranrufen und Fuß laufen lassen oder ihn ins Sitz befördern, aber mindestens genauso viele, die ihre Hunde einfach quer über den Weg laufen lassen!
    Und ja...wenn man ambitioniert und leistungsorientiert Fahrrad fährt, dann ist es furchtbar ärgerlich, wenn man ständig wegen unerzogenen Hunden abbremsen muss!

    Also ich benutze bei Handlungsabbrüchen wirklich immer und ausschließlich NEIN...irgendwie mache ich da keinen Unterschied zwischen den einzelnen Handlungen, die ich abbrechen will...sehr wohl besteht bei mir aber ein großer Unterschied WIE ich das NEIN in den unterschiedlichsten Situationen ausspreche und daran orientieren sie meine Hunde eigentlich sehr gut!

    @ fini:
    Nehmen wir mal das Beispiel mit der Pfütze:
    Wir gehen weiterhin davon aus, dass der Hund grundsätzlich weiß was NEIN bedeutet. Er steuert nun also ein Pfütze an. Du sagst deutlich NEIN...vom Hund kommt keine Reaktion...in dem Moment würde ich mich mit SEHR energischem Schritt dem Hund nähern, das NEIN nochmal deutlich wiederholen und ihn mit meinem Körper von der Pfütze wegdrängen...das Ganze soll ruhig etwas unangenehm für den Hund werden!
    Ebenso wichtig ist aber natürlich, dass der Hund überschwenglich gelobt wird, wenn er das Kommando befolgt. Denn der Hund soll ja vordergründig deshalb auf das Kommando hören, weil er weiß, dass sich das lohnt...[/quote]

    Zitat

    Wie handhabt ihr das mit dem Aufbau? Ich habe das Kommando positiv aufgebaut, bis die Hunde grundsätzlich wußten, worum es geht. Dann habe ich versucht die Reize zu steigern. Aber wenn sie sich über mein "Nein!" hinwegsetzen, ist das einer der wenigen Momente, in denen ich auch strafe.

    Ganz genauso hab ich es auch aufgebaut. Erst mit positiver Verstärkung, damit Hund überhaupt lernt um was es geht und wenn das Kommando verinnerlicht ist und der Hund sich trotzdem drüber hinwegsetzt, dann scheppert es auch mal ordentlich...das soll nun nicht bedeuten, dass ich meine Hunde in dieser Situation körperlich züchtige, aber ich wirke dann schon so auf sie ein, dass sie sichtlich verunsichert sind!