Beiträge von Sleipnir

    Mal ein Beispiel aus der letzten Woche:
    Wir waren mit Freunden und insgesamt vier Hunden wandern. Nach der Wanderung haben wir gegrillt und eine Bekannte kam mit ihrem Hund dazu. Dieser Hund war meinen Hunden unbekannt und Emma mochte ihn von der ersten Minute nicht. Da er ziemlich "rumgeprollt" hat, hat Emma ihn sich irgendwann geschnappt...das fand ich nun doch etwas heftig...und durch ein sehr energisches NEIN hat Emma dann auch sofort von dem Hund abgelassen. Ich konnte sie weiterhin den ganzen Abend ohne Leine laufen lassen und obwohl sie gerne gewollt hätte hat sie sich den ganzen Abend nicht mehr an diesem Hund vergriffen...
    Alle anwesenden Leute waren erstaunt wie gut Emma hört...so erstaunlich fand ich das hingegen nicht...Emma kennt halt die Bedeutung des Wörtchens NEIN... ;)

    Vermehrt fällt mir in letzter Zeit auf, dass ich ganz oft auf irgendwelche Probleme hier im Forum aufmerksam werde, die gar keine Probleme wären, würde der Hund nur zuverlässig auf ein Abbruchkommando hören. Ob das nun NEIN oder AUS oder RUMPELSTILZCHEN heißt ist ja völlig egal...der Einfachheit halber nenne ich es im Folgenden NEIN.

    Da gibt es Hunde, die wohl schon ein Abbruchkommando kennen, in erhöhter Reizlage (angesichts von Wild, dem Lieblingsfeind etc.) ihren Besitzern allerdings die MIttelkralle zeigen und erstmal ihr eigenes Ding durchziehen.

    Dann gibt es Hunde, die gefühlte zweinhundert Mal am Tag NEIN hören, dieses NEIN aber nie durchgesetzt wird und für die Hunde nur noch ein bedeutungsloses Gebrabbel ist.

    Und meine Lieblingsgruppe...die "Hardcore-Wattebäuschenwerfer", die doch allen Ernstes meinen, man könnte einen Hund ganz ohne Abbruchkommando zuverlässig erziehen...man müsste nur oft genug ignorieren und ablenken...

    Meiner Meinung nach ist NEIN neben einem zuverlässigem Rückruf eigentlich das wichtigste aller Kommandos. So baue ich es auch von vorn herein auf, anfangs natürlich nur in Situationen, in denen es dem Hund nicht allzu schwer fällt die derzeitige Handlung einzustellen. Über den Abbruch reizvollerer Handlungen des Hundes arbeite ich mich schrittweise zu den schwierigsten Handlungsabbrüchen vor, nämlich das NEIN beim schon durchgestarteten Hund auf dem Wege zu Wild, anderen Hunden, hinter Joggern her etc.

    Klar...auch ich bin nicht perfekt und meine Hunde keine Maschinen...von daher ist ein 100% NEIN völlig illusorisch, aber zumindest sitzt dieses Kommando bei meinen Hunden so gut, dass ich fast immer, fast jede Handlung abbrechen kann und da meine Hunde die meiste Zeit ohne Leine unterwegs sind gibt mir das eine gewisse Sicherheit!

    Wie sieht das bei euch aus? Haltet ihr das NEIN für ähnlich wichtig? Wie habt ihr es aufgebaut, wie gut hören eure Hunde auf dieses Kommando?

    Die Frage ist ja nicht nur ob der Zweithund zum Ersthund passt, sondern auch zu mir! Was ist, wenn der ach so putzige Hund vom Foto in natura gar nicht mehr so putzig ist und der Funke einfach nicht überspringt? Ich könnte mir beim besten Willen nicht vorstellen einen Hund ausschließlich nach einem Foto auszusuchen!

    Ich habe kurzzeitig auch einen Futterdummy benutzt...
    Ich hätte es mir sparen sollen! Klar fanden die Hunde ihn klasse...der Effekt war allerdings, dass sie versucht haben selbst an das Futter zu kommen, dadurch nicht so zügig zurückgekommen sind wie bei einem normalen Dummy und vor allem tierisch geknauscht haben...also eigentlich völlig kontraproduktiv...

    Ich hab zuerst ne grobe Übersicht:

    Tiere und Natur
    Portrait
    Architektur und Technik
    Urlaub
    Schnappschüsse und Partybilder etc.

    Diese Ordner sind dann noch weiter untergliedert, um z.B. aktuelle Fotos von Emma und Janosch zu finden würde mein Weg über folgende Ordner führen:

    Tiere und Natur
    Tiere
    Haustiere
    Hunde
    Emma & Janosch
    Bilder 2009

    Ich komm damit eigentlich sehr gut klar und finde die Bilder auf Anhieb...vorausgesetzt ich hab sie eingeordnet... :hust: